Andreas Gruber: Todesurteil

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Andreas Gruber: Todesurteil
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783442480258

Informationen zum Buch

Seiten
576

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Obwohl sie am Ende ihrer Kräfte war, rannte sie weiter.

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Handlungsort

Handlungsorte
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In Wien verschwindet die zehnjährige Clara. Ein Jahr später taucht sie völlig verstört am nahen Waldrand wieder auf. Ihr gesamter Rücken ist mit Motiven aus Dantes "Inferno" tätowiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Seine beste Schülerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen mehreren Fällen – aber das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Seine Spur führt nach Wien – wo Clara die einzige ist, die den Mörder je zu Gesicht bekommen hat …

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temporeicher Thriller mit Spannung bis zum Ende

Der zweite Fall für Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder

Sabine Nemez ist endlich zur Ausbildung beim BKA angenommen worden. Nach zahlreichen Ablehnungen kann sie es kaum glauben. Hat der exzentrische Ermittler und Ausbilder Maarten S. Sneijder aufgrund des gemeinsam gelösten Falles vor einem Jahr hier etwa ein paar Hebel für sie in Bewegung gesetzt?
Sabine freut sich auch, ihren langjährigen Freund Eric wiederzutreffen, auch wenn sie nicht mehr zusammen sind. Doch kaum in Wiesbaden angekommen, erhält sie eine schlimme Nachricht.

In Wien taucht zeitgleich die zehnjährige Clara wieder auf, die über ein Jahr verschwunden war. Das Mädchen ist verstört, hat sie doch offensichtlich ein schreckliches Martyrium hinter sich. Ihr ganzer Rücken ist mit Szenen aus Dantes Inferno tätowiert. Wie konnte sie ihrem Entführer und Peiniger entkommen und ist sie sein einziges Opfer? Staatsanwältin Melanie Dietz hängt sich tief in die Ermittlungen hinein, ist sie doch auch persönlich motiviert, denn Claras Mutter war einmal ihre beste Freundin.

In Wiesbaden werden Sabine und ihre Kommilitonen von Sneijder mit alten Fällen konfrontiert. Im Gegensatz zu anderen Ausbildern nimmt Sneijder ungelöste Fälle mit ihnen durch und spornt sie an, sich ihre ganz eigenen Gedanken zu machen. Sabine kommt auf die Idee, dass die völlig unterschiedlichen, grausigen Mordfälle eine Gemeinsamkeit haben könnten, doch mit ihrer Theorie steht sie anscheinend alleine da. Das hindert die ehrgeizige und eigenwillige junge Frau aber nicht daran, ihre Spuren weiterzuverfolgen.

Nach "Todesfrist" ist dies nun der zweite Fall für Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. Das ungewöhnliche Ermittlerpaar hat sich weiterentwickelt, vor allem natürlich Sabine, für die der Wechsel ans BKA der langersehnte Karrieresprung ist. Sneijder ist weiterhin exzentrisch und geheimnisvoll, wobei wir in diesem Band auch einige kleine Details über ihn erfahren. Man kann das Buch sicher auch problemlos lesen, ohne den Vorgänger zu kennen, da dieser aber auch äußerst spannend war, kann ich ihn nur empfehlen.

Die Handlung spielt sich abwechselnd in Wien und Wiesbaden ab, die Szenen wechseln schnell und lange Zeit bleibt unklar, wo der Zusammenhang zwischen den Fällen ist. Dass es einen gibt, ist bei dieser Art von Thriller aber natürlich zu erwarten und so laufen die Handlungsstränge irgendwann immer mehr aufeinander zu und vereinen sich schließlich.

Neben den beiden Hauptfiguren Nemez und Sneijder hat der Autor mit Melanie Dietz eine weitere sehr sympathische Ermittlerin geschaffen, die dem Klischee des gefühlsarmen und nur der ihrer Karriere interessierten Staatsanwaltes energisch widerspricht.
Auch die weiteren Nebenpersonen sind interessant und vielseitig dargestellt und mehr als einer hat mich im Verlauf des Buches überrascht – sowohl negativ als auch positiv.

