Andreas Franz: Teuflische Versprechen

Andreas Franz: Teuflische Versprechen

Hot
 
5.0
 
4.5 (2)
2291   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Andreas Franz: Teuflische Versprechen
Verlag
ET (D)
2005
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426628317

Informationen zum Buch

Seiten
559

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Zlatko und Goran hatten ihre Schicht beendet und befanden sich auf dem Weg nach Hause zu ihrer kleinen, spartanisch eingerichteten Zweizimmerwohnung in Seckbach.

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei Thalia kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)
In der Praxis der Psychologin Verena Michel taucht eines Tages eine völlig verängstigte junge Frau aus Moldawien auf: Maria wurde, zusammen mit einigen Schicksalsgenossinnen, als Sexsklavin in einer alten Villa gehalten und konnte ihrem Martyrium nur knapp entkommen. Die Psychologin bringt die Frau zu der befreundeten Anwältin Rita Hendriks. Diese ist entsetzt über das, was sie von Maria erfährt, und setzt alle Hebel in Bewegung, um der Frau zu helfen. Kurz darauf ist Rita tot. Ein Fall für die engagierte Frankfurter Kommissarin Julia Durant, die bei ihren Ermittlungen bald zwei weiteren ungeklärten Morden auf die Spur kommt.

Autoren-Bewertungen

1 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0  (1)
Charaktere 
 
5.0  (1)
Sprache & Stil 
 
5.0  (1)

#1 Rezensent
Zeige alle meine Rezensionen (1135)
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Maria, eine Zwangsprostituierte mitten in Frankfurt, kann dank der Hilfe einer ihr fremden Frau, ihren brutalen Aufpassern entkommen. Ziellos rennt sie durch die Straßen und klopft schließlich an Verena Michels Tür. Die Psychologin ist entsetzt von dem Schicksal der verzweifelten jungen Frau, die vier Jahre ihres Lebens durch die Hölle ging. Kurzerhand bittet sie ihre beste Freundin und Rechtsanwältin Rita Hendriks um Hilfe, doch einen Tag später ist Rita tot - brutal ermordet. Kommissarin Julia Durant findet bald heraus, dass ein Zusammenhang mit einem weiteren Mord besteht und beginnt einen Wettlauf mit der Zeit im Versuch, Maria vor ihren Häschern zu finden.

"Teuflische Versprechen" beginnt bereits auf den ersten Seiten so spannend, dass man das Buch am liebsten bis zur letzten Seite nicht mehr weglegen möchte. Die Hauptprotagonisten werden so eingehend beschrieben, dass es gar nicht nötig ist, die vorhergehenden Teile der Serie gelesen zu haben. Auch die verwobene Geschichte um Zwangsprostitution und Organhandel wird einfühlsam behandelt, obwohl die Brutalität natürlich bei so einem Thema nicht außen vor bleibt.

Andreas Franz glückt die Gratwanderung zwischen dem Erzählen einer spannenden Geschichte einerseits und dem Entwickeln einer Verschwörungstheorie andererseits. Sicherlich ist nicht jeder in der Öffentlichkeit stehende Mann auch ein wichtiger Kopf in der Organisierten Kriminalität - doch weiß man das so genau? Die Medienberichte häufen sich immer mehr mit Meldungen über Drogen-, Prostitutions- und Spendenskandalen. Betroffen sind Schauspieler, Politiker, Staatsanwälte. Die netten Menschen von nebenan und irgendwann fragt man sich "Wem kann ich noch vertrauen?"

Andreas Franz hat es geschafft, mich etwas sensilber zu stimmen. Zwangsprostitution war für mich bisher ein weit entferntes Problem, mit dem sich ferne Länder herumschlagen müssen. Doch es passiert täglich in unserem zivilisierten Land. Ein Verbrechen, begangen und unterstützt von oftmals angesehen Menschen mitten unter uns.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

2 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.5
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.5  (2)
Charaktere 
 
4.5  (2)
Sprache & Stil 
 
4.5  (2)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Als Testleserin hatte ich die Gelegenheit, das Buch zwei Monate vor dem Erscheinungsdatum zu lesen und ich bin restlos begeistert.

