Alexander Hartung: Vor deinem Grab

Alexander Hartung: Vor deinem Grab

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Alexander Hartung: Vor deinem Grab
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9781477825372

Informationen zum Buch

Seiten
314

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Ich stehe vor meinem Grab."

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Handlungsort

Handlungsorte
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Ein weinender Mann sendet einen Notruf an die Polizei-Zentrale. Es ist Nacht. Er steht auf dem Friedhof und hat soeben sein eigenes Grab entdeckt, sein Todestag ist morgen. Die junge Beamtin rät ihm, die nächste Wache aufzusuchen, aber sie hat die Lage falsch eingeschätzt. Am nächsten Tag liegt der Arzt mit zertrümmertem Schädel in der Grube.

Was wie ein morbider Scherz beginnt, entwickelt sich für Jan und sein unkonventionelles Ermittlerteam zu einem wahren Albtraum. Denn obwohl der Kommissar seine Freunde, den Geldeintreiber Chandu, den Hacker Max und die Rechtsmedizinerin Zoe um sich schart, um den Fall zu lösen, scheint er dem Mörder nicht näher zu kommen. Ständig tauchen neue Gräber auf – und mit ihnen Todesversprechen. Die Polizei scheint machtlos zu sein, denn niemand kann die Opfer schützen.

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Band 1 hat mir besser gefallen

Ein Anruf bei der Notrufzentrale: ein Mann steht auf dem Friedhof vor einem Grab mit seinem eigenen Namen – und dem folgenden Tag als Todesdatum. Die leicht überforderte Mitarbeiterin empfiehlt ihm, auf die Wache zu kommen, doch dort kommt er nie an!
Jan Tommen und sein Team bekommen den Fall zugeteilt. Zuerst gibt es keinerlei Anhaltspunkt, wer den Arzt umgebracht haben könnte und vor allem warum. Bevor sie richtig tief in die Ermittlungen einsteigen können, taucht aber schon das nächste Grab auf. Diesmal ist der angekündigte Tote noch am Leben und so setzen sie alles darin, dass das so bleibt, jedoch vergeblich. Es folgen immer neue Todesdrohungen und die Ermittler scheinen dem Täter immer einen Schritt hintendran zu sein. Der Fall droht Jan an den Rand seiner Kräfte zu bringen.
Auch sein unkonventionelles Ermittlerteam, bestehend aus Gerichtsmedizinerin Zoe, Hacker Max und Geldeintreiber Chandu, hilft in diesem Fall anscheinend nicht weiter. Allerdings kommen sie dem Täter mit vereinten Kräften immer näher.

Im Gegensatz zum ersten Fall rund um Jan Tommen und seine Truppe konnte mich dieses zweite Buch leider nicht so begeistert. Die Figuren waren mir teilweise etwas zu überspitzt dargestellt, allen voran Zoe, die ich in diesem Teil nicht mehr zynisch-amüsant, sondern nur noch arrogant und anstrengend empfand. Gegen Ende gibt es bei ihr eine interessante Wendung, die mich vielleicht doch noch neugierig auf eine weitere Fortsetzung macht.

Insgesamt hat mich der Fall leider trotz einer spannenden Ausgangssituation einfach nicht überzeugen, zu unglaubwürdig fand ich die Fehler, die hier auf Seiten der Opfer und der Polizei gemacht werden, ebenso wie mir nicht ganz klarwurde, wie der Täter seinen extrem aufwändigen Plan aus seiner Situation heraus umsetzen konnte. Auch mag ich persönlich es weniger, wenn am Ende eines Krimis noch ein ellenlanger Abspann mit Erklärungen des Täters folgt, so etwas muss sich für mich schon früher schlüssig ergeben, aber das ist sicher Geschmackssache.

Letztlich von mir diesmal also leider nur knappe 3 Sterne und die Hoffnung, dass es mir nächstes Mal wieder besser gefällt.

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Vor deinem Grab

Inhaltsangabe:

Der Lungenarzt Dr. Valburg meldet sich beunruhigt bei der Polizei und meldet, dass er sein eigenes Grab gefunden hat – darauf steht sein morgiger Todestag. Bevor die Polizei reagieren kann, ist Valburg tot und ein zweites Grab wird gefunden. Diesmal ist das potentielle Opfer der Autoverkäufer Quast, der sofort unter Polizeischutz gestellt wird. Während Kommissar Jan Tommen und sein Team Zusammenhänge bei den Opfern suchen und fieberhaft Ermittlungen anstellen, tauchen weitere Gräber auf. Der Druck der Öffentlichkeit verstärkt sich und dem Täter gelingt es immer wieder, sich dem Zugriff der Polizei zu entziehen. Doch das Team um Kommissar Tommen mit der Rechtsmedizinerin Zoe, dem Computergenie Max und dem früheren Geldeintreiber und heutigen Informanten Chandu bleiben hartnäckig und finden schließlich eine Spur. Doch die Zeit drängt, denn es ist noch ein Grab ausgehoben ...

Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten Band einer Reihe.
Der erste Fall von Jan Tommen trägt den Titel „Bis alle Schuld beglichen“.

Der erste Satz:

„Ich stehe vor meinem Grab.“

Meine Meinung zum Buch:

Die Geschichte ist spannend konstruiert. Der Gedanke, vor seinem eigenen Grab zu stehen und sein Todesdatum zu lesen, ist gruselig und man kann die Ängste der potentiellen Opfer sehr gut nachvollziehen. Auch die Lösung des Falles ist sehr schlüssig und logisch aufgebaut, es bleibt keine Frage offen und kein Faden hängt in der Luft. Das gefällt mir bei Krimis und Thrillern immer sehr gut und ist auch in diesem Fall gut gelungen.

Mit den Personen kam ich nicht so gut zurecht, sie handelten für mich oft etwas sprunghaft und unmotiviert. Ich kam nicht immer dahinter, was sie sich bei ihren Handlungen gedacht haben bzw. ob sie sich überhaupt etwas dabei gedacht haben.

Auch die Hauptfigur Jan Tommen erschien mir nicht ganz glaubwürdig – ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand mit seiner Vergangenheit und seiner Art, sie (nicht) zu bewältigen, im Polizeidienst arbeiten kann. Ebenso muss man bei den Aktionen von Tommens Team öfters ein Auge zudrücken.

Mein Fazit: eine gute Geschichte, aber schwache Figuren.

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Jan Tommen und sein unkonventionelles Team ermitteln wieder

Ein Arzt hat auf einem Friedhof sein eigenes Grab entdeckt, sein Todestag soll morgen sein. Aufgelöst ruft er bei der Polizei an, wo ihm geraten wird, die nächste Polizeiwache aufzusuchen. Aber zu spät! Am nächsten Tag liegt der Arzt erschlagen in seinem Grab. Kurz darauf gibt es das nächste Grab mit Todesankündigung – es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, bei dem der Täter Kommissar Jan Tommen und seinen Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

Mit Spannung habe ich den zweiten Teil um Kommissar Jan Tommen und sein unkonventionelles Ermittlerteam erwartet und mich auf das Wiedersehen mit Chandu, dem Geldeintreiber, Zoe, die zynische Gerichtsmedizinerin, und Max, dem Computergenie, gefreut. Diesmal bekommen sie es mit einem besonders fiesen Fall zu tun und die Ermittler müssen sich fragen, ob sie es mit einem wahllos zuschlagenden Serientäter zu tun haben, oder ob eine gezielte Planung hinter den Morden steht.

In jedem Fall läßt der Mörder die Polizei ziemlich alt aussehen, ihnen unterlaufen einige unverzeihliche Fehler, vor denen auch Jan nicht sicher ist. Er und seine Kollegen scheinen den Täter zu unterschätzen.

Im Laufe der Ermittlungen muß sich Zoe mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, die eine für mich überraschende Wendung in das Buch bringt und vielleicht eine Erklärung für ihr teilweise ambivalentes Verhalten ist. Zu Zoe bleibt am Ende des Buches einiges offen, was nahelegt, daß diese Thematik in nächsten Band wieder aufgegriffen wird.

Das Buch war für mich wieder flüssig zu lesen und konnte mit überraschenden Wendungen aufwarten, wobei mir die Auflösung fast ein wenig zu konstruiert und aufwendig war, in Hinsicht auf die Person des Täters. Auch gingen mir die Ermittlungen manchmal zu glatt, hier hätte ich mir gewünscht, daß es mehr Irrungen und Haken in der Handlung gegeben hätte.

