Amanda Prowse: Bis die Flüsse aufwärts fließen

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Amanda Prowse: Bis die Flüsse aufwärts fließen
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Perfect Daughter
ET (Original)
2015
ISBN-13
9783492309295

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Erster Satz
Kaum waren die letzten Gäste aufgebrochen und die übrig gebliebenen Würstchen von Jackie in Klarsichtfolie gewickelt worden, hatten die Frischvermählten die Schuhe abgestreift und lagen nun auf dem gespendeten Doppelbett, den Blick an die Decke gerichtet.

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Mit einer Jacht um die Welt reisen. Mit der großen Liebe im Luxus leben. Im schicken Kostüm zur Arbeit gehen. All diese Wünsche haben sich für Jackie Davies nicht erfüllt. Stattdessen kümmert sich die Ende Dreißigjährige um ihren Mann Pete, ihre zwei Kinder und ihre kranke Mutter. Und manchmal fragt sie sich: Kann das wirklich schon alles gewesen sein? Dann steht plötzlich Sven vor der Tür, ihre Jugendliebe. Er könnte ihr das Leben bieten, das sie sich immer gewünscht hat. Und Jackie muss sich entscheiden – nicht nur zwischen zwei Männern, sondern auch dafür, endlich glücklich zu sein.

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Bis die Flüsse aufwärts fließen

In diesem Roman geht es um Jackie, eine Frau, die es nicht leicht hat in ihrem Leben. Sie hat jung geheiratet und ihre Träume vom großen Geld, schönen Reisen und einem bequemen Leben schnell begraben müssen. Sie ist fest in ihren Alltag eingebunden. Sie kümmert sich um ihren Mann, die beiden Kinder und die demente Mutter, die nach dem Tod des Vaters im Haushalt aufgenommen wurde. Damit ist Jackie auch schon rund um die Uhr beschäftigt. Für ihre eigenen Kinder wünscht Jackie sich ein anderes Leben und macht das auch oft genug sehr deutlich. Selbst verliert sie sich oft in Träumereien und denkt darüber nach, wie es wohl gewesen wäre, wenn sie einen anderen Lebensweg eingeschlagen hätte.

Die Handlung wechselt zwischen Jackies heutigem Leben und der Zeit vor 19 Jahren hin und her. So ist der Leser ganz hautnah an Jackie und ihrem scheinbar verpassten Leben und dem Leben, das sie heute hat, dran.

Die Geschichte verdeutlicht, dass das Leben oft lebenswert ist, auch wenn es nicht so scheint und dass Familie etwas Tolles ist. Sie bedeutet große Anstrengungen, verlorene Wünsche, Diskussionen und Probleme aber auch viele unbezahlbare Momente des Glücks. Dem Spruch auf dem Klappentext des Buches: „Glück ist, was man daraus macht“, kann ich nur zustimmen und Jackie beweist das hier.

Die Autorin Amanda Prowse beschreibt die einzelnen Personen dieser Familie sehr genau und lässt uns auf ihre Sonnen- und Schattenseiten blicken. So ist das Leben nun einmal. Nicht immer leicht, aber lebenswert. Jackies Geschichte hat mich begeistert und emotional sehr berührt.

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(Aktualisiert: 13 November 2016)
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Eine ergreifende Geschichte über Familie und die verschiedenen Arten von Liebe und Glück

Jackie ist fest in ihren Alltag eingebunden. Sie kümmert sich um den Haushalt, ihre beiden Kinder, ihren Mann und ihre demente Mutter. Dazwischen bleibt kaum Zeit für sie selbst. Was sie aufrechterhält sind ihre Träume von einem besseren Leben, in die sie sich gerne flüchtet. In diesem Leben sieht sie sich an der Seite ihrer ersten großen Liebe Sven, der sie vor neunzehn Jahren in Weston-super-Mare zurückgelassen hat.
Wenn sie es schon nicht geschafft hat, dann hofft sie, dass wenigstens ihre Tochter Martha den kleinen Ort verlässt, um zu studieren und in eine bessere Zukunft aufzubrechen. Und während die entscheidenden Prüfungen immer näher rücken, hält das Schicksal einige Überraschungen für Jackie bereit ...

Meine Eindrücke
Je mehr ich über Jackies Leben erfahren habe, umso größer wurde mein Respekt vor ihr und ihrer Geduld. Damit ihre demente Mutter sich bemerkbar machen kann, hat sie eine Glocke bekommen, die sie gerne und oft benutzt um Jackie zu sich zu rufen. Und obwohl Ida keine besonders liebevolle Mutter war, folgt Jackie diesem Ruf mit einer Engelsgeduld, genauso wie sie nie mit ihrem Sohn Jonty meckert, wenn er ihr immer in letzter Sekunde morgens sagt, was er an diesem Tag Besonderes in die Schule mitbringen soll.

