Julia Drosten: Die Honigprinzessin

Julia Drosten: Die Honigprinzessin

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Julia Drosten: Die Honigprinzessin
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783000451164

Informationen zum Buch

Seiten
389

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Pass auf!"

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Handlungsort

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Als Alina beim Inline-Skaten mit einem Doppelgänger von George Clooney zusammenstößt, ahnt sie nicht, dass der Unfall ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird. Plötzlich muss die erfolgreiche Marketingmanagerin zehn stechlustige Bienenvölker versorgen. Obendrein glaubt Sven, der gut aussehende Sohn des Unfallopfers, dass sie seinen Vater ködern will. Doch dann verliebt Sven sich in Alina und setzt alles daran, sie mit seinen Kochkünsten zu verführen. Ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang beginnt, denn Alina weiß, dass es in Svens Leben noch eine geheimnisvolle Unbekannte gibt ...

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Bienen, Liebe und Verwicklungen

Ein Zusammenstoß mit dem Imker Georg befördert diesen wortwörtlich ins Krankenhaus - und die aufstrebende Marketingfrau Alina plötzlich in die Situation, sich um tausende von Bienen kümmern zu müssen. Zusätzlich kompliziert wird es, als Georgs attraktiver Sohn Sven auf der Bildfläche erscheint und Alina den Auftrag für die Image-Broschüre eines Unternehmens übernehmen soll, dessen Gifte zwar Nutzpflanzen schützen, aber eben auch Bienen töten…

Nach diversen sehr gelungenen historischen Romanen wagt sich das Autorenduo Julia Drosten diesmal an einen zeitgenössischen Stoff und verbindet die Bedrohung der Honigbiene durch Umwelteinflüsse und Gifte mit einer turbulenten Liebesgeschichte. Das Ergebnis ist ebenso so lehrreich wie unterhaltsam.

Die handelnden Figuren haben alle ihre Ecken und Kanten. Insbesondere die Hauptfigur Alina, zwar schon 27 Jahre alt, aber dennoch oftmals kindisch und naiv, möchte man manchmal an den Schulterm packen und schütteln. Doch Alina hat auch genügend gute Seiten, so dass der Leser sie schnell ins Herz schließt und mit ihr zittert und bangt, egal ob es um ihre berufliche Zukunft oder um ihr – zugegeben – sehr turbulentes Liebesleben geht.

Ein kleines Manko für mich ist die manchmal sehr moderne Umgangssprache in den Dialogen um Alina herum, die ich eher Teenagern als beruflich gestandenen Frauen Ende Zwanzig zuordnen würde. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

FAZIT: Ein unterhaltsamer, sehr kurzweiliger Wohlfühl-Roman, der - ganz nebenbei - nicht mit Informationen über Honigbienen und Imkerei spart.

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Über Bienen und die Liebe

Durch einen Unfall, den die Berlinerin Alina verursacht, lernt sie Georg Westphal kennen, der gravierende Ähnlichkeit mit George Clooney besitzt. Da Georg infolge des Unfalls eine zeitlang im Krankenhaus bleiben muß und sich sein Sohn Sven noch auf hoher See befindet, erklärt sich Alina bereit, sich um die Bienenvölker von Georg zu kümmern. Schnell entdeckt sie ihr Herz für die kleinen fleissigen Bestäuber und erfährt durch Georg, wie wichtig Bienen für unser Öko-System sind. Leider kann Alinas Freund – und Arbeitgeber – Marc ihre Begeisterung für die Bienen überhaupt nicht nachvollziehen. Als Marcs Werbeagentur den Auftrag für eine Imagekampagne eines großen Herstellers für Pestizide übernimmt, gerät Alina in einen Gewissenskonflikt, da Georg genau gegen diese Pestizide ein Verbot in der EU bewirken will.

Das Buch ist in zwölf Kapitel unterteilt, die jeweils einen Monat beschreiben. Jedem Kapitel ist eine kleine Erklärung über das Leben der Bienen in dem jeweiligen Monat vorangestellt, so daß sich nach einem Jahr der Lebenszyklus der Honigbiene schließt. Diese Informationen über die Bienen habe ich mit großem Interesse gelesen, denn die kleinen Brummer haben eine riesige Bedeutung für unseren Planeten; nicht umsonst sagte schon Einstein: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“

Zusammen mit Alina bekommt der Leser durch Georg sehr viel Wissen vermittelt, was die Imkerei und die Pestizide anbetrifft, die das Leben der Bienen bedrohen.

Aber nicht nur die Liebe zu den Bienen spielt eine Rolle, sondern natürlich auch die Liebe zweier Menschen, deren Anfang ziemlich holprig ist. Daß das mit der Liebe nicht so glatt läuft, liegt vorallem an der Figur der 27-jährigen Alina, die gerne Dinge falsch interpretiert und schnell handelt, ohne sich vorher großartig über die Konsequenzen klar zu werden.
Dabei hat sie mir am Anfang richtig gut gefallen, wie sie sich nach dem Unfall um Georgs Bienen kümmert, obwohl sie bisher mit diesen Tieren überhaupt nichts am Hut hatte; aber sie ist sich bewußt, daß sie schuldig an dem Unfall ist und ihn nicht im Stich lassen kann. Je mehr sie sich mit den Bienen beschäftigt, umso faszinierter ist sie von deren Leistungen.

