Dorothea Böhme: Ein Dorf zum Verlieben

Dorothea Böhme: Ein Dorf zum Verlieben

 
3.7
 
3.8 (4)
408   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Dorothea Böhme: Ein Dorf zum Verlieben
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783734103384

Informationen zum Buch

Seiten
320

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Richard deutete nach oben.

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Was Wanda will: Yoga unterrichten und vielleicht noch dem einen oder anderen Dorfbewohner aushelfen. Was Wanda nicht will: an ihre Jugendliebe Richard denken, auf keinen Fall! Außerdem will sie nicht verkuppelt werden, schon gar nicht von ihren bislang verfeindeten Großmüttern, die auf einmal ein Herz und eine Seele zu sein scheinen. Was Wanda nicht weiß: Das ganze Dorf verschwört sich gegen Richard, der nach zehn Jahren plötzlich als Arzt wieder auftaucht. Aber haben sie da die Rechnung vielleicht ohne Rücksicht auf Wandas Gefühle gemacht? Denn ihr Herz gerät immer noch aus dem Takt, wenn sie an ihn denkt …

Autoren-Bewertungen

1 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
3.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0  (1)
Charaktere 
 
3.0  (1)
Sprache & Stil 
 
4.0  (1)
Gesamtbewertung 
 
3.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Ein Dorf zum Verlieben

Wanda ist Yogalehrerin und lebt seit ihrer Kindheit in Osterbüren, dem Dorf, in dem sie sich einst in den jungen Richard verliebte, der dann plötzlich fortzog und an dem ihr Herz immer noch hängt, obwohl sie nie wieder etwas von ihm gehört hat. Richard ist Arzt, lebt in München und steht dank seiner Verlobten Janine und deren bekanntem Vater vor einer großen Karriere als Schönheitschrirurg. Als er aber an seiner alten Universität einen Aushang des Dorfarztes von Osterbüren für eine Urlaubsvertretung und einen Nachfolger entdeckt, werden alte Heimatgefühle in ihm wach. So entschließt er sich die Urlaubsvertretung in Osterbüren anzutreten und das nicht ohne den Hintergedanken dort vielleicht auch Wanda, seiner Jugendliebe, zu begegnen.

Richard hat aber die Rechnung nicht mit Wandas Großmüttern Gertie und Maggie und den übrigen Dorfbewohneen gemacht. Diese jedenfalls wollen mit aller Macht verhindern, dass Wanda und Richard aufeinandertreffen und machen dafür auch vor den verrücktesten und teilweise auch gefährlichsten Aktionen keinen Halt.

So ist „Ein Dorf zum Verlieben“ für Richard eher ein Dorf zum wundern oder zum verzweifeln. Wer weiß das schon genau? Jedenfalls ist Richard über das Verhalten einiger Dörfler mehr als irritiert, kann sich aber keinen Reim darauf machen. Er ist viel zu sehr Arzt und seinen Prinzipien treu und vergisst dabei oft genug auch einmal Dinge zu hinterfragen.

Diese Geschichte ist eine schräge und zugleich lustige Komödie, die vielleicht an manchen Stellen etwas zu weit geht. So sind die beiden Großmütter wirklich überspitzt gezeichnet. Wer jedoch gerade offen für eine so verrückte Geschichte ist, dürfte hier voll auf seine Kosten kommen. Dabei sollte er sich nicht von der idyllischen Darstellung auf dem Cover irritieren lassen. Osterbüren und seine Bewohner sind eigenwillig und bestätigen durch ihr Handeln viele Klischees über das Landleben.

Für einige lustige und sorgenfreie Lesestunden ist „Ein Dorf zum Verlieben“ jedenfalls perfekt.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

4 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
3.8
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.5  (4)
Charaktere 
 
3.8  (4)
Sprache & Stil 
 
4.0  (4)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Richard muss weg!

