Emily Bold: Lichtblaue Sommernächte

Emily Bold: Lichtblaue Sommernächte

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Emily Bold: Lichtblaue Sommernächte
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783548287065

Informationen zum Buch

Seiten
384

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

Handlungsorte
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Lauren war sich so sicher, glücklich zu sein. Zusammen mit ihrem Mann Tim und den beiden Kindern wohnt sie in einem süßen, kleinen Haus in Vermont und will sogar ihr Studium wieder aufnehmen. Bis der Schicksalsschlag kommt: Diagnose Hirntumor. Lauren will kämpfen, will nicht aufgeben, will bleiben. Aber die Krankheit ist stärker. Laurens Zustand verschlechtert sich. Kann es nicht auch eine Lösung sein, wenn sie selbst entscheidet, wann sie das Leben loslassen wird? Aber wie soll sie das ihrer Familie klarmachen? Ihren Eltern und ihren Kindern? Nach und nach begreift Lauren, dass man mit allem seinen Frieden schließen kann.

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Ein Auf und Ab an Gefühlen

Inhalt:

Lauren erfährt mit 35, dass sie einen Gehirntumor hat. Ihre Krankheit ist nicht heilbar und sie hat nicht mehr viel Zeit, um das Leben mit ihren beiden Kindern und ihrem Ehemann zu genießen.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist wahnsinnig emotional. Als Lauren mit ihrer Familie und ihren Freunden zusammensitzt, lässt sie ihr Leben Revue passieren - sie erzählt, wie sie ihren Mann kennengelernt hat, wie sie gemeinsam diverse Schwierigkeiten gemeistert haben, wie sie von ihrer Krankheit erfahren hat und was sich seit der Diagnose in ihrem Leben geändert hat. Es ist ein Auf und Ab von Gefühlen - mal möchte man mit ihr Lachen, mit ihr verliebt sein, mal möchte man mit ihr weinen oder mit ihr schreien. Jede dieser Emotion wird in dem Buch so gut ausgedrückt, dass ich schon fast das Gefühl hatte, ich würde das alles selbst erleben.

Eine Diagnose dieser Art ändert das Leben natürlich dramatisch. Aber auch für die Angehörigen und Freunde ist es alles andere als einfach. Prinzipiell dreht sich in dem Buch alles um Lauren selbst, jedoch erfährt man auch wie ihr Mann, ihre Kinder und ihre Freunde mit der Situation umgehen.

Das Buch war auf der eine Seite unglaublich schön, auf der anderen natürlich sehr traurig. Gegen Ende war mir dann schon klar, ich werde wahrscheinlich weinen müssen - die Geschichte kann einen einfach nicht kalt lassen. Es ging dann eigentlich - dachte ich bis zum Epilog. Obwohl dieser eigentlich schön ist, hat er mich sehr berührt und zu Tränen gerührt.

Für dieses unglaublich berührende Buch gibt es natürlich volle Punktezahl.

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So traurig und doch so schön ...

Ich möchte meiner Rezension vorne anstellen, dass ich diesem Buch gerne 10 Sterne geben würde und nicht die üblichen 5 (aber leider lässt das weder Amazon noch andere Rezensions-Plattformen zu).

Am Wochenende habe ich mich mit Menschen aus meinem direkten Umfeld unterhalten und erzählt, dass ich bei diesem Buch von (fast) der ersten bis zur letzten Seite nur geheult habe. Man stellte mir die Frage "Warum liest Du so ein Buch? Warum tust Du Dir das an?"

Ist es nicht gerade das, was ich von einem guten Buch erwarte? Dass es mich berührt, dass es mich mitnimmt in das Leben seiner Charaktere. Wenn ich Lachen und/oder Heulen kann, dann ist es für mich ein richtig gutes Buch! Auch oder gerade dann, wenn ich über 380 Seiten die Tränen aus den Augen wischen muss.

Emily Bold hat mit "Lichtblaue Sommernächte" ein Thema aufgegriffen, das jeden von uns morgen treffen kann. Lauren bekommt im Alter von 35 Jahren die Diagnose "Hirntumor" und das Leben der Familie wird nie mehr sein, wie es vorher war.

Anhand des Klappentextes weiß man schon, worauf man sich einlässt. Lauren ist glücklich verheiratet mit Tim, ihre Kinder sind 13 und 5 Jahre alt, als sie ihre Familie verlassen muss. Bevor sie aber die Kontrolle über ihren Körper verliert, ihren Mann und ihre Kinder nicht mehr erkennt, möchte sie selbst entscheiden wann und wie sie sterben wird.

