Tanja Noy: Zarenblut

 
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Tanja Noy: Zarenblut
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783959670197

Informationen zum Buch

Seiten
352

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Julia Wagner befürchtet das Schlimmste: Nach Zanders Ermittlungen gegen den Geheimbund der Kraniche ist ihr Freund wie vom Erdboden verschluckt. Da Julia sich sicher ist, dass diesmal er ihre Hilfe braucht, nimmt sie Kontakt zu ihren alten Kollegen bei der Polizei auf, um ihn zu finden.

Währenddessen stößt die weiterhin flüchtige Susanne Grimm nach ihrer Rückkehr aus Norwegen nicht ganz zufällig auf die Leiche einer Bekannten – was sie schnell zur Hauptverdächtigen in dem Mordfall macht. Alles sieht danach aus, als haben Julia und Susanne nur gemeinsam eine Chance gegen die übermächtigen Kraniche.

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Zarenblut


Zander ist verschwunden und Julia und Eva wollen ihn finden. Aber sie wollen noch viel mehr, denn Julia möchte mehr über ihre Vergangenheit wissen, sie will Wahrheiten. Dabei führt sie ein vorgezeichneter Weg immer näher an die Kraniche heran, eine Organisation von Verbrechern, die wohl auch hinter dem Verschwinden von Zander steckt.

Auch auf der Suche nach Wahrheiten ist Susanne Grimm, die genau aus diesem Grund nach Deutschland zurückgekehrt ist. Doch schon bald steckt sie mitten in einem großen Schlamassel. Es reicht nicht, dass sie in Deutschland bereits wegen ihrer Flucht aus einer psychiatrischen Anstalt gesucht wird, nein nun findet sie auch noch eine Leiche und hinterlässt am Tatort Hinweise auf sich.

Die Wege von Julia und Susanne verlaufen zwar getrennt, aber es sieht ganz danach aus, dass sie schon bald aufeinandertreffen werden bzw. aufeinandertreffen müssen. Nur gemeinsam scheint es weiterzugehen gegen einen großen Gegner, der so mächtig scheint, dass Menschen schon vor vielen Jahren alles dafür getan haben diesem Gegner irgendwann einmal nachhaltig schaden zu können. Darunter leiden muss heute Julia. Ihr bleibt zu wünschen, dass sie den richtigen Weg findet, den Weg, der sie ans Ziel bringt und ihr Wahrheiten und Befreiung verschafft. Dabei bleibt zu hoffen, dass sie sich nicht nur als Spielfigur empfindet, sondern ihre eigenen Kräfte mobilisiert und über sich hinauswächst.

Die Autorin Tanja Noy versteht es auch in diesem vierten Band der Reihe Spannung aufzubauen und dem Leser eine ordentliche Portion Gänsehaut zu verschaffen. Außerdem wird langsam klar was die Kraniche bezwecken und ihre Macht wird immer deutlicher.

Und nun soll der letzte Band alles aufklären. Das große Finale steht bevor. Ich kann es kaum noch erwarten.

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Vierter Band der spannenden Reihe um Julia Wagner

Julia und Eva haben die schlimmen Geschehnisse im Schwarzwald überstanden und machen sich auf den Weg nach Mainz, um nach Julias altem Kollegen und Freund Zander zu suchen, der von den Kranichen entführt wurde.
In der Zwischenzeit ist die polizeilich gesuchte Susanne Grimm nach Deutschland zurückgekehrt, um die Schuldigen zu finden, die ihr Leben verpfuscht haben. Dabei stolpert sie direkt über eine Leiche. Während Susanne versucht zu überleben und die Wahrheit herauszufinden, erkennt sie mehr und mehr, dass sie womöglich nur mit Julia gemeinsam eine Chance gegen die Kraniche hat.

Die Pentalogie um die ehemalige Polizistin Julia Wagner und ihrer geheimnisvollen Verbindung zu einer Organisation aus Verbrechern und Mördern geht in die vierte Runde. Die Handlungen der einzelnen Bände sind zwar in sich größtenteils abgeschlossen, aber dennoch zieht sich der Haupterzählstrang durch alle fünf Bände, ähnlich der Millennium-Trilogie von Stieg Larsson, daher empfehle ich dringend, sie chronologisch zu lesen.

Im dritten Band hatte ich den Eindruck, dass, wie bei einem Schachspiel, die Figuren auf beiden Seiten aufgestellt werden. In diesem Buch lernen wir einen Teil der Spielfiguren und die Spieler näher kennen. Außerdem lüftet sich allmählich das Geheimnis um die Kraniche und welche Ziele sie verfolgen. Die Wahrheit fand ich gar nicht mal so überraschend, denn sie passt perfekt zu dieser Organisation. Allmählich sickerte aber bei mir durch, was das im Detail bedeutet, z.B. wie weit ihr Einfluss gehen muss, um diese Macht ausüben zu können.

