Audrey Niffenegger: Die Frau des Zeitreisenden

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Audrey Niffenegger: Die Frau des Zeitreisenden
Verlag
ET (D)
2004
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Time Traveler's Wife
ET (Original)
2003
ISBN-13
9783100524034

Informationen zum Buch

Seiten
540

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Clare: Es ist schlimm, wenn man zurückgelassen wird.

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Handlungsort

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Clare ist Kunststudentin und eine Botticelli-Schönheit, Henry ein verwegener und lebenshungriger Bibliothekar. Clare fällt aus allen Himmeln, jedes Mal aufs Neue, wenn Henry vor ihr steht. Denn Henry ist ein Zeitreisender, ohne jede Ankündigung verstellt sich seine innere Uhr. Plötzlich und unerwartet stürzt er los, nie ist sicher, aus welcher Zeit er kommt und in welcher Zeit er bei Clare landet, aber immer ist sicher, dass er wieder bei ihr sein wird. Als sie sich das erste Mal begegnen, ist Clare sechs und Henry 36, aber in Wahrheit ist Henry nur acht Jahre älter als sie und schon lange mit ihr verheiratet. Absurdes wird zur Normalität. Seine Zeitreisen sind das brennende Geheimnis, das Henry und Clare mit jeder Trennung noch inniger vereint.

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Audrey Niffenegger – Die Frau des Zeitreisenden

Henry kennt Clare schon, seit sie sechs Jahre alt ist – und doch sieht er sie, als sie ihn mit zwanzig Jahren an seinem Arbeitsplatz in der Bibliothek zufällig trifft, zum ersten Mal. Henry ist ein Zeitreisender, was die Liebesbeziehung zwischen ihnen nicht gerade erleichtert.

Die Frau des Zeitreisenden ist einfach schön. In leisen Tönen erzählt Niffenegger die Liebesgeschichte von Clare und Henry, eine Geschichte, die wundersam ist, aber dennoch schlüssig erscheint. Am Anfang steht das Kennenlernen von Clare und Henry, doch später richtet sich der Fokus auch auf die Zeitreisen und was diese mit Henry (und in Folge auch mit Clare) anstellen. Niffenegger hat es geschafft, mir die beiden Liebenden sehr nahe zu bringen und ich habe sie einfach lieb gewonnen. Obwohl lange nicht viel Aufregendes passiert, ist der Erzählstil wunderschön. Wahrscheinlich würde ich es ebenso gebannt lesen, wenn die Autorin Henry Socken stricken ließe.

Gegen Ende wird das Buch sehr spannend. Konnte ich zu Beginn über lange Zeiträume in Etappen lesen und immer wieder zwischendurch pausieren, so musste ich am Ende unbedingt in einem Rutsch erfahren, wie die ganze Sache ausgeht – denn dieses Ende hatte ich nicht erwartet. Erst am Schluss mehren sich die Hinweise und der Ausgang der Geschichte scheint unausweichlich.

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"Die Frau des Zeitreisenden" hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen und es fällt mir schwer, meine Gedanken zu dem Buch zu ordnen. Am Anfang war ich wegen der vielen Zeitsprünge und -reisen etwas verwirrt, doch so langsam entwirrte sich das Chaos und ich konnte der Geschichte gut folgen und habe sie gern gelesen. Die Idee ist originell und die Charaktere lebensecht. Doch je weiter ich las, desto zäher wurde die Handlung. Dies tat meinem Lesefluss zwar keinen Abbruch, doch durch die vielen tragischen Ereignisse von der Mitte bis zum Ende des Romans habe ich nicht wirklich Freude am Lesen gehabt. Als romantisch oder als schöne Liebesgeschichte würde ich "Die Frau des Zeitreisenden" auf keinen Fall bezeichnen.

Irgendwie sind mir Henry und Clare nicht sehr nahegekommen. Ich konnte teilweise nicht nachvollziehen, wie sie ihre Gefühle füreinander entwickelt haben. Bei Clare konnte ich es schon verstehen, schließlich kennt sie Henry schon lange seit ihrer Kindheit, aber bei Henry hatte ich das Gefühl, dass er nur mit Clare aus- und anschließend ins Bett geht, weil sie ihm von ihren gemeinsamen Erlebnissen (die er zu diesem Zeitpunkt noch nicht gehabt hat) erzählt. Diese Liebe erscheint etwas zwanghaft, weil es durch Henrys Zeitreisen so passieren MUSS.

Das Ende ist meiner Meinung nach passend, aber eigentlich war ich nur froh, dass ich das Buch durchhatte. Zuweilen ist es schon recht deprimierend. Dennoch hatte ich auch Spaß beim Lesen, deswegen würde ich bei der Bewertung so um die drei Ratten vergeben.

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Clare kennt Henry seitdem sie 6 Jahre alt ist. Er lernt sie aber in der Gegenwart erst mit 28 kennen. In der Gegenwart ist Henry auch nur 8 Jahre älter als Clare, aber Henry reist durch die Zeit. Von jetzt auf sofort verschwindet er und landet irgendwo. Entweder bei Clare, aber auch ganz woanders. Er kann es nicht steuern, er kann sich nirgends hinwünschen, es passiert einfach. Aber Clare und Henry verbindet ein Leben lang eine große Liebe zueinander. Sie bewahrt ihn davor sich selber aufzugeben und sie akzeptiert ihn so, wie er ist. Während er sein Glück gar nicht so richtig fassen kann...



