Nadja Quint: Verachte nicht den Tod

Nadja Quint: Verachte nicht den Tod

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Nadja Quint: Verachte nicht den Tod
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783942446648

Informationen zum Buch

Seiten
301

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Den Sonntagmorgen verbrachte Saskia Ohmert damit, handschriftliche Notizen ihres Chefs in elektronische Patientendateien zu übertragen.

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Handlungsort

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Die Düsseldorfer Hauptkommissarin Evelyn Eick mutet sich zu viel zu. Ihr Vater liegt im Hospiz, und trotzdem übernimmt sie einen überaus schwierigen Fall.

Beim Tod einer jungen Frau deutet scheinbar alles auf einen natürlichen Tod hin, denn sie litt an Multipler Sklerose. Doch bei der Leichenschau entdeckt eine Amtsärztin, dass die junge Frau auf ungewöhnliche Weise vergiftet wurde. Der Hausarzt, der den Totenschein ausgestellt hat, behauptet, nichts davon bemerkt zu haben, aber von seiner Arzthelferin führt eine Verbindung zu einem dubiosen Notar, der mit seinem Verein ganz offen für aktive Sterbehilfe eintritt. 

Bald darauf verschwindet die kleine Leonie aus einer Klinik. Sie ist unheilbar an Leukämie erkrankt. Und auch von Leonies Eltern führt eine Spur zu dem Sterbehilfe-Verein. Während Evelyn ermittelt, rückt der Tod ihres eigenen Vaters unaufhaltsam näher.

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Erster Fall für Evelyn Eick

Es gab für mich zwei Argumente, dieses Buch zu lesen: einmal das Thema Sterbehilfe und dann der Handlungsort Düsseldorf. Am Anfang des Buches hatte ich den Eindruck, daß die Handlung relativ einfach gestrickt und vorhersehbar sei, wobei ich mich aber dennoch gut unterhalten gefühlt habe. Aber dann nimmt die Handlung doch eine ganz unerwartete Wendung mit einem Ende, mit dem ich nicht gerechnet hatte.

Raffiniert fand ich, daß die Ermittler sich nicht nur mit einem Fall zu beschäftigen haben und der Leser dadurch am Spekulieren ist, ob und wie diese Fälle zusammenhängen könnten.
Evelyn Eick als Hauptkommissarin hat mir am besten gefallen, da sie ein paar Ecken und Kanten aufweist: sie verbeisst sich regelrecht in ihren Fall und lässt nicht locker, auch wenn die Kollegen – und der Leser – manchmal Zweifel haben, ob sie dem Druck standhalten kann. Privat hat sie damit zu kämpfen, daß sich ihr Vater todkrank in einem Hospiz befindet, außerdem hat sie noch ein gesundheitliches Problem.

Bewunderswert fand ich Evelyns Vater, der trotz seiner schweren Krankheit den Lebensmut nicht verliert. Aber auch Evelyns Freundin Irene ist eine interessante Figur.

Ich freue mich nun auf den zweiten Fall von Evelyn („Rosa Mord“), der hier schon bereitliegt.

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Nadja Quint - Verachte nicht den Tod

Inhaltsangabe:

Hauptkommissarin Evelyn Eick macht gerade eine schwere Zeit durch, denn ihr Vater Johannes ist schwer krank, sein Tod ist in unmittelbare Nähe gerückt. Als sich am Todesfall einer an Multiple Sklerose unheilbar erkrankten Frau herausstellt, dass dieser keinesfalls so natürlich war, wie zunächst angenommen, kommt zusätzlich zu der Ermittlungsarbeit ein beklemmendes Thema auf Evelyn zu: aktive Sterbehilfe. Doch da verschwindet auch noch ein kleines, an Leukämie erkranktes Mädchen aus einer Klinik. Evelyn muss in Betracht ziehen, dass vielleicht noch sehr viel unschönere Dinge ans Tageslicht kommen werden als gut gemeinte Hilfe für Todkranke ...

