Laura Simon: Glühende Lust

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Laura Simon: Glühende Lust
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783548282022

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Schlagworte
Erster Satz
Assyrische Männer lassen ihre Haare und Bärte wachsen, bis sie ihnen bis zur Leibesmitte reichen.

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Handlungsort

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Ägypten im 7. Jahrhundert v. Chr.: Als die Assyrer ihr Land überfallen, kann Merit, die Tochter des Wesirs, dem Feind entkommen. In einer Schänke trifft sie auf den verletzten Assyrer Schanherib. Gegen ihren Willen erwacht in ihr Zuneigung zu dem feindlichen Krieger. Er lehrt sie die Kunst der Liebe. Ihr Bruder Nefertem hingegen muss der Gemahlin des assyrischen Königs als Lustsklave dienen

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Inhaltsangabe:

Merit und ihr älterer Bruder Nefertem müssen aus Theben fliehen, als die Assyrer in Ägypten einmarschieren. Doch nur Merit schafft es, dem feindlichen Zugriff zu entkommen. Nefertem muss der assyrischen Königin fortan als persönlicher Lustsklave dienen. Merit dagegen kann sich in einer Schenke verstecken und lernt dort Schanherib, einen assyrischen Offizier, kennen. Obwohl er ins feindliche Lager gehört, fühlt sich Merit von ihm stark angezogen. Doch auch Schanherib scheint ein Geheimnis zu haben, denn er scheint die Schenke ebenfalls als ein Versteck für sich zu sehen ...

Die Geschichte spielt im 7. Jahrhundert v. Chr. in Ägypten.

Der erste Satz:

„Assyrische Männer lassen ihre Haare und Bärte wachsen, bis sie ihnen bis zur Leibesmitte reichen.“

Meine Meinung zum Buch:

Für einen erotischen Roman bietet dieses Buch außergewöhnlich viel Handlung. Man kann die Geschichte darin wirklich nicht als Alibi-Rahmenhandlung um die erotischen Szenen herum sehen, dazu hat sie zuviel Spannung und ist zu gut durchdacht. Das ist auf jeden Fall ein Pluspunkt für dieses Buch.

Auch sind die Hauptpersonen keinesfalls nur flach charakterisiert – sie haben alle ihre Facetten und man kann sie sich sehr gut vorstellen und mit ihnen fühlen.

Die erotischen Szenen lassen (in jeder Hinsicht) keinen Wunsch offen. Auch sie sind gut gezeichnet, nicht platt und schon gar nicht pornografisch. Ich habe sie gerne gelesen, obwohl ich sonst mit diesem Genre nicht so viel anfangen kann. Dieses Buch könnte mich glatt umstimmen.

Vom Stil her lässt sich dieses Buch leicht und flüssig lesen, ab und zu lockert auch eine Prise Humor die Geschichte auf, was ich sehr mochte.

Ich habe das Buch in einer Leserunde "drüben" gelesen und wir hatten dabei eine Menge Spaß dabei. Schade, dass sie schon vorbei ist.

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Merit und ihr Bruder Nefertem genießen das Leben, das sich den Kindern des Wesirs im alten Ägypten bietet. Im Palast haben sie alle Freiheiten und besonders Nefertem weiß die Lust der hingebungsvollen Slavinnen für sich zu nutzen, während Merit das erotische Treiben ihres Bruders gerne mal heimlich beobachtet. Die heile Welt der beiden bricht auseinander, als die Assyrer ihr Land überfallen. Nefertem wird gefangengenommen, doch Merit kann mit ihrer Dienerin Tani fliehen und findet in einem Wirtshaus Unterschlupf. Während Zakutu, die assyrische Königin, Gefallen an Nefertem findet und diesen als ihren Lustsklaven hält, stößt Merit auf Schanherib - einen assyrischen Krieger, der einer Pfeilwunde zu erliegen droht. Sie pflegt ihn gesund, und nicht wissend, dass er es war, der sie und ihren Bruder überfallen hat, verliebt sie sich in ihn.

