Siegfried Langer: Sterbenswort

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Siegfried Langer: Sterbenswort
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783548610917

Informationen zum Buch

Seiten
336

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Die vierjährige Mia erwachte in vollkommener Finsternis.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Als ihr klar wird, dass in ihrer Abwesenheit regelmäßig jemand in ihre Wohnung eindringt, klettert Panik in der jungen Mutter Kathrin hoch. Als dann noch ihre Tochter im Kindergarten von Kathrins totgeglaubtem ehemaligen Mitbewohner angesprochen wird, weiß sie, dass etwas Schreckliches bevorsteht. Wird die tragische Entscheidung, die sie und ihre Freunde damals in der WG getroffen haben, sie nun einholen? Getrieben von Schuld und Rache beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, und zum ersten Mal in ihrem Leben muss sie die Kontrolle abgeben…

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Kann Vergangenheit einholen?

Vier WG-Freunde und ein gemeinsamer Freund, der Geburtstag hat. So beginnt der Abend "damals", in den 90ern in Berlin. Am Ende der fröhlichen Runde mit reichlich Wodka treten vier der jungen Leute in die bitterkalte Nacht hinaus und schleifen den fünften im Bunde zur Brücke an der Warschauer Straße...
"Heute" ist Kathrin eine erfolgreiche Ärztin, die gemeinsam mit einem Kollegen eine Praxis in Berlin führt. Zudem ist sie alleinerziehende Mutter einer vierjährigen Tochter, Mia. Als sie plötzlich bemerkt, dass immer wieder Gegenstände in ihrer Wohnung verrückt sind, 'verdächtigt' Kathrin erst einmal ihre Tochter - bis ihr klar wird, dass die Vierjährige zu den meisten Dinge noch gar nicht in der Lage ist. Aber wer schleicht dann in ihrer Abwesenheit in ihre Wohnung? Als Mia dann im Kindergarten von Kathrins früherem, angeblich verstorbenen Freund Erik angesprochen wird, verfällt die Mutter in Panik... Bloßer Zufall und Ähnlichkeit oder hat das Geschehene tatsächlich mit dieser schrecklichen Nacht damals in ihrer Studentenzeit zu tun?

Der Thriller "Sterbenswort" ist wirklich spannendes Lesefutter! Bereits nach wenigen Stunden hatte ich ihn verschlungen, denn die Spannungskurve ist wirklich gut konstruiert, der stetige Wechsel zwischen der Studentenzeit und der Gegenwart und der einzelnen Blickwinkel trägt zur Schnelligkeit des Buches bei - ebenso wie die nüchterne, klare Sprache. Was ich allerdings etwas schade fand, ist, dass das Ende dann doch reichlich abrupt kam und auch die Auflösung nicht sonderlich überraschend war. Zudem fand ich die Hauptfigur Kathrin irgendwie nicht komplett schlüssig: einerseits ist sie vernünftig, strukturiert und klar - dann plötzlich wirft sie alles über den Haufen und gibt sich irgendwelchen Zwangshandlungen hin und stellt Überlegungen an, die sie Sekunden zuvor für völlig überzogen gehalten hätte.

Kurzum: Ein unterhaltsamer Thriller, der im Taschenbuchformat gradlinig ein paar spannende Lesestunden beschert. Mehr (leider) aber auch nicht.

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Spannender Pageturner

Inhaltsangabe:

Als die junge Mutter Kathrin bemerkt, dass in ihrer Abwesenheit jemand in ihre Wohnung eindringt und Dinge verschiebt und verlegt, bekommt sie Angst. Noch größer wird die Angst, als ihre kleine Tochter Mia von einem fremden Mann erzählt, der ihr einen Ring geschenkt hat. Denn der Ring hat eine ganz besondere Bedeutung und erinnert Kathrin an ein schreckliches Ereignis in ihrer Studienzeit, in der sie sich mit vier anderen jungen Leuten eine Wohnung geteilt hatte ... doch nur drei davon leben heute noch. Kathrin nimmt Kontakt mit ihren früheren Freunden auf und erfährt, dass sie nicht die einzige ist, der merkwürdige Dinge passieren ...

Der erste Satz:

„Die vierjährige Mia erwachte in völliger Finsternis.“

Meine Meinung zum Buch:

Das war mal wieder ein richtig spannender, gut durchkomponierter Thriller! Ich habe ihn sehr gerne gelesen.

Die Geschichte ist sehr schlüssig und von Anfang an spannend. Ich konnte die ganze Zeit wunderbar mitkombinieren und Spuren verfolgen, das macht mir großen Spaß. Und obwohl der Kreis der Verdächtigen klein ist, kann man sich nie sicher sein, dass man den richtigen Verdächtigen im Visier hat, zu gut passen auch andere Personen als Täter.