Der erste Satz:

„Den Sonntagmorgen verbrachte Saskia Ohmert damit, handschriftliche Notizen ihres Chefs in elektronische Patientendateien zu übertragen.“

Meine Meinung zum Buch:

Die Autorin erzählt eine Geschichte, die ein Thema berührt, mit dem wir uns vielleicht alle einmal in irgendeiner Form beschäftigen müssen, in Zustimmung oder Ablehnung – sofern wir es nicht schon getan haben: Sterbehilfe. Ich fand es sehr interessant, wie das Thema der Hauptperson immer näher rückte und obwohl ich es nicht immer mag, wenn die Ermittler auch privat in ihre Fälle verstrickt sind, hat mir diese Beziehung sehr gut gefallen. Es wirkte auf mich absolut passend und nicht aufgesetzt, denn durch Evelyns Vater, der schwer erkrankt ist, spielt das Thema von Anfang an eine Rolle und wird nicht nur am Schluss „aufgespielt“.

Evelyn Eick ist eine gute, professionelle Ermittlerin, die weiß, wie sie ihren Job erledigen muss. Sie ist aber nicht „hard boiled“, also zu abgebrüht für Emotionen, sie fühlt durchaus mit den Personen, mit denen sie in Kontakt kommt. Wir erfahren einige Punkte aus Evelyns Vergangenheit, z. B. auch den Beginn und Verlauf ihrer Freundschaft mit Irene, der späteren Nonne und Krankenschwester, einer wichtigen Nebenfigur in der Geschichte. Für mich machte das die Figur der Evelyn Eick sehr sympathisch und echt. Aber auch einige der Nebenfiguren sind schön gezeichnet, ich konnte mir die meisten sehr gut vorstellen, z. B. das Ehepaar Jäde - wobei zu beachten ist, dass Frau Jäde nur als Opfer in der Geschichte auftaucht, und doch bekommt sie einen ganz eignen Charakter und als Leserin hatte ich das Gefühl, sie gekannt zu haben.

Den Fall an sich fand ich spannend beschrieben und am Ende wartete eine große Überraschung auf mich – aber die kann ich natürlich hier nicht verraten.

Ich verliere selten Worte zum Cover, aber hier muss ich anmerken, dass ich das Coverbild sehr passend und sehr gut ausgewählt finde. Kompliment!

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Verachte nicht den Tod

In ihrem Buch hat die Autorin eine tolle Hauptfigur geschaffen. Die Kommissarin Evely Eick ist kein Übermensch. Nein, sie hat Schwächen, die sie sehr sympathisch machen und man sich ihr nah fühlen kann. Eine Kommissarin, die die Trennung der Eltern nicht ganz überwunden hat, mit Magersucht kämpft und in Puncto Beziehung auch nicht so das gute Händchen vorweisen kann. Und doch ist sie ehrgeizig und verbeißt sich in ihre Arbeit. Mit Mitte dreißig schon Hauptkommissarin, das ist eine stolze Karriere.

Die Geschichte und ihre Auflösung ist durch das ganze Buch hinweg spannend gestaltet. Sie lässt Spekulationen zu, sodass der Leser Spass hat zu grübeln und nach dem Täter zu suchen.
Das Schwierigste an diesem Krimi ist das nicht einfache Thema der Sterbehilfe. Zwangsläufig muss man sich mit diesem Thema auseinandersetzen, da alle Figuren damit zu tun haben. Es stellen sich einem Fragen wie man dazu steht, wie man über Menschen urteilt und was würde man selber in dieser Situation machen. Keine leichte Kost also. Vorallem, da man die Protagonistin zu ihren Besuchen des Vaters "begleitet" und ihren Schmerz sehr nah miterlebt.
Die Lösung verspricht ein paar Überraschungen und ist nichts für wirklich schwache Nerven.

Alles in allem ist dies ein interessantes und spannendes Buch, das auf seinen ca. 300 Seiten niemals langweilig wird und den Leser zur Lösung gespannt zum Ende treibt. Ich freue mich auf eine Fortsetzung mit Evelyn Eick!

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