Wolfgang Schorlau: Die schützende Hand

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Wolfgang Schorlau: Die schützende Hand
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783462046663

Informationen zum Buch

Seiten
384

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

Kontinent
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Die Sicherheitsbehörden ermitteln nicht gegen die Täter, sondern gegen das Umfeld der Opfer der NSU-Mordserie, Akten werden geschreddert, der Verfassungsschutz hat überall seine Finger im Spiel … Was, wenn das kein bloßes Behördenversagen ist? Wer hält seine schützende Hand über die Mörder?

Ein unbekannter Auftraggeber setzt den Privatermittler Georg Dengler auf die Spur. »Wer erschoss Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt?«, will der Unbekannte wissen. Georg Dengler, notorisch pleite und von Geldnöten getrieben, nimmt den Auftrag an, ermittelt zunächst aber lustlos.
Dies ändert sich erst, als er erfährt, dass Harry Nopper, sein Gegenspieler aus der Zeit beim Bundeskriminalamt, nun Vizepräsident des Thüringer Verfassungsschutzes ist. Jetzt taucht Georg Dengler tief in das Netz von Neonazis und Verfassungsschutz ein. Er beschafft sich die Ermittlungsakten  zum angeblichen Selbstmord von Mundlos und Böhnhardt und deckt Schicht für Schicht die Anatomie eines Staatsverbrechens auf. Bis sich ihm zum Schluss eine Frage auf Leben und Tod stellt.

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Unbedingt lesenswert!

Inhalt:
Georg Dengler erhält anonym einen neuen Auftrag. Er soll herausfinden, wer die Mitglieder des NSU-Trios Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die angeblich im November 2011 Selbstmord begangen haben, tatsächlich getötet hat. Schnell stößt Dengler auf Widersprüche und Lücken in den Ermittlungsunterlagen, die immer mehr Zweifel an der offiziellen Darstellung aufkommen lassen.

Meine Meinung:
Wolfgang Schorlau verarbeitet in seinen Romanen ja immer auch Fakten, tatsächliche Fälle. Ergänzt durch erfundene Handlung, Fiktion, ergeben sich so gut lesbare Bücher, die aber auch immer eine politische Aussage haben und die einem oft die Frage aufdrängen: „In was für einem Land leben wir hier eigentlich?“

Der bereits achte Band der Krimi-Reihe um den Stuttgarter Privatermittler und ehemaligen Zielfahnder beim BKA Georg Dengler beinhaltet einen hochaktuellen und brisanten Fall. Hauptsächlich geht es darum, dass die Behauptung, die NSU-Mitglieder Mundlos und Böhnhardt hätten sich selbst erschossen, nicht haltbar ist. Bei seinen Recherchen stößt Dengler immer wieder auf den Verfassungsschutz und seinen alten Widersacher beim BKA, Harry Nopper. Mit Hilfe seiner ehemaligen Kollegin beim BKA Marlies, seiner Freundin Olga und seinen Freunden Martin, Mario und Leo, die ihm immer wieder neue Denkanstöße geben, tastet sich Dengler Schritt für Schritt vor und entdeckt haarsträubende Zusammenhänge, die man als Leser womöglich gar nicht wissen will, als mündiger Bürger aber unbedingt wissen muss.

Mit dem NSU-Komplex hat Schorlau sich so intensiv befasst, dass er sogar vor den Baden-Württembergischen NSU-Untersuchungsausschuss geladen wurde. Mit „Die schützende Hand“ legt der Autor dar, dass die Vorfälle vom November 2011 nicht so abgelaufen sein können, wie die Behörden uns glauben machen wollen. Ob es tatsächlich so geschehen ist, wie Schorlau es im Roman darstellt, lässt sich nicht sagen, es ist aber eine von mehreren plausiblen Möglichkeiten und bei weitem glaubwürdiger als die offizielle Version.

Wer die bisherigen Dengler-Romane nicht kennt, kann dieses Buch durchaus als Stand alone lesen. Zwar spielen immer wieder dieselben Personen mit, doch was man über sie wissen muss, wird auch in diesem Band noch einmal kurz gesagt. Hilfreich mag auch das Personenverzeichnis am Anfang des Buches sein.

Im Anhang werden die Quellen aufgeführt. Außerdem findet man hier Fotos vom Tatort und zum Teil auch noch nähere Erläuterungen.

Anfangs hat es mir ein wenig Probleme bereitet, dass das Buch mit den vielen Auszügen aus Polizeiberichten streckenweise eher an ein Sachbuch erinnert als an einen Roman. Außerdem gibt es viele Perspektivwechsel, Zeitwechsel, Rückblenden, sodass man schon sehr konzentriert lesen muss. Doch schon bald hatte ich mich in das Geschehen eingefunden und war nur noch von dem Roman gefesselt.

Fazit:
Nach anfänglichen Schwierigkeiten fand ich das Buch wirklich klasse. Ich habe einiges daraus gelernt und wurde gleichzeitig hervorragend unterhalten. Das Thema ist hochaktuell und geht jeden was an. Ich finde es sehr wichtig, dass diese ganzen Missstände endlich einmal an die Öffentlichkeit kommen!

Die Reihenfolge von Denglers bisherigen Fällen:
1. Die blaue Liste
2. Das dunkle Schweigen
3. Fremde Wasser
4. Brennende Kälte
5. Das München-Komplott
6. Die letzte Flucht
7. Am zwölften Tag
8. Die schützende Hand

Herzlichen Dank an Kiepenheuer & Witsch für das Rezensionsexemplar!

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