V. S. Gerling: Das Programm

 
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V. S. Gerling: Das Programm
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783956690174

Informationen zum Buch

Seiten
448

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Wach auf, Nicole."

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Handlungsort

Handlungsorte
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Junge Frauen, die scheinbar wahllos getötet werden. Der Täter ist ein Phantom, das unsichtbar bleibt und immer grausamer zuschlägt. Nicolas Eichborn und Helen Wagner, Ermittler des BKA, stehen vor einem Rätsel, da die Opfer auf den ersten Blick nichts miteinander verbindet. Bis sich im Laufe ihrer Recherchen herausstellt, dass einige der Frauen in die Fänge einer dubiosen Organisation namens »New Horizon« geraten waren, die ein Programm zur Optimierung der geistigen Leistungsfähigkeit anbietet. Je mehr die Ermittler in den Fall einsteigen, desto tiefer geraten sie in einen Strudel aus Gewalt, Manipulation und politischer Intrige. Denn ihre Feinde kommen aus den eigenen Reihen.

Bald müssen sie erkennen, dass sie einer Seilschaft von skrupellosen Wissenschaftlern, machtgierigen Politikern und den Kollegen vom amerikanischen Geheimdienst gegenüberstehen, die kein Interesse an der Aufklärung der Mordserie hat. Aus gutem Grund, denn das Programm, ein Überbleibsel aus dem Kalten Krieg, wurde nie wirklich eingestellt. Als auch noch der Assistent von Eichborn und Wagner spurlos verschwindet, eskaliert die Situation vollends. Die Suche nach ihm gerät zu einem lebensgefährlichen Albtraum für das Ermittlerpaar …

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Ein geheimes Projekt aus der Vergangenheit

Scheinbar wahllos werden überall in Deutschland junge Frauen brutal ermordet. Die BKA-Ermittler Nicolas Eichborn und Helen Wagner werden auf den Fall angesetzt, ohne irgendwelche Spuren des Täters zu finden. Erst die Verbindung einiger Opfer zu der Organisation „New Horizon“, die ihren Kunden Leistungssteigerung durch Bewußtseinserweiterung verspricht, könnte eine Spur sein. Bei den Nachforschungen zu der sektenähnlichen Organisation stoßen die Ermittler auf ein geheimes Projekt aus den Zeiten des Kalten Krieges. Kann es sein, daß dieses Projekt weiterhin besteht?

„Das Programm“ ist der Auftakt einer Thriller-Reihe um das sympathische Ermittlerduo Nicolas Eichborn und Helen Wagner. Der Leser wird gleich zu Beginn des Buches Zeuge des Mordes an einer jungen Frau. Ich habe mich gefragt, wie der Autor das über die ganze Handlung steigern will, wenn es schon so blutig beginnt, aber die Handlung nimmt eine ganz andere Wendung, als ich erwartet hatte. Auch wenn ich mit der einen oder anderen Vermutung richtig lag, haben noch einige Überraschungen auf mich gewartet. Manchmal habe ich zu kompliziert gedacht, da war die Lösung wesentlich einfacher.

Das Buch greift eine Thematik auf, die leider nicht erfunden ist und bei mir als Leser für eine Gänsehaut gesorgt hat. Es ist unfassbar, was für Projekte teilweise im Namen der Wissenschaft durchgeführt wurden bzw. werden.

Der BKA-Zielfahnder Nicolas Eichborn knabbert immer noch an den Folgen seines letzten Einsatzes in Jemen, bei dem er schwer verletzt wurde. Er hat eine sehr spezielle Art von Humor, vielmehr Sarkasmus, hinter dem er sich versteckt und der sein ganzen Tun und Denken durchzieht. Auch wenn ich ihn sympathisch finde, gehe ich teilweise mit seinen Moralvorstellungen nicht so ganz einig, wenn es darum geht, wie weit man bereit ist zu gehen, um einen Fall aufzuklären.

