Joyce Maynard: Der Duft des Sommers

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Joyce Maynard: Der Duft des Sommers
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Labor Day
ET (Original)
2009
ISBN-13
9783442312160

Informationen zum Buch

Seiten
288

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Nur wir zwei blieben übrig, meine Mutter und ich, als mein Vater wegging.

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Handlungsort

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Die Liebesgeschichte des Jahres

Eine Kleinstadt in New Hampshire: Adele, liebenswert, sensibel und seit ihrer Scheidung todunglücklich, lebt mit ihrem 13-jährigen Sohn Henry völlig zurückgezogen in einem kleinen Haus, das sie nur selten verlässt. Bis Henry sie zu einem Einkaufstrip überredet, der ihrer beider Leben für immer verändern wird. Denn im Supermarkt wird Henry von einem Mann angesprochen, der offensichtlich verletzt ist. Er bittet um Hilfe, und Adele nimmt ihn mit nach Hause. Dort stellt sich heraus, dass Frank, ihr überaus höflicher und rücksichtsvoller Besucher, ein entflohener Sträfling ist. Für ein langes, heißes Septemberwochenende gewähren die beiden ihm Zuflucht. Und während Henry in Frank den lange vermissten Vaterersatz findet, entwickelt sich zwischen Frank und Adele eine zarte, innige Liebe. Eine Liebe, für die sie einen hohen Preis zahlen werden ...

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Labor Day

Henry ist 13 und wächst nach der Scheidung seiner Eltern nur bei seiner psychisch angeschlagenen Mutter auf. Nur sehr selten verlassen sie das Haus, um einkaufen zu gehen. Ein Tag soll sein ganzes Leben verändern: In einem Supermarkt trifft er auf einen verletzten Mann, den sie kurzerhand mit nach Hause nehmen.


Die Geschichte wird von Henry erzählt, einem Jungen im pubertierenden Alter. Deshalb erfahren wir auch einiges über seine Schwierigkeiten damit, ein Mann zu werden. Das hat zwar nicht direkt etwas mit dem Inhalt des Buches zu tun, aber ich finde, es gehört dazu. Schließlich ist er der Erzähler und der Leser sollte alles so wiedergegeben bekommen, wie Henry das empfunden hat. Anfangs hatte seine Erzählweise etwas sehr trauriges an sich. Das ist auch verständlich, war er doch kein besonders glückliches Kind. Ich konnte richtig spüren, wie er sich fühlt, und das an jeder Stelle des Buches.

Auch Adele, Henry's Mutter, lernt man genauer kennen und man erfährt einiges über sie, was es leichter macht, sie zu verstehen.

Das Buch handelt von Liebe, aber auch von Schmerz. Ich kann mich nicht wirklich entscheiden, ob ich das Buch jetzt traurig oder schön fand. Es war einfach eine Mischung aus beiden. Die grundlegende Stimmung ist eher eine traurig-depressive, die aber immer wieder aufgelockert wird.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn es mich etwas verwirrt zurück gelassen hat. Zu meinem Freund sagte ich nach dem Lesen nur: "Das Buch war cool, aber irgendwie seltsam. Trotzdem war es cool." Verwirrte Worte. Jetzt würde ich es eher so ausdrücken: Ich fand die Geschichte sehr interessant und vor allem sehr gefühlsbetont. Ich hatte immer das Gefühl, ich könnte genau spüren, wie es Henry geht. Aber natürlich greift man sich als Leser mehr als nur einmal an den Kopf: Wie kann man denn nur einen fremden Mann mit nach Hause nehmen? Ich denke, das Buch soll uns zeigen, dass man nicht zu voreingenommen sein soll und dass in jedem Menschen auch etwas Gutes steckt, wenn man ihm nur die Chance gibt, es zu zeigen.

Ach ja, und ich finde, Henry ist einfach kein Name für ein Kind. Das passt nicht.

In meinen Augen handelt es sich um einen klaren Buchtipp . Leider war es mit nur knapp über 200 Seiten viel zu schnell vorbei.


Edit: Der englische Klappentext verrät viel weniger als der deutsche. Ich fand es ganz gut, nicht von Anfang an zu wissen, wer Frank ist. Wer also, so wie ich, auf Spannung steht und sich gerne überraschen lässt, der sollte den deutschen Klappentext nicht lesen.

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Kein typischer Liebesroman - erzählt aus der Sicht eines 13jährigen

Nachdem ich den Klappentext des Buches gelesen hatte, war ich mir sicher, dass ich einen typischen Liebesroman in der Hand halten würde. Umso überraschter war ich, als in Form der Ich-Perspektive zu erzählen begonnen wird, ich aber aus der Perspektive eines 13jährigen Jungen die Geschichte erzählt bekomme.

Henry erzählt von dem Sommer, als er 13 Jahre alt war. Seine Mutter und sein Vater sind geschieden, er lebt bei der Mutter, die sich immer mehr von der Außenwelt zurückzieht und am liebsten das Haus gar nicht mehr verlassen würde. Bei einem der seltenen Besuche im Supermarkt lesen Henry und seine Mutter Frank auf. Ohne zu fragen, nehmen sie ihn mit zu sich und erfahren erst dann, dass er ein geflohener Verbrecher ist und sich auf der Flucht befindet.
Während sich zwischen Frank und Henry's Mutter eine zarte Romanze anfängt zu entwickeln, kämpft Henry mit dem Eintritt der Pubertät und schließlich endet der Sommer ganz anders, als sie alle gedacht hätten.

Die Erzählperspektive eines 13jährigen war sehr ungewohnt für mich, bei so einem Roman und ich musste mir doch oft in Erinnerung rufen, dass da ein pubertierender 13jähriger schreibt, dem v. a. S.e.x. und nackte Frauen im Kopf herum geistern.
Das Buch beginnt sehr blass: Henry war für mich zu Beginn nur ein Erzähl-Schemen und auch seine Mutter und sein Vater blieben eher im Hintergrund. Im Verlauf des Buches bekommen jedoch die Figuren Konturen und Formen. Ihre Handlungen und Gefühle werden nachvollziehbar und ich als Leser konnte immer besser mitfühlen.

Das Ende hat mich dann tatsächlich zu Tränen gerührt und sehr nachdenklich zurück gelassen, obwohl die Jahre nach dem besagten Sommer nur noch im Zeitraffer erzählt werden.

Alles in allem kein typischer Liebesroman, mit einem eher sperrigen Ich-Erzähler, der mir nicht immer so sympathisch war und den ich oft genug am liebsten geschüttelt hätte. Trotz allem ein schöner Roman, der sich relativ schnell weglesen lässt und doch eine intensive Botschaft transportiert. Wegen der Botschaft vielleicht doch sogar mehr Liebesroman als manch anderes Buch.

Aufgrund des sperrigen Ich-Erzählers und der teilweise sehr anstrengenden Sichtweise eines 13jährigen vergebe ich aber trotzdem nur drei Punkte.

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