Bewertungsdetails

Liebe & Erotik 1631
Gegensätze ziehen sich an
Gesamtbewertung
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert
 
4.0
Charaktere
 
4.0
Sprache & Stil
 
4.0
Die Schülerin Emma Southerly lernt auf einer Party einen attraktive jungen Mann kennen. Doch am nächsten Tag findet sie heraus, dass er Jameson West ist - der Sohn des Mannes, der die berufliche Existenz ihres eigenen Vaters zerstört hat. Aber nicht nur das: Jamesons Vater wird tot aufgefunden und Jameson gilt als Hauptverdächtiger. Kann Emma ihm dennoch vertrauen? Und schafft sie es, den ihr anerzogenen Hass gegenüber den Wests zu überwinden?

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Emma erzählt. Inmitten des funkelnden Nachtlebens von Las Vegas stammt sie selbst aus einfachen Verhältnissen und einer kaputten Familie. Ihre Schwester starb vor einem Jahr, ihre Eltern sind getrennt, ihr Vater ist Alkoholiker und Emma muss neben der Schule das Familienunternehmen aufrechterhalten.

Emma wirkt deshalb oft sehr abgeklärt und bodenständig, was sie mir direkt sympathisch machte. Sie ist der Typ Mädchen, der lieber Jeans und T-Shirt als Kleider und High Heels trägt. Ich habe allerdings bis zum Schluss nicht verstanden, wieso sie so eng mit Josie, ihrer besten Freundin, befreundet ist. Nicht nur deren Kleidungsstil, sondern auch ihre Einstellungen zum Leben und zur Liebe sind komplett gegensätzlich.

Das Thema Gegensätze zieht sich durch das gesamte Buch. Arm und Reich; Sorgen und Sorglosigkeit; Glück und Unglück; Leben und Tod; Glamour und Gebrauchtwaren... Einerseits macht genau das den Reiz von "Game of Hearts" aus, andererseits wirkte es teilweise etwas übertrieben. Es ist sicherlich kein Zufall, dass die Protagonisten mit Nachnamen Southerly und West heißen. So wie ihre Namen verschiedene Himmelsrichtungen beinhalten, stammen sie ebenfalls aus komplett unterschiedlichen sozialen Schichten.

Die Geschichte eines modernen Aschenputtels, wie sie momentan in jedem zweiten Young-Adult-Roman auftaucht, wird hier von einem Mordfall überschattet. Mir hat die Kombination sehr gut gefallen, da der simplen Handlung so eine weitere Dimension hinzugefügt wurde. Auch wenn in diesem ersten Band der Trilogie der Fokus eher auf der Entwicklung einer Beziehung zwischen Emma und Jameson lag, habe ich mir beim Lesen bereits Gedanken über den Täter und das Motiv gemacht. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der bereits andeutet, dass dies im zweiten Band mehr in den Mittelpunkt rücken könnte.

Der Schreibstil der Autorin hat mir außerordentlich gut gefallen. Man kann sich zusammen mit Emma für eine Nacht fallen lassen und in der Geschichte versinken. Ein wenig störten mich allerdings einige kitschige Formulierungen, sobald die Sprache auf Jameson kam, der natürlich nicht nur Augen hat, die "wie Blitze an einem stürmischen grauen Himmel" funkeln, sondern dazu noch "eine markante Kinnpartie, die von Genen geprägt und gemeißelt wurde, die dem Rest der Menschheit bei Weitem überlegen sind."

Alles in allem habe ich das Buch aber sehr gerne gelesen. Ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht und freue mich schon auf den zweiten Band. "Game of Heart" ist ein schönes Buch für zwischendurch und ich würde es allen Leserinnen von Young-Adult-Romanzen empfehlen.
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