Wanda ist Yogalehrerin. Sie lebt immer noch in dem fiktiven kleinen Ort Osterbüren im Münsterland, in dem sie aufwuchs, ist dort äußerst beliebt bei Jung und Alt und hilft, gute Seele, die sie ist, wo immer sie kann.
Aber ein geheimer Kummer nagt an ihr - und das schon seit vierzehn langen Jahren!
Der Kummer heißt Richard, ist ihre Jugendliebe, oder besser: die Liebe ihres Lebens, und eine Verkettung unglücklicher Ereignisse, die dem Leser bis zum Schluss unbekannt sind, hat sie vor all den Jahren von ihm getrennt. Das hat sie nie verwunden - und das ganze Dorf weiß nicht nur darüber Bescheid, sondern nimmt auch regen Anteil daran!
So ist es nicht verwunderlich, dass, als Richard, inzwischen Mediziner, eines Tages nach Osterbüren zurückkommt, um den örtlichen Hausarzt zu vertreten, ein aberwitziges Komplott geschmiedet wird, das darauf zielt, ihn zunächst einmal von Wanda fernzuhalten und ihn dann mit allen Mitteln aus dem Dorf zu vertreiben.

Dieses Komplott zieht sich durch den größten Teil des munteren Romans, der mit einer Anzahl schrulliger und zu allem entschlossenen Charaktere aufwartet, allen voran Wandas beiden Großmüttern, die unterschiedlicher nicht sein können. Sie sind in der Tat die Anführerinnen und schrecken vor nichts zurück, um ihre geliebte Enkelin vor dem vermeintlich treulosen "Bösewicht" Richard zu schützen. Dabei schießen sie nicht nur einmal gewaltig übers Ziel hinaus - sehr zum Amüsement der Leserschaft....

Der Roman ist spritzig und voll mit skurrilen Einfällen, wobei das Happy End natürlich vorprogrammiert ist!
Natürlich sind die Charaktere und ihre Aktionen überspitzt dargestellt, aber das macht auch ihren Reiz aus!
Und ganz nebenbei bekommt man einen nicht unrealistischen Einblick in die Strukturen des Dorflebens, die auch darauf basieren, dass lebhaft Anteil genommen wird an den Mitbürgern, was bis zur unwillkommenen Einmischung reichen kann - wie hier im Falle der Roman-Wanda.
Und wenn man sich von Anfang an darüber im Klaren ist, dass man mit Dorothea Böhmes Buch einen leichten, unbeschwerten Unterhaltungsroman vor sich hat ohne intellektuellen Anspruch, steht dem entspannten, heiteren Lesevergnügen nichts mehr im Wege!

Ich habe den Roman bis zum Ende genossen, wie man einen schönen, unbeschwerten Sommertag genießt - und gelegentlich laut gelacht!
Eine erfreuliche Abwechslung vom Alltag - und für alle zu empfehlen, die einfach mal abschalten und nicht in jeder Geschichte einen tieferen Sinn finden wollen!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Ein Dorf hält zusammen

Inhalt:
Wanda und Richard, jung und verliebt, leben in einem Dorf im Münsterland. Richard zieht nach München zum Studium, die beiden verlieren sich aus den Augen - aber nicht aus dem Sinn! Zehn Jahre später kehrt Richard zurück nach Osterbüren. Die Dorfgemeinschaft, allen voran die beiden Omas von Wanda, wollen um jeden Preis verhindern, dass das ehemalige Liebespaar sich trifft. Ob das wohl gelingt?