Verdächtige hatte ich während der Lektüre viele, ein Motiv hat sich mir aber lange überhaupt nicht erschlossen und so konnte ich bis zum Schluss nicht sicher sein, wer hier wofür und warum verantwortlich ist.

Ein temporeicher Thriller mit Spannung bis zum Ende!

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Fesselnder und spannend konstruierter Thriller

Andreas Gruber: Todesurteil

Inhalt (Klappentext):

In Wien verschwindet die zehnjährige Clara. Ein Jahr später taucht sie völlig verstört am nahen Waldrand wieder auf. Ihr gesamter Rücken ist mit Motiven aus Dantes "Inferno" tätowiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Seine beste Schülerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen mehreren Fällen – aber das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Seine Spur führt nach Wien – wo Clara die einzige ist, die den Mörder je zu Gesicht bekommen hat …

Meine Meinung:

"Todesurteil" ist nach "Todesfrist" der zweite Band der Reihe mit den Ermittlern Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez, doch man kann es gut lesen, ohne Band 1 zu kennen.

Raffiniert werden hier zwei unterschiedliche, spannende Handlungsstränge entwickelt, zwischen denen kapitelweise hin- und hergesprungen wird.

In Wien begibt Staatsanwältin Melanie Dietz sich mit nicht immer ganz gesetzestreuen Methoden auf die Suche nach dem Entführer der zehnjährigen Clara und stößt dabei auf mehrere ermordete Mädchen und ungeahnte menschliche Abgründe. In Wiesbaden wird Sabine Nemez von ihrem Mentor Maarten S. Sneijder geschickt auf vier ungelöste Mordfälle angesetzt, zwischen denen es keine Verbindung zu geben scheint.

Sehr lange ist nicht klar, wie diese beiden Handlungsstränge miteinander zusammenhängen. Etliche Personen geraten durch geschickte Hinweise unter Verdacht, insbesondere wird bald eine mögliche Bedrohung aus dem Inneren des BKA in Wiesbaden spürbar, die Sabine und Sneijder in Gefahr bringen könnte. Man weiß nicht, wem die beiden trauen können und auch nicht, wem man als Leser trauen kann...

Der Leser bekommt stückweise immer mehr wichtige Informationen, aber auch Hinweise, die in die Irre führen. Wie im richtigen Leben eben auch. Man grübelt und spekuliert zusammen mit Sabine und Melanie. Besonders bei den Wiesbadener Fällen hat mir das großen Spaß gemacht, und ich war sehr intensiv bei Sabine und tauchte tief in ihre Gedankenwelt ab. Im Lauf der Kapitel sammelt sich eine Unmenge an Details an, die im Kopf behalten werden müssen. Erst ganz am Ende stößt Sabine auf die entscheidene Information, die die Zusammenhänge klar werden lässt und alles verbindet, und es klärt sich alles schlüssig und logisch auf.

Das Buch hat mich bestens unterhalten. Sneijder und Sabine sind durch ihre beiden Persönlichkeiten ein unschlagbares Team und für einen Thriller sehr unterhaltsam, auch Humor blitzte hin und wieder auf. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass mir am Ende ein paar Details der Auflösung doch etwas weit hergeholt vorkamen und unwahrscheinlich wirkten, und dass der Zufall hin und wieder eine recht große Rolle spielt.

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Todesurteil

Vor einem Jahr wurde die damals 10-jährige Clara in Wien entführt. Jetzt taucht das Mädchen plötzlich in einem Wald wieder auf. Ihr gesamter Rücken ist tätowiert und zeigt eine Szene aus Dantes Inferno. Wer hat ihr das angetan?
Gleichzeitig beginnt Sabine ihre Ausbildung beim BKA in Wiesbaden. Gemeinsam mit ihren Kollegen und mit dem Fallanalytiker Maarten S. Sneijder gehen sie unaufgeklärte Mordfälle durch, die grausamer kaum sein könnten. Wird es ihnen gelingen, die alten Mordfälle endlich aufzuklären?

