Deborah Crombie: Von fremder Hand

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Deborah Crombie: Von fremder Hand
Verlag
ET (D)
2002
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
A Finer End
ET (Original)
2001
ISBN-13
9783442442003

Informationen zum Buch

Seiten
409

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Die Schatten sickerten langsam in Jack Montforts kleines Büro und tauchten die Ecken in angenehmes Dämmerlicht.

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Handlungsort

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Glastonbury im südenglischen Somerset ist ein Wallfahrtsort für New-Age-Apostel, denn nirgends anders als hier soll das sagenhafte Avalon gewesen sein. Jack Montfort, ein Architekt aus Glastonbury, glaubt jedoch nicht an Übersinnliches. Umso überraschter ist er, als er eines Tages ohne sein bewusstes Zutun kryptische Botschaften in lateinischer Sprache niederzuschreiben beginnt. Jack vertraut sich Winnie an, mit der er nach dem plötzlichen Tod seiner Frau und seines neugeborenen Kindes eine Beziehung begonnen hat. Um die beiden bildet sich allmählich ein Kreis von Interessierten, die den Inhalt der Botschaften zu entschlüsseln versuchen: Da ist der junge Nick, der in einem Esoterik-Buchladen arbeitet; die siebzehnjährige Faith, die schwanger von zu Hause weggelaufen ist und von der exzentrischen Keramikkünstlerin und ehemaligen Hebamme Garnet Todd aufgenommen wird; die Malerin Fiona Allen, die ebenso automatisch malt wie Jack schreibt; und der Gralsforscher und ehemalige Priester Simon Fitzstephen. Die Gruppe findet bald heraus, dass Jacks Botschaften von einem Mönch aus dem 11. Jahrhundert namens Edmund stammen, der möchte, dass irgendetwas Verlorenes zurückgewonnen wird. Was das sein könnte, weiss zunächst niemand. Eines Abends wird Winnie von einem Auto angefahren und schwer verletzt. Als sie das Bewusstsein wiedererlangt, kann sie sich an nichts erinnern. Aber alles deutet daraufhin, dass es sich nicht um einen Unfall, sondern um einen Mordversuch handelt. Jack beschliesst, seinen Cousin Duncan Kincaid um Hilfe zu bitten. Dessen Beziehung mit Gemma steckt in einer schwierigen Phase: Duncan steht vor der Frage, ob er seinen Sohn aus einer früheren Beziehung zu sich nehmen soll. Und Gemma erfährt, dass sie von Duncan schwanger ist. Kurz nachdem die beiden in Glastonbury eintreffen, geschieht ein Mord: Garnet Todd wird tot aufgefunden. Als Faith Garnets Haus durchsucht, findet sie heraus, dass Fionas Mann Bram in den 70er Jahren mit Garnet ein Verhältnis hatte. Offenbar verbirgt Bram ein dunkles Geheimnis, von dem Garnet wusste. Aber auch dem Rätsel um die Botschaften des Mönches Edmund kommt die Gruppe um Jack langsam näher ...

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Jacks neue Fähigkeiten jagen ihm Angst ein: Er fängt ohne Vorwarnung an, lateinische Sätze zu schreiben, die ihm offensichtlich von einem Mönch aus dem 11. Jahrhundert übertragen werden. Eine Handvoll Leute, zusammen gesetzt aus historisch Interessierten und Anhängern mythischer Riten, versucht, hinter das Geheimnis der Texte zu kommen. In der bunten Truppe sind zum Beispiel die 17-jährige Faith, schwanger und vom Vater des Kindes sitzen gelassen, die Pfarrerin Winnie, die Malerin Fiona und Simon, ein anerkannter Gralsforscher. Die Ortschaft Glastonbury, Ort zahlreicher Legenden, und der dort stehende Tor, ein Berg mit einer Kirchenruine, üben auf die Beteiligten einen merkwürdigen Einfluss aus. Alte Mächte - heidnische und christliche gleichermaßen - scheinen ihre Hände im Spiel zu haben.

Innerhalb einer absolut rationalen Krimiserie steht dieses Buch mit seiner Idee alleine da ... und ziemlich im Regen. Es kommt in vielerlei Hinsicht unausgegoren daher und dieser Eindruck sorgt dafür, dass die Geschichte nicht fesselt, fasziniert oder auch nur "für zwischendurch" taugt. Der Erzählstil ist bisweilen holprig und Crombie holt oft aus, um Vorgeschichten zu erzählen. Manche davon sind unnötig, weil sich die Personen bereits durch Taten oder Worte charakterisiert haben und solche Exkursionen hemmen das Lesen eher als dass sie verstehen helfen. Ein Beispiel dafür ist die Schilderung, dass Fionas Bilder bereits seit ihrer Kindheit aus einer Art Malzwang heraus entstehen. Das geschieht leider am Ende des Buches, als Fionas Gabe schon längst solide eingeführt war.

Es scheint, Glastonburys "Magie" sollte als Quelle für ein Buch dienen, aber es war wohl nicht klar, wie das geschehen könnte. Daher ist weder ein vernünftiger Mystik-Krimi noch ein rationaler Krimi draus geworden. Dazu trägt nicht zuletzt das Ende bei, bei dem (wie für die Serie typisch) ein länger zurück liegender Zwischenfall Auslöser für den aktuellen Mordfall ist und bei dem die ursprünglich eingeführten Phänomene plötzlich völlig alleine dastehen.

Im Oktober 2005 startete das Projekt, Crombies Krimis der Reihe nach alle zu lesen und zu kommentieren. Nun, im August 2007, beendeten wir bei Buch 7 der Serie, noch zwei Leseratten waren von den anfangs zahlreicheren Interessenten übriggeblieben und das Projekt liegt inzwischen auf sehr kaltem Eis. Langfristig halten die Krimis mich leider nicht bei der Stange.

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