Die Motive der Hauptpersonen konnte ich immer gut nachvollziehen, sie handeln verständlich und (für mich zumindest) schlüssig. Ein paar kleine Punkte bzw. Verhaltensweisen blieben für mich nicht ganz logisch, aber wer verhält sich schon sein Leben lang logisch? Besonders dann, wenn man wie die Hauptpersonen unter Druck steht und Angst hat. Sehr gut gefiel mir auch, dass wir viel über das Leben der Figuren erfahren konnten – was sie seit ihrem Studium erlebt hatten und wie sie mit den damaligen Ereignissen zurecht gekommen sind – oder eben nicht. Für mich war das alles sehr glaubwürdig beschrieben.

Das Buch ließ sich wunderbar lesen, es ging fast von alleine und die Spannung treibt den Leser voran. Ich habe das Buch in einer Leserunde mit Abschnittseinteilung gelesen - ohne das hätte ich das Buch vermutlich an einem Wochenende „gefressen“.

Ein ganz klarer Buchtipp!

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Die Geister der Vergangenheit

Kathrin lebt mit ihrer kleinen Tochter Mia zusammen allein in einer Wohnung. Anfangs tut die Ärztin es als Einbildung oder Streiche ihrer Tochter ab, als immer wieder Dinge verschwinden und an anderen Stellen wieder auftauchen. Doch nach und nach muss sie erkennen, dass mehr dahintersteckt, dass offensichtlich jemand Zugang zu ihrer Wohnung hat und sie bedroht. Doch wer steckt dahinter und was bezweckt derjenige damit?

Schnell stellt Kathrin die Verbindung zu den Ereignissen von damals her, als sie gemeinsam mit ihren WG-Freunden eine verhängnisvolle Entscheidung getroffen hat. Wird sie nun von ihrer Vergangenheit eingeholt?
Der Autor erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen, einmal in der Gegenwart, in der sich die Bedrohung gegenüber Kathrin immer weiter steigert, zum anderen in der Vergangenheit. Nach und nach wird enthüllt, was damals wirklich geschehen ist und wie es dazu kam.

Die Hauptfigur Kathrin konnte mich allerdings nicht so recht überzeugen. Zu widersprüchlich fand ich ihr Verhalten, einerseits ist sie eine sehr vernunftorientierte Person, die auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt, andererseits verfällt sie geradezu in Zwangsneurosen und geht plötzlich auch eher unkonventionelle Wege, um die Frage nach dem Unbekannten zu klären.

Die Auflösung am Ende war nicht wirklich überraschend, für mich war schon relativ früh klar, wer hinter all den mysteriösen Geschehnissen stecken muss. Allenfalls die Erklärung, wie das alles genau abgelaufen ist, war noch interessant und da blieben auch wirklich keine Fragen offen, alles wurde schlüssig aufgeklärt.

Auf jeden Fall war das Buch eine spannende und kurzweilige Unterhaltung, ein Krimi, den man gut in einem Rutsch durchlesen kann.

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(Aktualisiert: 03 Mai 2013)
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Spannender Thriller!

Die Ärztin und junge Mutter Kathrin wird von ihrer Vergangenheit eingeholt: irgendjemand dringt in ihre Wohnung ein und kurze Zeit später wird ihre Tochter von dem ehemaligen WG-Mitbewohner ihrer Mutter, Erik, angesprochen. Das Problem ist, daß Erik eigentlich seit über 10 Jahren tot ist. Was geschah damals in der WG an dem Abend, an dem Erik starb, tatsächlich - und wer treibt heute sein perfides Spiel mit den ehemaligen WG-Mitgliedern?

Meine Meinung:
Der Roman spielt auf 3 Zeitebenen: einmal vor über 10 Jahren, die die Geschehnisse innerhalb der 4-köpfigen Wohngemeinschaft beschreiben, dann in der näheren Vergangenheit und in der Gegenwart. Der Autor wechselt diese Zeitebenen geschickt ab, so daß die einzelnen offenen Puzzlestücke nach und nach ihren Platz finden. Verwirrt hat mich dieser Wechsel überhaupt nicht, weil man nach wenigen Sätzen direkt weiß, wo das beschriebene Kapitel zeitlich anzusiedeln ist.

Die Handlung ist sehr spannend und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, um endlich zu wissen, wer der oder die Täter sind. Obwohl der Personenkreis in dem Roman sehr übersichtlich ist, läßt die Handlung viel Platz für die wildesten Spekulationen um den/die Verdächtigen, der hier seine Psycho-Spielchen betreibt.

