Sophie Littlefield: In kalter Nacht

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Sophie Littlefield: In kalter Nacht
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783442482559

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Erster Satz
Colleen Mitchells Welt war auf die beiden gefalteten Blätter Papier zusammengeschrumpft, die sie mit der linken Hand umklammert hielt.

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Handlungsort

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Als Colleen Mitchell in Lawton, North Dakota, eintrifft, bereitet ihr die trostlose Stadt kein warmes Willkommen. Im Gegenteil: Es ist kalt, und es gibt weder ein Taxi noch freie Hotelzimmer. Aber Colleen lässt sich nicht abschrecken. Ihr Sohn ist hier zuletzt gesehen worden, bevor er verschwand, und sie ist fest entschlossen, alles zu tun, um ihn wiederzufinden. Dann trifft sie auf Shay, deren Sohn ebenfalls vermisst wird. Zufall? Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit, in einer Stadt, in der Misstrauen und Verschwiegenheit zum Leben gehören ...

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Winter in North Dakota

Colleen Mitchell vermisst ihren Sohn Paul, der für eine Ölfirma in North Dakota arbeitet. Schlecht vorbereitet kommt sie nun im ebenso trostlosen wie kalten Lawton, einem kleinen Städtchen im nördlichen Teil des Bundesstaates, an. Nicht nur, dass sie kein Hotelzimmer findet, sie erfährt auch noch, dass Paul nicht alleine verschwunden ist, sondern gemeinsam mit Taylor, seinem besten Freund. Dessen Mutter, Shay Capparelli, ist ebenfalls sehr besorgt um ihren Sohn. Die beiden Frauen tun sich zusammen und versuchen nun herauszufinden, wo Paul und Taylor abgeblieben sein könnten...
Die Suche der beiden ist wirklich gut beschrieben, denn dadurch taucht man in die Szenerie vor Ort ein, lernt unter anderem die örtliche Polizei, die Arbeiter der Ölfirmen und die Bewohner eines Indianerreservats in der Nähe Lawtons kennen. Dazu sollte man wissen, dass North Dakota seit einigen Jahren nach Texas der zweitgrößte Produzent von Öl innerhalb der Vereinigten Staaten ist und somit ein regelrechter Boom eingesetzt hat. Diese Umgebung schildert die Autorin sehr gut, lässt Probleme zwischen gewinnorientierter Ölbranche und verzweifelter Bevölkerung, Spannungen mit den Native Americans und ein generelles Misstrauen und Schweigen der Bewohner sehr gut einfließen, so dass die Atmosphäre greifbar ist. Zudem fand ich die beiden Frauen, Colleen und Shay, sehr gut gezeichnet. Colleen, die eine gute Existenz in Boston hat, und Shay, die in einem illegalen Trailer vor Ort lebt, sind mehr als unterschiedlich. Gerade ob der Reibungspunkte zwischen ihnen, empfand ich die Entwicklung der beiden Charaktere als immens wichtig. Hier hat Sophie Littlefield in meinen Augen alles richtig gemacht.
Allerdings passiert nach gut der Hälfte des Buches etwas ungewöhnliches: die Handlung verändert sich abrupt und deutlich. Ist der erste 'Teil' eine bemerkenswerte, spannende Milieustudie der durch die Ölindustrie boomenden Kleinstädte und ihrer sorgenvollen Bewohner, so beschäftigt sich der zweite 'Teil', mit den familiären Zuständen und beispielsweise Colleens Leben nach ihrer Rückkehr von North Dakota in Massachusetts. Vorbei die sozialen und psychologisch scharfen Beobachtungen, die mir einfach sehr viel besser gefallen haben.

Für mich hat weit über die Hälfte alles sehr gut gepasst: die Grundidee, die Ausarbeitung der Hauptfiguren, die Verarbeitung der Entwicklung von Kleinstädten, die von einem 'Big Business' überrollt werden, und die Darstellung des Ganzen in einem Spannungsroman. Als der Handlungsverlauf sich davon wegbewegt, wird der Roman nicht schlecht, aber in meinen Augen war die ungewöhnlichere Ebene zuvor wesentlich packender.

Kurzum: Ein spannender Roman, der im Grunde aus zwei Büchern besteht. Das erstere hat mich rundum interessiert und begeistert, das zweite war schwächer, aber dennoch völlig in Ordnung.

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Verzweifelte Mütter

Zwei Mütter auf der verzweifelten Suche nach ihren Söhnen und der Wahrheit.
Colleen Mitchell trifft in Lawton das in North Dakota liegt ein und schnell muss sie feststellen, das es hier wirklich keine freien Zimmer mehr gibt. Alle Hotels sind ausgebucht und nicht mal ein Taxi ist zu bekommen. Ihr Sohn ist aber genau in dieser Gegend zu letzt gesehen worden, bevor er verschwand und sie ist entschlossen alles nur mögliche zu tun, um ihren Sohn zu finden.
Dort trifft sie dann mehr oder weniger zufällig auf Shay, deren Sohn ebenfalls vermisst wird und das kann doch alles gar kein Zufall sein? Shay ist das genaue Gegenteil von Colleen, aber die Suche nach ihren Söhnen schweißt sie zusammen und Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der wahrheit und treffen in der Stadt auf Misstrauen und Verschwiegenheit.

Die Geschichte an sich, konnte mich nicht richtig fesseln. Die Idee zu dieser Geschichte selbst ist eigentlich nicht schlecht, aber die Umsetzung konnte mich nicht wirklich fesseln. Die beiden Hauptprotagonisten sind so lebensecht beschrieben, das die Charaktere wirklich vertraut wirken. Die beiden sind komplett verschieden und das hat Sophie Littlefield auch toll in Szene gesetzt, doch leider gab es einfach zu viele sehr langatmige Seiten, die das Geschehen zu arg beherrschten, das es stellenweise sehr langweilig wirkte.

Der Schreibstil selbst, der gefällt mir sehr gut und ansonsten ist es auch einigermaßen flüssig zu lesen und der Verlauf zwischen einigen höhen und tiefen ist ganz gut gestaltet. Durch diese langatmigen Stellen konnte mich das Buch nicht richtig begeistern und immer wieder ist man eigentlich aus der Geschichte gerissen und wünscht sich doch eigentlich nur, das etwas mehr passiert.

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