Jackie opfert sich für ihre Familie auf und fällt abends erschöpft ins Bett. Wenn sie sich in ihre Tagträume flüchtet, träumt sie von einem schönen und luxuriösen Leben mit dem reichen Sven. In ihren Träumen hat er sie nicht verlassen, sondern sie sind gemeinsam nach Amerika gereist um dort auf einer Farm zu leben und abends in die Sterne zu schauen.

Die Kapitel switchen zwischen den Zeiten – heute und vor neunzehn Jahren. Und so erfährt man nach und nach, was damals passiert ist und welche Ereignisse Jackies Leben bis heute beeinflussen und warum es ihr so wichtig ist, dass ihre Tochter Martha eine bessere Zukunft und ein einfacheres Leben hat.

Doch es geht nicht nur um geplatzte Träume, sondern auch um die besondere Beziehung von Müttern zu ihren Töchtern und die Frage, was Glück bedeutet. Jackie geht davon aus, dass sie glücklich wäre, wenn sie ein einfacheres Leben ohne Geldsorgen hätte, an der Seite von Sven. Doch wäre sie bereit für diesen Traum ihre Familie zu verlassen, die sie so dringend braucht und deren Mittelpunkt sie ist? Und würde sie das wirklich glücklich machen?

Die Autorin hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil, indem sie ausführlich das Leben von Jackies Familie und ihren beschwerlichen Alltag schildert, wodurch ich mich sehr gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen konnte.

Ich habe das Buch gerne gelesen, denn es ist ein Plädoyer für die Familie und dass man alle Probleme lösen kann, solange man zusammenhält.

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Eine sehr emotionale Geschichte

Inhaltsangabe:
Jackie ist mit ihrem derzeitigen Leben nicht zufrieden. Alles dreht sich um die Familie und ihre an Demenz erkrankte Mutter. Dabei hatte sie doch ganz andere Pläne für ihr Leben. Sie wollte mit Sven ein Leben im Luxus führen. Doch leider kam alles ganz anders.

Meine Meinung:
Schade, dass diese tolle Geschichte schon zu Ende ist. Ich hätte ewig weiterlesen können. Die Protagonisten sind so lebendig und zum Greifen nahe dargestellt.

Jackie wirkt auf den ersten Blick mit ihren gehobenen Ansprüchen ziemlich oberflächlich. Doch das ist sie überhaupt nicht.
Sie opfert sich wirklich für ihre Familie und ihre kranke Mutter, die den ganzen Tag rundum Pflege braucht auf. Ich fand es toll von ihr, dass sie nach dem Tod ihres Vater die Mutter, mit der sie sich eigentlich nie richtig verstanden hatte, zu sich genommen hat und in keinster Weise daran dachte, sie in ein Heim zu stecken.
Nur ab und zu schweifen ihre Gedanken ab, zu Sven und dem Leben, dass sie eventuell mit ihm hätte haben können.
Und ihr bietet sich auch nochmal die Gelegenheit, doch ein Leben im Luxus zu führen. Aber wie sich Jackie dann entscheidet, müßt ihr selber lesen.
Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, ihre Zweifel spüren und auch ihre Gefühlsausbrüche verstehen, wenn sie auch damit ihre Tochter ziemlich eingeengt hat.

Pete, Jackies Mann, war mein Lieblingscharakter. Er hat ebenfalls seine Träume zurückstecken müssen, als er sich für Jackie entschieden hat. Doch er hat nie mit seinem Schicksal gehadert, sind seine Familie doch sein und und alles und Jackie seine ganz große Liebe. Nur als diese zu zerbrechen droht, spricht er klare Worte und ich konnte all seinem Handeln nur zustimmen.

Auch ihre beiden Kinder Jonty und Martha mochte ich sehr. Martha muß allerdings sehr darunter leiden, dass ihr Jackie ständig das Leben aufdrängen möchte, das sie nicht haben konnte und leidet daher sehr unter ihren Gefühlsausbrüchen. Doch Martha geht unbeirrt ihren Weg und das fand ich sehr bewundernswert.

Der Schreibstil ist schön flüssig, mitreissend und sehr emotional. Der Schluß paßte für mich perfekt zur Geschichte und zeigt einmal mehr, dass man ruhig mehr Vertrauen zu seinen Kindern haben sollte.
Auch das wunderschöne und romatische Cover möchte ich nicht unerwähnt lassen, hat die Brücke doch auch in der Geschichte eine sehr schöne Bedeutung.

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