V. S. Gerling: Sieben Gräber

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V. S. Gerling: Sieben Gräber
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783956690488

Informationen zum Buch

Seiten
448

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Die Hinrichtung verlief schweigend, fast andächtig.

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Handlungsort

Kontinent
Handlungsorte
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Auf einer Baustelle in der Nähe von Braunschweig werden beim Ausheben einer Baugrube die sterblichen Überreste von sieben Kindern entdeckt. Bei einer der Leichen findet die Polizei einen Peilsender, der sich zu einem ehemaligen Beamten des BKA zurückverfolgen lässt: Nicolas Eichborn.
Als Eichborn von den sieben Leichen hört, weiß er sofort, um wen es sich handelt. Und er weiß, wer für deren Tod verantwortlich ist: Vor sechs Jahren hatte er gegen die Russenmafia ermittelt und ein junges Mädchen hatte ihm dabei geholfen. Sie ist eine der Toten aus der Baugrube.
Eichborn entschließt sich, den Fall neu aufzurollen, um die Russenmafia und deren Boss endgültig zu vernichten. Gemeinsam mit Patrick Ebel entwirft er einen Plan, der sowohl perfide als auch überaus riskant ist. Schon bald wird aus dem Jäger ein Gejagter und Eichborn läuft Gefahr, alles zu verlieren, was ihm wichtig ist.

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Sieben Gräber

Auf einer Baustelle werden bei Erdarbeiten die sterblichen Überreste von sieben Menschen gefunden. Es stellt sich heraus, dass alle sieben noch Kinder waren. Warum mussten sie sterben? Eines der Kinder kann identifiziert werden. Die Spur führt zu einem alten Fall, den Nicolas Eichborn vor neun Jahren bearbeitet hat. Damals war er auf der Spur der russischen Mafia. Der alte Fall wird neu aufgerollt...

Mein Leseeindruck:

"Sieben Gräber" ist bereits der dritte Band über das Ermittlerduo Nicolas Eichborn und Helen Wagner, aber man kann das Buch auch durchaus ohne Kenntnisse aus den Vorgängerbänden lesen.

Nicolas Eichborn ist ein sehr interessanter Charakter, der mir zwar nicht immer sympathisch ist, über den ich aber trotzdem sehr gerne lese. Er hat einen sehr speziellen, oft schwarzen Humor. Den braucht er in diesem Fall auch, denn es geht um sehr brisante und erschütternde Themen: Organisiertes Verbrechen, Kindesmissbrauch und Zwangsprostitution von Kindern.

In oft sehr klaren Worten wird beschrieben, was den Kindern hier angetan wird und wurde, daher ist es keine leichte Lektüre und sicher nichts für Leser mit zartem Gemüt. Es geht schon ziemlich an die Nieren, über diese Verbrechen zu lesen.

Dennoch ist es unglaublich packend geschrieben mit einem hohen Spannungsbogen. Ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen und hätte es am liebsten in einem Rutsch durchgelesen. Es ist sehr fesselnd!

Der Schreibstil ist dabei trotz des ernsten Themas angenehm leicht und schnörkellos. Die Dialoge haben mir sehr gut gefallen. Nicolas Eichborn ist einfach ein bärbeißiger Typ mit manchmal sehr trockenem Humor und viel Sarkasmus.

Ich kann "Sieben Gräber" auf jeden Fall empfehlen, allerdings sollte man sich bewusst sein, dass es inhaltlich keine leichte Kost ist.

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Dritter Fall für die Ermittler Nicolas Eichborn und Helen Wagner

Bei Bauarbeiten in Braunschweig werden die Überreste von sieben Kindern entdeckt. Bei einem der Skelette findet sich ein Peilsender, der zu dem ehemaligen BKA-Zielfahnder Nicolas Eichborn führt. Eichborn ist sofort klar, wer hinter dem Tod der Kinder steckt, da er vor neun Jahren in mehreren Fällen von Kinderzwangsprostitution gegen die Russenmafia ermittelt hat. Dabei hat ihn damals ein Mädchen mit Insiderwissen versorgt - das Mädchen, bei dem der Peilsender gefunden wurde.