Die Beschreibung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen, die der Autor geschickt in die Handlung und die passenden Zeitebenen einbaut, wie die Beziehung der WG-Mitglieder untereinander bzw. wie Eriks Tod deren weiteren Werdegang beinflusste.

Ich kann das Buch nur empfehlen, und es wird sicherlich nicht das einzige Buch bleiben, das ich von Siegfried Langer lesen werde.

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(Aktualisiert: 22 März 2013)
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Superspannende Unterhaltung

Kathrin ist alleinerziehende Mutter einer vierjährigen Tochter. Als sie bemerkt, dass immer wieder Gegenstände in ihrer Wohnung vertauscht werden, hat sie zunächst ihre Tochter in Verdacht. Schnell wird aber klar, dass Mia nichts damit zu tun haben kann. Wer dringt also unbemerkt in ihre Wohnung ein, und warum?

Meine Meinung
Diesen Thriller habe ich mit Freude gelesen. Die Figuren sind gut dargestellt, die Handlung ist nachvollziehbar und schlüssig, die Geschichte ist spannend und rätselhaft.
Der Autor erzählt die Ereignisse in der Gegenwart und die Ereignisse in der Vergangenheit immer abwechselnd, so dass sich langsam ein Bild aufbaut. Diese Erzählweise finde ich sehr gelungen, denn sie erhöht die Spannung sehr. Man fragt sich unweigerlich, wie die Geschehnisse zusammenhängen.
Das Ende ist dann auch sehr rund und alle offenen Fragen werden aufgeklärt.
Insgesamt ist es ein Thriller, der ohne viel Gewalt und Blut auskommt, was mir auch sehr gut gefallen hat!

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Benutzerkommentare

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Schatten der Vergangenheit

Berlin, Ende der 90er Jahre: in einer WG verbringen die Studenten Erik, Heinrich, Thomas, Amelie und Kathrin einen ausgelassenen Abend miteinander, doch etwas Schreckliches geschieht … Erik ist tot. Panisch beschließen die Freunde, Eriks Selbstmord vorzutäuschen und werfen die Leiche vor einen fahrenden Zug. Die Polizei schöpft keinen Verdacht und auch Eriks Angehörige glauben an die Selbstmordgeschichte. Die Freunde gehen ihrer Wege und versuchen, ihr Leben aufzubauen und diese Nacht zu vergessen.
Berlin, heute: Kathrin hat ihr Studium erfolgreich abgeschlossen, sie arbeitet als Ärztin und ist alleinerziehende Mutter ihrer vierjährigen Tochter Mia. Als Gegenstände in ihrer Wohnung verrückt werden, schiebt sie das zuerst auf Mia, doch dann geschehen immer mehr ungewöhnliche Dinge bis hin dass Mia von einem Unbekannten angesprochen wird, der sich Erik nennt und Mia einen Ring schenkt. Kathrin erkennt diesen Ring als Eriks Ring und setzt sich mit den anderen Freunden von damals in Verbindung. Auch diese haben rätselhafte Botschaften bekommen. Kann Erik doch überlebt haben und jetzt Rache wollen oder treibt ein anderer sein übles Spiel?
„Sterbenswort“ spielt auf zwei Zeitebenen; während in der Gegenwart beunruhigende Dinge geschehen, wird in Rückblenden aus der Vergangenheit alles um Eriks Tod nach und nach erhellt, spannend erzählt, in einer klaren, gut lesbaren Sprache. Ich bin nur so über die Seiten geflogen, das Buch hat mich richtig gepackt und oft sehr überrascht.
Ich gebe Sterbenswort volle Punktzahl und kann es jedem Thrillerfreund sehr empfehlen!

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Echte Fründe stonn zosamme,.

so heißt es in meiner Heimatstadt Köln: wahre Freunde halten zusammen, stehn füreinander. Das haben auch die WG-Kollegen, die Studenten Kathrin, Heinrich, Erik und Amélie sowie der ständige Besucher und gemeinsame Freund Thomas so gehandhabt - bis zu einem fürchterlichen Tag, dem Todestag von Erik, nach dem nichts mehr so wie vorher war.

Langsam, peu a peu wird die Geschichte beleuchtet und erschließt sich uns, des geneigten Lesern dieses packenden Krimis, ganz allmählich, zeitlich gesehen sowohl vor- als auch rückwärts - ein meisterhaftes Konstrukt des Autors..

