Ian Rankin: Verborgene Muster

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Ian Rankin: Verborgene Muster
Verlag
ET (D)
2000
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Knots and Crosses
ET (Original)
1987
ISBN-13
9783442456567

Informationen zum Buch

Seiten
224

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Das Mädchen schrie ein Mal, nur ein Mal.

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Handlungsort

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In Edinburgh geht ein Mörder um. Ein Mörder, der bereits zwei Mädchen entführt und dann erwürgt hat. Detective Sergeant John Rebus, mit der Suche nach einem dritten, vermisst gemeldeten Mädchen beauftragt, tappt im Dunkeln. Bis er begreift, dass der Mörder versucht, Kontakt mit ihm aufzunehmen, und dass die seltsamen anonymen Briefe, die er erhält, ihm den Weg zum Täter weisen könnten. Doch dann ist es schon fast zu spät, denn seine eigene Tochter ist plötzlich spurlos verschwunden...

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Rauhe Strukturen

Ein gemeiner Fall, der Polizei und Bevölkerung in Edinburgh bewegt: Kleine Mädchen werden entführt und erwürgt. Die Eltern sind höchst misstrauisch und fürchten, ihr Kind könnte das nächste sein. In der Kripo wird alles aufgeboten, was an Personal verfügbar ist, die Pressesprecherin hat einen denkbar unangenehmen Job und der Polizeichef wird zusehends nervöser, als tagelange Recherchen nichts ergeben, aber wieder ein Kind ohne Hinweise auf einen Täter verschwindet.
Für den richtigen Kick mit Spurenchaos sorgt ein Journalist, der eigentlich eine Drogengeschichte recherchiert und plötzlich Verbindungen zu John Rebus sieht. Ausgerechnet Rebus wird dann selbst Opfer des Kindesentführers. Der Journalist versucht hartnäckig, seine Spuren zu verifizieren, um den großen Coup zu landen. Seine Rolle fand ich gelungen, denn er verwirrte an den richtigen Stellen und ich fragte mich immer wieder, ob meine Gedanken einer falschen Fährte folgen und ob man dem Erzähler Glauben schenken darf.

John Rebus hat es nicht leicht und macht es sich nicht leicht: Nach einer extremen Zeit und seiner Kündigung bei der Spezialeinheit SAS tritt er in die Polizei ein und arbeitet meist in mühseliger Kleinarbeit bei der Kripo. Der Vorgesetzte mag ihn nicht sonderlich, weil Rebus durchaus laut Kritik übt und scheint es zu genießen, ihn zu Aktenrecherche und Tür-zu-Tür-Befragungen einzuteilen. Zu seinem Bruder hat er seit Jahren eigentlich kein Verhältnis, von seiner Frau ist er geschieden und die gemeinsame Tochter sieht er nur hin und wieder. Rebus ist der totale Antiheld und offensichtlich kein geselliger oder gar umgänglicher Typ. Die Erfahrungen der Vergangenheit bei der SAS haben ihn in negativem Sinn geprägt. Trotzdem mochte ich Rebus, weil er nicht stereotyp ungesellig ist - den Hauptanteil daran hat wohl die Vergangenheit bei der SAS, deren prekäres Ende im Buch eine Rolle spielt und die (wie ich finde) eine glatte Kritik an militärischen Ausbildungsprinzipien ist.

Das Buch ist das erste aus der Serie um John Rebus und wurde zunächst ohne Gedanken an eine Fortsetzung geschrieben (und war schon gar nicht als Krimi gedacht). Folge 2 kam erst vier Jahre später, als Leser mehr von Rebus hören wollten.

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In Edinburgh sind bereits zwei Mädchen verschwunden, beide wurden ermordet aufgefunden. Ein Sexualverbrechen liegt augenscheinlich nicht vor, die Kinder wurden "nur" stranguliert. Schließlich verschwindet noch ein drittes Mädchen und die Polizei ermittelt immer noch im Dunkeln. Inspector John Rebus ist mit dem Fall betraut, kommt dem Mörder jedoch auch nicht auf die Schliche. Noch kann er keine Verbindung zu den anonymen Briefchen herstellen, die er ständig erhält. Erst als auch noch seine Tochter verschwindet, wird ihm klar, dass beides zusammenhängen muss.

John Rebus erinnert ein bißchen an Mankells Kurt Wallander. Er ist ein sehr menschlicher Inspector mit allen Ecken und Kanten, die man sich nur wünschen kann. So steht dieser erste Teil der John Rebus Reihe auch ganz im Zeichen seines Hauptprotagonisten. Der Leser erfährt mit jeder Seite mehr über seinen Charakter und rätselt gleichermaßen mit, wenn es darum geht, den Mörder zu finden. Die Stadt Edinburgh wird nicht als Touristenattraktion beschrieben, sondern eher als Ort, in dem es Pubs gibt, vor denen Touristen zurückschrecken würden. Und ein Ort, in dem verborgene Verbrechen geschehen.

Anders als Henning Mankell legt Ian Rankin auch Wert auf subtilen Humor und so entlockte mir der oft mürrische John Rebus hin und wieder ein Lächeln. Obwohl das Buch nur knapp über 200 Seiten hat, liefert der Autor mit "Verborgene Muster" eine ausgefeilte, tiefgründige Geschichte und somit einen tollen Einstieg in eine vielversprechende Reihe!

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