Nachdem mir die ersten beiden Bände um den zynischen Ermittler Nicolas Eichborn und seiner Partnerin Helen Wagner sehr gut gefallen haben, war ich nun gespannt auf den dritten Fall. Ich muss allerdings zugeben, dass ich ihn etwas schwächer als seine Vorgänger finde. Diesmal beschäftigen sich die Ermittler mit der Russenmafia und der von ihnen organisierten Zwangsprostitution, vor allem bei Kindern. Gut hat mir gefallen, dass der Autor zwar das Thema dieses widerlichen „Geschäfts“ anreißt, dabei aber nicht zu sehr ins Detail geht – die Andeutungen sind schon schlimm genug, sich vorzustellen, was die armen Kinder mitgemacht haben.

Die Thriller-Reihe zeichnet sich ja aus durch ihre coolen Typen und Sprüche, aber in Verbindung mit diesem sensiblen Thema war es mir manchmal zu viel Coolness, das passte meiner Meinung nach nicht immer zusammen. Andererseits ist es auch möglich, dass sich die Ermittler hinter ihrem Zynismus verstecken, um nicht an dem Fall zu verzweifeln; wenn das der Fall sein sollte, kam das aber nicht bei mir an.

Diesmal beginnt das Buch mit einer Rückblende auf die Geschehnisse von vor neun Jahren und auf die Arbeit des damaligen BKA-Zielfahnders Nicolas Eichborn. Diese Rückblende hat mich etwas unzufrieden zurückgelassen, da von den ermittelnden Beamten eklatante Fehler begangen wurden, die zum Tod von sieben Kindern führten. Ich hoffe sehr, dass Ermittler niemals so unprofessionell vorgehen und so leichtsinnig mit dem Leben ihrer Zeugen umgehen, wie hier beschrieben – und wenn doch, dann hoffe ich, dass das entsprechende Konsequenzen hat.

Die Handlung selbst ist gewohnt spannend und komplex, wie sich die Ermittler in der Gegenwart Stück für Stück die Verantwortlichen der Russenmafia vornehmen. Nicht ganz stimmig war für mich aber, dass eiskalte Profis und Verbrecher, die schon jahrzehntelang im Geschäft sind, plötzlich leichtsinnige Fehler begehen und es damit der Polizei relativ leicht machen. Andererseits lief es mir auf Ermittlerseite zu glatt und reibungslos ab. Und das, obwohl gerade Nicolas Eichborn sehr leichtsinnig und unverantwortlich neben seinem eigenen Leben auch das Leben seiner Partnerin und Familie riskiert, was ich sehr unprofessionell fand.

Etwas schade fand ich, dass Helen Wagner diesmal nur eine relativ kleine Rolle gespielt hat, ich hoffe, das ändert sich in den nächsten Bänden wieder. Gefreut habe ich mich aber, dass Patrick Ebel Nicolas und seine Kollegen wieder kräftig unterstützt.

Für meinen Geschmack wurde bei dem einen oder anderen Charakter und dessen Verhalten etwas zu tief in die Klischeekiste gegriffen, besonders ist mir das bei Nicolas Exfrau und der Galeristin Annabel Hutter aufgefallen.

Auch wenn der dritte Band im Vergleich zu seinen Vorgängern ein paar Schwächen aufweist, habe ich wieder spannende Lesestunden verbracht und bin gespannt, wie es mit Nicolas, Helen und ihren Kollegen weitergehen wird.

