Tatjana Kruse: Der Gärtner war's nicht!

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Tatjana Kruse: Der Gärtner war's nicht!
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783458362654

Informationen zum Buch

Seiten
316

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Großer Gott, was für ein Gesülze, dachte Konny und schüttelte sich innerlich."

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Handlungsort

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In die Beschaulichkeit der Bed & Breakfast-Pension der Schwestern Konny und Kriemhild platzt eine Band junger Musiker, die den Haushalt ordentlich auf den Kopf stellen – bis einer von ihnen tot aufgefunden wird.

Hat der Gärtner den Gast versehentlich mit seinem Aufsitzrasenmäher umgefahren? War es wirklich ein Unfall? Oder nicht doch Mord? Kurzentschlossen nehmen die Schwestern die Ermittlungen selbst in die Hand – ihr Haus, ihre Regeln.

All das vor den Augen eines zufällig anwesenden Hotelkritikers. Und der Pensionskatze: dem unsäglich hässlichen Sphynx-Kater Amenhotep.

Das Chaos ist perfekt!

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Die K&K-Schwestern ermitteln

Irgendwo in der süddeutschen Provinz: die Schwestern Kriemhild und Konny, beide über sechzig, betreiben mehr schlecht als recht eine Bed & Breakfast-Pension. Die Gäste bleiben aus und damit auch die dringend nötigen Einnahmen. Kein Wunder, dass Konny aus dem Häuschen ist, als sich eine komplette Band in ihrer Pension einquartieren will. Zusätzlich steigt noch der attraktive Holger Bettenberg bei ihnen ab, der mit seinem Aussehen wie Cary Grant und seiner sonoren Stimme bei Konny für weiche Knie sorgt. Kriemhild sieht das alles deutlich pragmatischer. Als jedoch in der Pension ein Mord geschieht, entwickeln die Schwestern ungeahntes kriminalistisches Gespür.

Meine Begegnung mit den K&K-Schwestern war auch meine erste Begegnung mit den Büchern von Tatjana Kruse. Da mich Konny und Kriemhild so gut unterhalten haben, wird es aber garantiert nicht bei diesem Buch von der Autorin bleiben. Der Schreibstil ist unterhaltsam und voller Humor, es gab während des Lesens genügend zum Lachen. Teilweise gelingen der Autorin regelrechte Slapstick-Einlagen. Gut gefallen hat mir dabei, dass der Humor nicht platt wirkt.
Aufgelockert wurde der Roman zusätzlich von den Einschüben der Kummerkasten-Konny: Konny schreibt nebenher eine Ratgeberkolumne für eine Zeitung, in der es um Themen geht, die die ältere Generation bewegen.

Die Beschreibung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen: Konny und Kriemhild sind Zwillingsschwester und so verschieden wie Tag und Nacht. Während Konny über eine freundliche und diplomatische Ader verfügt, wirkt Kriemhild eher verkniffen und sagt öfters geradeheraus ihre Meinung, was in manchen Momenten nicht ganz so gut ankommt. Aber es gibt auch durchaus Situationen, in denen ihre Direktheit absolut angebracht ist. Aber je mehr man von Kriemhild erfährt, umso sympathischer wurde sie mir.

In jedem Fall haben beide Schwestern ein großes Herz, haben sie doch Herrn Hirsch, ihren früheren Bankberater, nach dessen Schlaganfall bei sich aufgenommen. Der Ärmste ist seit seiner Krankheit Aphasiker, was eigentlich weniger komisch ist, aber wenn er die neuen Gäste mit „Gabelstapler“ begrüßt, muss man einfach lachen. Zudem ist Herr Hirsch ein Charakter, den man einfach gern haben muss. Dummerweise fungiert er bei den Schwestern als Gärtner und eine Art Butler, was ihn in den Augen der Polizei zum Verdächtigen Nummer 1 in Bezug auf den Mord macht.

Die Bandmitglieder, Holger Bettenberg und auch die Kommissarin Klum sind ebenfalls gut gelungen, zumal der erste Eindruck manches Mal täuscht.

Alleine die Figuren machen den Roman schon lesenswert, so dass bei mir die Krimihandlung beinahe in die zweite Reihe zurückgetreten ist. Wobei auch dieser Teil gut von der Autorin gelöst wurde, immerhin war ich mir bis zum Schluss nicht sicher, wer denn nun der oder die MörderIn sein könnte bzw. welche Spuren in Verbindung mit dem Mord stehen und welche den Leser – und die Schwestern – in die Irre führen sollen.

Das Buch ist ein unterhaltsamer Cosy-Krimi, der bei mir für kurzweiliges Lesevergnügen mit einigen Lachern gesorgt hat. Ich freue mich, dass es eine Fortsetzung mit den sympathischen Schwestern geben wird und hoffe, dass auch Herr Hirsch wieder mit von der Partie sein wird.

