Siegfried Langer: Vater, Mutter, Tod

Siegfried Langer: Vater, Mutter, Tod

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Siegfried Langer: Vater, Mutter, Tod
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783548610511

Informationen zum Buch

Seiten
336

Sonstiges

Erster Satz
Die Frau hatte große Angst davor, in die Wohnung zurückzukehren.

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Spannend und sehr verzwickt

Inhaltsangabe:

Jacqueline hat mit ihrer Mutter einen schönen Nachmittag in Berlin verbracht. Glaubt sie jedenfalls. Doch eine geheimnisvolle, rothaarige Frau scheint sie zu verfolgen – und am gleichen Nachmittag noch behauptet ihr Mann, dass ihre Mutter schon vor zwei Jahren gestorben sei. Welche Erinnerung ist wahr? Und besteht ein Zusammenhang mit der Familientragödie, die einen Jungen das Leben gekostet hat? Dann wird auch noch der kleine Lukas entführt, und die Polizei muss Klarheit in die undurchsichtigen Angelegenheiten bringen ...

Der erste Satz:

„Die Frau hatte große Angst davon, in die Wohnung zurückzukehren.“

Meine Meinung zum Buch:

Ich habe selten eine so verzwickte Geschichte gelesen – und bin auch lange Zeit so im Dunkeln getappt, wie sie ausgehen wird. Als Leserin wurde ich immer wieder in die Irre geführt und jedes Mal, wenn ich dachte: jetzt hab ich’s!, stand ich auf dem Glatteis. Ich fand es toll gemacht, wie nur ganz langsam und bröckchenweise die Wahrheit aufgedeckt wurde – und am Ende sich alles schlüssig und logisch auflöst.

Die Geschichte wird in relativ kurzen Kapiteln erzählt, und mit dem Kapitelwechsel ändert sich auch der Blickpunkt. Manchmal erzählt Jacqueline direkt, manchmal eine unbenannte Frau, manchmal auch der Polizist Kommissar Manthey und manchmal der Anwalt René. Man erfährt als Leser damit sehr viel, kann das Wissen aber erst spät richtig zusammensetzen. Aber dann ergibt sich ein stimmiges Bild.

Das macht natürlich auch einen großen Teil der Spannung aus. Als Leser erkennt man die tragischen Ereignisse und auch die Tatsache, dass noch gar nicht alles passiert ist und man auf einen vielleicht noch tragischeren Höhepunkt in der Geschichte zusteuert, und man kann nichts aufhalten, weil man einfach zu wenig weiß. Das kann schon an die Nerven gehen. ;-)

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(Aktualisiert: 03 April 2012)
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Buchtipp!

Ein totes Kind in einer Berliner Wohnung, ein zweites Kind wird vermisst. Eine Frau mit Gedächtnislücken und Erinnerungen, die trügerisch sind. Und mittendrin Kommissar Manthey, der versucht, den Fall möglichst schnell zu lösen. Denn die Zeit drängt, das verschwundene Kind muss gefunden werden. Dennoch muss er behutsam vorgehen, denn sonst könnte der Junge für immer verloren sein.

Meine Meinung:

Was für ein Thriller, was für ein Aufbau! Sehr geschickt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, dabei wechselt von Kapitel zu Kapitel nicht nur die Erzählperspektive, sondern auch die Zeit. So befindet man sich immer mal ein paar Tage näher oder weiter weg von Tag X, dem Tag, an dem sich der Fall lösen wird. Das geschieht aber so geschickt, dass man keine Angst haben muss, den Überblick zu verlieren. Spätestens nach den ersten paar Kapiteln merkt man, dass dieses hin und her die Spannung der Geschichte wesentlich erhöht und das Buch zu einem wahren Pageturner werden lässt.

Die Protagonisten lernt man eigentlich nur so weit kennen, wie es für die Geschichte notwendig ist. Daher bleiben die meisten von ihnen ziemlich unpersönlich und man baut nicht unbedingt einen grossen Bezug zu ihnen auf. Aber das ist bei dem Tempo der Geschichte auch gar nicht nötig. Allerdings hat das Buch ein Thema, das von sich aus für Tiefgang sorgt und einen zum Nachdenken anregt. Auch findet keine Nebenhandlung statt, was dem Buch eine gewisse Direktheit gibt und die Handlung natürlich vorantreibt. Mich persönlich hat das nicht gestört, denn ein Thriller darf ruhig auch mal einfach auf Action ausgelegt sein und muss nicht unnötig in die Länge gezogen werden.

