Cathrin Moeller: Wolfgang muss weg!

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Cathrin Moeller: Wolfgang muss weg!
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783956491931

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Annemie, hier fehlt schon wieder eine Socke!"

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Handlungsort

Handlungsorte
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Da liegt er nun, ganz friedlich – in der Tiefkühltruhe zwischen Erbsen und Möhrchen: Wolfgang, Annemies Gatte. Einst erfolgreicher Polizist, bekennender Macho, einfallsloser Liebhaber. Jetzt mausetot. Dass es nur ein Unfall war, dafür hat Annemie keine Zeugen. Zum Glück weiß sie als gute Hausfrau, wie man Blutflecken entfernt. Doch als sich plötzlich die anstrengende Schwiegermutter bei ihr einquartiert und Wolfgangs bester Freund beginnt herumzuschnüffeln, begreift Annemie, dass ihr Mann seinen Frieden nicht dauerhaft in der Tiefkühltruhe finden wird. Mit ihrer Schwiegermutter und ihrer besten Freundin Dörte begibt Annemie sich auf eine irrwitzige Odyssee. Vorbei an neugierigen Zöllnern, verzweifelten Ex-Geliebten und einem viel zu attraktiven Carabinieri – immer mit der Leiche im Gepäck.

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(Aktualisiert: 11 August 2015)
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Humorvoll und schräg mit sympathischen und lebendig beschriebenen Figuren

Inhalt
Annemie ist Hausfrau und umsorgt ihren Gatten Wolfgang, wie es dessen Mutter wohl nicht besser tun könnte. Annemie weiß immer, wo Wolfgangs Socken sind und kann es ihm doch nie recht machen. Doch nicht mit Absicht, sondern aus Zufall ist Wolfgang plötzlich tot. Doch wird man ihr das glauben? Kurzentschlossen packt sie ihn erst mal in die Tiefkühltruhe. Doch als sich die Schwiegermutter ankündigt und auch die Nachbarin und sein Freund nach Wolfgang fragen, muss eine andere Lösung her. Und Wolfgang bietet dafür gleich selbst eine Lösung, denn wie es sich herausstellt, hatte dieser auch eigene Pläne, die Annemie und ihre beste Freundin Dörte nun in die Hand nehmen. Eine turbulente Reise beginnt, die bis nach Italien führt, Wolfgang und die anhängliche Schwiegermutter immer mit dabei ...

Meine Meinung
Der Debütroman der Autorin hat mir sehr viel Spaß gemacht. Der Stil ist sehr humorvoll und bietet einige absurde und schräge Situationen. Manchmal wirkt die Handlung dabei natürlich auch überspitzt, aber gerade das passte für mich immer gut zur Figur der eigentlich so braven Annemie und brachte mich öfter mal zum Lachen. Man sollte jedenfalls u. a. Spaß an teils überdrehter Situationskomik haben und für ein paar Stunden vergessen, dass das Verstecken von Toten, Falschaussagen, Diebstahl und Fälschungen eigentlich alles Verbrechen sind. Aber das vergisst man schnell, denn Annemie und ihre Freundin Dörte sind einfach sehr sympathisch und es machte mir richtig Spaß, mit ihnen gemeinsam auf der Flucht zu sein, bzw. ganz neue kriminelle Wege zu gehen.

Neben der dringlichen Aufgabe, den toten Wolfgang loszuwerden, bot die Geschichte noch Spaß beim Rätseln, denn die bei Wolfgang gefundenen Indizien sprechen dafür, dass dieser Dreck am Stecken hatte und das nicht alleine, denn wer ist die junge Frau, deren Foto er auf seinem Handy gespeichert hat? Und was hatten die beiden genau vor? Wie gut, dass Wolfgang Polizist war, so weiß Annemie doch recht gut, wie sie sich zu verhalten oder auch nicht zu verhalten hat, um der Sache auf den Grund zu gehen und dabei möglichst keinen Verdacht auf sich selbst zu lenken. Das bot einige lustige Lesemomente.