In dem Krimi der in Frankfurt spielt geht es um Korruption und Menschenhandel, um Prostitution und Mord. Aber auch der Organhandel wird kurz mir angesprochen. Die Kommissarin Julia Durant und ihre Kollegen sind keine Übermenschen, keine Helden sondern ganz normale Menschen wie Du und ich und das macht sie für mich so sympathisch. Andreas Franz will „den Leser fesseln und zum Nachdenken anregen“ und das ist ihm mit diesem Buch auf hervorragende Weise gelungen. Das Buch hat mir einen wunderbaren Lesetag beschert, denn es fiel mir schwer, das Buch zwischendurch mal aus der Hand zu legen. Wenngleich ich danach einen Tag vergehen lassen mußte um über das Buch nachzudenken, ehe ich die Rezension in Angriff nahm.

Mich hat das Thema – der Menschenhandel mit jungen Mädchen die als Prostituierte arbeiten müssen – schon geschockt. Vor allem wie skrupellos diese Menschenhändler vorgehen und wie weit ihre Kontakte nach oben reichen. „Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um einen Roman …“ steht in dem Buch drin und die naive Seele in mir hofft natürlich, das es wirklich nur ein sehr guter Krimi ist. Aber natürlich weiss ich, das ein großer Funken Wahrheit in diesem Buch steckt.

Sprachlich ist das Buch hervorragend geschrieben, die Einteilung der einzelnen Abschnitte mit dem Datum und den Uhrzeiten fand ich sehr gut. Zeigt es doch auf dieser Art wie viel Zeit vergehen muss, bis die Durant und ihre Kollegen den Fall klären können. Auch die Tatsache, das nicht alle Polizisten immer auf der Seite der guten stehen, das hohe Persönlichkeiten immer einen Schutzengel haben und somit faktische einen „Freifahrtschein“ haben und tun und lassen können was sie wollen, wird gut geschildert. Die mitwirkenden Personen, ob nun Opfer oder Täter, ob Polizist oder deren Familienangehörige, sie alle sind so lebensecht und menschlich beschrieben, das man meint sie zu kennen. Man kann sich in sie hineinversetzen.

„Teuflische Versprechen“ war mein erster aber sicher nicht mein letzter Roman von Andreas Franz.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Einer jungen Frau aus Moldawien gelingt die Flucht aus einer grauenvollen Existenz, in der sie von skrupellosen Menschen als Sexsklavin gehalten wird. Dies hat schreckliche Ereignisse zur Folge und Julia Durant muß wieder ermitteln...

Andreas Franz greift in diesem Buch viele brisante Themen wie Menschenhandel, Pädophilie, Drogenhandel, Amtsmißbrauch und Zwangsprostitution auf. Die Geschehnisse erscheinen dem Leser besonders schrecklich, weil er weiß, daß sie durchaus existieren. Für viel zu viele Menschen ist Zwangsprostitution kein Wort, sondern grausame Wahrheit und persönliches Schicksal. Vieles ist erschütternd zu lesen, und läßt den Leser nachdenklich werden.

Die Geschichte ist schön flüssig geschrieben und läßt uns, einmal angefangen, nicht mehr aus der Hand. Die Personen sind sofort sympathisch und machen es leicht, sich mit ihnen zu identifizieren und mit ihnen mitzufiebern. Obwohl dies mein erster Julia-Durant-Krimi war, fiel der Einstieg nicht schwer, und ich hatte nicht das Gefühl, die anderen Krimis vorher gelesen haben zu müssen.

Das Ende war schlüssig und hat mir bis auf kleine Einschränkungen gut gefallen.

Für Krimileser, die nicht ausschließlich „ruhige Krimis“ lesen möchten, ist dieses Buch sicherlich ein Tip. Für mich war es jedenfalls sicherlich nicht der letzte Andreas-Franz-Krimi.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue