Gunther Polnizky: Timber Creek

 
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Gunther Polnizky: Timber Creek
Untertitel
Man erntet, was man sät
ET (D)
2015
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783945662106

Informationen zum Buch

Seiten
300

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Wie seit Jahren öffnete Samuel Sheppard auch an diesem jungfräulichen Sommermorgen die Tür seines kleinen Hauses und hielt Ausschau nach dem wie immer verspäteten Zeitungsjungen.

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Timber Creek ist ein verschlafenes Nest an der kanadischen Atlantikküste. Dorthin zieht es David, der als einziger von seinen Freunden den Ort seiner Kindheit jemals verlassen hat. Nach einer steilen Karriere in Toronto und seiner Hochzeit sehnt er sich nach Ruhe. Er verkauft seine Firma und kehrt nach Timber Creek zurück. Dort holt ihn die Vergangenheit wieder ein. Alte Konflikte und Liebschaften keimen wieder auf, bis schließlich einer der Freunde bestialisch ermordet aufgefunden wird. Während die Polizei rätselt, begeht der Täter einen weiteren Mord. Schließlich wird ein altes Geheimnis gelüftet, das über den Freunden wie ein Damoklesschwert schwebt.

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Ein Krimi an der kanadischen Atlantikküste

Zugegeben, ich war noch nie in Kanada. Zumindest nicht körperlich, denn von einer Reise in dieses Land träume ich schon länger. Nordamerika übt auf mich insgesamt eine sehr große Faszination aus - die doch noch vorhandene Wildnis, die Tiere und die äußerst vielfältige Natur.
Als ich gelesen habe, dass "Timber Creek" an der kanadischen Atlantikküste spielt und sich der Autor Guther Polnizky von der dortigen Landschaft hat inspirieren lassen, war für mich sofort klar, dass ich das Buch lesen muss. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn beim Lesen bin ich in die Atmosphäre dieser Region eingetaucht... Doch nicht nur das, denn auch die Handlung hat mich wirklich gepackt, da der Autor eine sehr spannende Geschichte erzählt, die er meiner Meinung nach sehr gut aufbaut: anfangs lernt man die Bewohner des verschlafenen Nests namens Timber Creek kennen. Hierher kehrt David, der die letzten Jahre beruflich sehr erfolgreich in Toronto verbracht und geheiratet hat, zurück. Doch kaum ist er angekommen, holt ihn seine Vergangenheit ein und es häufen sich seltsame Vorkommnisse... Längst in Vergessenheit geratene Konflikte treten wieder zu Tage und eskalieren: bis es einen Toten gibt.
Auch wenn David, als 'Außenseiter' (da er der einzige ist, der je dem Ort seiner Jugend den Rücken gekehrt hat) schnell verdächtig wird, so stellt sich nach und nach heraus, das auch die anderen aus der Clique ein Motiv für einen Mord gehabt hätten...

In meinen Augen hat der Autor mit seinem Debüt einen tollen, atmosphärisch dichten Krimi vorgelegt. Vielleicht liegt es daran, dass Guther Polnizky nicht nur in Österreich, sondern eben auch in Kanada lebt: ich habe ihm die Stimmung in Timber Creek komplett abgenommen und die Figuren wirken auf mich ebenso glaubhaft. Ob man den Schreibstil nun - wie der Verlag - mit Hitchcocks Stil vergleichen kann, mag ich nicht beurteilen, da ich finde, dass solche Vergleiche oftmals nicht nottun. "Timber Creek" steht für sich: mir einer teils schaurigen Kulisse, seinem authentischen Personal und der packenden Spannungskurve hat mich dieser Roman schlichtweg überzeugt. Kleine, beinahe nebensächlich eingeworfene Details fügen sich allmählich zu einem Bild, alte Geheimnisse tragen nicht nur zur Enthüllung bei, sondern befeuern zusätzlich die Atmosphäre, so dass ich mich bei der Lektüre kaum bremsen konnte. Und so hat es mich wenig überrascht, dass der Autor nach etlichen Finten und Perspektivwechseln ein sehr logisches und somit auch befriedigendes Ende präsentiert. Allerdings findet sich im Ende auch mein einziger Kritikpunkt: es wirkt schlicht und ergreifend überhastet. Nachdem sich Guther Polnizky so gekonnt um den Spannungsbogen gekümmert hat, wundert es mich, dass das Ende so abrupt kommt. Hier hätte es - nach meinem Geschmack - ruhig noch 50, 60 Seiten weiter gehen können. Und das will bei mir etwas heißen - da ich doch gerne auf "Unnötiges" verzichte! Aber mal ehrlich: das ist eine winzige Korinthe. Für ein Debüt ist "Timber Creek" ein wirklich guter Wurf! Chapeau.

