Ellis Peters: Zuflucht im Kloster

Ellis Peters: Zuflucht im Kloster

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Ellis Peters: Zuflucht im Kloster
Verlag
ET (D)
1988
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Sanctuary Sparrow
ET (Original)
1983
ISBN-13
9783453098442

Informationen zum Buch

Seiten
254

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Es begann so, wie auch die schwersten Stürme beginnen: Mit einem kaum wahrnehmbaren Beben, einem leisen, so entfernten und doch so unheilschwangeren Geräusch, dass jeder, dessen Gehör scharf genug war, es zu vernehmen, sofort die Ohren spitzte und versuchte, alle anderen Geräusche auszuschließen, um sich allein auf diesen Ton zu konzentrieren und die Warnung zu verstehen.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Die Abtei zu Shrewsbury im Jahre des Herrn 1140: Bruder Cadfael und die Benediktinermönche werden aus ihrer österlichen Ruhe gerissen, als sich ein junger Mann zu ihnen flüchtet. Die aufgebrachten Bürger des nahen Dorfes fordern sein Leben, denn er steht im Verdacht, einen Raubmord begangen zu haben. Bruder Cadfael aber glaubt an die Unschuld des Flüchtigen - und als ein weiterer Mord geschieht, zieht der schlaue Mönch aus gefälschten Indizien die richtigen Schlüsse.

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Gemütlicher Mittelalter-Krimi

Kontrastreicher könnte der Fall für Cadfael nicht starten: In das stets geordnete Leben der Mönche platzt eine wilde Verfolgungsjagd. Ein junger Gaukler kann sich mit Mühe und Not vor seinen Verfolgern retten, die ihn des Mordes an einem Handwerker beschuldigen. Als Fremder mit einem wenig ehrbaren Beruf ist er schnell zum einzigen Verdächtigen gemacht. Doch Cadfael hat seine Zweifel an den voreiligen Schlüssen.

Cadfael ist eine gutmütige Figur, die in diesem Buch genau so repräsentiert wird: Er stellt Fragen, hört gut zu und kommt alleine mit Schlussfolgerungen an sein Ziel. Zudem hat er im Stellvertreter des Sheriffs, in Hugh Beringar, einen Verantwortlichen zum Freund. Beringar vertraut stets auf das Urteil Cadfaels, der zwar ein ruhiger Mönch zu sein scheint, dem aber das tägliche Leben der außerklösterlichen Welt keineswegs fremd ist. Genauso erzählt auch Peters: Ihr Stil ist stets ruhig und die Spannung ist zwar kontinuierlich, aber dezent aufgebaut.

Liliwin, der unschuldige Gaukler, ist ein völlig harmloser junger Mann. Etwas farblos vielleicht, aber die Schilderung passt zu seinem kindlichen Auftreten. Dafür stehen starke Charaktere, Dickköpfe und raffinierte Menschen, auf der anderen Seite bei Familie Aurifaber, die ihm den Mord vorwerfen. Diese fechten energisch um ihren Vorteil, während Liliwin sich treu ergeben den Mönchen anschließt und auf Aufklärung hofft. Zwar spielt der Fall im frühen 12. Jahrhundert, historische Fakten und Lebensumstände aber reihen sich eher wie Statisten ein. Im Vordergrund steht die Erzählung um Cadfael und Liliwin. Wer historische Romane schätzt, dem könnte die Mittelalter-Dosis etwas zu klein geraten sein. Dafür ist es interessant, Krimis auf andere Weise als mit detailliert analysierten Spuren gelöst zu sehen.

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Im Dorf Shrewsbury, zu dem auch das Kloster des Hobbydetektivs Bruder Cadfael gehört, herrscht helle Aufregung: während der Hochzeitsfeierlichkeiten für seinen Sohn hat jemand den Goldschmied Walter Aurifaber niedergeschlagen und seinen Geldkasten ausgeräumt, in dem sich Gold und wertvoller Schmuck befand. Die aufgebrachte Menschenmenge ist sich einig, dass der junge Gaukler Liliwin, der bei der Hochzeit aufgespielt hat, der Schuldige sein muss.

Bevor Liliwin von den zornigen Dorfbewohnern ernsthaft verletzt werden kann, retten ihn die Mönche des Klosters und bieten ihm die traditionellen 40 Tage Asyl an, während derer er das Klostergelände nicht verlassen darf.

Cadfael glaubt dem verängstigten Jungen seine Unschuld und kann den Stellvertreter des Sheriffs, seinen guten Freund Hugh Beringar, zumindest überreden, zunächst den Grundsatz "Im Zweifel für den Angeklagten" walten zu lassen.

Bevor der Überfall auf Aurifaber aufgeklärt werden kann, erschüttert ein zweites, schlimmeres Geschehnis Shrewsbury: der Schlosser, ein gutmütiges Klatschmaul und Mieter auf Aurifabers Gelände, treibt tot im Fluss, und schnell ist klar, dass er nicht beim Fischen ertrunken ist, sondern ermordet worden ist.

Für mich war dies der erste Fall mit Bruder Cadfael. Nichts Spektakuläres, sondern gemächliche Spannung im Stil englischer Landhauskrimis, transferiert ins 12. Jahrhundert.

Die Auflösung war ab dem letzten Drittel für mich ziemlich vorhersehbar und letztendlich ein bisschen zu theatralisch, aber insgesamt ist das Buch ein netter kleiner Historienkrimi für zwischendurch mit den (größtenteils) sympathischen Mönchen aus dem Kloster Shrewsbury.

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"Zuflucht im Kloster" ist ein kurzweiliger Roman mit 250 Seiten, den man gut zum Überbrücken einer Wartezeit lesen kann, so wie ich es getan habe. Ich lese eigentlich nie Krimis, denn meistens ist gerade das, was viele spannend finden, für mich langweilig: Die große Suche nach "dem Mörder". Krimi gepaart mit Mittelalter empfand ich zunächst als gute Idee, doch leider merkt man während des Lesens doch deutlich, dass es hier mehr um Spannung, als um historische Fakten oder die Lebensdarstellung im 12. Jahrhundert geht. Schade! Etwas mehr Mittelalter, etwas weniger Krimi, und es hätte mir besser gefallen!

Die Handlung ist irgendwie "nackt": Man lernt Personen lediglich kennen, weil sie in irgendeinem Zusammenhang mit den Verbrechen stehen. Sämtliche Szenen in diesem Buch geschehen nur, um ein Teil des großen Rätsels zu sein und dieses auch teilweise zu lösen. Außerdem sind die Sätze sehr verschachtelt. Gleich der zweite Satz des Buches geht über sieben Zeilen! Klar, man kann sich dran gewöhnen. Weiterhin waren es für meine Begriffe bereits am Anfang viel zu viele Personen und jede hatte irgendetwas mit den Verbrechen zu tun. Ich konnte sie alle überhaupt nicht auseinanderhalten und erst, nachdem ich sie besser kennengelernt hatte, war es mir möglich ein Bild vor meinem inneren Auge zu sehen, wenn ein Name auftauchte. Ich hatte nicht ständig das dringende Bedürfnis weiterlesen zu wollen, aber es war auch nicht so "schlecht", dass ich es weglegen wollte: Denn die Personen waren doch zu interessant und der Ort, der sich vor meinem geistigen Auge manifestierte, war doch zu malerisch, um aufzugeben.

Fazit: Wer kurzweilige, historische Unterhaltung sucht und keine riesigen Ansprüche hat, ist hier bestens aufgehoben.

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