Thomas Kastura: Dark House

 
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Thomas Kastura: Dark House
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783426199312

Informationen zum Buch

Seiten
352

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Die Maus lebte noch.

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Handlungsort

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Da waren’s nur noch neun.
Es war eine unverzeihliche Verrücktheit. Zehn Jahre ist es her, dass John und seine Freunde als Abschluss ihres Studiums in einem verlassenen Gebäude ein »Dark House« einrichteten: mehrere völlig abgedunkelte Räume, in denen nichts zu sehen, aber alles erlaubt war. Wie weit würden sie gehen? Würden sie nach dieser Grenzerfahrung noch dieselben sein? Kurz darauf verübte eine junge Frau aus der Gruppe Selbstmord, über den niemals wirklich gesprochen wurde. Nun wollen die Freunde endlich Licht ins Dunkel bringen und treffen sich auf Johns Anwesen an der felsigen Küste von Dorset. Doch kaum ist ein Tag vergangen, liegt einer von ihnen tot auf den Klippen – der Beginn eines tödlichen Reigens ...

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(Aktualisiert: 24 Juli 2015)
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Dark House

Vor zehn Jahren haben sie gemeinsam ein Experiment durchgeführt. Nach dem Studium hat eine Gruppe von Studentinnen und Studenten auf Anraten ihres Psychologieprofessors Knowles gemeinsam eine Nacht im Dark House verbracht. In dunklen Räumen war alles erlaubt und alles möglich und die Erinnerungen an diese Nacht sind gemischt, gerade vor dem Hintergrund, dass sich eine junge Frau kurz nach der Teilnahme am Dark House das Leben nahm.

Nun soll auf Einladung von John ein Wiedersehen in Culls Cove, einem abgelegenen Anwesen an der englischen Küste, stattfinden. Die ehemaligen Studienkollegen reisen mit sehr gemischten Gefühlen an, denn die Grenzerfahrungen von damals haben das Leben jedes Einzelnen beeinflusst. Selbstverständlich ist auch Professor Knowles mit von der Partie, doch als schon bald nach dem Eintreffen seine Leiche gefunden wird, macht sich Angst unter den ehemaligen Freunden breit. Und diese soll berechtigt sein.

Der Autor stellt dem Leser ganz ruhig und behutsam seine handelnden Charaktere vor und der Leser kann so schnell erfassen wie einschneidend die Erlebnisse im Dark House für die damals noch jungen Leute waren. Eigentlich können sie auch heute noch nicht wirklich damit umgehen. Leider erfährt der Leser über diese Ereignisse lange nicht alles, sondern nur einzelne Ausschnitte, die aber bereits ausreichen sich ein hinreichendes Bild von den zurückliegenden Ereignissen zu machen. Dennoch hätte ich mir hier noch etwas mehr Informationen gewünscht.

Culls Cove entwickelt sich für die Teilnehmer des Studientreffens zunächst zu einer Falle, weil die Natur sich von ihrer schlechtesten Seite zeigt und dann zu einem regelrechten Horrorszenario. Die Angst wird zum ständigen Begleiter.

„Dark House“ ist eine Geschichte mir einer wahnsinnig guten Grundidee. Die Geschichte ist so fesselnd, dass man das Buch eigentlich gar nicht aus der Hand legen mag. Man rätselt, spekuliert und fragt sich was als nächstes geschehen wird. Wer ist hier der Täter? Kommt er aus der Gruppe selbst oder kann es ein Außenstehender sein, obwohl ja eigentlich niemand sonst in der Nähe weilen dürfte? Und was überhaupt ist die Intention des Täters?

Die Auflösung hierzu kommt etwas zu früh und für meine Empfindung auch mit zu brachialer Gewalt. Das passte einfach nicht mehr so richtig zusammen, denn so viel Action hätte die Grundidee nicht gebraucht um eine spannende Handlung aufzubauen und aufrechtzuerhalten.

Dennoch ist „Dark House“ ein gelungener „Thriller“ und garantiert dem Leser einen guten Blick auf das, was Erfahrungen aus Menschen machen können.

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10 Freunde - 10 Jahre nach dem Psychologie-Experiment „Dark House“

10 ehemalige Psychologie-Studenten und Professor Knowles treffen sich 10 Jahre nach dem missglückten Experiment „Dark House“ in einem Cottage auf einer kleinen Insel. An diesem Wochenende soll endlich aufgearbeitet werden, worüber seit 10 Jahren niemand gesprochen hat: Der Selbstmord von Hollie kurz nach dem Experiment und was genau damals im „Dark House“ passiert ist.

Irgend jemand scheint jedoch seine ganz eigenen Pläne zur Verarbeitung des damaligen Experiments zu haben, denn nur kurze Zeit nach seiner Ankunft im Anwesen „Culls Cove“ hat Professor Knowles sein Leben ausgehaucht. Weitere Tote folgen .......

Mein Eindruck:

„Wir schauten in einen schwarzen Spiegel und erkannten darin etwas viel Lehrreicheres als Liebe: Leid“
(Seite 47)

„Dark House“ – 11 Freunde, ein Haus mit mehreren Zimmern in dem es stockdunkel und still wie in einem Grab ist. Drogen, Alkohol und ein Professor, der das Experiment leitet. Es geht um Sex, SM-Spiele, Partnertausch und um ..... Macht.

Das Buch beginnt mit der Anreise der 10 Akteure. Der Leser bekommt einen kurzen Einblick, was die Personen heute tun und wie sie ihr Leben führen. Hängt es mit dem Experiment zusammen, dass niemand wirklich erfolgreich ist in dem was er tut?

