Helene Henke: Totenmaske

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Helene Henke: Totenmaske
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783426226322

Informationen zum Buch

Seiten
432

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
In der Ferne duckte sich eine Gruppe Eichen wie bezwungene Riesen unter der tiefhängenden Wolkendecke.

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Die 21-jährige Zoe versteht es meisterhaft, Verstorbene für das Begräbnis herzurichten. Nach dem Tod ihres Großvaters übernimmt sie das traditionelle Familienunternehmen. Respektvoll bereitet sie die Verstorbenen für ihre »letzte Reise« vor und macht sich schnell einen Namen als jüngste Bestatterin Deutschlands. Die Bewohner des kleinen Dorfs im Hunsrück stempeln die ungewöhnliche junge Frau jedoch schnell als Sonderling ab. Als eines Tages Boris und seine zwei Freunde auf ihrem Behandlungstisch landen, findet sich Zoe rasch im Kreis der Verdächtigen wieder – hatte doch einer der jungen Männer Zoe vor ein paar Jahren fast vergewaltigt. Das BKA ermittelt. Die Stimmung im Dorf gleicht einem Hexenkessel, als Zoe plötzlich spurlos verschwindet.

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(Aktualisiert: 07 Dezember 2014)
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Schöner Auftakt aber noch mit Luft nach oben

Bestatter in einem Krimi/Thriller sind zur Zeit eines meiner Lieblingsthemen und das war auch der Grund warum ich bereits bei der Inhaltsangabe hellhörig wurde und Feuer und Flamme war. *g*
Die große Stärke des Romans liegt dann auch gerade in den Beschreibungen von Zoes Arbeit, als Thanatologin macht sie mehr als nur einfache Bestatterarbeiten und man erfährt nebenbei einiges über diesen Besonderen Zweig des Bestattungswesens. Auch die Einbindung des Mordfalles in Zoes Privatleben hat mich überzeugen können. Das war glaubwürdig und auch logisch eingebunden.

Zoe selbst ist eine Hauptfigur die man trotz ihres eher schwierigen Charakters mögen kann. Sicher auch weil man ganz dicht bei ihr ist und sie so recht gut kennen lernt ohne zu viel zu erfahren. So bleibt sie als Figur spannend und man wird neugierig wie es ihr weiter ergehen könnte. Vor allem auch ihre Außenseiterrolle innerhalb der Dorfgemeinschaft war dabei gut getroffen und auch ihre besondere Freundschaft mit Josh, einem Jungen aus dem Dorf, hat einige interessante Nebenschauplätze ergeben.
Leon, als Ermittler der Polizei bildet dabei einen netten Gegenpart. Auch wenn ich sein Privatleben etwas übertrieben eingebunden fand mochte ich ihn insgesamt ganz gerne. Ich gebe aber zu das ich Zoes Part im Vergleich mehr mochte und der Roman genau dann seine Stärken hat, wenn es um sie geht.

Der Mordfall wurde mir dann aber für meinen Geschmack etwas zu dramatisch gelöst. Zu dem war mir recht schnell klar wer eventuell seine Finger im Spiel haben könnte. Dennoch behalte ich Zoe definitiv im Auge und hoffe das auch der nächste Mordfall mit ihr, mit viel Bestattungsarbeit verknüpft sein wird.

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Ungewöhnlicher Kriminalroman

Zoe ist erst 21 und damit die jüngste Bestatterin Deutschlands. Sie hat den Familienbetrieb übernommen, von kleinauf hat sie ihrem Großvater dabei zugesehen, wie er Verstorbene für ihren letzten Weg vorbereitet hat. Mit großer Fachkenntnis und Hingabe widmet sich die junge Frau ihrem ungewöhnlichen Beruf. In einem kleinen Ort im Hunsrück wird sie misstrauisch als Sonderling beäugt, Freunde hat sie außer dem einige Jahre jüngeren Josh keine. Vor ein paar Jahren haben eine Gruppe junger Männer sogar versucht, sie zu vergewaltigen. Glücklicherweise wurden sie damals davon abgehalten und die Sache scheint vergessen. Doch als nun ausgerechnet dieser Boris und seine Freunde von damals bei einem scheinbaren Unfall ums Leben kommen, kocht die Geschichte wieder hoch und Zoe steht im Kreis der Verdächtigen.

