Bewertungsdetails

Zwischen Liebe, Lüge und Schlagobers
Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
2.0
Sprache & Stil 
 
4.0
Charlotte ist mehr oder weniger zufrieden mit ihrem Leben. Sie wohnt mit ihren besten Freundinnen zusammen in einer Traum-Wg. Mit Eddie, ihren Traummann ist sie schon seit zwei Jahren zusammen. Und auf ihrer Arbeit, im Hotel Elisabethhof im Herzen Wiens, darf sie ihren Traumberuf als Patissière nachgehen.
Alles könnte so wunderbar sein, wenn Eddies Eltern sie nur endlich als seine Freundin akzeptieren würden. Und, Schreck lass nach, der Elisabethhof soll einen neuen Chef kriegen.

Die Geschichte hat mir ganz gut gefallen. Es war jetzt nicht der spannendste Plot in diesem Genre, aber auch noch lange nicht der schlechteste.
In Charlotte bekommt der Leser eine äußerst sympathische Protagonistin die tollpatschiger nicht sein könnte. Sie stolpert von einer witzigen Situation in die nächste. Und um nicht als Trottel dazustehen, verstrickt sie sich immer tiefer in eine Lügengeschichte.
Stellenweise gab es also ganz witzige Momente. Dennoch hat mir etwas Leidenschaft zwischen den Figuren gefehlt. Ich fand die Nebenfiguren hierbei etwas zu blass und das obwohl es mehr als genug Gelegenheiten für Konflikte gegeben hätte.
Zum Beispiel mit Linda, die Charlottes Kollegin und eine fiese, falsche Schlange ist. Oder mit Alex, Charlottes bester Freund, mit dem es etwas geknistert hatte. Ein wenig mehr "auf dem Tisch hauen" hätte auch dem Eddie gut getan. Von dem kam ja fast gar nichts. Meinetwegen hätten die Fetzen auch mit Kati fliegen können. Wegen einem gewissen Date. Aber irgendwie sind sämtliche Figuren viel zu harmoniesüchtig, da wurde nie einer laut.
Selbst dann nicht als Charlottes Lügengebilde in sich zusammen fällt. Da hätte der Belogene mal richtig ausflippen können. Ein wenig wütend rumschreien oder mit der Türe knallen. Aber da war nur ein wenig heiße Luft und sonst gar nichts. Für mich war da viel verschenktes Potenzial.
Nur Eddies Eltern hielten da nicht vor dem Berg. Sie gefielen mir richtig gut mit ihren Gemeinheiten Charlotte gegenüber. Besonders die Mutter. Mann hat die ein freches Mundwerk. Schade dass die nur so eine kleine Rolle bekommen hatten.
Der Stil der Autorin liest sich ganz angenehm. Für einen Erstling ganz ordentlich auch wenn es hier und da ein paar Längen gab.
Zu jedem Kapitel gibt es ein Rezept für eine österreichische Leckerei. Nette Idee, wie ich finde.
Das nächste Buch würde ich vielleicht auch noch lesen, dann würde ich mir aber mehr Pfeffer in der Geschichte wünschen.
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