Das einzige Negative war, dass eine Person für mich nicht sehr nachvollziehbar gehandelt hat, was aber nicht unbedingt mit der Geschichte zu tun haben muss, sondern vielleicht einfach nur auf mein persönliches Empfinden und meine Erwartungen zurückzuführen ist. Ansonsten war alles schlüssig, stimmig und perfekt! Also ein absoluter Buchtipp!

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(Aktualisiert: 20 Februar 2012)
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Spannend!

Ein spannendes Buch, endlich mal wieder ein Thriller, den ich an einem Tag einfach durchlesen musste!

Die Rezension ist nicht ganz einfach, da ich ja nichts verraten möchte!

Im Prolog wird ein Junge von seinem gewalttätigen Alkoholiker-Vater getötet - nicht absichtlich, aber der Junge ist tot.

Dann lernen wir Jacqueline kennen, eine erfolgreiche Architektin, die unter unerklärlichen Kopfschmerzen leidet, Gedächtnisausfälle hat und sich teilweise sehr merkwürdig verhält.
Als sie meint, mit ihrer toten Mutter Mittagessen gewesen zu sein, rät ihr Mann ihr dringend, einen Arzt aufzusuchen.

Und dann wird auch noch ihr 7jähriger Sohn Lukas entführt - doch von wem?

Die Zeitebene springt immer wieder hin und her, als Leser hat man es nicht leicht, der Geschichte zu folgen. Aber gerade das macht es sehr spannend, zumindest am Anfang, als noch überhaupt nicht klar ist, wie sich die Handlungsebenen zueinander verhalten und wer wer ist.

Gegen Ende kam mir die Auflösung etwas zu früh und ab dann war die Luft ziemlich raus, da nur noch eine Sache aufgeklärt werden musste.

Der ermittelnde Kommissar Manthey blieb als Person eher blass. Nicht so gut gefallen hat mir, dass ihm auch noch eine tragische private Geschichte zugeschrieben wurde, die zwar gut zu dem Fall passte, aber meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig war.

Fazit: ein gut zu lesender Thriller, der sehr vielversprechend anfing, sich sehr gut hat lesen lassen, aber mit kleinen Schwächen gegen Ende.

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Buchtipp!

Ganz ehrlich, ich weiß nicht was ich schreiben soll, ohne zu viel vom Inhalt des Buches zu verraten. Jedes Wort ist schon ein Wort zuviel.

Kurze, knackige Kapitel, verschiedene Erzählebenen, eine spannende Handlung, eine verwirrende Handlung. Der Leser weiß erst mal nicht, woran er ist, obwohl er genau weiß, was passiert ist.
Aber: weiß er es wirklich?
Oder ist alles doch ganz anders?
Oder nur ein bisschen anderes?
Oder doch so, wie zu Anfang gedacht?

Die Geschichte vom Anfang bis zum Ende spannend und fesselnd, ein Garant für schlaflose Nächte, für Lesenächte. Bestens geeignet für ein regnerisches Lesewochenende.

Wer stringent erzählte Krimis bevorzugt, wird an diesem Buch nicht viel Freude haben.
Allen anderen empfehle ich: ZUGREIFEN!!

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Zwischen den Welten

Ich muss zugeben, dass seit der Lektüre dieses Buches schon einige Zeit vergangen ist. Ich hatte richtig Mühe, für mich eine Struktur in das Buch zu bringen, damit ich ein paar Sätze darüber schreiben kann, ohne dass mein Text einen völlig verwirrten Eindruck macht.

Vom Inhalt möchte ich nicht mehr verraten, als man ohnehin dem Cover entnehmen kann. Ein Kind wird tot in einer Wohnung gefunden, ein anderes Kind schwebt in großer Gefahr. Der ermittelnde Kommissar Manthey versucht, Licht in den Zusammenhang dieser zwei Verbrechen zu bringen. Hauptfigur ist Jacqueline, eine Frau, die sozusagen zwischen den Welten wandelt. Die Einschübe aus ihrer Perspektive erzählt, bringen die Handlung zwar voran, als Leser ist man aber nie wirklich sicher, woran man ist, weil sie vorerst zusammenhangslos erscheinen.

Die Kapitel im Buch orientieren sich zeitlich an einer „Katharsis“: Es wird in der Kapitelüberschrift jeweils angegeben, wie viele Tag vor der Katharsis die erzählte Handlung stattfindet. Die „Katharsis“ ist ein Begriff aus dem klassischen griechischen Drama und bezieht sich auf den Reinigungsvorgang, den das Publikum durch das Mitleiden mit den Figuren erlebt. Entlang dem Schema eines Dramas ist der Thriller eigentlich auch aufgebaut - nur chronologisch durcheinander gewirbelt.