Gut hat mir gefallen, wie sicher das Ermittlerteam miteinander arbeitet, die Vier arbeiten Hand in Hand und jeder weiß, wo seine Aufgaben liegen. Außerdem finde ich es schön, daß wir immer wieder Dinge aus der Vergangenheit einzelner Figuren erfahren. Was mich nicht so ganz überzeugen konnte, ist das zwischenzeitliche Arbeitsverhältnis zwischen Patrick und Jan, das im ersten Band mehr als angespannt war.
Jan hat noch immer mit den Folgen aus dem ersten Band zu kämpfen, wofür ihm sein Vorgesetzter auch psychologische Hilfe empfiehlt. Diese Probleme beeinträchtigen zwar sein Handeln, aber das kam bei mir als Leser oftmals nicht so richtig an.

Trotz der Kritikpunkte hat mich das Buch wieder gut unterhalten und ich bin nun gespannt auf den dritten Teil, und was wir dort über Zoe erfahren werden.

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Vor deinem Grab

Vor deinem Grab von Alexander Hartung
Zum Inhalt:
Bei der Polizei geht ein seltsamer Anruf ein. Der Arzt Dr. Valburg, besucht das Grab seiner Frau und findet neben diesem ein frisch ausgehobenes Grab mit einem Kreuz, auf dem sein eigener Name steht. Das Todesdatum ist der nächste Tag. Zunächst glaubt man an einen Scherz, doch am nächsten Tag ist Dr. Valburg tot. Jan Tommen übernimmt den Fall. Schnell wird aus einem rätselhaften Mord ein Serienfall.

Meine Meinung:
Was für eine gruselige Vorstellung! Man besucht ein Grab auf dem Friedhof und sieht dabei sein eigenes Grab. Doch genau so beginnt der 2. Fall von Jan Tommen und seinem unkonventionellen Team. Der Schreibstil von Alexander Hartung hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere sind sehr vielfältig und zum Teil auch ausgefallen. Für mich war es das erste Buch des Autors. Die Geschichte ist zwar in sich abgeschlossen, aber mir fehlte etwas Hintergrundwissen zu den Mitarbeitern aus Jan`s Team. Ich habe nicht sofort verstanden, dass es sich nicht bei allen wirklich um Polizisten handelte. Den ersten Fall werde ich also auf jeden Fall noch nachholen.
Die Ermittlungen in diesem Fall gestalteten sich als außergewöhnlich schwierig. Jan und sein Team kommen immer zu spät und tappen lange im Dunkeln. Das hat die Spannung schön hoch gehalten. Und auch die Aufklärung des Falles wurde am Ende ausführlich erklärt. Ich freue mich auf weitere Fälle mit Jan und seinem Team. Wird es wieder vollständig sein?

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Ein neuer Fall für eine besondere Truppe

Eine besondere Ankündigung eines Mordes – ein offenes Grab mit dem Namen und dem Sterbedatum des späteren Mordopfers - ruft die spezielle Einsatzgruppe der Polizei auf den Plan. Eine Gruppe, die zwar von einem Polizisten, Jan Tommen, geleitet wird, deren Mitglieder aber aus sehr unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft kommen. Zoe, eine sehr engagierte Gerichtsmedizinerin, die Abenteuer liebt, Chandu, ein Kenner der Unterwelt, weil Insider und Max, ein Computer Freak. Es ist ein Team, welches sich im ersten Fall zusammengefunden hat und deren Zusammenarbeit so gut lief, dass Jan darum bat, diese Truppe als sein Ermittlungsteam erhalten zu dürfen.
Der erste Anruf, der bei der Polizei einging, wurde noch wenig ernst genommen. Er beginnt mit dem ersten Satz dieses Buches: Ich stehe vor meinem Grab. Das klingt nicht unbedingt glaubhaft. Aber am nächsten Tag ist der Anrufer tot in seinem Grab. Es war ernst und es war nicht das einzige Opfer. Das nächste Grab ist schon ausgehoben.
Neben dem Auftrag, den Mörder zu finden, haben die Spezialisten nun auch die Aufgabe, das Opfer zu schützen.
Einen so angekündigten Mord sollte man doch verhindern können. Das Opfer wird bewacht, das Grab wird bewacht aber der Mörder ist der Truppe immer ein paar Schritte voraus. Er spielt mit ihnen und mit seinen Opfern.
In diesem Buch entstand die Spannung für mich wieder nicht durch die Frage nach dem Mörder, sondern es war die Frage, wie kann man diesem Mörder das Handwerk legen und auch: wie schafft es der Mörder, die Maßnahmen der Polizei zu umgehen. Außerdem ist es immer wieder spannend, etwas über die Protagonisten zu erfahren, die sich im Laufe der Ermittlungen nicht nur mit dem Mörder auseinandersetzen müssen und teilweise ganz neue Seiten offenbaren.
Sehr gut hat mir wieder gefallen, dass die Polizei realistisch gezeigt wird und es allen in erster Linie darum geht, weitere Morde zu verhindern. Das Team um Jan Tommen arbeitet auf einer freundschaftlichen Basis zusammen und sowohl Vertrauen als auch effektive Arbeit kennzeichnet ihre Ermittlungen. Realistisch ist aber auch, dass trotzdem immer wieder Probleme auftreten, Ermittlungen ins Leere laufen, Überwachungen an nicht bedachten Dingen scheitern. Es sind eben auch Menschen und der Mörder hat den Vorteil, zu wissen was er will, wo die Ermittler immer wieder raten müssen.
Fazit
Wieder ein spannender Fall um Kommissar Tommen mit interessanten Details der Polizeiarbeit und neuen Informationen über die aus dem ersten Fall bekannte Ermittlertruppe.

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Morgen ist Dein Todestag...

Wie fühlt sich jemand der vor seinem eigenen Grab steht und auf dem Kreuz ist sein Tod für den nächsten Tag avisiert? Dr. Valburg passiert genau das und in seiner Panik ruft er bei der Polizei an. Diese raten ihm dringend die nächste Polizeiwache aufzusuchen - doch Dr. Valburg kommt dort nie an. Im Gegenteil – am nächsten Tag findet man seine Leiche an genau diesem für ihn vorbestimmten Grab.

Der Mord am Lungenarzt Dr. Valburg ist jedoch nur der Auftakt zu einer Mordserie in der das Team um Jan Tommen nun wieder ermittelt.

Fazit:

„Vor Deinem Grab“ ist der zweite Band aus der Jan-Tommen-Reihe des Autors Alexander Hartung. Es ist nicht zwingend notwendig den 1. Band vorher gelesen zu haben, es erleichtert es dem Leser jedoch die Macken und Eigenarten des Ermittlerteams besser verstehen zu können (z. B. warum Zoe mit 600 €-Stiefeln auf dem Friedhof steht um ihren Job zu machen).

Nachdem Dr. Valburg tot ist erscheint auch schon das nächste Grab – gleicher Stil, gleiche Vorgehensweise. Das Team, bestehend aus dem imposanten Geldeintreiber Chandu, dem Hacker-König Max, der Pathologin Zoe und Jan selbst, kommt recht schnell ins Rotieren und immer ist der Mörder ihnen einen Schritt voraus. Es gibt offensichtlich keine Verbindungen zwischen dem Opfer und das macht es schwer einen Täter zu finden. Jan und seine Freunde müssen sich mächtig anstrengen um diesen Fall zu lösen.

Die Protagonisten, die wir im 1. Band kennengelernt haben, arbeiten auch hier wieder sehr gut Hand in Hand. Jeder macht seinen Job und die einzelnen Puzzle-Teile ergeben irgendwann ein Bild.

Jan selbst ist aufgrund des Todes seiner Freundin noch nicht immer so ganz er selbst aber er besitzt das Wohlwollen seines Vorgesetzten, sonst wäre er sicherlich noch nicht wieder aktiv im Polizeidienst. Max, der PC-Junkie der sich in jeden Rechner hackt, kann sehr schnell wertvolle Informationen zusammensuchen, Chandu aktiviert seine Kontakte in der Unterwelt und Zoe wertet jede noch so kleine Information an den Leichen bzw. den Gräbern aus. Trotzdem ist es nicht einfach den Namen des Mörders herauszufinden und das Ermittler-Team begibt sich mehr als einmal in Lebensgefahr.

Die Protagonisten entwickeln sich in diesem Buch nicht so sehr wie im 1. Band, das mag daran liegen, dass sie zwischenzeitlich ein eingespieltes Team sind. Die Pathologin Zoe aber entwickelt sich auf einmal in eine Richtung die für den Leser nicht so ganz nachzuvollziehen ist. Laut Alexander Hartung wird auf Zoe im 3. Band genauer eingegangen. Von daher lasse ich das mal so stehen – denn gefallen hat mir diese Entwicklung überhaupt nicht. Bis zu diesem Punkt fand ich Zoe nämlich eigentlich viel interessanter als Jan oder Max oder Chandu. Sie hat so eine liebenswert freche Schnauze, kann wirklich gut austeilen, aber bisher immer so, dass ich über sie schmunzeln konnte. Hier findet aber eine Entwicklung statt, die mein Unverständnis auf den Plan ruft. Warten wir also geduldig auf den 3. Teil um zu lesen warum Zoe auf einmal so ist wie sie ist. J

Alles in allem hat mir das Buch wieder sehr gut gefallen.
Mit dem 1. Teil konnte es jedoch nicht ganz mithalten.

Ich freue mich trotzdem auf Teil 3, der ungefähr in der Jahresmittel erscheinen soll.

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Der zweite Fall für Jan Tommen und sein Team

Zum Inhalt:
Bei der Berliner Notrufzentrale geht abends ein Anruf ein: Ein weinender Mann meldet, dass er vor seinem eigenen Grab steht, sein Todestag soll morgen sein. Ganz ernst wird er natürlich nicht genommen und so wird ihm geraten, er solle sich bei einer Polizeidienststelle melden, man werde dem Ganzen nachgehen. Am nächsten Tag allerdings wird der Arzt Bernhard Valburg mit zertrümmertem Schädel auf dem Friedhof gefunden. Dieser Mord ist der Auftakt zu einer grusligen Mordserie, bei der der Mord jeweils mit einem eigens ausgehobenen Grab mit Holzkreuz und dem geplanten Todestag angekündigt wird. Jan Tommen und sein Ermittlungsteam, bestehend aus Chandu, dem Geldeintreiber und Kenner der Unterwelt, Zoe, der zynischen Rechtsmedizinerin und Max, dem nerdigen Hacker begeben sich in einen spannenden Wettlauf mit der Zeit, in dem sie allerdings meistens den entscheidenden Schritt hinterherhinken.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist bereits der zweite Fall für Jan Tommen und sein Team. Wer vorhat den ersten Teil („Bis alle Schuld beglichen“) noch zu lesen, sollte die Bücher wirklich in der richtigen Reihenfolge lesen, da im zweiten Teil der Mörder des ersten Teils verraten wird.
Leider konnte mich der zweite Teil lange nicht so begeistern wie der erste Teil. Während dort noch witzige und außergewöhnliche Ermittlungsmethoden zum Ziel führten, bleiben mir von diesem Band nur die körperliche Gewalt und Respektlosigkeit der Ermittelnden in Erinnerung. Da wird einem Informanten mal eben zur Begrüßung die Nase gebrochen („ein Missverständnis“) und der Ermittlungserfolg ist zum allergrößten Teil darauf zurückzuführen, dass ein weiterer Informant mit Hilfe von Kontakten aus der Unterwelt „zum Reden gebracht“ wird. Mir ist das ein bisschen zu viel sinnlose Gewalt, vor allem da ich es aus dem ersten Band anders kenne, wo mit viel Köpfchen und Witz ermittelt wurde.
Außerdem sind mir einige Logikfehler und Ungereimtheiten aufgefallen, die mich doch stören. Ich mag nicht glauben, dass die Berliner Kripo tatsächlich so dilettantisch ermitteln würde, auch wenn es für die Spannung und den Fortgang der Geschichte notwendig ist.
Die Hauptcharaktere sind mir trotzdem ans Herz gewachsen und aufgrund des flüssigen und gut zu lesenden Schreibstils von Alexander Hartung kommt man durchaus gut in die Geschichte rein und fiebert mit. Die vier sind inzwischen ein gut eingespieltes Team, jeder hat seine Stärken, die er einsetzt und sie arbeiten gut zusammen. Man erfährt auch Hintergründe zu den Charakteren und lernt sie wieder ein bisschen besser kennen.
Insgesamt ist „Vor deinem Grab“ ein solider Thriller mit einem interessanten Plot und überraschenden Wendungen, der mich allerdings aufgrund der Hau-drauf-Methoden und des zeitweisen Dilettantismus des Ermittlungsteams nicht so ganz überzeugen konnte.

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