Mein Leseeindruck:

„Todesurteil“ ist mein erstes Buch von Andreas Gruber, aber es wird nicht das letzte gewesen sein! Dieser Thriller hat mich so unglaublich fesseln können, dass ich das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen konnte und bis weit in die Nacht gelesen habe. Ich musste unbedingt wissen, wie es weitergeht bzw. ausgeht.
Lange Zeit gibt es zwei verschiedene Handlungsstränge – einmal ist da der Entführungsfall in Wien, dann gibt es die unaufgeklärten Morde in Wiesbaden. Es scheint zwischen beiden Handlungssträngen keine Verbindung zu geben; erst ganz zum Ende hin verknüpfen sich beide Geschichten. Ich habe die ganze Zeit über gerätselt, wo die Verbindung sein könnte. Der Autor hat es wirklich perfekt gemeistert, die Spannung immer weiter zu erhöhen. Obwohl das Buch gute 570 Seiten hat, kam wirklich niemals Langeweile auf.

Auch sind die Charaktere sehr gut ausgearbeitet und wirken echt und lebendig. Alle haben so ihre Ecken und Kanten, was sie nur authentischer macht. Ich habe mich manchmal gefühlt, als sei ich wirklich live dabei; es war ein wirklich großartiges Kopfkino!
„Todesurteil“ hat mich überzeugt; ich möchte auf jeden Fall noch weitere Bücher von Andreas Gruber lesen!

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Ein Hammer Thriller

Sabine Nemez' größer Traum geht in Erfüllung: die Kripobeamtin wird kurzfristig an der BKA-Akademie in Wiesbaden aufgenommen. Unter ihrem Dozenten Maarten S. Sneijder, einem brillanter Fallanalytiker, bearbeiten sie und ihre Kommilitonen mehrere ungelöste Fälle. Sabine entdeckt erste Zusammenhänge zwischen den Fällen und verfolgt gegen alle Widerstände diese Spuren, da sie ein persönliches Interesse an der Aufklärung hat.
Gleichzeitig wird in Wien die zehnjährige Clara aufgefunden, die seit einem Jahr vermisst wird: ihr kompletter Rücken ist mit Motiven aus Dantes Inferno tätowiert und sie spricht kein Wort. Die Wiener Staatsanwältin Melanie Dietz versucht mit Hilfe ihres Therapiehundes einen Zugang zu dem Mädchen zu finden. Denn die Zeit drängt: es tauchen weitere Kinderleichen in der Umgebung von Claras Fundort auf.

„Todesurteil“ ist mein erstes Buch von Andreas Gruber, und auch wenn es sich dabei um den zweiten Teil um die Ermittler Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez handelte, war es für das Verständnis nicht notwendig den ersten Teil vorher gelesen zu haben.

Mit über 570 Seiten ist dieser Thriller ziemlich umfangreich – und keine einzige Seite davon war langweilig! Der Autor baut eine komplexe und spannende Handlung auf und legt eine Menge Spuren für die Leser und die Ermittler aus, von denen lange nicht klar ist, welche in die richtige Richtung führen. Daher war ich auch immer am Schwanken, was die Verdächtigen anging. Auch wenn die eine oder andere Überlegung meinerseits gar nicht so verkehrt war, hat mich das rasante Ende dann doch noch mal überrascht. Sehr gut fand ich, daß die wichtigsten Fragen beantwortet wurden und der komplexe Handlungsaufbau in sich logisch war.

Sehr gut hat mir die Darstellung der Charaktere gefallen, sie sind alles andere als einseitig oder vorhersehbar, und konnten mich mit ihren Stärken und Schwächen überzeugen. Allen voran natürlich Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. Sabine ist eine taffe und intelligente Frau, die sehr viel Begabung für die Fallanalyse mitbringt, aber auch gerne Alleingänge durchzieht. Zumal sie in diesem Fall persönliche Gründe hat, an den Fällen, die sie während ihres Studiums bearbeiten, dranzubleiben.