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Gräueltaten der russischen Mafia

In der Nähe von Braunschweig werden auf einer Baustelle die Leichen von sieben Kindern entdeckt. Bei einem toten Mädchen findet man einen Peilsender, der zum BKA führt und damit zu dem ehemaligen Mitarbeiter Nicolas Eichborn. Der weiß zu gut, wer das Mädchen war und wer für den Tod verantwortlich ist. Nicolas macht sich auf, den Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Er weiß, dass das nicht einfach wird und entwickelt zusammen mit Patrick Ebel einen Plan, der voller Risiken ist. Das zeigt sich sehr bald, als sein Gegner ihn jagt und sogar die bedroht, die ihm nahestehen.
Dies ist der dritte Band einer Reihe um das Ermittlerteam Eichborn und Wagner, wobei es nicht unbedingt erforderlich ist, die Vorgängerbände zu kennen.
Die russische Mafia, die hinter der Sache steckt, geht rücksichtslos und menschenverachtend vor und ist mit normalen Ermittlungsmethoden nicht zur Strecke zu bringen. Nicolas biegt sich gerne die Regeln zurecht, um die Täter zu fangen. Auch in diesem Fall bewegt er sich in einer Grauzone oder besser gesagt in einer Dunkelgrauzone. Obwohl ich manche seiner Entscheidungen nicht unbedingt nachvollziehen konnte, halte ich im zugute, dass er weiß, was er tut und was es für Konsequenzen hat. Seine Vorgehensweise ist riskant und gefährlich. In diesem Buch ist Helen Wagner ein wenig zu kurz gekommen, die Nicolas immer wieder erdet. Eigentlich müsste sich Nicolas mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen, aber das scheint für ihn kein Thema zu sein. Sein Ausflug in die Praxis eines Psychologen ist für den Leser zwar unterhaltsam, dürfte für Nicolas aber wenig zielführend sein.
Seine Gegenspieler sind sehr rücksichtslos und wirklich keine sympathischen Typen. Nicolas braucht die Unterstützung seiner Kollegen und er nimmt deren Hilfe und Vorschläge an, aber dennoch blieben seine Mitstreiter für mich sehr blass.
Es ist eine ziemlich dramatische und erschreckende Geschichte, aber die humorvollen Dialoge lockern das Ganze auf ohne die Spannung zu nehmen.
Ein sehr spannender und rasanter Thriller.

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Spannend, aber mit einigen Schwächen

Bei Bauarbeiten werden in Braunschweig die Überreste von 7 Kindern unter der Erde gefunden. Eines der Kinder hatte einen Peilsender bei sich und konnte dann sehr schnell einem jungen Mädchen zugeordnet werden, das ihn von Nicolas Eichborn bekommen hat. Als er von diesem Fund hört, weiß er sofort wer die toten Kinder sind und erinnert sich mit Schrecken an das Jahr 2006 als die Kinder spurlos verschwunden sind. Die Kinder wurden damals aus den Händen der Russenmafia befreit und durch eine sehr dumme Handlung eines Kollegen wieder aus dem Krankenhaus entführt. Die Ermittlungen werden wieder aufgenommen, aber am Rande der Legalität, denn die Gegner sind noch mächtiger geworden.

Mein erster Kritikpunkt an diesem fast zu temporeichen Thriller ist, das man erst die Überreste der 7 Kinder findet und dann erst noch liest, wie es dazu gekommen ist. Das hätte durchaus Spannender sein können, wenn man zu diesem Zeitpunkt nicht schon gewusst hätte, das sie erschossen wurden.
Die Charakterisierung vieler Nebenfiguren blieben einfach auf der Strecke und teilweise tümmelten sich so viele an einer Stelle. das man wirklich den Überblick verloren hat. Mit dem ein oder anderen Logikloch hatte ich auch größere Probleme und irgendwie erinnerte mich die Geschichte etwas an einen Comic, wo auch alle Stehaufmännchen sind und immer wieder ins Rennen kommen.
Da hier zu viele Leute immer wieder käuflich sind und die Seiten schneller wechseln wie ihre Unterhosen, fand ich die Geschichte selbst irgendwann einfach Langatmig.

Wenn man einfach einen Pageturner lesen möchte, mit viel Spannung und auf Logik nicht zu viel achtet, der hat mit diesem Thriller genau das richtige Buch.

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