So lustig es aber auch war, Annemies Verwandlung von einem Hausmütterchen zu einer selbstbewussten kleinen Gaunerin zu beobachten, so gab es auch ein paar ernste Momente, wenn Annemie über ihr bisheriges Leben nachdachte oder erkannte, dass man in seinem Leben auch etwas Neues beginnen kann, wenn das alte Leben einen nur noch runterzieht. Es muss ja nicht gleich so überdreht werden, wie Annemies Spurwechsel, aber die Botschaft kann man sich trotzdem zu Herzen nehmen.

Mir hat der Roman ein paar lustige und spannende Lesestunden geschenkt, bei denen ich schön abschalten und entspannen konnte.

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Eine sommerleichte Urlaubslektüre

Annemie, gelangweilte Hausfrau knapp vor den 40ern verliert durch einen dummen Zufall ihren nicht mehr geliebten Ehemann Wolfgang. Und sie ist schuld. Was nun? Als Hausfrau weiß sie, im Eis hält Fleisch länger und um Zeit für einen wirklich guten Entsorgungsplan zu haben, friert sie Wolfgang ein. Probleme bekommt sie nur von ihrer Schwiegermutter und Wolfgangs Freund, die Wolfgang natürlich vermissen.
Zusammen mit ihrer Freundin Dörte schmiedet sie einen Plan - und eine irrwitzige Reise beginnt...

Dies ist das erste Buch der Autorin und ich finde, ihr ist dieses Debüt ganz gut gelungen. In dieser Krimödie (Krimi / Komödie) bleibt kein Auge trocken. Die Protagonisten haben mit ihren kleinen und größeren Schwächen gleich mein Herz erstürmt, außer Wolfgang - aber war ja eh nicht allzu lange anwesend. Auch die Nebendarsteller sind alle so gezeichnet, dass ich sie mir gut vorstellen und ich mich in sie hinein versetzen kann.

Die Geschichte selbst ist sehr rasant, locker und leicht geschrieben. Bis auf einige für mich doch zu sehr überzogene Szenen, bei denen ich nicht mehr schmunzeln bzw. lachen konnte, habe ich mich über die Aktivitäten von Annemie und Dörte köstlich amüsiert. Vor allem die superschnelle Wandlung von Schwiegermama hat mir sehr gut gefallen. Aber auch Annemie macht in der Geschichte eine sehr positive Entwicklung durch und sie hat mich immer wieder überrascht.

Ich habe eine spannende und sommerleichte Geschichte gelesen, die ich gerne weiter empfehlen werde.

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Zwischen Erbsen und Möhrchen

Cathrin Moeller - Wolfgang muss weg - mtb

Während Annemie noch im Schlafmodus ist, macht sie ihrem Wolfgang das Frühstück, lässt sich wegen der 6 Minuten Eier anmeckern und die eine verlorenen Socke aus der letzen Wäsche wird auch noch schnell zum Kritikpunkt. Wolfgang, ein motzender Ehemann, wie er im Buche steht. Während er seinen Dienst auf der Wache antritt, schleicht Annemie wieder ins Bett und träumt von einem anderen Leben. Annemie trauert immer noch ihrem Kunststudium hinterher und kann sogar alte Meister imitieren, so auch Picasso. Eine perfekte Fälschung davon steht in der Wohnung herum, zum Aufhängen war es Wolfgang immer zu hässlich, aber gerade dieser "Picasso" hat es in sich und bringt den Ball ins rollen.
Zwischen Wäsche und Hausputz - Ein Tag wie jeder andere? Eines Nachmittags steht plötzlich ein Einbrecher vor ihr, er bekommt sogleich - und vor Schreck - einen nassen Putzlumpen übergeworfen und im Handgemenge löst sich ein Schuss. Der Mann ist tot, aber wieso steckt auf seiner Pistole eine Kartoffel? Ein Schalldämpfer? Annemie bekommt das kalte Grausen, als sie den Putzlappen lüftet und in dem vermeintlichen Einbrecher ihren Ehemann Wolfgang erkennt. Wieso hat er sich von hinten angeschlichen, er müsste doch noch auf der Arbeit sein??
In einem Anflug von Panik hievt Annemie Wolfgang in die Tiefkühltruhe, zwischen Erbsen und Möhrchen friert er jetzt so vor sich hin. Wolfgang war aber auch komisch in letzter Zeit, denkt sich Annemie, das neue Parfum, die rasierte Brust.. Könnte es möglich sein..?
Schwarzhumorige Unterhaltung, das richtige Buch für den Urlaub und für trübe Stunden,
rasant und überdreht.
Kunstfälscher-Krimikomödie mit hohem Schmunzelfaktor!