Doch zunächst zur gegenwärtigen Situation: Kathrin ist nun Ärztin und Mutter einer kleinen Tochter - alleinerziehend zwar, sieht sie sich trotzdem auf der Sonnenseite des Lebens und ist mit ihrem Dasein ausgesprochen zufrieden. Auch der Jurist Heinrich hat es gut getroffen, indem er sich quasi ins gemachte Nest gesetzt und die bestens laufende Kanzlei seines Vaters übernommen hat, eine blutjunge Ehefrau und ein Haufen Geld "an den Füßen" runden sein Leben ab. Amélie und Thomas dagegen haben es bei weitem nicht so gut getroffen, doch das erfahren die ehemaligen Freunde erst, als Erik, der doch seit mehr als zehn Jahren tot ist, sich wieder zurückmeldet. Kann das sein? Vor allem Kathrin und Heinrich empfangen Signale der unterschiedlichsten Art, die ganz klar als Bedrohung zu verstehen sind und sich immer mehr verdichten, doch auch die beiden anderen geraten mehr und mehr ins Kreuzfeuer von Erik oder jemandem, der sich für ihn ausgibt. Stehen die Freunde immer noch zusammen, vereinen sie sich in dieser Notlage?

Siegfried Langers Schreibstil ist reduziert und zurickhalten und dadurch umso sprachgewaltiger. Bis ins Mark trifft er den Leser mit jedem Schritt, den er sowohl vor- als auch zurückgeht, mit jedem neuen Detail, das sich uns erschließt. Ein eher unblutiger Berliner Krimi bzw. Thriller - aus meiner Sicht beinhaltet das Werk Elemente beider Genres und kann - ja, sollte - von Freunden des klassischen Whodunnit genauso wie von Thrillerfans genossen werden. Obwohl der Handlungsaufbau eher subtil ist, ist das Buch von einer Spannung durchzogen, die sich sukzessive steigert und verdichtet. Ich finde, dieses Buch sollte Krimi- und Thrillerfreunden, die des Deutschen nicht mächtig sind, nicht vorenthalten werden - es schreit geradezu nach Übersetzungen in die wichtigsten Sprachen Europas! Ich kann nur Daumen drücken und hoffen, dass meinen Freunde und Thriller-Liebhabern in Skandinavien, im angelsächsischen Raum und in Osteuropa dieses Werk nicht vorenthalten bleibt - gerade den Skandinaviern, die ja mit einer nicht unwesentlichen Menge an ausgezeichneter Kriminalliteratur aufwarten können, würde ich das "Sterbenswort" gerne als ein Juwel aus deutscher Feder präsentieren!
nati zu »Siegfried Langer: Sterbenswort« 02.12.2014
In seinem zweiten Roman „Sterbenswort“ hat es Siegfried Langer geschafft, einen spannenden Thriller zu schreiben, der ohne viel Blutvergießen und reißerische Schockelemente auskommt und doch den Leser in seinen Bann zieht.

Schon der Prolog beginnt mit einer knisternden Spannung. Er erzählt von der kleinen Mia, die irgendwo gefesselt liegt und sich nur noch an ihre Oma erinnert.

Es folgt eine Rückblende. Während eines Schneegestöbers stapfen die Studenten Thomas und Heinrich zur Warschauer Brücke in Berlin. Sie haben den toten Erik untergehakt und werden von Amelie und Kathrin begleitet. Als sich ein Regionalexpress nähert, werfen sie gemeinsam Erik von der Brücke vor den Zug. Doch wie kam Erik wirklich ums Leben?

Mittlerweile sind zehn Jahre vergangen. Heinrich ist ein anerkannter Rechtsanwalt, der bald die Kanzlei seines Vaters übernehmen soll. Amelie arbeitet als Altenpflegerin, Thomas ist verschwunden und Kathrin hat sich als Ärztin mit einem Kollegen selbständig gemacht. Sie ist ein rational denkender Mensch und hat ihr Geheimnis von damals verdrängt. Aber dann geschehen seltsame Dinge – Gegenstände in ihrer Wohnung liegen nicht mehr an den üblichen Stellen und ihre vierjährige Tochter streitet ab, die Dinge versteckt zu haben. Jemand muss während ihrer Abwesenheit in die Wohnung gekommen sein. Die Lage spitzt sich zu, als Mia im Kindergarten von einem Fremden angesprochen wird, der sich Erik nennt und ein Freund ihrer Mutter sein soll. Nun nimmt Kathrin Kontakt zu ihren ehemaligen Mitbewohnern auf.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Kapitel sind kurz gehalten. Ohne große Ausschmückungen und detaillierten Beschreibungen wird abwechseln die Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt. Der Leser erfährt nach und nach die Vorfälle von „Damals“ und „Heute“. Durch die ständigen Wechsel baut der Autor Spannung auf, die bis zum Schluss gehalten wird und macht den Leser neugierig auf den weiteren Verlauf des Geschehens ohne dass der Lesefluss dadurch gestört wird. Es fällt einem leicht, den ständigen zeitlichen Wechsel zu folgen.