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Bauchmuskelkatergefahr

Inhalt:
Die beiden Schwestern Konny und Kriemhild haben von ihren Eltern ein Haus geerbt, was sie zu einem kleinen Bed & Breakfast umgebaut haben. Doch leider geht die Pension nur sehr schlecht.
Da freut es die beiden natürlich umso mehr, als sich eines Tages eine 5-köpfige Band ansagt, die allerdings vegan ernährt werden wollen.
Die beiden stellen sich der Herausforderung, doch was dann passiert mit dem hätten sie in ihren kühnsten Träumen nicht gerechnet. Von den Bandmitgliedern wird einer ermordet und zu allem Überdruss befindet sich inkognito auch noch ein Hotelkritiker im Haus.

Meine Meinung:
Bei dieser Lektüre besteht wirklich Bauchmuskelkatergefahr! Ich habe noch nie soviel gelacht, wie bei diesem Buch. Natürlich sind die Charaktere sehr überspitzt dargestellt, doch das macht hier den Reiz aus, wenn man sich das alles noch dazu bildlich vorstellt.
Ich könnte alleine ein Buch füllen mit lustigen Sätzen, Zitaten und Lebensweisheiten daraus.
Konny und Kriemhild sind einfach der Hammer obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können. Um die beiden kümmert sich liebevoll Herr Hirsch der Gärtner des Anwesens.
Natürlich will man wissen, wie es ausgeht und wer der Mörder oder die Mörderin war, aber das war für mich nicht vorrangig, ich habe einfach nur die Geschichte genossen und herzhaft lachen können.
Solche Bücher muß es für zwischendurch auch geben. Daher bedauere ich es sehr, noch kein anderes Werk von Tatjana Kruse zu kennen.
Da ich aber von der Lektüre mehr als begeistert war, wird sich das mit Sicherheit schnell ändern.

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Mörderisch lustig!


Konny und Kriemhild führen eine Pension in der Provinz – leider nicht sehr erfolgreich! Als dann aber auch noch ein Mord geschieht erweisen sich die ungleichen Zwillingschwestern als wahre Meisterdetektivinnen. Unkonventionell, mit viel Herz und immer einen lockeren Spruch auf den Lippen ermitteln sie, um zu beweisen, dass der Gärtner diesmal nicht der Täter ist (und der Butler auch nicht!)

Tatjana Kruse hat hier ein neues Ermittlerduo vorgestellt, das weit entfernt ist von Coolness und High-Tech: die Schwestern sind verschroben, schräg, selbstbewusst, lebenslustig, mit beiden Beinen am Boden, außergewöhnlich, lebensklug, charmant und einfallsreich – kurz: sie sind Frauen über 60! Unterstützt werden sie einerseits von Hr. Hirsch, dem Gärtner, der nach einem Schlaganfall unter Aphasie leidet und andererseits höchst tatkräftig von Amenhotep, einem Sphynx-Kater. Nachdem die Pension noch nicht wirklich Profit abwirft, schreibt Konny als Kummerkastentante für eine lokale Zeitschrift – ihre Kolumnen sind überaus lesenswert. Zitat daraus: „Wenn wir älter werden, sollten wir nicht jünger aussehen, sondern glücklich!“ (S 25)

Ich habe das Buch wirklich genossen! Der Krimi selbst gerät ein wenig in den Hintergrund: es wird zwar gemordet und der Täter wird auch überführt, aber eigentlich war das der unwichtigste Teil des ganzen Buches! Viel lustiger und interessanter sind die witzigen und skurrilen Erlebnisse der Schwestern. Durch Wortwitz und Situationskomik wird der Krimi damit eher zu einer Komödie und ich konnte schmunzeln, kichern und manchmal von Herzen lachen!

Es war mein erstes Buch von Tatjana Kruse, es wird sicher nicht mein letztes sein!
Perfekt-lustige Lesestunden!

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Arsen und Spitze

Tatjana Kruse - Der Gärtner war`s nicht!

"Konny und Kriemhild, beide über sechzig, führen eine Pension in der Provinz. Eines Tages wird die Idylle durch einen Mord gestört – und die Schwestern entpuppen sich als wahre Meisterdetektivinnen."

Die ungleichen Zwillingsschwestern Konny und Kriemhild, betreiben eine kleine Bed&Breakfast-Pension in ländlicher Idylle - soweit zur "Ähnlichkeit".
Das "K&K" ist auf zahlungskräftige Gäste angewiesen, da kommt die Mehrfach-Buchung einer Rockband gerade recht. Standesgemäß fahren "The Cordt" in dicken Limos vor und besetzen fast die ganze Pension. Mit ihren Sonderwünschen belagern sie Konny und Kriemhild, Zimmertausch und Umdekorierung, Klangschalen-Yoga und Vegane Ernährung. Ein geistiger "roter Teppich", führt zum Keller, denn "Keller" heißt jetzt Proberaum.
Der letzte Gast sieht aus wie Cary Grant, hat aber nicht dessen Manieren.
Die meisten Frauen, würden diese Paradeexemplar der männlichen Kaste, mit Kusshand vom Balkon schubsen, aber in der hormongesteuerten Konny findet er ein leichtes Opfer. Doch Sterne "verglühen" in 30 Sekunden und Konny denkt wahrscheinlich heute noch, sie hätte es geträumt..
Was aber leider kein Traum war, ist der unkenntliche Tote vor der Haustür, er war Gast in diesem Haus und sein Mörder ist nicht weit. Die Polizei verdächtigt natürlich unangenehm schnell.
Einige Dauerbewohner der Pension fordern die Geduld und Phantasie der Gesetzeshüter heraus:
Herr Hirsch - der Gärtner, der es nicht war, würde für die beiden Schwestern alles tun. Nachdem er, durch einen Schlaganfall, seine Kommunikationsfähigkeit verlor, gaben sie ihm einen Aufsitzrasenmäher und ein Heim.
Der Kommodore fuhr einst zur See, jetzt navigiert er nur noch durch das Bullauge der Dachkammer. Er und seine Frau Kriemhild haben ein sehr loyales Verhältnis zueinander.
Eine gewisse Dame aus dem Souterrain, deren Identität, wegen der Überraschung, beschwiegen wird. ;-)