Der Prolog setzt gleich mit dem Höhepunkt beziehungsweise dem Wendpunkt ein. Die darauf folgenden Kapitel bringen dem Leser die beteiligten Figuren näher und erzählen ihre Geschichte (Exposition). Die zeitlich nach dem Prolog einzuordnenden Erzählstränge führen letztendlich zur „Katharsis“ – der Reinigung. Eine Reinigung entfaltet immer auch einen heilenden oder befreienden Effekt. In diesem Fall bezieht sich dieser auch noch auf eine interessante Nebenfigur, was dem Buch ein sehr versöhnliches und positives Ende verleiht.

Ich hatte in der ersten Hälfte gewisse Verständnisprobleme, da die einzelnen Handlungsstränge nicht chronologisch erzählt werden. Als Leser muss man mit recht schwer nachvollziehbaren Zeitsprüngen zurecht kommen. Nach einiger Zeit weiß man aber die Kapitelüberschriften zu beachten, dann fällt es wesentlich leichter, dem Plot zu folgen.

Sprachlich ist das Buch sehr angenehm zu lesen. Siegfried Langer schreibt sehr routiniert. Die Sätze sind eher kurz gehalten, aber ohne dass der Text dadurch ins „Stakkatohafte“ abdriftet. Die angenehme Kapitellänge motiviert durch die wechselnden Perspektiven zum schnellen Weiterlesen. Meine Empfehlung ist, sich genügend Lesezeit einzuplanen, damit man das Buch in einer Woche ausgelesen hat. Dann hat man durchgehend spannende Unterhaltung und kann die Geschichte auf sich wirken lassen. Bei größeren Leseunterbrechungen könnte es schwierig sein, den Faden wieder zu finden.

Was mir etwas gefehlt hat, ist ein bleibender Inhalt. Es ist nicht so, dass ich ein Buch nicht genießen kann, bei dem es „nur“ um spannende Unterhaltung geht. Aber ich mag es, wenn ein thematischer Aufhänger dafür sorgt, dass ich ein bestimmtes Thema gedanklich vertiefen kann. Dann erinnere ich mich einfach länger an das Buch und es wirkt nachhaltiger.
Dieser Thriller wirft durchaus Fragen auf, wie beispielsweise häusliche Gewalt oder seelische Erkrankungen. Aber für mich fehlt etwas die Vertiefung und die Auflösung.

Von mir eine ganz klare Leseempfehlung und ich freue mich schon darauf, mehr von Siegfried Langer zu lesen.

lg,
allegra

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Vater, Mutter, Tod

Inhalt:
Man begegnet einer sozialschwachen Familie, schon die Beschreibung des Treppenhauses lässt nichts gutes ahnen. Der Ehemann ist alkoholabhängig und kennt nur einen harten Ton, befiehlt und kommentiert. Es kommt zum Streit zwischen den Eheleuten und das Kind stellt sich dazwischen und ist tot. Plott
Parallel dazu wird die Geschichte von Jacqueline, einer erfolgreichen Architektin erzählt, sie ist glücklich verheiratet und das große Glück ist der Sohn Lukas. Doch die junge Frau leitet an fürchterlichen Kopfschmerzen und es kommt zu Gedächtnisausfällen und einiges scheint sich mit der Frau vom Anfang zu gleichen. Die Fragenzeichen türmen sich auf.

Fazit:

Das Buch ist in verschiedenen Zeitebenen aufgebaut, zunächst leicht verwirrend, doch der gute Erzählfluss schafft es, den Leser in seinen Bahn zu ziehen und man ist vom Buch gefangen. Siegfried Langer schafft es gekonnt, die Charaktere der handelnden Protagonisten so darzustellen, wie sie einem täglich über den Weglaufen könnten. Die verschiedenen Sozialenschichten werden so widergespiegelt, wie es sich zutragen wird. Da ich selbst im sozialen Bereich arbeite, habe ich mich oft in berufliche Situationen zurückversetzen können.
Es ist kein typischer Krimi und man merkt, dass man auch ohne viel Blut und Innereien auskommt, die Erzählweise und beabsichtige Verwirrung des Lesers ist hier entscheidend.
Das Buch habe ich schon wärmstens weiterempfohlen. 5 von 5 Sternen.

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