Laura Simon ist längst kein unbeflecktes Blatt mehr, hat sie doch als Sabine Wassermann schon großen Erfolg mit ihren historischen Romanen. In "Glühende Lust" verwebt die routinierte Autorin nun Geschichte mit Erotik - und das gekonnt. In vielen Erotikromanen treffen die Leser auf Rahmenhandlung und oberflächliche Protagonisten, die einzig und alleine dem Zweck dienen, möglichst viele erotische Szenen herbeizuführen. Was nun aber "Glühende Lust" davon abhebt, ist die gut durchdachte und spannende Geschichte mit einem roten Faden und einer befriedigenden (hier wohl im allerwahrsten Sinne des Wortes) Auflösung.

Natürlich agieren hier auch Charaktere als pure Lustobjekte, deren Zweck einzig das Herbeiführen heißer Szenen ist. Dafür ist dies nunmal ein Erotikroman. Trotzdem gelingt Laura Simon der Balanceakt zwischen Niveau und Begierde, wird dabei nie vulgär. Hinsichtlich der Sexszenen erlaubt die Autorin alles, was den Beteiligten Spaß macht - ohne Gewalt - und dabei zeigt sie sich erstaunlich erfinderisch.

Dass zwei Herzen in ihrer Brust schlagen und dass sie eigentlich lieber über die ägyptische Geschichte als assyrische Lanzen schreiben wollte, merkt man an den vielen historischen Details, die sie immer wieder einbaut. Die Nacherzählung der Gilgamesch-Geschichte kann man in der Form jedenfalls wohl nirgendwo anders lesen.

Trotz allem bin ich etwas gespalten bei der Beurteilung, denn Erotikliteratur gehört nicht zu meinen bevorzugten Genres. Aus diesem Grund hätte ich mich natürlich über ein Mehr an ägyptischer Geschichte sehr gefreut. Für einen Erotikroman empfand ich dagegen die erotischen Szenen oft als etwas zu knapp geraten. "Kaum angefangen, schwupps, vorbei" - so jedenfalls oft mein Eindruck. Zwei Herzen auch in meiner Brust. Dennoch: Laura Simon wäre nicht Sabine Wassermann, könnte sie ihre Bücher nicht kurzweilig mit Humor und Augenzwinkern schreiben und so bildet da auch "Glühende Lust" - trotz des Teil-Ausfluges in ein fremdes Genre - zum Glück keine Ausnahme.

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Merit, eine junge Ägypterin, wächst wohlbehütet auf und genießt erste lustvolle Momente im orientalischen Ambiente. Der Einsteig ist einem erotischen Roman durchaus würdig. Als die barbarischen Assyrer ins Land einfallen, endet das schöne Leben für Merit und ihre Familie abrupt und scheinbar unerwartet. Plötzlich befindet sich die junge Frau auf der Flucht - nur in Begleitung ihrer Dienerin und einer fetten Katze. In einer alten Wirtschaft finden sie Unterschlupf und müssen von nun an kräftig mit anpacken. Und da mit diesem "Anpacken" noch keinerlei Zweideutigkeit verbunden ist, taucht eines Abends Schenherib auf. Ein Kerl, wie er sein muss. Groß, kräftig und unter dem Rock assyrisch bestückt, kümmern sich die Damen um den Verletzten und rasieren ihm zum Glück auch den Bart ab. ;)

Hier beginnt die Geschichte zwischen zwei Feinden, die sich anziehender finden, als es zuerst scheint. Laura Simon begleitet uns humorvoll und voller Genuß durch schüchterne, erotische und prickelnde Szenen. Was "Glühende Lust" stark von anderen Romanen dieser Art unterscheidet, ist die intensive Rahmenhandlung. Und im Gegensatz zu historischen Nackenbeissern, geht es in Sachen Liebe und Sex dann eben richtig zur Sache. Natürlich stellt sich diese Zeit in Ägypten als sehr freizügig dar. Aber wenn man sich auf dieses Genre einlässt, hinterfragt man wohl kaum die Logik oder spontane Lust.

Frau bekommt hier einiges geboten, Spannung, Happy End und Romantik inklusive. Für mich war es auch ein kleines Experiment. Ich favorisiere in solchen Geschichten eher Handlungsfelder des Alltages... pro: sexy, geheimnisvoller Normalo ... contra: Scheich & Co. Ganz konnte mich Laura Simon nicht umstimmen. Aber mir ist bewusst geworden, dass man von diesem Tunnelblick auf Klappentexte mit Alltag gern mal abweichen kann und sich einfach überraschen lässt.

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