Maarten S. Sneijder vereinigt Genie und Wahnsinn in einer Person: keiner seiner Kollegen kann als Fallanalytiker eine höherer Aufklärungsrate vorweisen, allerdings nimmt er dafür die Hilfe von Drogen in Anspruch – außerdem sind seine Methoden, sich in die Täter hineinzuversetzen, ziemlich grenzwertig. Menschlich gesehen ist er allerdings alles andere als umgänglich: unsozial und menschenfeindlich – aber auch ehrlich und zuverlässig, wenn es darauf ankommt. Ich gebe zu, ich bin nach diesem Buch zum Fan von Sneijder geworden.

Aber auch die Wiener Staatsanwältin Melanie Dietz konnte mich überzeugen, mit ihrem oftmals richtigen Riecher, die auch mal nicht ganz so gesetzestreue Wege einschlägt, um die Wahrheit aufzudecken – kein Wunder, da Clara die Tochter von Melanies ehemals bester Freundin ist.

Mich hat dieses Buch absolut überzeugt und ich bin nun sehr neugierig auf die anderen Werke des Autors, vor allem auf den Vorgängerband „Todesfrist“. Dieser Fall kommt in dem aktuellen Buch kaum zur Sprache, so daß auch keine spannenden Details verraten werden. Und natürlich freue ich mich auf die Fortsetzung und ein Wiedersehen mit dem tollen Ermittlerduo.

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Spannung pur!

Inhalt: Die Akademie des BKA hat Sabine Nemez einen Ausbildungsplatz als Profilerin angeboten, als Studentin des ihr bekannten niederländischen Profilers Maarten S. Sneijder. Ihr Glück wird aber schnell getrübt, als ihr mitgeteilt wird, dass ihr Ex-Freund Eric, BKA Mitarbeiter, von einer Kugel in den Kopf getroffen wurde und im Koma liegt. Während Sabine ihre Ausbildung beginnt, merkt sie schnell, dass hinter dem Unglück von Eric mehr steckt und dass das BKA irgendwie involviert ist. Wem kann sie noch trauen? Ein zweiter Handlungsstrang führt nach Wien, wo die 10jährige Clara ein Jahr nach ihrer Entführung wieder auftaucht. Die ermittelnde Staatsanwältin stellt voller Erschrecken fest, dass Clara die Tochter einer ehemaligen besten Freundin ist und fängt auf eigene Faust an zu ermitteln.

Meine Meinung: Dies ist das zweite Buch um den verschrobenen Ermittler Maarten S. Sneijder. Es ist ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes lesbar. Ich habe mich sehr gefreut wieder von ihm Lesen zu dürfen – warum? Kiffende, Vanilletee trinkende, permanente-Akupunkturstäbchen-gegen-Migräne- nutzende Profiler gibt es in der aktuellen Krimilandschaft einfach nicht. Hinzu kommt Sneijder spezielle Methode der Täterüberführung – ungewöhnlich und nicht ungefährlich. Sneiders Genialität hat beinahe etwas von Wahnsinn. Mit seinen Mitmenschen geht er entsprechend um: misanthropisch, unsozial, respektlos – aber immer ehrlich und verlässlich. Ich bin bekennender Sneijder-Fan.
Spannungsbogen und Plot wurden in diesem Thriller genial konstruiert. Das eigene Wissen befindet sich immer auf demselben Stand der Hauptermittler, so dass man selber viel überlegen kann. Die Handlungsorte Wechsel in einem raschen Tempo hin und her, so wird die Spannung noch verstärkt, aber trotzdem habe ich mich nie überfordert gefühlt. Sehr gut gefällt mir auch, dass beide Handlungsbögen gleichwertig spannend und von der Personenbesetzung gleichwertig interessant sind. Dieses Konstrukt gelingt nicht jedem. Die dargestellten Fälle sind schon heftig, aber Andreas Gruber gelingt es vortrefflich das Grauen darzustellen und nach einer kurzen Verweildauer, dann auch wieder einen Schritt in die Distanzierung zu gehen. So kann man den Thriller lesen ohne Gefahr zu laufen Alpträume zu kriegen oder nicht mehr schlafen zu können – und dies bei kompletten Erhalt des Spannungsbogens.