Zum Glück werden die Ermittlungen von einem jungen Kripobeamten von außerhalb geführt. Leon hat keine Vorbehalte gegenüber Zoe, im Gegenteil, er fühlt sich zu ihr hingezogen. Natürlich darf er diesen Gefühlen während der Ermittlungen nicht nachgeben, aber die beiden freunden sich dennoch schnell an.

Ein ungewöhnlicher Kriminalroman mit einer ungewöhnlichen Protagonistin. Sehr detailliert und geradezu liebevoll schildert die Autorin Zoes Berufsalltag und weckt damit bei mir als Leserin große Bewunderung für die junge Frau.

Der Mordfall gab mir ziemliche Rätsel auf. Da ein zweites Buch mit Zoe als Protagonistin bereits angekündigt ist, konnte ich eine Theorie schnell wieder verwerfen.

Leon als Ermittler hat mir sehr gut gefallen. Er ist ehrgeizig und sieht in diesem Fall seine große Chance, sich seinen Vorgesetzten zu beweisen. Als Außenstehender in einer kleinen, ländlichen Gemeinde hat er es anfangs nicht leicht, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und Antworten auf seine Fragen zu erhalten, denn wie üblich in solchen Orten hält man gegen alles, was von außen kommt, zusammen, egal worum es geht. Dennoch bleibt Leon hartnäckig und deckt so nach und nach Spuren auf. Die Auflösung am Ende blieb für mich dennoch überraschend und das Buch somit bis zum Ende äußerst spannend!

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Totenmaske

Die 19-jährige Zoe Lenz übt einen außergewöhnlichen Beruf aus: sie ist als Leichenbestatterin in der kleinen Gemeinde Birkheim im Hunsrück tätig. Zusammen mit ihrer Mutter Isobel leitet sie das Bestattungsinstitut, das sie von ihrem Großvater übernommen hat. Eines Tages liegen die Leichen von drei jungen Männern auf ihren Tischen, mit denen sie eine unschöne Vergangenheit verbindet. Was zuerst nach einem Verkehrsunfall aussieht, stellt sich bei genauerem Hinsehen als Mord heraus. Die Kripo Mainz schickt Leon Strater in den Hunsrück, um die Todesfälle zu untersuchen; gemeinsam mit Zoe nimmt er die Suche auf.

Der Roman Totenmaske ist der Auftakt für eine Krimireihe um die junge Bestatterin Zoe. Ich war gespannt, was eine junge Frau dazu bewegt, diesen außergewöhnlichen Beruf auszuüben. Dabei ist sie nicht nur einfach Bestatterin, sondern eine der wenigen Thanatologen Deutschlands, die neben der hygienischen Totenversorgung auch für eine ästhetische Aufbahrung eines Verstorbenen sorgen. Die Beschreibungen der Wiederherstellung von Toten sind sehr detailliert, ich habe sie eher nüchtern als abstoßend gefunden, dennoch war ich froh, davon nur zu lesen und nicht Zoe über die Schultern sehen zu müssen. Zoe ist bei ihrer Arbeit ein Profi und es fällt positiv auf, wie respektvoll sie mit ihren Toten umgeht. Neben der Bestattungsarbeit geht sie ihrem Hobby, der Herstellung von Totenmasken nach, einem alten Ritual, das in der Neuzeit immer mehr in Vergessenheit geraten ist – auch mir waren Totenmasken in unserem Kulturkreis bis dahin unbekannt.