Wer einen spannenden Thriller ohne brutale Szenen liebt, dem kann ich das Buch „Sterbenswort“ nur empfehlen.

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Nichts bleibt im Dunkeln verborgen.

Zum Inhalt:
Kathrin, eine alleinerziehende Mutter und Ärztin, wird plötzlich von einem Fremden heimgesucht, der in ihre Wohnung eindringt, Dinge verrückt und auch ihre Tochter anspricht. Sie weiß nicht, wer er ist, aber langsam kommt ihr der Verdacht, es handelt sich um einen alten Bekannten von früher, der ihr ein dunkles Geheimniss ins Gedächtnis zurückruft und sie muss um ihr Leben fürchten.

Meine Meinung:
Ich wurde von diesem Thriller nicht enttäuscht, denn die Figuren waren nachvollziehbar gestaltet und die Handlung war durch die Wechsel der Zeitebenen sehr auflockernd gestaltet, so dass kaum Langeweile aufkam.

Außer ein paar Kleinigkeiten, gab es nichts weiter zu bemängeln. In diesem Roman gibt es einige Personen, die ein Motiv hätten, ihr Spiel mit Kathrin zu treiben, aber leider, zumindest ging es mir so, zeichnet es sich ein wenig zu früh ab, wer es sein könnte, ein paar falsche Fährten mehr hätten dem Buch sicher gut getan, aber das hat der Spannung keinen Abbruch getan.

Das Ende hat die Handlung gut abgerundet, so dass keine Fragen offen bleiben und man auch das Motiv des Täters gut nachvollziehen kann, was man davon nun hält, ist ein anderes Thema, aber es wurde logisch und nachvollziehbar erläutert. Auch über das dunkle Geheimniss von Kathrin und ihrem Freundeskreis kann man halten was man mag, ob man sie dafür verteufelt oder am Ende doch verzeihen kann, aber dass sei jedem selbst überlassen.

Ich war auch positiv überrascht, dass wir nicht mit brutalen und blutrünstigen Szenen konfrontiert wurden, hier hat Siegfried Langer gezeigt, dass es auch ohne viel Blutvergießen geht, eine spannende Handlung aufzubauen.

Mein Fazit zum Buch:
Bei Siegfried Langers "Sterbenswort" handelt es sich um einen spannenden und kurzweiligen Thriller, der kaum Längen bietet, zwar die eine oder andere klitzekleine Schwäche hat, aber ansonsten jedem Thrillerfan spannende Leseunterhaltung bietet, dem auch ein blutleerer Roman viel Freude machen kann.

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Sterbenswort - eine Krimiempfehlung

Inhalt:
5 Freunde zu Studienzeiten und einer der Freunde, Erik, stirbt.
In der Gegenwart lernen wir Kathrin, eine der Studentin, und ihre Tochter Mia kennen, doch von Tag zu Tag geschehen Dinge in Kathrins Wohnung, die nicht sein dürfen. Die Handcreme und die Fernbedienung sind nicht mehr an ihrem gewöhnten Platz, das Wasser ist aufgedreht, als sie Wohnung betritt. Der Verdacht fällt leicht auf ihre Tochter, doch eine 4-jährige kann sich nicht all die Dinge ausgedacht haben. So langsam nimmt Kathrin wieder Kontakt zu ihren ehemaligen Mitstudenten auf. Was werden diese erlebt haben?
Doch genug zum Inhalt.

Fazit:

Dieser Krimi ist anders, er kommt ohne viel Blut aus und hat doch durch seine Geschehnisse und zwischenmenschlichen Begebenheiten seinen Reiz und auch Abgründe.
Die Geschichte lebt durch den Zeitenwechsel. Von Kapitel zu Kapitel, zwischen Damals und Heute. Man erfährt immer ein kleines Stück von dem, was damals zur Studentenzeit mit Erik passiert ist und warum sich die Freunde so entschieden haben. Es ist nicht einfach, den Täter zu enttarnen, den die Indizien deuten auf etwas hin, was nicht sein kann. Sehr intensiv geschrieben und auch die Gefühlswelt der damaligen Studenten und in der heutigen Situation befindlichen Protagonisten wird sehr gut dargestellt.
Ich bin jetzt seit über eine Woche mit dem Buch fertig, doch die Story beschäftigt mich immer noch sehr, berührt mich.
Eine Top-Leseempfehlung.

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