Helen Wagner arbeitet als Fallanalytikerin beim BKA und ist eine taffe und sehr intelligente Frau, die sich hervorragend mit Nicolas ergänzt, auch wenn das ihr erster gemeinsamer Einsatz ist. Es stellt sich schnell heraus, daß sich die Beiden zu 100 Prozent aufeinander verlassen können.

Dieser Auftaktroman hat mir spannende Stunden beschert und ich freue mich auf die weiteren Fälle dieses sympathischen Duos.

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Erster Fall für ein neues Ermittlerduo

Ein Serienmörder, der in Deutschland junge Frauen grausam ermordet ruft das BKA auf den Plan. Das Ermittlerduo Helen Wagner und Nicolas Eichborn stösst im Rahmen der Ermittlungen auf die Firma "New Horizon", die den Kunden verspricht, durch Bewusstseinserweiterung bisher nicht ausgeschöpfte Fähigkeiten offenzulegen und somit zu einem besseren und erfolgreicherem Leben zu verhelfen. Aber will das Unternehmen wirklich nur das? Und zu welchen Mitteln wird gegriffen?

Helen Wagner und Nicolas Eichborn lösen hier ihren ersten gemeinsamen Fall. Das Duo empfand ich von Beginn an als sehr sympathisch, besonders der Humor von Nicolas hat mich oft zum Schmunzeln gebracht und ich habe mich richtig amüsiert. Den Gegenpol dazu bilden die recht grausamen Morde und die wirklich teilweise fiesen Charaktere, die man im Laufe des Falles kennenlernt.

Der Autor hat es gut verstanden, die Spannung das ganze Buch lang aufrecht zu erhalten. Ich mochte den Roman gar nicht aus der Hand legen. Zum einen weil er sich aufgrund des Schreibstiles wegliest wie nichts und weil ich unbedingt wissen wollte, wie sich der Fall weiterentwickelt, was hinter der ganzen Sache steckt und wer die Drahtzieher sind.

Man erfährt, dass es in den Zeiten des kalten Krieges Forschungsprojekte gab, die Bewusstseinsveränderungen zum Thema hatten. Dieser Teil der Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und ist dadurch besonders erschreckend.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen, ich warte schon auf den nächsten Fall von Nicolas und Helen.

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Ein Thriller mit einem wahren Kern

Aufmachung des Buches:
Das Cover ist relativ schlicht gehalten und deutet schon auf die im Klappentext erwähnten Menschenversuche hin. Es passt zum Inhalt und macht neugierig. Die Kapitel haben eine schöne Länge und werden jeweils durch ein Zitat aus dem Kapitel selbst eingeleitet - ungewohnt, sollten sie als störend empfunden werden, kann man sie einfach überlesen.

Thema:
Eine Mordserie, über ganz Deutschland verteilt, ist ein Fall für die Ermittler des BKA. Eine Organisation namens New Horizon, die verspricht, das Leben von Menschen zu ändern, gerät dabei in das Visier der Fahnder. Und dann kommt heraus, dass früher mal ein Projekt mit Menschenversuchen ins Leben gerufen wurde, um den perfekten Killer zu erschaffen. Wie hängt das alles zusammen?
Ein spannender Aufhänger für ein Buch, vor allem wenn man aus dem Nachwort erfährt, dass es ein solches Projekt wohl tatsächlich gegeben hat. Leider verrät der Klappentext viel zu viel, so dass man lange Zeit den Ermittlern voraus ist.

Story:
Ausgehend von dem ersten Mord beginnen die Ermittlungen. Schnell tauchen weitere Opfer auf und die Handlung spitzt sich zu. Die Geschichte ist gut erzählt und entwickelt sich weiter. Manche dieser Entwicklungen (auch zwischenmenschlich) gehen vielleicht etwas zu schnell, aber durch den mitreißenden Schreibstil des Autors kann man leicht darüber hinwegsehen.
Auch wenn einzelne Handlungsstränge schon vorher aufgelöst werden, bin ich bis zum Ende nicht darauf gekommen, wer wirklich hinter der ganze Sache steckt.
Ein kleiner Störpunkt für mich war, dass in diesem Buch unnötigerweise sehr viel geraucht wurde.