Der Prolog ist ein Ausschnitt aus dem letzten Kapitel des Buches. Zu diesem Zeitpunkt weiß der Leser aber noch nicht, was ihm diese Zeilen sagen sollen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Die Geschichte beginnt an einem lauen Sommerabend, an dem Lauren mit ihrer Familie und ihren besten Freunden ein letztes Mal glücklich sein möchte. Es ist der Abend vor ihrem (selbst gewählten) Todestag. Sie alle haben versprochen nicht zu weinen, um die Situation nicht noch zu erschweren. Aber kann man ein solches Versprechen halten, wenn die Ehefrau, Mutter, Tochter oder beste Freundin ab morgen nicht mehr da sein wird?

In dieser lichtblauen Sommernacht erinnern sie sich gemeinsam an die letzten Jahre. In Rückblicken sieht der Leser das Leben von Lauren - beginnend an dem Tag, als sie und Tim sich zum ersten Mal begegnet sind. Ihre Partnerschaft, Hochzeit, die Geburt ihrer Kinder, glückliche und weniger glückliche Zeiten und immer wieder diese Kopfschmerzen ..... die sich irgendwann nicht mehr nur mit Tabletten in den Griff bekommen lassen. Dann die Diagnose, der Schock und die Hilflosigkeit, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit und all die Symptome, mit denen ein Hirntumor Einfluss auf das tägliche Leben nimmt. Lauren ist stark und tapfer und hat doch keine Chance gegen das Glioblastom in ihrem Kopf.

Wie fühlt sich die beste Freundin, der Bruder, die 13jährige Tochter oder die Eltern von Lauren? Versteht die kleine 4jährige Alyssa überhaupt um was es geht? All das erfährt der Leser in kleinen immer wiederkehrenden Einschüben, die sich auf das Hier und Jetzt beziehen.

Wie kann ein so trauriges Buch so "schön" geschrieben sein? Ja, es mag vielleicht ein Widerspruch sein, aber ich habe es genau so empfunden. Die Story wünscht man seinem ärgsten Feind nicht - der Schreibstil von Emily Bold jedoch ist wunderschön. Sie beschreibt die Personen und Situationen so authentisch, dass man glaubt man sitze in dieser Runde dabei und hört zu, was die einzelnen Personen zu erzählen haben.

Ich habe dieses Buch in knapp 5 Stunden am Stück gelesen, das ist mir schon lange nicht mehr passiert. Und wie eingangs erwähnt, habe ich das ganze Buch durch die Tränen aus den Augen gewischt.

Wenn alle Bücher von Emily Bold so schön geschrieben sind, dann werde ich jedes einzelnen lesen!

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Ein brüchiges Familienglück

beschreibt Emily Bold in diesem so luftig-leichtem Roman mit sehr, sehr ernsthaftem Hintergrund: Lauren, die nach ein paar Hindernissen früh ihren Traummann getroffen und irgendwann auch geheiratet hat und mit Tim zwei Töchter großzieht, erkrankt an Krebs, der so spät entdeckt wird, dass sie nicht mehr zu retten ist. Sie hat einen Tumor im Gehirn, der sich bereits ausbreitet hat.

Dass so etwas auch einen sehr lebensfreudigen und impulsiven Menschen treffen kann, das hat die Autorin Emily Bold hier sehr gut dargestellt - geht es zunächst doch um Laurens Liebes- und Lebensglück. Lauren lebt nämlich offensiv und impulsiv, man könnte es teilweise sogar als oberflächlich bezeichnen, wären da nicht ihre sehr tiefen menschlichen Beziehungen - nicht nur zu ihrer engsten Familie, sondern auch zu ihren Freunden und deren Umfeld. Ein Mensch, der das Leben genießt, der die Höhen würdigt und mit den Tiefen klarkommt - das ist Lauren, bis das Schicksal sie - noch keine 35 Jahre alt - so entscheidend trifft, dass es für sie nicht mehr möglich ist, in den Tag hineinzuleben. Eine Entscheidung muss getroffen werden...

Emily Bold ist es gelungen, ein sehr ernstes Thema so aufzubereiten, dass sogar Menschen, die sich in Regel vor so etwas drücken, bis es anders nicht mehr geht, bereit sind, sich damit auseinanderzusetzen. Böse Zungen könnten dies als Problembewältigung to go bezeichnen, da die Autorin doch recht leicht und gefällig über die Höhen und vor allem Tiefen von Laurens Leben hinweggleitet und die jeweiligen Entwicklungen sehr selbstverständlich darstellt, doch auf der anderen Seite ist genau dies ihr besonderes Verdienst: ein Thema so aufzubereiten, dass es jedem zugänglich gemacht wird, dass sich jede Leserin - denn es ist ganz klar ein Frauenroman - den traurigen Entwicklungen zu öffnen bereit ist.

Ich weiß dies zu würdigen und schätze die Fähigkeit von Emily Bold, ein sehr schweres Thema einer breiten Leserinnenschicht anzubieten, doch um selbst uneingeschränkt begeistert zu sein, hätte ich mir doch ein wenig mehr Tiefe gewünscht.

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