John Ajvide Lindqvist: So finster die Nacht

John Ajvide Lindqvist: So finster die Nacht

Hot
 
4.0 (2)
 
0.0 (0)
2402   1  
Bewertung schreiben
Add to list
John Ajvide Lindqvist: So finster die Nacht
ET (D)
2007
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Låt den rätte komma in
ET (Original)
2004
ISBN-13
9783404157556

Informationen zum Buch

Seiten
641

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Blackeberg.

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)
Wenn das Unfassbare Einzug hält, nimmt es anfangs niemand wahr ...In dem Stockholmer Vorort Blackeberg wird die Leiche eines Jungen gefunden. Sein Körper enthält keinen Tropfen Blut mehr. Alles deutet auf einen Ritualmörder hin.Noch ahnt niemand, was tatsächlich geschehen ist. Auch der zwölfjährige Oskar verfolgt fasziniert die Nachrichten. Wer könnte der Mörder sein? Und warum sind in der Nachbarwohnung die Fenster stets verhangen ...

Autoren-Bewertungen

2 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0  (2)
Charaktere 
 
4.0  (2)
Sprache & Stil 
 
4.0  (2)
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Ein Vampirroman mit Inhalt!

Wer auf den Zug, des momentan anhaltenden Vampirbooms aufspringen will, der hat auch die Möglichkeit, sich weit ab von der langsam etwas nervigen Vampir-liebtMensch und es ist natürlich die große Liebe - Handlung sein Futter zu suchen:

Eigentlich spielt das Vampirsein eine völlig andere Rolle, als in den aktuellen Vampirromanen. Es wird negativ dargestellt und zwar auf eine recht bedrohliche und brutale Art und Weise. Selbst Anne Rice' Vampirinterpretation ist nicht so düster, wobei ihre Vampire auch wieder eher düsterromantischdepressiv daherkommen^^ In "So finster die Nacht" spielt ein äußerst brutaler Vampir die Hauptrolle, der seine Opfer im Grunde reist wie ein Raubtier. Das interessante hierbei ist, das er die Gestalt eines Kindes hat und dadurch auch irgendwie unschuldig wirkt.
Letztendlich geht es aber meiner Meinung nach eher um die Einsamkeit, der einzelnen Figuren des Romans und ihrem Umgang mit dieser Einsamkeit. Was passiert, wenn sich Jugendliche gegenseitig fertigmachen um ihre eigenen Schwächen zu überspielen, wie brutal können sie werden. Und vor allem, wie hilflos sich das Opfer dabei fühlt und dem Ganzen machtlos gegenübersteht, dies schildert Lindqvist mit einer enormen Eindringlichkeit. Oskars Reaktion am Ende ist im Prinzip verständlich, auch sein Gefühl von den Erwachsenen allein gelassen zu werden, erschüttert beim Lesen.

Die Figuren wirken sehr menschlich und glaubwürdig. Ihre Verlassenheit und ihre emotionalen Störungen sind regelrecht spürbar. Eli ist im Grunde der Katalysator der alles aufbricht. Durch seine Anwesenheit bringt er Oskar dazu, über die eigene Situation nach zu denken und zu versuchen sie zu ändern.

Der Vampiraspekt bringt eine düstere zum Teil hoffnungslose Atmosphäre in den Roman und hebt ihn von anderen gesellschaftskritischen Romanen ab. Es scheint fast, dass der Vampir die Personifikation dieser Hoffnungslosigkeit darstellt. Eli selbst erscheint als eine Art Spiegelbild der Welt, die er betritt. Auch Eli ist mit der Situation unglücklich, aber im Gegensatz zu allen Anderen kann der Vampir nichts daran ändern.

Ich fand den Roman toll geschrieben, auch wenn er an einigen Stellen durchaus brutal wird. Vor allem die Beschreibungen der Szenen als Eli den Opfern das Blut aussaugt sind schon etwas gruselig. Mich hatte er sehr gefesselt, der Autor hat einfach eine Art zu schreiben, die den Leser schnell in den Bann zieht.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
3.0

Inhaltsangabe: (Klappentext)

In dem Stockholmer Vorort Blackeberg wird die Leiche eines Jungen gefunden. Sein Körper enthält keinen Tropfen Blut mehr. Alles deutet auf einen Ritualmörder hin. Noch ahnt niemand, was tatsächlich geschehen ist. Auch der zwölfjährige Oskar verfolgt fasziniert die Nachrichten. Wer könnte der Mörder sein? Und warum sind in der Nachbarwohnung die Fenster stets verhangen?

Der erste Satz:

„Blackeberg.“

Meine Meinung zum Buch:

Nachdem ich von „Nun ruhet in Frieden“ etwas enttäuscht war, bin ich doch froh, dass ich mit diesem Buch dem Autor eine weitere Chance eingeräumt habe. Ich finde es sehr viel besser.

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, das macht auch einen Großteil der Spannung aus. Man kennt die Gedanken der Beteiligten und ist immer einen Schritt voraus – aber nie so weit, dass man nicht mehr überrascht werden könnte. Diesen Aufbau finde ich sehr gelungen.

Oskar fand ich sehr gelungen charakterisiert – ein zwölfjähriger Junge, der von seinen Schulkameraden gehänselt und gepiesackt wird. Seine Angst und Hilflosigkeit werden eindrücklich gezeigt und man kann gut nachvollziehen, dass ausgerechnet er sich mit Eli anfreundet. Hier finden sich zwei Außenseiter. Die übrigen Personen waren nicht so deutlich gezeichnet, aber ich habe das auch nicht vermisst. Für die Handlung bringt das keinen Nachteil.

An Ajvides etwas abgehackten Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, aber dann fand ich ihn sehr passend zur Geschichte.

Trotzdem: Mir sind Thriller lieber, in denen die Täter keine übermenschlichen Fähigkeiten haben, sondern Menschen sind „wie du und ich“. Das finde ich viel gruseliger.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

In dieser Liste gibt es noch keine Bewertungen.
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

 

Affiliate-Programm von LCHoice (lokaler Buchhandel) und Amazon. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue