Stieg Larsson: Verblendung

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Stieg Larsson: Verblendung
Verlag
ET (D)
2006
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Män som hatar kvinnor
ET (Original)
2005
ISBN-13
9783453432451

Informationen zum Buch

Seiten
688

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Es wiederholte sich alljährlich.

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Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt.

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Spannender Thriller mit tollen Charakteren

Der Journalist Mikael Blomkvist, der gerade zu drei Monaten Gefängnis wegen angeblichen Rufmordes verurteilt wurde, erhält von dem 82-jährigen Industriellen Henrik Vanger ein interessantes Angebot: Er soll sich ein Jahr lang komplett Henrik Vanger verpflichten und dabei recherchieren, was in den 60er Jahren mit der damaligen Nichte von Henrik passiert ist. Diese ist damals spurlos verschwunden und bis heute weiß niemand, was mit ihr passiert ist. Alle Nachforschungen verliefen im Sand. Mikael ist zuerst nicht sehr begeistert, aber je tiefer er in der Familiengeschichte gräbt, desto unglaublicher werden die Enthüllungen. Schließlich bekommt er Hilfe durch das Computergenie Lisbeth Salander und gemeinsam decken sie Unfassbares auf.

Die Geschichte um Harriet und die Nachforschungen von Mikael und Lisbeth haben mich total gefesselt und ich war total fasziniert, was die beiden nach und nach ans Tageslicht zehren. Dabei fand ich gerade Lisbeth's Methoden oft auch sehr interessant und musste bei der Zusammenarbeit der beiden oft schmunzeln.

Mikael ist ein sehr angenehmer Charakter, der mir schnell sympathisch war und dem ich gerne gefolgt bin. Lisbeth ist eindeutig die faszinierendere, wenn auch schrägere Figur der beiden, aber auch sie konnte ich schnell gut greifen und habe mich gefreut, als sie schließlich zusammen auf Recherche gegangen sind.

Die Entdeckungen der beiden haben mich teilweise ganz schön geschockt und die Wahrheit, die schließlich ans Licht kommt, hat mich ganz schön mitgenommen. Was sich als gemütliches Hörbuch anließ, entwickelte sich dann doch zu einem sehr spannenden und schockierenden Thriller, der wirklich nicht mit Gewalt gespart hat. Gerade auch das Schicksal von Harriet, hat mich dabei doch sehr stark schlucken lassen.

Etwas schade fand ich das Ende. Für mich muss in einem Thriller keine komplizierte Liebesgeschichte eingebaut werden und das Ende deutet ganz auf eine ganz verzwickte Situation hin. Aus diesem Grund bin ich noch etwas hin- und hergerissen, ob ich mir den zweiten Teil gleich holen werde, obwohl mich das Hörbuch selber sehr überzeugt hat. Nur das Drama am Ende hätte aus meiner Sicht nicht sein müssen.

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Ich bin immer ein wenig misstrauisch, wenn Bücher von allen Seiten gelobt werden und da ich mit vielen skandinavischen Krimiautoren nichts anfangen kann, hat es eine Zeit gedauert, bis „Verblendung“ dann doch noch auf meiner Leseliste gelandet ist. Ein dummer Fehler von mir, wie ich schon nach wenigen Seiten feststellen musste, das Buch verdient seine Lobeshymnen nämlich definitiv zu Recht.

Mikael Blomkvist ist Wirtschaftsjournalist, ein investigativer Reporter, der Unrecht aufdecken und nichts verschweigen will. Doch für seine letzte Story wird er wegen Verleumdung verurteilt und so lässt er sich überreden, eine Auszeit zu nehmen, um die Familienbiographie des für einen Wirtschaftsboss recht integeren Henrik Vanger zu schreiben und gleichzeitig zu erforschen, was mit seiner vor 30 Jahren verschwundenen Nichte Harriet geschehen ist. Lisbeth Salander, die zweite Hauptfigur, arbeitet als Ermittlerin für ein Sicherheitsunternehmen. Ihre eher geringen sozialen Kompetenzen gleicht sie durch umfangreiche Computerkenntnisse und außerordentliche analytische Fähigkeiten aus, die sie zu einer der Besten ihres Faches machen. Gemeinsam stellen die beiden fest, dass die Geheimnisse der Familie Vanger keine bloße historische Anekdote, sondern durchaus heute noch brisant sind.