Charaktere:
Die große Stärke dieses Buches liegt meiner Meinung nach in seinen Charakteren. Mit der Hauptfigur Nicolas Eichborn wurde eine Figur geschaffen, die in jeder Situation einen passenden Spruch auf Lager hat (teilweise sehr zum Ärger seiner Gesprächspartner). Nicolas ist ein Charakter mit Ecken und Kanten und das macht ihn sehr menschlich und sympathisch. Da die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt wird, gibt es eine ganze Menge von seinem trockenen Humor. Seine Partnerin Helen Wagner, eine Psychologin, ist eine Frau, die weiß, was sie will, die jedoch aufgrund von Eichborns Alleingängen oft etwas außen vor bleibt. Auch die anderen Figuren haben ihre eigenen Charakterzüge, egal ob es sich dabei um den von Nicolas ungeliebten Chef handelt, der sich dann doch als netter Kerl entpuppt, oder um den charismatischen und leicht schleimig wirkenden Leiter der Organisation New Horizon.
Ich freue mich schon auf das nächste Buch mit Nicolas Eichborn und Helen Wagner!

Fazit:
Insgesamt gibt es von mir eine Leseempfehlung für Leute, die gerne Thriller in und aus Deutschland lesen und die eine Portion Humor in der Geschichte zu schätzen wissen.

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V. S. Gerling - Das Programm

Gleich in ihrem ersten Fall bekommen die beiden Ermittler, Nicolas Eichborn und Helene Wagner, einen schwierigen Fall zugelost. Sie müssen eine brutale Mordserie in Deutschland aufklären. Dabei stellt sich schnell einmal heraus, dass es sich nicht einfach nur um einen Serienmörder handelt, sondern um ein Forschungsprojekt, welches bereits zu Zeiten des Kalten Kriegs seine Anfänge hatte.

Volker S. Gerling schafft es, den Leser schon früh an das Buch zu binden. Durch seinen Schreibstil und vor allem durch die schnelle Abfolge von Ereignissen, kann sich der Leser dem Buch nicht mehr entziehen. Dabei beginnt das Buch bereits fulminant und steigt gleich mitten im Geschehen ein. Ein langatmiges Personenvorstellen bleibt dem Leser erspart und auch sonst kommt bis zum Schluss nie Langeweile auf. Rasche Szenenwechsel, neue Mordfälle und neue Beweise halten nicht nur das Ermittlerteam auf Trab, sondern auch den Leser.

Vor allem das Ermittlerduo selbst sorgt für einige Lacher im sonst doch eher düsteren Kriminalfall. Nicolas Eichborn bringt es stets fertig, in den passendsten und unpassendsten Situationen für Witze und Bemerkungen zu sorgen, die zum Schmunzeln anregen. Dazu trägt auch seine Begabung bei, stets in sämtliche Fettnäpfchen zu treten, in die man treten kann. Er lässt buchstäblich keines aus!

Während des gesamten Buches wird die Arbeit der beiden BKA Fahnder realistisch und glaubhaft aufgezeigt. Einzig der Schluss hat mich in dieser Hinsicht nicht mehr ganz überzeugt. So waren die letzten Szenen des Thrillers mehr Szenen aus einem James Bond Actionfilm als aus einem Alltag des Deutschen BKAs. Dies hat zwar, unbestreitbar, für ein sehr actionreiches Ende gesorgt, doch hätte auch ein bisschen weniger durchaus für ein tolles und gutes Ende gereicht.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Volker S. Gerling ein gelungener Start in die Reihe gelungen ist. Das sympathische Ermittlerduo sorgt dafür, dass zukünftige Fälle mit Spannung erwartet werden dürfen. Der Autor hat es zudem mit „Das Programm“ geschafft, eine reale Thematik an den Leser zu tragen und diesen zum Nachdenken zu bringen.
„Das Programm“ ist definitiv ein Lesegenuss für alle Thriller-Liebhaber - nicht nur für solche aus Deutschland!