Fazit: Ein richtig spannendes Debüt mit einer überzeugenden Atmosphäre, glaubhaften Charakteren und tollem Lokalkolorit, das mich sehr gut unterhalten hat.

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Gelungenes Debüt

Ich bin ein reiner Cover Typ der sich selten um Klappentexte kümmert. Entweder sind sie nichtssagend oder sie verraten schon das halbe Buch. Und da ich das Cover einfach total gelungen fand habe ich bei dem Buch sofort zugegriffen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil.

David, ein erfolgreicher Geschäftsmann, verkauft seine Firma und zieht aus Liebe zu seiner Frau in ein verschlafenes Nest zurück in dem er aufgewachsen ist. Besonders spanend fand ich das Zusammentreffen mit seinen alten Freunden. Immerhin hat er sie alle Jahre nicht mehr gesehen und er ist der einzige der Timber Creek je verlassen hat. Alle anderen sind an dem Ort geblieben. Da sind Spannungen und das Aufkeimen alter Verliebtheiten vorprogrammiert.

Bis hierhin fand ich das Buch sehr angenehm zu lesen, ich konnte mich ohne Probleme in jede Figur hinein versetzen. Sowohl in David der sich jetzt wie ein Außenseiter vorkommt, als auch in seine Frau, die von allen Seiten begutachtet wird und natürlich auch in Davids Freunde die irgendwie alle nicht so recht wussten wie sie mit dem alten Freund umgehen sollen.
Bis schließlich einer der Freunde bestialisch ermordet aufgefunden wird. Denn dann beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen und ich konnte und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Ein bisschen trottelhaft und sehr voreilig mit Verdächtigungen fand ich die Polizei, aber so was gehört anscheinend immer wieder dazu. Ansonsten legt der Autor tolle Fährten und ich war mir bis zum Schluss wirklich nicht ganz sicher wer denn nun der Mörder ist und vor allem warum.

Alles in allem ein sehr gelungener Roman.

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Ein packender, vielschichtiger Thriller mit viel Lokalkolorit

