Tina Schlegel: Schreie im Nebel

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Tina Schlegel: Schreie im Nebel
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783954517237

Informationen zum Buch

Seiten
384

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Blick der Imperia glitt gerade über den See.

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Konstanz versinkt im herbstlichen Nebel. Kommissar Sito, der gerade seinen Hund beerdigt hat, würde es der Stadt am liebsten gleichtun. Doch er wird zu einem Toten gerufen, der kopfüber in einer Fabrik hängt. Wer ist der Mann? Und was hat die schöne Malerin mit ihm zu tun, auf die der Kommissar immer wieder trifft? Dann steht Sito vor einem weiteren Toten, und ihm wird klar: Dies ist nur der Auftakt einer bizarr inszenierten Mordserie.

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Ein großartiges Debüt

Kommissar Sitos einziger Halt seit dem Tod seiner Frau ist der pensionierte Diensthund Pollux und als dieser stirbt versinkt Sito in Schwermut. Er gibt sich seiner Melancholie jedoch nicht vollständig hin, sondern verwendet die restliche Energie darauf, sehr bizarre Morde im nebligen Konstanz aufzuklären. Das Wetter passt zu seiner Stimmung, alles ist grau und verworren. Die Tatorte grotesk und die Opfer muten nicht weniger in ihrer vom Mörder vorgegebenen Haltung nicht weniger grotesk an. Gemeinsam mit seinem inoffiziellen Aufpasser Enzig ermittelt Sito manchmal unkonventionell, aber immer gewissenhaft.

"Schreie im Nebel" ist zwar Tina Schlegels Debüt, doch das Schreiben ist für die Journalistin Routine, die sie hier zur Kunst verfeinert. Ebenso wie Kommissar Sito ist sie Veganerin, doch beide machen keinen großen Wind um diese Tatsache. Im Buch schimmert der Tierschutz- und Tierrechtsgedanke auch im Zusammenhang mit den Morden ohne sich aufzudrängen durch.

Es ist ein Verwirrspiel mit Personen, die alle das eine oder andere Päckchen zu tragen haben. Nach und nach werden Geheimnisse gelüftet und Knoten gelöst. Doch das dauert seine Zeit. Mit Spannung verfolgt man die Ermittlungen, rätselt gemeinsam mit Sito, Enzig und ihren Kollegen, tappt auf falschen Fährten, verwirft Ideen. Besonders wichtig sind der Autorin die Tatorte, die sie gekonnt inszeniert. Während Enzig tief in das Innere der Menschen, in deren Psyche einzudringen versucht, tut dies Sito mit dem Raum. Er nimmt sich Zeit, den Raum verstehen zu lernen und lässt die Leser daran teilhaben.

Anfangs treibt die Handlung gemächlich dahin, aber die Spannung steigert sich, als man im letzten Teil des Buches den Täter kennt und seine Spur aufnimmt. Wer einen ungewöhnlichen Krimi mit durchdachter und anspruchsvoller Handlung lesen möchte, der kann hier beruhigt zugreifen. Ein großartiges Debüt, das voller Sprachkunst wichtige Themen aus dem Handgelenk schüttelt.

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