Yassin Musharbash: Jenseits

 
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Yassin Musharbash: Jenseits
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783462050462

Informationen zum Buch

Seiten
320

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Es gibt keine Gott außer Gott - ratatatatatata!

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Gent Sassenthin, abgebrochener Medizinstudent aus Berlin, eher intelligent, eher schüchtern, eher kompromisslos, ist einer von Hunderten deutschen Dschihadisten, die sich der Terrorgruppe »Islamischer Staat« angeschlossen haben. In Rakka, der syrischen Hauptstadt des »Kalifats«, amputiert er Dieben die Hände. Doch plötzlich, nach Monaten der Funkstille, meldet er sich bei seinen Eltern. Will Gent Sassenthin aussteigen? Und was sind die Informationen wert, die er anbietet? Die Botschaft aus dem Kalifat setzt eine Kettenreaktion in Gang. Die Journalistin Merle Schwalb vom Globus wittert die größte Geschichte ihrer Karriere. Der Verfassungsschützer Sami Mukhtar im gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum in Berlin hofft auf den Fall, an dem er sich endlich beweisen kann. Der Sozialarbeiter Titus Brandt von der Beratungsstelle »Amal« behält ein gefährliches Geheimnis zu lange für sich. Was passiert, wenn alle das Richtige wollen – aber nichts so ist, wie es scheint?

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Brandaktueller Thriller

Der Journalist und Autor Yassin Musharbash hat mit "Jenseits" einen brandaktuellen Thriller herausgebracht, der von der Radikalisierung eines deutschen Medizinstudenten und dessen Folgen für Familie, Gesellschaft und Staat erzählt.

Spannend und mit viel Sachverstand lässt der Autor den Leser nicht nur hinter die Kulissen des "Islamischen Staats", sondern auch in die Strukturen und Wirkmechanismen der medialen Öffentlichkeit und der deutschen Überwachungsdienste (BfV und GTAZ) blicken.
Es ist schon frappierend, wie wenig der Normalsterbliche von diesen Zusammenhängen und Nachrichten letztendlich erfährt.

Die Geschichte um Gent Sassenthin aus Mecklenburg-Vorpommern, der nach einer exzessiven Trauer- und Drogenphase zum Islam konvertiert und sich radikalisiert, ist ein Beispiel von vielen. Wie fanatisch der einstige Medizinstudent und ausgebildete Sanitäter seine neue Religion auslegt und sich der Terrorgruppe des "Islamischen Staats" anschließt, ist erschreckend und stimmt sehr nachdenklich. Darüber hinaus fand ich es mehr als makaber, dass er entgegen des hippokratischen Eides in Syrien Amputationen bei Gegnern des IS vornahm - harter Tobak, aber sicher alles andere als haltlos.

Musharbashs Geschichte lebt von den temporeichen Szenen- und Perspektivwechseln. Eben noch durfte man dem Verfassungsschützer Sami und der Journalistin Merle über die Schulter schauen, sogleich lernt man die perfiden Machverhältnisse des Kalifats kennen.

Darüber hinaus schafft es der Autor, sich auch sprachlich in seine verschiedenen Protagonisten hineinzudenken. Egal ob Pressenachrichten, Geheimdienstmitteilungen oder terroristische Bekennerschreiben, Musharbash trifft stets den richtigen und damit ungemein realistischen Ton.

Inhaltlich hat mich die Tatsache überrascht, dass jede der handelnden Personen ein Stück vom fetten „Terrorismuskuchen“ abhaben wollte und dies am liebsten noch vor all den anderen. Die Sensationsgier und die Aussicht auf eine gute Geschichte ließen selbst die ausgefuchstesten Journalisten und Geheimdienstler blind werden. Auch die interessante Schuldfrage wurde vom Autor vielschichtig betrachtet. Plottechnisch hat Musharbash das sich abzeichnende, tragische Ende effektvoll klimaktisch inszeniert.

FAZIT
Ein durchweg fesselnder Thriller über einen deutschen Dschihadisten, der aufhorchen lässt und brillant aufbereitet wurde. Der programmatische Titel und der Buchinhalt bilden eine explosive Einheit.

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