Meine Meinung:
Dorothea Böhme hat einen herrlich leichten und unterhaltsamen Roman geschrieben. Man ist sofort mittendrin im Geschehen und kann nur den Kopf schütteln über die Machenschaften der Dorfbewohner. Die Charaktere sind herrlich gezeichnet, jeder ist auf die eine oder andere Art verrückt. Die beiden Omas von Wanda, Gertie und Maggie, könnten gegensätzlicher nicht sein. Sie sind die Initiaoren der Aktion "rettet Wanda vor Richard" und haben schnell das gesamte Dorf auf ihrer Seite. Sie raufen sich zusammen und tun alles dafür, gehen (fast) über Leichen, damit Richard und Wanda nicht aufeinander treffen. Die beiden merken nichts davon, wundern sich nur über manch merkwürdige Geschehnisse. Manches, was die Horror-Clique veranstaltet hat, erschien mir etwas übertrieben aber es hat irgendwie gepasst.
Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass die beiden wieder zusammenkommen, aber so ein Gefühl kann ja auch mal täuschen. Man muss bis zum Ende warten, um zu erfahren, ob oder ob nicht.
Für mein Empfinden waren die Aktionen der Dorfgemeinschaft etwas zu detailliert und langatmig beschrieben, darunter musste der letzte Abschnitt leiden. Das Ende hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht. Einige Fragen bleiben offen.

Fazit:
Ein herrlich leichter und unterhaltsamer Roman, durchaus empfehlenswert.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
3.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Ein Dorf zum Verlieben

Inhaltsangabe:
Wanda liebt das kleine Dörfchen Osterbüren und würde niemals von dort weggehen. Sie mag die dörfliche Idylle, wo jeder jeden kennt und sie ist auch stets zur Stelle, wenn es irgendwo brennt und sie gebraucht wird.
Auch ihre Yogakurse erfreuen sich großer Beliebtheit.
Da sie aber schon fast 30 Jahre alt ist finden ihre beiden Großmütter es an der Zeit, sie endlich an den Mann zu bringen. Zudem soll Wanda endlich Richard vergessen, der vor 10 Jahren ihre große Liebe war und ihr Herz gebrochen hat.
Als der hiesige Landarzt in Urlaub geht und Richard seine Vertretung übernimmt, sind alle Dorfbewohner aufgerufen ihr möglichstes zu tun um die Begegnung der beiden zu verhindern.....

Meine Meinung:
Dorothea Böhme verwöhnt uns hier mit einer amüsanten Geschichte und liebenswürdigen Charakteren.
Allen voran Wanda, die im großen und ganzen ihr Singledasein genießt. Allerdings kann sie es nicht verhindern, dass sich Richard sehr oft in ihre Gedanken schleicht und sie immer noch heftiges Herzklopfen bekommt, wenn sie an ihn denkt.
Richard hat es als Urlaubsvertretung alles andere als leicht, wird er doch immer noch als Sündenbock abgestempelt, weil damals alle mit Wanda mitgelitten haben.
Sehr skuril sind auch Wandas Großmütter Maggie und Gerti. Die beiden sind unterschiedlich wie Tag und Nacht und leider verfeindet. Doch wenn es darum geht, das Beste für Wanda zu wollen, halten sie zusammen wie Pech und Schwefel und zetteln manches haarsträubende an.

Mir hat die Geschichte gut gefallen, Dorothea Böhme hat einen flüssigen Schreibstil und die Geschichte fliegt nur so dahin.
Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass der Mittelteil etwas kürzer ausgefallen wäre und der Schluß dafür ausführlicher, denn so wurde auf manche Sachen gar nicht mehr eingegangen.
Obwohl zum Ende hin alles sehr schnell geht, wurde ich trotzdem noch überrascht. Denn das Rätsel löst sich natürlich auf und mit dem Schluß hätte ich niemals gerechnet und das hat für mich die Geschichte nochmals aufgewertet.
Daher vergebe ich liebgemeinte 4 Sterne und kann die Geschichte sehr gerne weiterempfehlen.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
2.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Das Herz ist ein wildes Dorf

Dorothea Böhme - Ein Dorf zum Verlieben - blanvalet

"Was Wanda will: Yoga unterrichten und vielleicht noch dem einen oder anderen Dorfbewohner aushelfen. Was Wanda nicht will: an ihre Jugendliebe Richard denken, auf keinen Fall! Außerdem will sie nicht verkuppelt werden, schon gar nicht von ihren bislang verfeindeten Großmüttern, die auf einmal ein Herz und eine Seele zu sein scheinen. Was Wanda nicht weiß: Das ganze Dorf verschwört sich gegen Richard, der nach zehn Jahren plötzlich als Arzt wieder auftaucht. Aber haben sie da die Rechnung vielleicht ohne Rücksicht auf Wandas Gefühle gemacht? Denn ihr Herz gerät immer noch aus dem Takt, wenn sie an ihn denkt."