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Todesurteil

Nach mehreren vergeblichen Versuchen hat Sabine Nemez ihren Platz an der Akademie des BKA ergattert. Als eine von fünf Studenten ist sie dem Kurs von Maarten S. Sneijder zugeteilt worden. Sie hatte bereits das zweifelhafte Vergnügen mit ihm zu arbeiten. Als Sneijder mit seinen Studenten ungelöste Fälle bespricht, entdeckt Sabine Zusammenhänge.
Die zehnjährige Clara taucht ein Jahr, nachdem sie verschwunden ist, wieder auf. Sie hat ein Tattoo auf ihrem Rücken, das Bilder aus Dantes Inferno zeigt. Ein Fall für die Staatsanwältin Melanie Dietz, die mit der Mutter von Clara befreundet war.
Gibt es zwischen diesen beiden Fällen eine Verbindung?
Abwechselnd erfahren wir Details aus Wiesbaden und Wien. Während in Wiesbaden Sabine die Ermittlungen vorantreibt, gerade weil Sneijder ihre Erkenntnisse abschmettert, übernimmt in Wien die Staatsanwältin einen Teil der Ermittlungsarbeit. Die beiden sympathischen Frauen sind verbissen, wenn es darum geht, ein Verbrechen aufzuklären. Sabine ist mutig und geht auch eine Menge Risiken ein. Melanie, immer in Begleitung ihres Therapiehundes, bewegt sich gerne am Rande der Legalität, wenn sie einen Verdacht hat. Erst ist der ermittelnde Kommissar Hauser davon wenig begeistert, aber die beiden haben ein gemeinsames Ziel. Maarten S. Sneijder ist sowieso eine sehr spezielle Persönlichkeit. Auf den ersten Blick ist er ein Kotzbrocken, aber wir lernen auch seine anderen Seiten kennen, die er gerne verborgen hält, und dann wirkt er schon sympathischer. Sabine kann mit seiner Art indessen gut umgehen. Sneijder ist auf jeden Fall eine sehr interessante Person, die diesen Thriller zu etwas Besonderem macht.
Der Autor vermag es, einen immer wieder in die Irre zu leiten, so dass die Lösung der Fälle lange im Dunkeln bleibt. Doch am Ende fügt sich alles logisch zusammen.
Die komplexe Geschichte ist packend und man möchte das Buch überhaupt nicht aus der Hand legen, obwohl die Beschreibungen der grausamen Verbrechen einen oft erschaudern lassen. Ungewöhnliche Charaktere und viele unverhoffte und dramatische Wendungen sorgen dafür, dass die Geschichte von Anfang bis Ende unterhaltend und sehr spannend ist.
Ein sehr überzeugender Thriller.

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Der zweite Fall mit Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez

