Caroline Kepnes: YOU - Du wirst mich lieben

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Caroline Kepnes: YOU - Du wirst mich lieben
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
YOU
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783863960797

Informationen zum Buch

Seiten
512

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Du betrittst die Buchhandlung, und dabei hältst du die Eingangstür fest, damit sie nicht zu laut zuschlägt.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Als die Studentin Guinevere Beck die Buchhandlung betritt, in der Joe arbeitet, ist er augenblicklich hingerissen von ihr. Sie ist all das, was er will: wunderschön, tough, clever und so sexy. Zum Glück bezahlt sie ihren Einkauf mit ihrer Kreditkarte, denn so kann Joe tun, was jeder normale Mensch in dieser Situation tun würde: Er googelt ihren Namen. Doch dabei bleibt es nicht. Schon bald ist Joe besessen von Beck, beginnt sie zu stalken. Mehr und mehr findet er über sie heraus, hackt ihren Facebook- und Twitter-Account, durchsucht ihre Wohnung. Er inszeniert eine Reihe von makabren Ereignissen, die Becks Welt Stück für Stück zerstören – und sie direkt in seine offenen Arme treiben. Bald kann Beck gar nicht anders als sich in den seltsamen, aber irgendwie charismatischen Typen zu verlieben, der wie für sie gemacht scheint … Eines nach dem anderen räumt Joe alle Hindernisse aus dem Weg, die sich zwischen ihn und Beck drängen. Und schreckt dabei auch nicht vor Mord zurück.

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Ansichten eines Stalkers...

Als Leseratte machte mich der Klappentext über einen verrückten Buchhändler natürlich mehr als neugierig. Das vorliegende Buch ist der erste Roman der Autorin, der eher in die Sparte Thriller anzusiedeln ist.

Im Buch geht es um den Buchhändler Joe Goldberg, der sich in seine Kundin Guinevere Beck, Spitzname Beck, verliebt. Sie ahnt von alldem erst einmal nichts und er nutzt seine Chance ihr nachzustellen. Das Stalking wird für ihn zur Sucht und bald schwirrt ihm nur noch Beck im Kopf herum. Er muss sie haben, aber wird sie sich wirklich auf ihn einlassen?

Die Handlung wird uns über den Ich- Erzähler Joe näher gebracht und er spricht Beck stets direkt mit Du an, so dass ich als Leserin das Gefühl hatte selbst Beck zu sein. Durch die Erzählperspektive tauchen wir intensiv in Joes Gefühlswelt ein.

Der Roman beleuchtet wie man durch wenige Daten an die Identität einer Person kommen kann und wie einfach es ist, denjenigen dann zu verfolgen dank sozialer Netzwerke und Co. Das ist sehr beängstigend, denn beim Lesen stellt man sich die Frage: Wie viel gebe ich eigentlich Preis?

Joe ist wirklich alles andere als normal. Seine Gedanken und Gefühle ließen mir Schauer über die Haut laufen. Er selbst sieht sich jedoch als völlig normal an, Beck ist in seinen Augen die Verrückte. Als Protagonisten mag man ihn nicht besonders und hat dauernd Angst um Beck, aber das ist denke ich auch gewollt.

Spannend fand ich vor allem, dass Beck ein Mädchen wie du und ich ist. Das weiß auch Joe, er sieht und analysiert ihre Fehler und trotzdem kommt er nicht von ihr los. Das gibt einem das Gefühl, dass es wirklich jeden treffen kann und genauso ist es ja auch. Seine Begierde für Beck ist für den Leser nicht greifbar. Genau das ist wohl das was Stalking ausmacht: Nur die Täter begreifen was wirklich dahinter steckt.

In meinen Augen ein aktuelles und spannendes Thema, was die Autorin in ihrem Erstling gut umgesetzt hat.

Das Ende hat mich bedrückt, deutet zudem ein wenig darauf hin, dass es eine Fortsetzung geben könnte.

Fazit: Gute Unterhaltung mit Gänsehautfeeling. Gern empfehle ich dieses Debüt weiter!

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Einsichten in das Leben eines Stalkers

Buchhändler Joe verliebt sich in eine Kundin namens Guinevere Beck, genannt Beck. Doch nicht nur das - er ist besessen von ihr. Er verfolgt ihre Sozialen Netzwerkaktivitäten, liest ihre privaten E-Mails mit, sammelt Dinge von ihr, sitzt auf der anderen Straßenseite und beobachtet sie in ihrer Wohnung und steigert sich immer mehr in seine Besessenheit hinein. Kurz gesagt: Joe ist ein Stalker. Und er schreckt auch vor Mord nicht zurück, um seine Traumfrau Beck zu erreichen.

Nach dem Klappentext dachte ich eigentlich, dass man sowohl Becks als auch Joes Perspektive kennenlernt, das Buch ist jedoch komplett aus seiner Sicht geschrieben und richtet sich an ein "Du", nämlich Beck. Das macht es jedoch umso skurriler und spannender. Man ist sofort in die Handlung involviert und bereits das erste Kapitel hat mich gefangen genommen.

Dass Joe sich ausgerechnet Beck als Objekt seiner Begierde heraussucht, leuchtete mir bis zum Schluss nicht wirklich ein. Er glorifiziert sie nicht, sondern sieht durchaus ihre negativen Seiten und ist jedoch dennoch (oder gerade deshalb?) völlig von ihr besessen. So etwas kann man wohl rational nicht erklären. Außerdem erkennt Joe durchaus, dass man ihn wohl für verrückt halten würde, wenn jemand wüsste, was er da tut - er ist jedoch der Meinung, dass Beck die Verrückte ist und er selbst hält sein Verhalten für völlig normal. Selbst als es ihm tatsächlich gelingt eine Beziehung mit Beck zu beginnen, bleibt sein Stalking sehr extrem und ich habe die ganze Zeit hibbelig darauf gewartet, ob und wann sie dahinter kommt.

Ein paar Kleinigkeiten haben nicht wirklich einen Sinn ergeben - Warum lässt Beck ihr verlorenes Handy nicht sperren? Warum lässt sich ein Buchhändler einen Käfig im Keller einbauen? - aber das schadet dem Lesevergnügen kaum. Das Ende hat mich einerseits ein wenig enttäuscht, obwohl es andererseits sehr gut zur Geschichte passt. Ich hatte mir da wohl etwas mehr erhofft, ohne dieses "mehr" genauer beschreiben zu können.

Joes Beobachtungen und Schilderungen von Büchern und Leserstereotypen in seiner Buchhandlung und wie er Menschen danach beurteilt, welche Bücher sie kaufen und/oder lesen, sind für mich als Buchliebhaber zusätzlich zur eigentlichen Geschichte witzige Anekdoten, die vielleicht nicht immer mit der Realität übereinstimmen, aber zumindest zum Nachdenken und Schmunzeln anregen.

Der Schreibstil von Caroline Kepnes hat mir sehr gut gefallen und ich hoffe, wir werden noch mehr von ihr zu lesen bekommen.

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Mit den Augen eines Stalkers

Joe Goldberg ist Buchhändler und er ist ein Stalker. Als Guinevere Beck die Buchhandlung betritt und dann anschliessend mit einer Kreditkarte bezahlt, googelt er zunächst nur ihren Namen, aber dabei bleibt es nicht...

"You" ist komplett aus der Sicht von Joe geschrieben. Das macht es umso unheimlicher und verursacht eine Gänsehaut wenn man seinen Gedankengängen folgt und miterlebt, was er alles tut, um Informationen über Guinevere (Beck) zu bekommen.

Seit Beck die Buchhandlung betritt, ist Joe völlig von ihr besessen. Er kontrolliert bald E-mails, Telefonate, Kontakte mit Freunden, spioniert ihr nach und hat in kurzer Zeit den kompletten Überblick über Ihr Leben. Dabei versteht er es, sich nach und nach sich in ihr Leben einzuschleichen. Wie zufällig läuft er ihr über den Weg und da er über die sozialen Netzwerke auch Kenntnisse über Ihre Vorlieben und Interessen hat, wird sie bald auf ihn aufmerksam und fühlt sich zu ihm hingezogen. Hindernisse auf dem Weg zu Beck räumt er zur Seite und schreckt auch nicht vor Mord zurück.

Beck selbst ist mir nicht sonderlich sympathisch. Sie ist oberflächlich, nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau und ist ziemlich schlampig. Weshalb Joe ausgerechnet sie ausgesucht hat, weiss wohl nur er selbst.

Gut gefallen haben mir die Hinweise zu den Buchkäufern und die Analysen von Joe, was für Personen welche Bücher kaufen und warum. Da musste ich an einigen Stellen wirklich schmunzeln.

Caroline Kepnes hat einen spannenden Thriller geschrieben, der durch die Erzählsicht und den Scheibstil ein sehr intensives Lesegefühl vermittelt. Ich würde gern mehr von der Autorin lesen, "You" endet so, dass eine Fortsetzung möglich erscheint.

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Stalker

Joe Goldberg ist gleich von Guinevere Beck angetan, als sie in die Buchhandlung kommt, in der er arbeitet. Da sie mit Kreditkarte bezahlt, ist es ihm möglich, mehr über sie herauszufinden. Doch er geht noch weiter. Er hackt ihre Accounts in den sozialen Medien und durchsucht heimlich ihre Wohnung. Von der anderen Straßenseite aus beobachtet er sie ständig. Er inszeniert merkwürdige Vorgänge, um Beck zu verunsichern mit dem Ziel, dass er sich um sie kümmern kann. Egal was sich zwischen ihn und Beck schiebt, er beseitigt das Hindernis, wenn nötig auch durch Mord.
Der Schreibstil der Autorin ist schon ziemlich besonders, aber ich konnte mich nicht mit ihm anfreunden. Die Geschichte wird uns aus der Sicht von Joe geschildert.
Joe ist intelligent und kann sehr charmant sein, wenn er will. Aber er hat auch eine andere Seite. Skrupellos dringt er in das Leben von Beck ein, dabei ist ihm jedes Mittel recht. Hindernisse werden aus dem Weg geräumt und seine Pläne zielstrebig umgesetzt. Wir lernen aber auch seine abstrusen Gedanken kennen. Bei allem was er tut, sieht er sich als Retter und Beschützer. Aber auch Beck ist mir nicht sympathisch. Ich finde sie oberflächlich und ziemlich unbedarft. Ich hatte im Laufe der Geschichte auch den Eindruck, als würde sie mit Joe spielen. Die Nebencharaktere Peach und Benji waren ebenfalls ein wenig sonderbar und Dr. Nicky vergisst, dass er Therapeut ist.
Es ist sehr verstörend, wenn in einer Geschichte nur kranke Personen ihr perfides Spiel treiben und einer schlimmer ist als der andere. Auch die Sexszenen hätten nicht so ausgebreitet sein müssen. Das war mir ein wenig zu viel. Dabei fand ich die Spannung eher flach, vor allem weil es auch einige Längen gab. Zum Schluss ging dann alles recht schnell und ich blieb ein wenig ratlos zurück.
Eine interessante Thematik, kranke Charaktere, aber nicht überzeugend umgesetzt.

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