Wanda klammert sich an alte Erinnerungen, anstatt neue zu schaffen. Richard war der Beste, soweit man das von einem 20jährigen sagen kann. Das Dorf Osterbüren muss in dieser Hinsicht gewaltige Defizite haben, dass eine 30jährige, nach immerhin 10 Jahren, solche Vergleiche zieht. War Richard schon mit 20 der perfekte Mann oder brauchen die Männer in Osterbüren Nachhilfe in Sachen Romantik?
Findet sich keiner, der Wanda die Sterne erklärt und sie zum Lachen bringt?
Wie lange hängt ein Herz einem sogenannten Ideal nach und wann erkennt es, das niemand eine so lange, einseitige Treue verdient hat?

Ginge es nach ihrer Oma Gertie, müsste Wanda nur ihre noch tief verborgenen Talente im Putzen und Kochen manifestieren, dann käme schon der Richtige.
Gertie ist eine, die um 6 Uhr aufsteht, um 7 Uhr den ersten Kuchen im Backofen hat und um 8 Uhr alle Fremd-Rolläden kontrolliert.
Ihrer "Gegen-Oma" Maggie kann sie mit deren "Alt-Hippie-Einstellung", so gar nichts abgewinnen, ein liederliches Weibsbild halt, das keine Fenster putzt und schon mal gerne eine Tüte raucht.
Oma Maggie ist der Meinung, ein Minirock aus dem Sexshop würde alles in Gang setzen und will ihrer prüden Enkelin durchs Internet zu einem Date verhelfen.

Plötzlich sind die beiden verfeindeten Omas einer Meinung, Wanda braucht einen Mann, aber auf keinen Fall noch einmal den Richard, der zufälligerweise den Weg von München in sein ehemaliges Heimat-Kaff findet. Er übernimmt für einen Monat die Urlaubsvertretung für den hiesigen Dorfarzt. Zuerst ist Richard noch über die bockigen Dörfler belustigt, doch als sie ihm Repressalien angedeihen lassen, versteht er die Welt nicht mehr.
Sein "Bayern-Status" scheint ihm im Weg zu stehen:
"Aus Bayern kommen Sie!" Frau Hagedorn schaffte es gleichzeitig überrascht und angeekelt zu klingen.."

Die Omas halten eine "Richard-Konferenz" ab: "Jagd ihn aus dem Dorf!"
Dieser plötzliche Aktionismus steht in keinem Verhältnis zu einem kleinen gebrochenen Teenager-Herzen. Richard zog doch nur um, weil er studieren wollte.
Richard wird von einem ganzen Dorf abgehalten, auf Wanda zu treffen. Er wird schon mal eingesperrt, vom Postboten mit dem Fahrrad umgenietet und der Skatverein belagert mit fiktiven Krankheiten die Praxis.

Was vielversprechend anfing und sicher amüsant gemeint war, ging etwas unter, in hektischen Dorf-Klischees. Die Situationskomik käme sicher in einer 90 Minuten-Komödie besser rüber, den Film würde ich mir ansehen. Ich bin überzeugt davon, dass dieser Roman auch seine Fans findet, der Schreibstil ist flüssig und wer niemals in einem Dorf gelebt hat, kann auch darüber lachen.
Mich hat das Buch leider auf dem falschen Fuß erwischt. Das kommt vor.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

 

Affiliate-Programm von LCHoice (lokaler Buchhandel) und Amazon. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue