Tobias O. Meißner: Traumtänzer

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Tobias O. Meißner: Traumtänzer

Autor

Biografie & Bibliografie von
Verlag
ET (D)
2006
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783821857893

Informationen zum Buch

Seiten
408

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Berolina, die Göttin der Dämmerung.

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Handlungsort

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Der Spiegel Hiob ist kein Buch. Hiob ist ein Projekt nie da gewesenen Ausmaßes. Und noch nie haben den Verlag so viele Anfragen erreicht, wann denn endlich Hiobs Spiel in die nächste Runde geht. Noch nie war der Verlag mit einer kleinen, aber so hartnäckigen Fangemeinschaft konfrontiert. Jetzt ist es endlich so weit. Wieder wird Hiob Montag um das Schicksal der Welt spielen, Aufgabe um Aufgabe lösen, um sie zu retten. Und immer verzweifelter, ihm selbst ekliger und den hässlichen Methoden seiner vor nichts zurückschreckenden Gegner immer ähnlicher werden seine Mittel, um zu gewinnen. Immer mehr wird er das Gesicht des Feindes annehmen, in der Absicht, das Böse auszulöschen. Tobias O. Meißner wirbelt in seinem Projekt Genres, Stilformen und Jargons durcheinander und schafft etwas, für das es in der Literatur sonst keine Entsprechung gibt.

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Das Spiel geht weiter ...

Das Spiel zwischen Hiob Montag und dem Herrn des Wiedenfliess um das Schicksal der Menschheit geht in die nächsten Runden. Berauscht durch seinen bisherigen Erfolg läßt er sich von dem Teufel überreden, mit ihm zu wetten, daß er die nächsten 5 Prognostica nicht am Stück gewinnen wird - Wetteinsatz ist Widder. Wird es Hiob gelingen, die Wette zu gewinnen und seinen Vorsprung an Punkten auszubauen oder wird ihm NuNdUuN einige Punkte abjagen können?

Das zweite Buch schließt nahtlos genial an den ersten Band an und hält für Hiob Montag neun neue Prognostica bereit. Jedes Prognosticon ist wieder anders und spannend; der Autor läßt hier seinen ganzen Einfallsreichtum einfliessen, egal, ob es um Teddybären, ewiges Leben, beschauliche Weihnachten in den Bergen oder einen japanischen Schwertkämpfer geht.

Die grafische Darstellung der einzelnen Kapitel ist wieder hervorragend gelungen und macht das Buch nicht nur im schriftstellerischen Bereich zu etwas ganz Besonderem.

Im Anschluß an das erste Prognosticon liefert der Autor eine Zusammenfassung des ersten Buches: so genial in die Handlung gepackt, daß es richtig Spaß macht, sie zu lesen – zumal sich Hiob im Anschluß eine Vorhersage des weiteren Spielablaufes erhofft.

Abgerundet wird das Buch durch persönliche Aufzeichnungen Hiobs, in denen er, da er zu dem Zeitpunkt gerade nichts Besseres zu tun hat, beschreibt, wie er überhaupt seinerzeit auf das Spiel gekommen und wie es ihm gelungen ist, als Spieler akzeptiert zu werden.

Hiob ist wie gewöhnlich überheblich und rotzig, und glaubt, alles im Griff zu haben. Seine Methoden, das Spiel zu gewinnen, ähneln immer mehr denen des Höllenfürstes, gegen den er angetreten ist, um eigentlich das Böse zu besiegen. Am Ende des Buches geht er auf ein Angebot von NuNdUuN ein, das kein vernünftiger Mensch annehmen würde – aber von einem vernünftigen Menschen ist Hiob auch meilenweit entfernt.

Ich bin nun gespannt, wie Hiob mit den Herausforderungen im dritten Buch fertig werden wird.

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Ich weiß gar nicht so genau, warum ich diese Rezension überhaupt schreibe. Wer den ersten Band von Hiobs Spiel bereits kennt, wird dieses Buch hier sowieso lesen wollen und wer es noch nicht kennt, sollte besser am Anfang beginnen und sich die Rezension zu Band 1 zu Gemüte führen.

Die Erwartungen die ich nach dem ersten Band an dieses zweite Buch hatte, haben sich bereits auf den ersten Blick erfüllt. Es wurde wieder viel Wert auf die künstlerische Gestaltung gelegt, der Setzer durfte mit verschiedenen Schrifttypen experimentieren und das Schriftbild ist teilweise mit Zeichnungen unterlegt oder auch überdeckt. Optisch ist das Buch auf alle Fälle ein gelungenes Gesamtkunstwerk

Inhaltlich bietet Traumtänzer ebenfalls gewohnt Ungewöhnliches. Sprachlich steht das Werk nicht hinter der Optik zurück und erfreut den Leser mit Sprachkonstrukten die mich an die Texte der „Einstürzenden Neubauen“ erinnerten. Natürlich gibt es außer den Äußerlichkeiten auch noch Inhalt, wobei „Traumtänzer“ zugleich mehr und weniger erzählt als „Frauenmörder“ es tat. Jedes Kapitel kann eigentlich auch als alleine stehende Kurzgeschichte betrachtet werden und die Reihenfolge der Anordnung ist nicht so fürchterlich zwingend. Es gibt eine Vielfalt an Nebenschauplätzen, auf denen immer wieder andere interessante Erlebnisse mit unterschiedlichem Fokus stattfinden, wodurch das Buch zwar sehr abwechslungsreich ist, aber auch ein wenig abgehackt wirkt. Durch das ganze Buch hindurch erfahren wir aber bei verschiedenen Gelegenheiten auch immer wieder Einzelheiten aus Hiobs Vergangenheit und wie er zum Spieler wurde. Das macht ihn zwar nicht sympathisch (für mich wirkt er wie ein Typ, bei dem man hofft, dass er sich in der S-Bahn nicht neben einen setzen will) versetzt einen aber in die Gedankenwelt des Spiels und animiert auch zu philosophischen Gedankenspielen, darüber, was Gut und Böse ist und wie viel schwieriger es ist, etwas Gutes zu tun als etwas Böses. Man merkt dem Buch an, wie viele Überlegungen des Autors hinter Hiobs Geschichte stecken.

Trotz allem war der „Traumtänzer“ leider etwas schwächer als der „Frauenmörder“, was hauptsächlich daran liegt, dass selbst die überraschendsten Effekte nicht mehr völlig überraschend waren, weil ich in gewisser Weise absolute Hervorstechendes erwartet habe. Dieses Problem, dass immer noch eine Steigerung erforderlich scheint, obwohl „Hiobs Spiel“ bereits am obersten Limit ist, dürfte Tobias Meißners Arbeit an den weiteren Bänden nicht gerade vereinfachen. Und natürlich will ich wissen, was Hiob sonst noch erwartet und werde deswegen ungeduldig auf den nächsten Band warten.

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