Todesurteil von Andreas Gruber
Zum Inhalt:
Sabine Nemez ist überglücklich. Sie hat es geschafft. Ein bisschen überraschend wird sie als Studentin beim BKA in Wiesbaden zugelassen. Sie freut sich sehr auf ihr erstes Semester an der Akademie für hochbegabten Nachwuchs studieren zu können, hatte sie sich doch schon einige Male beworben. Einer ihrer Professoren ist der nicht ganz einfache Maarten S. Sneijder, mit dem sie bereits an einen Fall zusammen gearbeitet hat. Sneijder bespricht ungelöste Fälle mit seinen Studenten und schon bald entdeckt Sabine etwas ungeheuerliches.
In Wien taucht die zehnjährige Clara nach einem Jahr, in dem sie spurlos verschwunden war, wieder auf. Auf ihrem Rücken ist ein Bild aus Dantes Inferno tätowiert und die Kleine ist völlig verstört. Die Staatsanwältin Melanie Dietz übernimmt den grausamen Fall.
Meine Meinung:
Wow! Das war ein Thriller, der den Leser atemlos durch die Seiten jagen lässt. Das war der beste Thriller, den ich seit langem gelesen habe.
Todesurteil ist der zweite Thriller mit Maarten S. Sneijder, dem etwas anderen Fallanalytiker. Ich fand schon den ersten Thriller gut, der zweite jedoch war ein Meisterwerk. Sneijder ist wirklich nicht einfach. Er ist zynisch, unnahbar und unbelehrbar. Doch unter der rauhen Schale, hat er ein weiches Herz. Und Sabine weiß mit ihm umzugehen. Sie lässt sich durch seine Art nicht abschrecken und folgt mit einhundert Prozent Einsatz ihrem Instinkt. Wenn man sie lässt, wird sie es weit bringen. Sie scheut keine Gefahr und lässt sich von Widrigkeiten nicht abhalten.
Die Fälle, die in dieser Geschichte eine Rolle spielen, sind harter Tobak. Für zarte Nerven ist der Thriller vielleicht nicht so ganz geeignet. Die Geschichte springt zwischen den ungelösten Fällen, die Sneijder mit seinen Studenten erörtert und dem Fall von Clara in Wien hin und her. Lange waren die Zusammenhänge dieser beiden Stränge unklar. Man konnte herrlich spekulieren wer in die Fälle verwickelt ist, wer gut oder wer böse ist. Und ich muss gestehen, das das Ende mich richtig überrascht hat. Es gab keine Logikfehler und auch keine offenen Fragen am Ende des Thrillers. Ein wirklich toll aufgebauter Fall.
Die Staatsanwältin Melanie Dietz würde ich auch gerne in weiteren Fällen erleben. Ihre Person fand ich ebenfalls äußerst gelungen. Mit ihrer Therapiehündin Sheila, hat sie sich rührend um Clara gekümmert und einfach nicht aufgegeben, um hinter das Rätsel von Claras Entführung zu kommen. Hin und wieder greift sie zu Methoden, die nicht so ganz den Dienstvorschriften entsprechen. Auch sie beißt sich in einen Fall fest und lässt nicht locker um eine Auflösung zu erreichen.
Ich hoffe, man merkt meine Begeisterung für diesen Thriller. Eine absolute Leseempfehlung von mir!

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Das Superhirn ist zurück!

Endlich gab es für mich ein Wiedersehen mit Maarten S. Sneijder. Ich durfte den „ollen Knötterkopp mit Herz“ bereits in dem Thriller Todesfrist kennen lernen. Sein scharfer Verstand, sein gewöhnungsbedürftiger Humor, seine Schlagfertigkeit und seine Gradlinigkeit haben es mir von Anfang an leicht gemacht, ihn zu mögen. Nicht unbedingt auf den ersten Blick, aber dafür um so inniger.

Auch in Todesurteil läuft er von Anfang an zu seiner gewohnten Hochform auf. Ich bin immer wieder fasziniert, welche Schlüsse fähige Ermittler ziehen können und da steht Sabine Nemez ihrem Mentor in nichts nach. Den Gegenpart in Wien besetzt die äußerst taffe und gleichzeitig liebenswerte Staatsanwältin Melanie Dietz, die mich durch ihre unkonventionelle Art direkt begeistert hat.

Andreas Gruber erzählt in zwei Strängen, die sich abwechseln. Anfangs hatte ich überhaupt keine Ahnung, wie die ungelösten Fälle in Wiesbaden und die Entführung in Wien zusammen hängen. Ab und zu wirft Andreas Gruber mir kleine Informationshäppchen zu, die mir Nahrung für unzählige Spekulationen geben. Manche Hinweise habe ich gar nicht als solche erkannt und manchmal führten sie mich in eine komplett falsche Richtung.

