Bewertungsdetails

So spannend wie Kamillentee
Gesamtbewertung 
 
2.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
1.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
3.0
Laurie lebt ihren Traum. Sie hat mit ihrem kleinen Teeladen in der legendären Valerie Lane, ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Ihr Leben könnte allerdings in Sachen Liebe einen kleinen Schubser in die richtige Richtung vertragen.
Jeden Dienstag wartet sie sehnsüchtig auf Barry, ihren Teeliferanten. Doch auch von seiner Seite aus scheint nichts zu kommen.
Bis Orchid, Lauries gut aussehende Freundin, um die Ecke kommt.

Auf diesen Roman hatte ich mich wirklich wochenlang gefreut.
Leider folgte nach den ersten Kapiteln schon die Ernüchterung, denn das Buch ist total langweilig. Und mir tut das wegen der Autorin so leid, weil die doch immer so nett mit ihren Fans ist. Und diese "Nettigkeit" färbt leider total auf das Buch ab, irgendwie...

Alle sind sie total nett in diesem Buch. Angefangen mit den Frauen aus der Valerie Lane. Sie sind zu fünft und jede von ihnen hat einen Laden. Und alle sind sich einig dass sie in Valeries Fußstapfen treten wollen, der Namensgeberin der kleinen Straße.
Das bedeutet dass jeder, der Probleme hat, in der Valerie Lane ein offenes Ohr finden soll. Niemand darf sich alleine fühlen und niemand darf abgewiesen werden.
So kommen die Frauen ständig zusammen und benehmen sich so harmoniesüchtig dass es fast lächerlich wirkt. Die Dialoge untereinander kamen mir immer so gekünstelt rüber. So gestelzt und unecht.
Die Handlung plätschert bis zur Hälfte nur so dahin. Die Figuren und Läden werden zwar alle vorgestellt, aber so dauert es auch bis überhaupt mal was interessantes passiert. Bis dahin: Laurie verpackt Tee, Laurie dekoriert um, Laurie geht zum Flohmarkt, Laurie mischt eine neue Teemischung,...

Leider konnte mich auch die Liebesgeschichte zwischen Laurie und Barry nicht überzeugen. Es ist von Anfang an klar dass die beiden aufeinander stehen. Und deswegen ist auch von Anfang an die Spannung raus. Denn es stellt sich nur die Frage WANN die Beiden sich bekommen, und nicht OB und WIE. Schade eigentlich. Ein wenig Feuer hätte da nicht geschadet. Hier fehlen eindeutig ein paar saftige Konflikte. Der einzige kleine Streit im Buch löst sich quasi von alleine, und das nur ein paar Seiten später. Keiner musste für die Liebe kämpfen, nie fliegen die Fetzen. Kein hoffen und bangen für den Leser.

Was mir allerdings wirklich gut gefiel war die bildhaft beschriebene Valerie Lane. So einen Teeladen würde ich mir in unserem Ort wünschen, da wäre ich Dauergast. Die Autorin hat es außerdem geschafft dass ich die ganze Zeit Lust auf Tee hatte beim lesen. Gar nicht auszudenken wie schlimm das wird wenn die "Chocolaterie der Träume" dran ist. Tee hat wenigstens keine Kalorien.
Auch der Stil ist angenehm, die Seiten lesen sich weg wie nix.
Ich hoffe nun dass nur der erste Band der Reihe so ist wie er ist. Vielleicht liegt es ja daran dass mal alle vorgestellt werden mussten und das deswegen vielleicht der Plot drunter gelitten hat?
Keine Ahnung, ich hoffe es für die Autorin. Denn ich weiß dass sie es besser kann.

Fazit: Ein Roman ohne Handlung, aber wenigstens haben sich alle lieb.
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