Bewertungsdetails

Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Ein gelungenes Debüt aus Australien

Die Blue Mountains, New South Wales, Australien.

2013 leidet Monika an Alzheimer, doch in lichten Momenten fragt sie immer wieder, was aus Angie, "dem Mädchen, das unsere Herzen brach", geworden ist. Ihre Tochter Lisa beschließt daraufhin, herauszufinden, wer dieses Mädchen war, warum sie sämtliche Herzen gebrochen haben soll und was aus ihr geworden ist.

1914 lernen wir die junge Angela 'Angie' Wood kennen, die unbedingt auf die Geburtstagsparty ihres Freundes Robbie möchte, aber nicht darf. Den Eltern des 13jährigen Robbie gehört ein Luxushotel auf den Klippen und als am Ende des Tages ein Kind tot ist, wird aus dem Hotel "The Palace" ein Palast der Tränen...

Die zentrale Figur des Romanes ist Adam Fox, der von seinem Hotel regelrecht besessen ist und seine zweite Frau und seine Familie über alles liebt. Doch die Geschichte wird aus der Sicht der Frauen erzählt, die allesamt mit Fox verbunden sind. Lisa, die über ihre im Sterben liegende Mutter Monika von Angie hört, ist Adams Enkelin und diejenige, die die Familiengeschichte aufrollt und somit eine Tragödie und etliche Geheimnisse enthüllt.

Ein Kernthema des Romanes ist die Situation deutscher Einwanderer und ihrer Nachkommen rund um den I. und II. Weltkrieg. Selbst wenn viele Deutschstämmige längst angekommen, integriert und eingebürgert waren, wurden sie mit dem Beginn des Krieges schnell stigmatisiert und schon bald als mögliche Spione interniert. Das Lager, von dem der Autor Julian Leatherdale erzählt, hat tatsächlich existiert und ist ein Zeichen der aufkommenden Deutschfeindlichkeit, die vor allem der II. Weltkrieg in vielen englischsprachigen Ländern entfachte. Dass dies auch in Australien der Fall war, habe ich allerdings erst mit der Lektüre dieses Buches erfahren.

Mich hat Julian Leatherdale mit seinem Mix aus historischen Fakten und einer einfühlsamen und zugleich spannenden fiktiven Handlung komplett überzeugt. Die Geschichte wird in der dritten Person aus verschiedenen Blickwinkeln, die für unterschiedliche Zeiten stehen, erzählt und macht somit einen guten Überblick möglich. Ich konnte die einzelnen Perspektiven nachvollziehen, mich gut in die Charaktere eindenken und damit auch in die Handlung abtauchen. Zudem halten gelungene Wendungen die Spannung konstant hoch, so dass mich das Buch wirklich gefangen hielt...

Für mich ein sehr überzeugendes Debüt, das mich auf ganzer Linie überzeugt hat! Es hat mich während der Lektüre kaum losgelassen.

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