Karin Bergrath: Tod im Anflug

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Karin Bergrath: Tod im Anflug
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783502110774

Informationen zum Buch

Seiten
299

Sonstiges

Erster Satz
Der Tod kommt auf leisen Flügeln.

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Als der Reiher Neptunus im Morgengrauen mit weit aufgerissenem Schnabel und einem großen Loch in der Brust gefunden wird, ist es mit der Idylle auf dem Campingplatz vorbei. Nur wenig später erwischt es Camper Alex. Angst geht um. Natürlich tappen die Kommissare Reiners und Hump im Dunkeln, und es gibt nur einen, der die Sache in die Hand nehmen kann: Gänserich Tom. Tom ist CSI-Fan und sein großes Vorbild heißt Thomas Magnum. Gemeinsam mit seinem Assistenten Rio, dem Kormoran, muss Tom einen verzwickten Fall aufklären und beide riskieren ihr Leben, um den flügellosen Kommissaren zu helfen.

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Ein Campingplatz irgendwo an der deutschen See - eigentlich sollte dies ein idyllischer Ort sein. Ein Ort der Ruhe und Erholung. Ein Ort mit bunten Sonnenschirmen, dem Duft gegrillter Würstchen und dem Geschnatter der Seevögel. Doch es ist ein Ort des Todes, denn der erste Tote ist längst nicht der Letzte. Neptunus, der Reiher, wird von Nilganter Tom tot und mit weit aufgerissenem Schnabel gefunden. War es Mord? Was ist geschehen? Sofort ist Tom in seinem Element, denn als großer Fan von Gil Grissom und der TV-Serie CSI und noch größerer Fan seines Namensvetters Thomas Magnum, glaubt er natürlich nicht an einen tragischen Unfall. Gemeinsam mit seinem besten Freund, dem Kormoran Rio, hilft er den beiden menschlichen Kommissaren dabei, nicht allzu lange auf falscher Fährte zu wandeln.

Während Tom, den man auf Anhieb gerne hat, sich bei den unterschiedlichen Campern beim gemeinsamen Fernsehen "weiterbildet", lässt er sich mit Toastbrot füttern und hängt seinen Gedanken nach. Karin Bergrath stellt die Welt der Seevögel sehr gut dar und vermischt viele tierische Absonderlichkeiten mit dem Kriminalfall, ganz ohne dabei wie eine Biologielehrerin zu klingen. Sprachlich ist "Tod im Anflug" sehr angenehm zu lesen und die Dialoge bringen oft eine so große Portion Witz in die Geschichte, dass sich das Buch sehr flott lesen lässt.

Tom in seiner Gänseart ist einerseits zwar sehr authentisch, andererseits erschien er mir allzu oft etwas zu menschlich in seinen Gedankengängen (was natürlich mit seinem Hang, Krimiserien zu konsumieren, recht schlüssig erklärt wird). Mein heimlicher Favorit neben Tom war ganz klar Rio, der Kormoran, der ständig sein nasses Gefieder trocknen muss, um überhaupt wieder fliegen zu können. Auch die Nebencharaktere sind interessant, obwohl ich mir von der Vogelwelt ein bisschen mehr und von der Menschenwelt ein bisschen weniger Handlung erhofft hatte.

Zeitweise hat das Buch leider ein paar Längen, aber in klassischer Whodunit-Tradition rätselt man lange gemeinsam mit Tom, tappt auf falscher Fährte, verfolgt Spuren, um sie anschließend zu verwerfen und am Ende kommt es dann doch nochmal ganz anders als man denkt. Genau dieses Ende ist es auch, das mit etwas zwiespältig zurücklässt, denn die Moral, mit der man als Leser konfrontiert wird, kann man nicht gutheißen, obwohl es so leicht wäre.

"Tod im Anflug" ist Karin Bergraths Debüt. Die Autorin besitzt ein Boot und kann so viel Zeit mit dem Beobachten von Vögeln verbringen. Ein weiteres Abenteuer mit Tom und Rio ist bereits angekündigt und verspricht wieder witzige und kurzweilige Unterhaltung. Sehr angenehm empfand ich auch das Fehlen jeglicher blutrünstiger Szenen. Darüber hinaus geht ein dickes Lob an die optisch sehr reizvolle Aufmachung. Mit der Covergestaltung hat sich der Verlag sehr viel Mühe gegeben, denn im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, deren Inhalt sich nicht mit dem Umschlag deckt, zeigt die Vorderseite tatsächlich eine Nilgans.

Fazit: Ein kleines bisschen verbesserungsbedürftig, aber dennoch ein starkes Debüt, das Vorfreude auf die Folgebände weckt.

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