Meine Bewertung

Ich gebe dem Buch 4 von 5 Punkten. Vor allem die stets aufrechterhaltene Spannung sowie die Thematik selbst haben mich überzeugt. Dazu ein Ermittlerduo des BKA, welches ein überzeugendes Auftreten an den Tag legte, aber dennoch für unterhaltsame Momente beim Leser sorgte.
Einzig das Ende war mir doch etwas zu hollywoodmässig, sodass ich einen Punkt abziehe.
Nichts desto trotz, ist dies ein sehr empfehlenswertes Buch!!

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ein mordsmäßiges Psychoprogramm

Kriminalhauptkommissar Nicholas Eichborn leidet an psychischen Spätfolgen nach einer Verletzung bei seinem letzten Einsatz als Zielfahnder. Deshalb bekommt er erst mal einen vermeindlich ruhigeren Job bei der Mordkommission, wo innerhalb kürzester Zeit mehrere Frauen auf ähnlich grausame Weise ermordet werden. Dort lernt er die psychologisch geschulte Ermittlerin Helen Wagner kennen und es funkt sofort heftig zwischen den beiden. Viel Zeit für eine Annäherung bleibt allerdings nicht, da der Mörder ein hohes Tempo vorlegt und dabei immer den Schauplatz der Verbrechen wechselt. Hamburg, Köln oder München sind Schauplätze seiner Verbrechen. Bald gibt es erste Hinweise die zu einer Organisation namens New Horizon führen und die ein ungewöhnliches psychologisches Programm anbieten und interessierten Mitgliedern damit Hilfe bei ihren psychischen Problemen versprechen.
Warum tötet der Killer immer wieder Mitglieder dieser sektenähnlichen Organisation? Hat der Mörder auch dieses Programm durchlaufen? Was passiert dort mit den Menschen?

Es wird sowohl aus der Ich-Perspektive von Nicholas, der neutralen Erzählersicht und aus der Sicht des Mörders berichtet, was verschiedene Einblicke und Anhaltspunkte gibt und dem Leser immer etwas mehr Infos liefert, als den Ermittlern. Interessant fand ich auch das Thema Gehirnmanipulation. Ich lese gerne Krimis, in denen die psychologische Komponente eine große Rolle spielt.

Das Tempo wird kontinuierlich hochgehalten, was eigentlich ja positiv ist aber im Laufe der Geschichte hatte ich manchmal das Gefühl, dass dadurch teilweise die Logik oder die Genauigkeit auf der Strecke blieben. Vor allem die Handlungen „des Mörders“ und von Nicholas konnte ich manchmal nicht mehr ganz nachvollziehen. Manche Handlungsstränge wurden so vernachlässigt, dass ich es mir nicht vorstellen konnte, dass die Polizei so sträflich gehandelt hätte. Beim Showdown überschlagen sich die Ereignisse und ich fühlte mich etwas überrollt von der Handlung und hatte am Ende doch einige nur halb beantwortete Fragen und einen Kommissar, der viel von seinem Charisma und seinem Charme eingebüßt hatte, da er für mich nicht mehr integer war und auch keiner von den Guten mehr.

Die Geschichte hat noch eine Eigenheit. Sie ist über weite Strecken sehr ironisch und mit dem sarkastischen Witz des Kommissars muss man klarkommen. Da er auch in blutigen und traurigen und dramatischen Momenten immer einen Spruch auf den Lippen hatte, kam er mir manchmal so lässig wie James Bond vor und das Spektakel am Schluss passte auch zu diesem Vergleich.

Das klingt alles vielleicht ein bisschen negativer, als ich es meine. Das Buch war von Anfang an mitreisend, sehr unterhaltsam und gut lesbar. Ich hätte mir einfach etwas weniger Witze und etwas mehr Tiefgang gewünscht und vielleicht ein Ende, welches einen Hauch realistischer gewesen wäre.

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