Andreas Gruber hat seinen Plot sehr raffiniert konstruiert und führt mich ganz schön an der Nase herum. Und immer wieder überrascht er mich mit verblüffenden Wendungen. Mit dem Ergebnis, dass ich mich kaum trennen konnte von Todesurteil. Dieses Buch hat für einen Thriller ungewöhnlich viele Seiten, durch die ich fast geflogen bin. Das lag zum einen an der sehr spannenden Story, aber auch an Grubers flottem und fließendem Schreibstil.

Todesurteil gliedert sich in neun Tage bzw. Abschnitte, die alle mit einem stimmungsvollen und passenden Zitat eingeleitet werden. Die einzelnen Kapitel sind nicht besonders lang und durch die wechselnden Handlungsorte baut Andreas Gruber eine enorme Spannung auf, die zuweilen kaum auszuhalten ist. Manche Abschnitte enden mit einem Ausflug in den „Schlund der Hölle“ und da sind Gänsehaut und Herzklopen garantiert.

Je weiter ich gelesen habe, um so gespannter war ich auf die Auflösung. Und damit hat mich Andreas Gruber dann wirklich überrascht. Das beste daran war, dass ich anfangs fast auf der richtigen Spur war, diese dann aber wieder verloren habe, weil ich mich auf andere Wege verleiten ließ. Großes Kompliment an Andreas Gruber, das ist wahrlich meisterhaft.

Fazit: Brillant konstruierter und nicht vorhersehbarer Thriller, der mich gefesselt und fasziniert hat!

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Mein erster Fall mit Ermittler Sneijder

"Todesurteil" ist der zweite Band aus der Ermittlerreihe um Professor Maarten S. Sneijder. Band eins heißt "Todesfrist", den ich jedoch bisher noch nicht kenne.

Dieses Buch habe ich auf Empfehlung gelesen, denn sonst bin ich eher nicht der Thriller Rezipient, aber da ich für Neues immer offen bin, begann ich ohne große Erwartungen zu lesen und wurde dabei von einer Spannungswelle überrollt, die mich einfach nur geplättet hat.

Die Handlung wird uns über zwei Erzählstränge näher gebracht, die sich abwechseln. Zum Einen haben wir die kleine Clara, die nach einem Jahr Verschwinden plötzlich völlig verstört und mit einem mysteriösen Tattoo auf dem Rücken auftaucht. Zum Anderen ist da Sabine Nemez, die in Wiesbaden bei dem sehr speziellen Professor Sneijder ihr Studium aufnimmt und sich mit ihren Kommilitonen alten, ungelösten Fällen zuwendet. Sehr bald stellt sich jedoch heraus, dass es zwischen den alten Fällen und den um Clara Gemeinsamkeiten gibt, doch kann dies wirklich sein?

Der Thriller strotzt nur so vor Wendungen, Irrungen und Wirrungen, die erst am Ende alle aufgelöst werden, wo dann auch die Handlungsstränge zueinander finden. Die grausamen Taten lassen beim Leser Gänsehaut entstehen und man schüttelt des Öfteren den Kopf vor so viel Gräuel, weshalb dieses Buch nichts für Menschen mit schwachen Nerven ist.

Mir hat vor allem Sabine Nemez als Charakter gefallen, da sie eine willensstarke Frau ist, die ihren Weg geht ohne dabei an Sympathie zu verlieren. Von ihrem Mut würde ich mir gern ein Scheibchen abschneiden.

Dieses Buch sollte nicht vor dem Schlafengehen gelesen werden, es sei denn man steht auf Alpträume in der Nacht.

Fazit: Dies war mein erstes Buch von Herrn Gruber, wird aber sicher nicht mein letztes gewesen sein. Ein echter Pageturner, ich kann nur eine Leseempfehlung aussprechen. Genial!

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