Das Buch ist nach verschiedene Episoden aufgebaut, die entweder für Clare oder für Henry oder für beide von großer Bedeutung sind. Dabei wird entweder aus der Sicht von Clare oder der Sicht von Henry erzählt, was dem ganzen eine sehr persönliche Note gibt. Ich fand diese Schreibweise mal erfrischend anders und sie gab mir die Möglichkeit mich richtig gut in die beiden Hauptdarsteller hinein zu fühlen. Beide kommen aus einem nicht sehr einfachen Elternhaus und schaffen es aber sich gegenseitig Halt zu geben, was mich auch sehr berührt hat.



Die Idee mit der Zeitreise und die genaue Umsetzung dieser Reisen, fand ich sehr faszinierend. Natürlich sollte man nicht darüber nachdenken, wie das genau möglich sein kann und welches Paradoxon da entsteht, aber als Idee für einen Roman, finde ich das sehr interessant und hat mir sehr gut gefallen.



Auch die Probleme, die mit Henry's Zeitreisen entstehen, sind sehr gut beschrieben und waren für mich gut nachvollziehbar. Es war richtig schön zu lesen, wie die beiden trotzdem ihr Leben meistern und doch relativ glücklich miteinander sind.



Der Roman hat mich so ca. bis zur Hälfte des Buches auch richtig eintauchen lassen und ich war gerne in der zwar chaotischen, aber doch sehr netten Welt von Henry und Clare. Ab so ca. der Hälfte aber nahm das Buch eine für mich teilweise total brutale Form an, die ich ehrlich gesagt in einem Liebesroman nicht erwartet habe und die mich sehr geschockt hat. Die Erklärung, dass Henry seine Zeitreisen nicht steuern kann und immer irgendwo landet, finde ich in Ordnung. Aber diese brutalen Szenen, die da schließlich aufgefahren werden, fand ich ehrlich gesagt nicht mehr nachvollziehbar und irgendwie unpassend. Für mich hat sich dieser Liebesroman im Laufe des Buches fast zu einem Horrorroman entwickelt und das sagt mir gar nicht zu.



Alles in allem hat mich das Buch von Anfang bis Ende sehr mitgenommen. Jedoch muss ich sagen, dass das am Anfang ein positives Mitnehmen war und sich gegen Ende zu einem reinen Entsetzen gesteigert hat.



Sehr schade, weil ich der Meinung bin, dass der Roman wirklich ein sehr schöner Liebesroman hätte sein können: Liebe bleibt auch über Raum und Zeit hinweg erhalten.

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Romane über Zeitreisende gibt es bereits viele. Wer jedoch dieses Buch in die Hand nimmt, sollte alle Erwartungshaltungen in dieser Spezies sofort vergessen. Die ersten Seiten dieses Romans erfüllen den Leser zunächst mit Ratlosigkeit - vielleicht ist man sogar versucht, das Buch wieder zur Seite zu legen. Doch genau dies sollte man nicht tun - hat man sich erst in die diversen Ebenen und Zeithorizonte eingelesen, so legt man dieses Buch nicht mehr aus der Hand. Die Geschichte ist stimmig und absolut schlüssig entwickelt, der Sprachstil anspruchsvoll-flüssig, aber niemals mühsam und ich habe nur eines bedauert: als ich das Buch nach der letzten Seite 'verlassen' musste. Empfehlens- und lesenswert!

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Ich bin mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, weil ich schon viele gute Meinungen gehört habe, und wurde wirklich nicht enttäuscht. Es ist eine Liebesgeschichte, die so ganz anders als alle anderen ist. Wer hat schon die Gelegenheit, seine Frau oder seinen Mann als Kind zu erleben? Henrys Zeitsprünge ermöglichen ungeahnte Betrachtungsweisen, auch wenn sie oft tragisch oder von Melancholie geprägt sind. Sehr schön ist auch, daß in dem Buch wirklich nur Clare und Henry eine Rolle spielen, sonstige Personen sind wirklich nur Beiwerk. Nur ihre Liebe und ihre Beziehung zueinander sind wichtig.

Anfangs fand ich die Geschichte etwas verwirrend zu lesen, kam aber sehr schnell hinein. Sehr schön finde ich auch, daß die Autorin ihre Idee konsequent bis zum Ende durchführt.

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Die Frau des Zeitreisenden

Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden und mir von den Protagonisten ein genaues Bild zu machen. In der Mitte fand ich es relativ langatmig und nichts sagend, im letzten Drittel hat es mir dann doch noch ganz gut gefallen, da dort auch etwas genauer auf das Gefühlsleben der beiden eingegangen wurde. Das Ende hat mir sogar ausgesprochen gut gefallen. Es war kein Super-Happy-End aber auch kein besonders trauriges. Ich fand es schön, dass nicht immer alles nach Plan verlief und die Protagonisten wie immer nur mit ein paar leichten Kratzern davonkommen. Auch die Idee der Zeitreise an sich gefiel mir gut, wenn sie auch nicht immer logisch nachzuvollziehen war

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