Konny und Kriemhild ermitteln in verwegener Bedrängnis und überschreiten die Grenzen zu Legalität. Ihre Pension - Ihr "Faustrecht". "In Vino Veritas" denkt sich Konny und serviert ein ganz besonders starkes Gebräu..
(Arsen und Spitzenhäubchen lässt grüßen..)

Das Chaos ist perfekt? Nein, das Chaos hat Methode.

Tatjana Kruse schreibt den perfekten "Who done it-Krimi", eine Screwball-Dramödie mit Herz, Mantel und Aufsitzrasenmäher (Degen). Spannung à go­go!
Strapaziert die Lachmuskeln und die Nerven. Ein absoluter Pageturner!
Sehr gute Unterhaltung, mit einem Mord kontra ländlicher Idylle.
Konny und Kriemhild, sind die künftigen Krimi-Zwillinge, die im wahrsten Sinne des Wortes, durch dick und dünn gehen.
Ich bin begeistert und freue mich schon auf den 2. Teil!



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Krimi zum schmunzeln

Die beiden ungleichen Schwestern Konny und Kriemhild sind über 60 und führen seit kurzem eine Bed & Breakfast Pension, die leider nicht gut geht. Doch dann kommt der rettende Anruf von einem Musikproduzent, der verzweifelt kurzfristig einige Zimmer für eine Band braucht. Die Bandmitglieder sind ziemlich verwöhnt und haben fast an allem etwas auszusetzen und sind mit ihrem Essen ziemlich wählerisch. Doch das könnte für die beiden Schwestern super Werbung sein, wenn die Band zufrieden ist. Sie tun ihr bestmöglichstes, damit ihre Bed & Breakfast Pension gut abschneidet. Doch dann gibt es einen toten und alles ändert sich.


Konny und Kriemhild sind Zwillingschwestern, doch sie sind total verschieden und scheinen sich recht gut zu ergänzen. Jede hat ihre Schwächen und Stärken und ich finde Tatjana Kruse hat mit den beiden lebensechte und tolle Charaktere erschaffen, die den Leser bei Laune halten. Konny schreibt nebenbei auch noch für eine Kolumne Beiträge und antwortet auf Leserbriefe und gibt uns damit ein paar Lebensweisheiten mit auf den Weg.


Das Buch steckt voller skurrilen Handlungen, die einen immer wieder zum schmunzeln bringen und einen amüsiert über das Geschehen nachdenken lässt.


Die kriminellen Machenschaften bleiben eher nebensächlich und werden aber stimmig aufgelöst. Da hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht, das war mir ein bisschen zu einfach gestrickt.


Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 4,5 Sternchen für ein wirklich gutes Buch das mich sehr gut Unterhalten konnte.



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Hoher Unterhaltungswert

Ich liebe humorvolle Bücher, besonders Krimis. Tatjana Kruse vereinbart beides sehr harmonisch miteinander. Die liebevoll und zum Teil skurrilen und schrägen Charaktere, die manchmal an Slapstick erinnernden Ereignisse, die aber urkomisch sind und die angenehme Sprache machen diesen Krimi zum Lesegenuss. Die Kapitelüberschriften lohnen einen näheren Blick und erhalten nach dem Lesen des Abschnittes oft erst ihre Bedeutung. Ich habe viel gelacht beim Lesen. Und auch wenn die Figuren ein klein wenig überzogen daherkommen, so hat man doch schnell seine Lieblinge entdeckt und irgendwie gibt es diese speziellen Charakter doch auch im echten Leben, nur vielleicht nicht so geballt an einem Ort. Die kriminalistische Handlung ist da eigentlich nur noch Nebensache, aber natürlich wird auch der Mord aufgeklärt mit einem für mich überraschenden Mörder.

Gute Unterhaltung, ein toller Krimi für Zwischendurch, wenn man diese Art von Humor mag. Für mich war es das erste Buch von Tatjana Kruse, aber sicherlich nicht das Letzte. Eine Fortsetzung mit den Schwestern soll folgen.

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