Leider benimmt sich Alina in der Liebe stellenweise sehr kindisch und naiv, daß ich sie manchmal am liebsten geschüttelt hätte, wenn sie mal wieder nicht in der Lage ist, ein klärendes Gespräch herbeizuführen, sondern sich lieber zickend und beleidigt zurückzieht. Ihre beste Freundin Daniela versucht immer wieder auf sie einzuwirken; Daniela empfand ich sowieso als eine tolle Freundin, auch scheint sie mir insgesamt bodenständiger als Alina zu sein.

Das erste Zusammentreffen zwischen Georgs Sohn Sven und Alina ist alles andere als erfreulich, da sich Sven ziemlich daneben benimmt, kann sich dann aber doch noch berappeln. Insgesamt kam mir Sven reifer als Alina vor. Nur gut, daß Georg so geduldig mit den Beiden ist; er ist der ruhende Pol in der Geschichte, der souverän den Kampf gegen die Firma Walbaum führt und dabei nicht böse über Alinas Unterstützung ist.

Das Buch ist sehr kurzweilig geschrieben, die Mischung aus Bienenwissen und der Liebesgeschichte hat mir gut gefallen.

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Die Honigbiene sichert unsere Nahrungsgrundlage

Die 27jährige Alina ist auf ihren Inlinern unterwegs und vollkommen in Gedanken versunken als sie den Weg eines Radfahrers kreuzt. Leider kann Georg Westphal nicht mehr ausweichen und stürzt. Auf seinem Fahrradanhänger befinden sich Kisten mit Bienenvölkern, die Georg Westphal – der ein Zwillingsbruder von George Clooney sein könnte – an einem anderen Standort deponieren wollte. Durch seinen Sturz erleidet er eine so schwere Verletzung, daß er längere Zeit im Krankenhaus bleiben muss. Da sein Sohn Sven sich auf Hoher See befindet, bittet Georg seine Unfallverursacherin Alina sich um die Bienen zu kümmern. Widerwillig erklärt Alina sich dazu bereit doch nachdem sie Bekanntschaft mit den Bienen gemacht hat, verändert sich ihr ganzes Leben.

Meine Meinung:

Das Buch „Die Honigprinzessin“ von Julia und Horst Drosten erzählt zum einen eine Geschichte, nämlich die Geschichte von Alina, ihrem Freund Marc, ihrem Unfallopfer Georg und seinem Sohn Sven und wie sich ihr Leben miteinander verknüpft und zum anderen dreht sich das Buch um ein hochaktuelles Thema: Das Bienensterben.

Alina ist 27 Jahre alt und arbeitet in der Werbeagentur ihres Freundes Marc. So ganz glücklich scheint sie in ihrer Beziehung nicht mehr zu sein, denn genau darüber macht sie sich Gedanken als sie mit Georg Westphal zusammenstößt. Andererseits kann sie durch ihren Job und die Selbständigkeit ihres Freundes ihrer Shoppingleidenschaft nachgehen ohne sich Gedanken über Preise machen zu müssen. Durch ihre Bereitschaft sich um Georgs Bienen zu kümmern macht Alina eine Wandlung durch und das hat Auswirkungen auf ihr Privatleben.

Marc, Alinas Freund, denkt überwiegend an seine Karriere und sieht seine Freundin oftmals nur in der Rolle seiner Angestellten. Seine hochgestochene Business-Sprache wirkt oft Fehl am Platz und lächerlich, aber wenn er nicht so wäre, würde sich Alinas Leben auch nicht so drastisch ändern. Mit Bienen kann er so gar nix anfangen, leider.

Georg Westphal ist ein sehr bodenständiger Mensch dem die Natur und die Umwelt nicht egal sind. Durch das Hobby der Imkerei liegt ihm insbesondere das Bienensterben bzw. der Auslöser dafür am Herzen. Er kämpft gegen den Hersteller eines Pestizides, genauer gesagt eines Agrargiftes der Gattung Neonicotinoide.

Sven Westphal ist eigentlich Koch auf einem Schiff und kommt nur vorübergehend an Land um seinen Vater zu unterstützen der nach seiner komplizierten Operation nur mit Hilfe eines Stocks gehen kann. Neben Georg ist hauptsächlich Sven für die größte Veränderung in Alinas Leben verantwortlich.

Jedes der 12. Kapitel in diesem Buch ist mit einer einleitenden Information über das Leben in einem Bienenstock versehen. So bekommt man einen Einblick was genau und zu welcher Jahreszeit passiert.

Schon Albert Einstein sagte:

„Wenn die Biene von der Erde verschwindet,
dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben“

Gerade während wir in gemeinsamer Runde das Buch lesen fallen mir täglich Artikel auf die sich mit genau diesem Thema befassen.

Beispielsweise eine Meldung von Greenpeace Schweiz am 26.06.2014
„Eine Studie der «Task Force on Systemic Pesticides» zeigt die vielfache Gefährdung von Ökosystemen und der Artenvielfalt durch schädliche Agrargifte wie die Neonicotinoide“

http://www.greenpeace.org/switzerland/de/News_Stories/Newsblog/pestizide-bedrohen-artenvielfalt/blog/49725/

Vielleicht werden die Bienen nur noch durch die Tatsache geschützt, daß ca. 85 % der landwirtschaftlichen Erträge im Obst- und Pflanzenbau von der Bestäubungsleistung der Honigbienen abhängt. Diese Bestäubungsleistung von Hand zu erbringen ist vermutlich nicht möglich – zum Glück für die Bienen.

Ich mag es sehr wenn man in Büchern neben dem Unterhaltungswert auch noch etwas lernen kann/darf und von daher war das mal wieder ein Buch das mir sehr viel mitgibt auf meinen weiteren Weg.

Herzlichen Dank Julia und Horst Drosten.

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