Bewertungsdetails

Liebe & Erotik 2219
"Ich liebe dich, Jason - aber auch ihn."
Gesamtbewertung
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert
 
3.0
Charaktere
 
2.0
Sprache & Stil
 
4.0
Charlotte ist glücklich verheiratet mit Jason. Bei ihrer Arbeit in einer Anwaltskanzlei wird der gutaussehende Dominic ihr neuer Vorgesetzter. Beide verstehen sich auf Anhieb, bis Charlotte merkt, dass sie sich in Dominic verliebt hat. Doch sie liebt auch Jason. Wie soll sie mit der Situation umgehen?

Charlotte als Hauptfigur war mir leider nicht besonders sympathisch. Das liegt nicht daran, dass sie sich in zwei Männer gleichzeitig verliebt, sondern daran, dass sie so übertrieben wirkt. Sie und Jason sind schon lange verheiratet, doch natürlich lieben sie sich wie am ersten Tag und turteln die ganze Zeit wie zwei Teenager. Auch Charlottes Reaktionen und Gedanken haben mich oft an eine emotional nicht gefestigte 15jährige erinnert – gepaart mit einer merkwürdigen Mischung aus Begehren und Beziehungsstreben.

Dominic geht sehr cool mit der Situation um, für meinen Geschmack etwas zu cool. Und auch Jason willigt relativ schnell in eine Dreiecksbeziehung ein – natürlich aus unsterblicher Liebe zu Charlotte, die er nicht unglücklich machen will. Eigene Bedürfnisse und Wünsche rücken da nach ein paar Gesprächen komplett in den Hintergrund. Ich kann mir zwar grundsätzlich schon vorstellen, dass so ein Beziehungsmodell funktionieren kann, aber doch nicht so überstürzt.

Wenig überzeugend war auch die Szene, in der Charlottes Ex-Chef wie ein Glückskeksorakel zu ihr spricht. Gut gefallen hat mir hingegen, dass später auch noch die Reaktionen anderer Menschen dargestellt wurden und dass dann doch nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen war. Als Nebenhandlung bekommt man noch einen Fall der Kanzlei mit. Dieser war nett zu lesen und sorgte dafür, dass die Handlung realistischer wirkte, da neben dem Beziehungswirrwarr noch ein anderer Bereich von Charlottes Leben gezeigt wurde.

Teilweise hatte ich das Gefühl, die Autorin schreibt hier über ein Leben, dass sie vielleicht selbst gerne ausprobiert hätte: Eine Frau mit erfolgreichem, liebenswerten Mann, eigenem Haus und tollem Job bekommt dazu noch einen heißen, reichen Lover, der sie ebenfalls auf Händen trägt.

Nachdem das Buch anfangs sehr klischeehaft und oberflächlich wirkt, wird die Geschichte dann doch noch interessant und als Leser beobachtet man gespannt, wie Charlotte und die beiden Männer mit dem Interessenskonflikt umgehen und eine gemeinsame Lösung finden. Ein Buch zu einem ungewöhnlichen Thema und ich finde es trotz aller Kritik gut, dass „Auf die andere Art“ geschrieben wurde. Es gibt eben Beziehungsformen und Lebensweisen, die von unserer Norm abweichen und umso wichtiger ist es, davon zu erzählen.
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