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Herrlich unterhaltsam

„Wolfgang muss weg“ ist der Debütroman der Autorin Cathrin Moeller. Das Buch ist im Mira Verlag erschienen und umfasst 299 Seiten.
Das Cover und der „schräge Titel“ des Buches waren der Anlass, an einer Leserunde teilzunehmen.
Sehr aussagekräftig ist schon der Sarg, auf dem fett gedruckt der Titel steht, daneben ein Staubwedel und eine Primel. Was sich die Autorin dabei wohl gedacht hat?
Wolfgang ist Polizist und der Ehemann von Annemie. Diese hat seit der Hochzeit die Aufgabe, sich um Haus und Mann zu kümmern und beleibt dabei selbst auf der Strecke. Ein paar Pfunde zu viel, einen Kleiderschrank, den die Motten bestimmt meiden und einen durch und durch strukturierten Tagesablauf. Einzig die paar Stunden im Museum, in dem sie arbeitet, bringen etwas Abwechslung in ihr trostloses Leben. Wolfgang hat allerdings wohl noch ein paar kleine Geheimnisse vor seiner Frau und die werden ihm plötzlich zum Verhängnis und ehe man sich versieht, schaut Wolfgang das Gemüse in der Gefriertruhe von unten an……er ist nämlich mausetot. Nur Annemie hat jetzt ein „dickes“ Problem. Wie bekommt sie den toten Ehemann entsorgt und das möglichst unauffällig?
Als sich dann auch noch die Schwiegermutter anmeldet, die beste Freundin erscheint und Wolfgangs Kumpel Holger auftaucht ist das Chaos perfekt und Annemie muss sich schnell was einfallen lassen. Die biedere Hausfrau wächst bei dieser Aufgabe über sich hinaus.

Der Roman strapaziert an einigen Stellen vermehrt die Lachmuskeln. Flüssig geschrieben mit einem roten Faden, der sich durch das Buch zieht, hat man hier ein lustiges Leseerlebnis für entspannte Stunden. Ein bisschen Krimi, etwas Liebesroman und ansonsten heitere Lektüre, das sind die Zutaten, die Cathrin Moeller hier verwendet hat. Manchmal etwas überzogen und weit von der Realität entfernt sind die Handlungen der Protagonisten, dies tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch. Mann muss es eben nicht so ernst nehmen.
Annemie ist eine Frau, wie sie wohl in mindestens 5 von 10 Ehen vorkommt. Frustriert und feministisch verkümmert durch ihren Ehemann, der ein Weib will, die kocht, putzt und ihm die Schuhe und das Bier an die Couch bringt. Von daher finde ich die Hauptprotagonistin gut ausgearbeitet und ihre Entwicklung nach dem Tod des Gatten nur realistisch. Dabei zur Seite steht ihr ja Dörte, die beste Freundin und das ganze Gegenteil von Annemie. Über sie und Sigrun, die Schwiegermutter, kann man nur herzlich lachen und zumindest Sigrun profitiert ebenfalls vom Ableben des Sohnes.
Von den realitätsfernen Schwächen im Buch mal abgesehen, hab ich mich hier köstlich amüsiert und ich bin gespannt, ob noch mehr Männer in Annemie´s Leben ins Gras …..eh…..ins Gemüse beißen müssen. Ein gelungener Debütroman der Autorin Cathrin Moeller.
Das Buch erhält von mir 4 von 5 Sterne.

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