Die Suche von Julia wie auch von Susanne ähnelt stellenweise einer gefährlichen Schnitzeljagd oder einer Schatzsuche, wie sie von Hinweis zu Hinweis gelotst werden. Dabei ist es gut, dass Julia und Susanne jeweils nicht alleine unterwegs sind, sondern jemanden an ihrer Seite haben, der hilft, ihre Gedanken zu ordnen und den Mut nicht zu verlieren.

Julias Suche führt sie zu einer schockierenden Wahrheit in ihrer Vergangenheit und auch wenn ich die Gründe kenne, warum damals eine ihr nahestehende Person so gehandelt hat, weiß ich immer noch nicht, ob ich das gutheißen kann und will.

Manchmal hat man als Leser den Eindruck, dass in dem Buch zu viele Zufälle geschehen, andererseits wird im Laufe des Buches klar, dass die Spieler nichts dem Zufall überlassen. Es handelt sich um ein gigantisches Spiel mit lebenden Figuren, dessen Züge schon vor vielen Jahren durchdacht wurden. Und manchmal möchte man verzweifeln, wenn die Kraniche immer wieder einen Schritt voraus zu sein scheinen.

Dieser vierte Band ist wieder sehr spannend und beantwortet einige offene Fragen. Nun bin ich sehr gespannt auf das Finale und hoffe, dass nicht allzu viel der lieb gewonnenen Figuren dabei auf der Strecke bleiben.

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Das Böse ist überall

Langsam kommt Julia ihren Gegnern immer näher und damit wird es gefährlicher für sie, denn ihre Gegner scheinen ihr immer einen Schritt voraus zu sein. Seit den Vorgängen in Wittenrode ist Julia auf der Jagd. Dabei weiß sie nicht einmal, was sie am Ende erwartet; sie weiß nur, dass da etwas Böses ist, das mächtiger wird und das sie bekämpfen muss. Aber eigentlich reicht die Geschichte zurück in ihre Kindheit. Doch Julia erinnert sich nicht. Immer wieder gibt es da bedrohliche Stimmen und Bilder; je häufiger sie die Anfälle hat, umso mehr Erinnerungsschnipsel gibt es aber auch. Da ist es gut, dass Eva, ihre Freundin, ihr zur Seite steht. Hoffentlich finden sie Julias ehemaligen Kollegen Zander rechtzeitig, der von den „Kranichen“ entführt wurde.
Aber auch Susanne, die Julia in der Psychiatrie „Mönchshof“ kennenlernte, macht sich auf, gegen das Böse zu kämpfen. Sie wurde von ihr Unbekannten zum Werkzeug gemacht und schwankt nun immer zwischen sich Verstecken wollen und kämpfen. Karl Dickfeld, der auch „Professor“ genannt wird und eigentlich Journalist ist, steht sich selbst im Weg, weil er dem Alkohol zugeneigt ist. Der Zufall bringt ihn mit Susanne zusammen und gemeinsam machen sie sich auf die Suche.
Auch Charlotte Gärtner ist wieder mit im Spiel. Mit ihrer sehr gewöhnungsbedürftigen Art ist sie der zuständigen Staatsanwältin Diana Venczel ein Dorn im Auge.
Obwohl man dieses Buch auch lesen kann, ohne die Vorgängerbände zu kennen, ist es sehr empfehlenswert, die Bücher in der chronologischen Reihenfolge zu lesen, denn der darüber gelagerte Erzählstrang erschließt sich nur richtig, wenn man die gesamte Geschichte kennenlernt.
Die Kraniche wollen die absolute Macht und haben ihren Einfluss in Wirtschaft und Politik schon ausgebaut. Sie sind ihrem Ziel sehr nahe. Nur Julia kann sie noch daran hindern. Ein Plan wurde vor vielen Jahren erarbeitet, der sich nun bewähren muss. Er sieht vor, dass sobald Julia ein Puzzleteilchen findet, sich daraus der nächste Schritt für sie ergibt. Aber auch die Funktion von Anderen, die ins Spiel geworfen werden, ist vorausgeplant. So erfährt Julia nun auch, was ihr Vater getan hat, um sie zu schützen. Es ist erschreckend und schwer zu verstehen.
Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd und die Geschichte sehr spannend. Die Charaktere sind detailliert und authentisch beschrieben, alle haben ihre ganz speziellen Eigenarten.
Viele Fragen sind inzwischen beantwortet, aber ebenso viele sind noch offen. Daher warte ich nun sehr gespannt auf den letzten Band.

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