Zoe ist eine spannende Figur: macht sie anfangs einen sehr abgeklärten und erwachsenen Eindruck für ihre Alter, stellt sich bald heraus, daß sie innerlich gespalten ist. Durch ihre Arbeit mit Toten kann sie sich von ihrer lebenden Umwelt zurückziehen, aber an manchen Abenden taucht sie als Loretta verkleidet ins Partyleben und genießt die Anonymität hinter ihrer Maskierung. Ihre innere Zerrissenheit hängt mit einem der Toten, Boris Nauen, zusammen. Obwohl sie mit ihrer Mutter unter einem Dach lebt und arbeitet, ist das Verhältnis zwischen den Beiden nicht einfach. Einzig mit dem 17-jährigen Josh Ziller verbindet sie eine tiefe Freundschaft.

Der junge Kripobeamte Leon Strater ist froh, als er die Ermittlungen im Hunsrück übernehmen und eigenständig ermitteln kann. Er ist ein sehr guter Beobachter, der die Dinge hinterfragt und manchmal etwas ungeduldig reagiert, wenn Fälle seiner Meinung nach zu schnell zu den Akten gelegt werden, was ihm nicht immer die Sympathien der Kollegen einbringt. In Zoe findet er eine kluge Partnerin, mit der er auf Augenhöhe kommunizieren kann.

Totenmaske ist größtenteils ein ruhiger Krimi, der von den Details und Gefühlen seiner Protagonisten lebt. Teilweise waren es mir zu viele Zufälle, die zur Auflösung führten, aber dem Gesamteindruck hat das nicht großartig geschadet. Auch wenn ich einen Verdacht hatte, um wen es sich bei dem Täter handeln könnte, hat mich die Entwicklung, die das Buch genommen hat, überrascht, geschickt hat die Autorin den Fokus verschoben, ohne den roten Faden zu verlieren. Ich freue mich in jedem Fall nun auf den zweiten Band mit Zoe.

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Spannender Auftakt einer neuen Krimireihe

Zoe Lenz ist Deutschlands jüngste Bestatterin. Gerade einmal neunzehn Jahre alt, gehört sie zu der kleinen Handvoll ihrer Zunft an, die ausgebildete Thanatologen sind. Sie geht ihrem Beruf mit ehrlicher Leidenschaft nach und widmet sich hingebungsvoll ihrem Hobby, dem Erstellen von Totenmasken. Gemeinsam mit ihrer verschrobenen Mutter führt sie das geerbte Unternehmen ihres Großvaters.
Eines Tages erhält sie in Form vom zwielichtigen Boris Nauen und seinen beiden Freunden einen Großauftrag. Die drei verstarben unerwartet bei einem Verkehrsunfall ganz in der Nähe. Plötzlich beginnen sich die Ereignisse in dem sonst scheinbar so beschaulichen Birkheim zu überschlagen und nichts ist mehr so, wie es vorher war.

Helene Henke liefert mit "Totenmasken" einen gelungenen Auftaktroman rund um die Bestatterin Zoe Lenz ab. Auch wenn man als Leser relativ rasch zwei Verdächtige ausmachen kann, von denen sich einer als der wahre Mörder herausstellt, bleibt das Buch abwechslungsreich und spannend. Der Kreis der handelnden Personen bleibt überschaubar, dafür nimmt sich die Autorin Zeit, um ihren Protagonisten durch genügend Hintergrundinformationen Tiefe zu verleihen.

Die ausführlichen, gleichzeitig aber nie unappetitlichen Beschreibungen von Zoes Berufs sind wahrscheinlich nicht jedermanns Sache. Diese Szenen sind wichtig, um sich ein besseres Bild von Zoes Charakter machen zu können. Sie wirken weder aufgesetzt, noch reißerisch, aber sind sicher nicht für jeden leicht verdaulich.

Fazit: ein eher ruhiger Krimi, der Lust auf mehr macht.

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