C. J. Box: Stumme Zeugen

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C. J. Box: Stumme Zeugen
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Blue Heaven
ET (Original)
2007
ISBN-13
9783453432802

Informationen zum Buch

Seiten
520

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Wäre die zwölfjährige Annie Taylor an diesem regnerischen Aprilnachmittag nicht auf die Idee gekommen, mit ihrem kleinen Bruder William angeln zu gehen, wäre es ihr erspart geblieben, die Exekution zu sehen und den Mördern in die Augen blicken zu müssen.

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»Wäre die zwölfjährige Annie Taylor an diesem regnerischen Aprilnachmittag nicht auf die Idee gekommen, mit ihrem kleinen Bruder William angeln zu gehen, wäre es ihr erspart geblieben, die Exekution zu sehen und den Mördern in die Augen blicken zu müssen. Aber sie war nun einmal wütend auf ihre Mutter gewesen.« So beginnt eine gnadenlose Hetzjagd, denn die Kinder sind fortan auf der Flucht vor den skrupellosen Mördern, während die Mutter voller Verzweiflung nach ihnen sucht.

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Der erste Satz:

„Wäre die zwölfjährige Annie Taylor an diesem regnerischen Aprilnachmittag nicht auf die Idee gekommen, mit ihrem kleinen Bruder William angeln zu gehen, wäre es ihr erspart geblieben, die Exekution zu sehen und den Mördern in die Augen blicken zu müssen.“

Meine Meinung zum Buch:

Endlich mal wieder ein spannender Thriller ohne überzogene Ekelszenen. Es ist geradezu erholsam, wenn die Thriller-Opfer einfach nur mit einer Kugel sauber erledigt werden, ohne vorherige Folter und ähnlichen überzogenen Schnickschnack.

In dem Buch geht es nicht um die Suche nach den Tätern, denn die sind von Anfang an bekannt. Das Spannende an der Geschichte ist die Frage, wie die Kinder den scheinbar übermächtigen Tätern auf die Dauer entkommen können und natürlich die Frage, was hinter der ganzen Geschichte steht. Der Autor baut hier eine komplexe Geschichte auf, die sehr spannend ist.

Leider sind nicht alle Personen so gut charakterisiert. Während der Leser Monica Taylor, die Mutter der Kinder, und den Rancher Jess Rawlins gut kennenlernen kann, bleiben die Geschichten der Täter etwas flach. Man erfährt zwar, was der Auslöser für die Exekution ist bzw. welches Verbrechen der Hintergrund dafür ist, aber über die Motive erfährt man nicht allzu viel. Da hätte ich gerne noch mehr erfahren.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Das macht die Geschichte spannend, denn so erfährt der Leser viele Hintergründe direkt von den Personen. Man ist dicht in der Geschichte und begleitet die Kinder, die Mutter, die Polizei, die Täter und die vielen „hilfreichen“ Zeitgenossen, die auch ihren Anteil an der Sensationsgeschichte haben wollen.

Zu lesen ist das Buch sehr gut. Viele Dialoge machen die Geschichte lebendig und bringen Tempo.

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Annie Taylor ist zwölf, hat aber schon viele Männer kommen und gehen sehen. Ihre attraktive Mutter ist flatterhaft und entscheidet sich immer wieder für die Falschen. Auch Tom Boyd, der UPS-Fahrer, ist zwar muskelbepackt, hat aber ansonsten keinerlei Vaterqualitäten. Annie ist sauer auf ihre Mutter und geht aus Trotz mit ihrem kleinen Bruder an einem regnerischen Tag angeln. Dabei werden die beiden Kinder Zeugen eines grauenhaften Schauspiels. Ein Mann wird von drei weiteren Männern regelrecht mit mehreren Schüssen hingerichtet. Annie und William fliehen, doch die Männer sind den beiden dicht auf der Spur.

"Stumme Zeugen", im Original mit dem passenderen Titel "Blue Heaven" versehen, ist einer der besseren Thriller auf dem Büchermarkt. C. J. Box, der mit seiner Joe Pickett Reihe verschiedene Preise gewann, legt hier einen mehr als gelungenen Einzelroman vor. Dabei lässt er den Leser zwar fast von Anfang an ins Geschehen stürzen, behält aber sein Augenmerk ganz besonders auf den Protagonisten. Neben Annie und William existieren weitere vielschichtige Charaktere und die Handlung wird auf alle gleichmäßig verteilt. Dabei hält Box seine Kapitel angenehm kurz - manchmal zu kurz, weil man gerne weiter über die gerade handelnde Person lesen würde.

Etwas verwirrend sind anfangs die vielen Namen und durch die wechselnden, parallelen Handlungen weiß man manchmal nicht, welcher Erzählstrang nun nochmal zu welcher Person gehört. Das gibt sich aber im Laufe des Buches und man gerät in den Sog der Geschichte. Sprachlich gibt es an "Stumme Zeugen" nichts auszusetzen. Weder fielen mir stilistische Mängel noch Mißgeschicke des Übersetzers besonders auf. Im Gegensatz dazu vermag der Autor allerdings auch nicht durch ausgefeilte Satzkonstrukte zu glänzen.

Ich würde nicht so weit gehen und das Buch als einen der "besten Thriller des Jahres" (Tess Gerritsen auf dem Cover) bezeichnen, aber definitiv gehört es zu den besseren Werken dieses Genres.

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