Mit seinem Debüt „Timber Creek“ ist dem österreichischen Autor Gunther Polnizky ein sehr packender, vielschichtiger Thriller mit viel Lokalkolorit gelungen, den man einfach nicht mehr aus der Hand legen kann.
Sehr schön stimmt schon das etwas unheilvoll wirkende Cover, das eine vergilbte Schwarz-Weiß-Fotografie eines ausgedehnten Farmhauskomplexes mit verwildert wirkenden Koppeln im Vordergrund zeigt, auf die an der kanadischen Altlantikküste spielende Handlung ein.
Polnizky hat einen sehr eingängigen, mitreißenden Schreibstil , mit dem er seine Leser sofort mitten in die sich anfangs recht gemächlich entwickelnde, aber dennoch fesselnde Handlung hineinzieht.
Der Autor lässt seinen Roman in Timber Creek einem verschlafenen Nest in Kanada spielen - einem idyllischen Ort mit vielen alteingesessenen Bürgern, von denen die meisten nette, teilweise auch etwas verschrobene, aber äußerst liebenswerte Menschen zu sein scheinen.
Als die Hauptfigur David, ein erfolgreichen Geschäftsmann in Toronto, der als einziger seiner Heimat den Rücken zugekehrt hatte, nach Timber Creek zurückkehrt, wird eine Kaskade an merkwürdigen und verhängnisvollen Vorkommnissen in Gang gesetzt. Unbewältigte Konflikte, Feindseligkeiten und Eifersüchteleien aus der Vergangenheit leben plötzlich wieder auf und lassen die heile Welt der ehemaligen Freunde rasch aus den Fugen geraten, bis schließlich einer von ihnen einem grauenvollen Unfall zum Opfer fällt.
Sehr geschickt hat der Autor viele wichtigen Details in kleinen, oft belanglos erscheinenden Häppchen eingestreut und bedeutsame, in Rückblicken geschilderte Ereignisse aus der gemeinsamen Vergangenheit der Freunde mit der Haupthandlung verwoben. So nimmt schließlich ein undurchsichtiges Geflecht aus alten Familiengeheimnissen, Feindschaften und Intrigen immer mehr Gestalt an, in dem auch die Hauptfigur David eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen scheint.
Die beschriebenen Schauplätze und die aufgeladene, bedrohliche Atmosphäre sind derart greifbar und detailgetreu eingefangen, dass man als Leser fast das Gefühl hat, unmittelbar dabei zu sein und spürt förmlich das allmählich heraufziehende Unheil.
Durch die verschiedenen Perspektivwechsel baut sich schon bald eine enorme Spannung auf. Zudem beginnt man immer mehr zu rätseln, wie die unerklärlichen Geschehnisse und verwirrenden Details zusammenhängen könnten und wer ein Motiv für die abscheuliche Tat hat. Nach sich überschlagenden Ereignissen und einigen unvorhersehbaren Wendungen gipfelt der Thriller in einem mitreißenden Finale, das eine schlüssige Auflösung liefert. Für meinen Geschmack kam das Ende allerdings etwas zu überstürzt und hätte ruhig noch etwas hinausgezögert werden können. Auch der eigens nach Timber Creek beorderte Ermittler, ein etwas undurchsichtiger und kauziger Typ, wirkte recht blass und agierte leider bei seinen Ermittlungen mehr oder weniger im Hintergrund.
Polnizkys vielschichtige, eigenwillige Figuren sind durchweg gut ausgearbeitet und wirken sehr authentisch und lebendig. Hervorragend ist es dem Autor gelungen, einen entlarvenden Blick auf die menschlichen Schwächen und Abgründe seiner Figuren zu werfen, die verstrickt sind in einem verhängnisvollen Geflecht aus Freundschaft, Rache, Machtgelüsten und Leidenschaften und einen von ihnen nach all den Jahren zu einem grausamen Mörder werden lassen.

FAZIT
Ein packender, vielschichtiger Thriller mit viel Lokalkolorit und überzeugenden Figuren.
Trotz kleiner Schwächen ein fesselndes, atmosphärisch dichtes Lesevergnügen und gelungenes Debüt des österreichischen Autors Gunther Polnizky.

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Ein Plätschern, aber man bleibt dabei

David zieht mit seiner Freundin zurück an den Ort seiner Kindheit. Er hat viel in seinem Leben bisher erreicht und will nun eine Familie gründen und sich häuslich niederlassen. Als er in Timber Creek ankommt, häufen sich die Todesfälle.

Beim Lesen dieses Buches musste ich ein paar Mal an die Geschichte "Stand by me...Geheimnisse eines Sommers" denken. Zwar haben diese Geschichten nicht viele Parallelen. Aber schon allein die "alten" Freundschaften denen man hier begegnet und die Kleinstadt in die David zurück kommt hat Ähnlichkeiten mit der Geschichte von Steven King.
Die Geschichte ist kein spannender Thriller, aber sie kann einen soweit fesseln, daß man am Ball bleibt und auch wissen will, wer nun am Ende der oder die Schuldigen sind. Ich habe das Buch recht schnell zu Ende gelesen gehabt, was natürlich auch an der kürze des Buches liegt.
Für mich lag der Hauptschwerpunkt der Geschichte eher an David und seinem Leben. Den eigentlichen Thriller habe ich bei diesem Buch als eher nebensächlich empfunden und er nimmt auch in diesem Buch einen recht geringen Teil ein.

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