Larsson vermengt in diesem Buch erfolgreich Familiengeschichte, Thriller und Wirtschaftskrimi. Ich war von mir selbst überrascht, welche Menge an Wirtschaftswissen ich aufzunehmen bereit war und auch die viel zu umfangreiche Vanger-Familie störte mich nicht. Netterweise hat der Autor immerhin mit einigen, an passender Stelle in den Text eingeflochtenen, Karten bzw. Stammbäumen ein wenig zur Behebung dieser Problematik beigetragen. Ich habe das Buch praktisch in einem Rutsch durchgelesen, einmal angefangen konnte ich nicht mehr aufhören. Daran waren nicht nur die lebensnahen Beschreibungen schuld, Larsson war da einige Male sehr direkt und hat die Brutalität mancher Szenen dem Leser ein zu eins deutlich gemacht, sondern auch die interessante Spurensuche mit den gut ausgearbeiteten Details, anhand der Larsson seine Helden die Geheimnisse aufdecken lässt. Lediglich gegen kurz vor Ende hatte ich das Gefühl er würde ein wenig übertreiben. Hellauf begeistert war ich aber von den starken Hauptfiguren, die auch einen schlechteren Plot getragen hätten, wobei Lisbeth für mich die interessantere der beiden war. Da der zweite Band, Verdammnis, ihre Vergangenheit näher beleuchten wird, werde ich ihn sicherlich in naher Zukunft lesen.

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Im Folgenden soll eine Literaturrezension für den ersten Band einer dreiteiligen Kriminalreihe von Stieg Larsson besprochen werden. Der hier vorgestellte erste Teil der Thriller-Reihe trägt den Titel „Verblendung“ und erschien im Jahr 2005 auf schwedisch. Ein Jahr später wurde der Thriller auf Deutsch vom Heyne Verlag veröffentlicht und bekam im gleichen Jahr die Auszeichnung des Skandinavischen Krimipreises Glanyckeln.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Journalist Kalle Blomqvist, dessen bis dato tadelloser Ruf durch die Enthüllungen von Geschäftspraktiken eines Großindustriellen angeschlagen ist. Entsprechend gelegen kommt ihm das Angebot eines alten Patriarchs, für welchen er das Rätsel einer alten Familiengeschichte aufdecken soll: das Verschwinden der damals 13 jährigen Nichte des Auftraggebers.

Mit Hilfe der jungen Privatdetektivin Lisbeth Salander kommen nach und nach immer mehr düstere und unvorhersehbare Details zum Vorschein und die Verzweigung und Vielschichtigkeit der Story scheint sich immer mehr zu verdichten, bis letztendlich die vermeintliche Wahrheit ans Licht kommt.

Aufgrund mehrerer Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis schaute ich im Vorfeld die im Jahr 2009 erschienene Verfilmung des Films, bevor ich mich der geschriebenen Ausgabe widmete. Daher ging ich etwas voreingenommen an das Werk heran, kannte bereits den Inhalts des Werkes relativ genau und konzentrierte mich daher eher auf die Darstellung der Inhalten als auf die eigentlich Story.

Ich muss sagen, dass mich die Art und Weise, wie der Autor die Charaktere und die Geschehnisse darstellt wirklich fesselte. Ich begann die Geschichte aus einer ganz neuen Perspektive wahrzunehmen. Zudem schafft es der Autor eine wesentlich detailliertere Darstellung einzelner Handlungen zu produzieren. Dadurch gelingt es dem Autor eine für den Leser enorm große Empathieentwicklung zu den Protagonisten herzustellen.

Nachdem die ersten 100 Seiten des Buches etwas trocken und zur reinen Einführung der beiden Hauptcharaktere, dem Journalisten Mikael Blomkvist und der Ermittlerin Lesbeth Salander dienen, wird man als Leser für die folgenden 500 Seiten wie im Bann bis zur Auflösung der Geschichte durch die Buchseiten gelenkt.

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