Schon bei der Ankunft der ehemaligen Freunde auf „Culls Cove“ wird dem Leser bewusst, dass das Wort „Freundschaft“ hier und heute fehl am Platz ist. Die Begrüßung untereinander erscheint mir so, als ob hier jeder die Verfehlungen des Anderen ans Tageslicht bringen möchte, um selbst in besserem Licht zu erscheinen. Die Stimmung ist eher frostig als freundschaftlich, auch wenn im Kamin ein Feuer brennt.

Niemand weiß, was damals wirklich im „Dark House“ passiert ist und warum sich Hollie kurz danach vor einen Zug geworfen hat. Genau dieser Umstand soll an diesem Wochenende analysiert und aufgearbeitet werden.

Professor Knowles führt die Liste der Toten an – kurz nach seiner Ankunft findet man seine Leiche am Strand. Es bleibt nicht bei einem Toten und mit jedem Mord wird das Misstrauen zwischen denen die übrig bleiben größer. Wer könnte es gewesen sein und warum? Wer wird der nächste Tote sein? Und obwohl sie gegenseitig immer misstrauischer werden, sind sie doch aufeinander angewiesen um dieses Wochenende eventuell überleben zu können.

Irgendwie haben die Protagonisten alle einen psychischen Knacks weg und ich konnte mich für niemanden besonders erwärmen. Das macht aber nix, weil sie nacheinander sehr schnell die Bühne wieder verlassen bis nur noch übrig bleibt, wer seine eigene Ansicht von „Aufarbeitung“ hat.

Obwohl nichts anderes passiert als dass einer nach dem anderen stirbt, ist das Buch von der 1. Seite an spannend und zwingt einen dazu weiterlesen zu müssen.

Auch die Protagonisten stellen sich die Frage warum Hollie sich damals umgebracht hat und wer nun – nach 10 Jahren - Interesse daran haben könnte alle umzubringen die damals beteiligt waren. Zwischendurch werden die Erinnerungen der Teilnehmer an das „Dark House“ in schwarz unterlegten Einschüben herausgestellt.

Die ganze Zeit über habe ich mich gefragt woher der Mörder seine Mordwaffen bezogen hat und woher er/sie weiß damit umzugehen. Es handelt sich um Mordinstrumente, die nicht jeder einfach so in einem Laden kaufen kann und deren Handhabung einer gewissen Ausbildung bedarf. Von daher war die Antwort auf die Frage wer sich hinter dem Mörder verbirgt, für mich nicht so ganz nachvollziehbar.

Nach Beendigung bleiben beim Leser einige Fragen offen. Aber vielleicht bedürfen sie ja auch keiner Antwort.

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Dark House

Zehn befreundete Psychologie Studenten und ihr Professor wagen ein außergewöhnliches Experiment. In einem völlig abgedunkelten Gebäude schlüpfen sie - angeleitet durch ihren Lehrer - in vorbestimmte Rollen, nehmen Drogen, haben Sex, unterwerfen sich, gehen an Grenzen. Am nächsten Tag soll alles vergessen sein. Der Versuch misslingt, denn nicht alle Teilnehmer profitieren von diesem Versuch, die junge Hollie bringt sich kurz darauf um.

Zehn Jahre später erhalten alle Freunde von damals eine Einladung zu einem erneuten Treffen. Dieses soll auf einem Anwesen eines der ehemaligen Teilnehmer stattfinden, das einsam auf einer schottischen Halbinsel gelegen ist. Alle kommen. Doch schon Stunden nach dem Eintreffen der zehn Freunde gibt es den ersten Toten und das alte Anwesen wird durch einen Sturm von der Außenwelt abgeschnitten.

Thomas Kastura ist ein spannender Thriller gelungen. "Wer wars?" - darum geht es vornehmlich hier, ist ja ein beliebtes Thema bei Krimiautoren - hier in einer hier sehr interessanten Variation. Ähnlich wie in „Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast“ (als Horrorslasher verfilmter Psychothriller von Lois Duncan ) bleibt es nicht bei einem Mord. Die zentrale Frage ist: Wer will sich an den Ex-Studenten rächen und weshalb? Ist der Mörder einer von Ihnen?

Schon bald vermutet der Leser, dass das Motiv des Mörders mit dem Experiment im Dark House zu tun haben muss. Alle beginnen, sich zu misstrauen, denn jeder hat sein Geheimnis ( ob in der Gegenwart oder der Vergangenheit )
Gerade seit dem verhängnisvollen Tag vor zehn Jahren entstanden zwischen vielen der ehemaligen Freunde extreme Spannungen, man hat sich nach Dark House getrennt, ein jeder ging seiner Wege und das mit Grund.
Eine ziemlich kaputte Truppe – die sich aber vielleicht gerade deshalb zu Studienzeiten gefunden hatte.

Der Leser erfährt in kurzen, schwarz hinterlegten Absätzen andeutungsweise, was damals in Dark House passierte. In der übrigen Geschichte muss der Leser immer wieder unterscheiden, zwischen Fakten und den Spekulationen der Protagonisten. Was ist wahr, was ist Lüge, was ist reine Vermutung? Das gefällt mir an diesem Thriller sehr gut.

Es gab für mich ein paar Ungereimtheiten und leider einen kleinen Abfall der Spannungskurve im letzten Drittel, aber ich habe mich durchgehend gut unterhalten gefühlt.
Insgesamt: Ein harter Thriller mit interessanten psychologischen Aspekten und einer tollen Location, den ich gerne weiterempfehle.

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