Claudia Toman: Hexendreimaldrei

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Claudia Toman: Hexendreimaldrei
Verlag
ET (D)
2009
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453354005

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Erster Satz
Das darf doch nicht wahr sein.

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Die Welt braucht Frösche, keine Prinzen

Wünschen ist nichts für Anfänger! Das muss auch Olivia erkennen, als ihr Wunsch, den eine Fee ihr so großzügig gewährt, ein kleines bisschen aus dem Ruder läuft. Warum musste ihr Märchenprinz sich aber auch erdreisten, eine andere heiraten zu wollen? Nun ist er ein Frosch, und als sie ihn so vor sich sieht, grasgrün, mit einem Heißhunger auf Fliegen, packt Olivia das schlechte Gewissen. Sie ist entschlossen, die Verwandlung rückgängig zu machen, selbst wenn sie sich dazu mit einem mächtigen Hexenzirkel anlegen muss ...

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Was für ein geniales Buch! „Hexendreimaldrei“ lässt sich in keine Schublade pressen; es ist ein modernes Märchen mit einem romantischen Faktor und einem großen Anteil Phantastik.

Die Handlung läuft auf zwei verschiedenen zeitlichen Ebenen ab und startet mit dem Moment, als die Ich-Erzählerin Olivia ihren Traumprinzen in einen Frosch verwandeln lässt. Dieser magische Moment teilt die Geschichte in eine Rückblende einerseits, die eine Liebesgeschichte im typischen Chick-Lit-Anstrich darstellt. Ab der Froschverwandlung befinden wir uns andererseits im Präsens und verfolgen Olivias Bemühungen, das Ungeheuerliche wieder ungeschehen zu machen – und hier wird es absolut phantastisch.

Diese beiden Komponenten sind von der Autorin auf eine raffinierte Art und Weise verwoben worden, und durch die abschnittsweisen Wechsel von Gegenwart und Vergangenheit kommt die Geschichte nach und nach ans Tageslicht. Mir fiel es sehr leicht, den Zeitsprüngen zu folgen; außerdem benutzt die Autorin diese Gelegenheit natürlich, um Spannung in die Geschichte zu bringen, denn sie wechselt natürlich immer dann zur anderen Zeitebene, wenn es gerade am Spannendsten ist.

Die Liebesgeschichte ist recht nett und bis zum Tag X unspektakulär in ihrem Verlauf. Olivia lernt ihren Traummann kennen und verliebt sich auf den ersten Blick. Die brotlose Schriftstellerin und der brotlose Pianist – das könnte doch eigentlich ein schönes Paar abgeben? Die manchmal etwas chaotische, bridget-like Olivia hofft, wartet auf Anrufe, berät sich mit Freundinnen und himmelt ihren Prinzen an. Dieser Handlungsstrang ist witzig, aber doch einfühlsam erzählt, und die meisten Frauen werden bei der Lektüre eifrig mit dem Kopf nicken, weil sie sich in manchen oder auch vielen Zügen wiedererkennen.

Damit ist es vorbei, sobald der Prinz ein Frosch ist und Olivia sich reumütig aufmacht, ihn zu retten. Sie begibt sich nach London und sucht Rat bei einer dubiosen Hexenvereinigung, was eine Reihe haarsträubender Ereignisse auslöst. Unglaublich, welch gefahrvolle Abenteuer Olivia wegen der Liebe auf sich nimmt; schliesslich legt sie sich mit den Hexenmädels an und muss so manchen Kampf mit ihnen, aber auch mit sich selbst durchstehen. Märchen, Mythen und Sagen finden an allen möglichen Stellen Eingang in die Geschichte, und was dann noch fehlt, hat Claudia Toman einfach dazu erfunden – Wunschwellen, Hexenregeln und magische Grundsätze, Hexenhauptquartiere und unterirdische Froschteiche. Auch Katzen spielen eine wichtige Rolle, und natürlich Hexen, Frösche, Wunschfeen (m/w), Maulbeerbäume...

Ansonsten gilt: wer das Märchen „Der Froschkönig“ von den Gebrüdern Grimm kennt, ist bei der Lektüre ganz klar im Vorteil; denn dieses Märchen ist der rote Faden, der sich durch das Buch zieht. Elemente wie zum Beispiel die goldene Kugel oder der Brunnen sind geschickt in die Handlung eingebaut.

Darüber hinaus ist das Buch eine Liebeserklärung an London und an Shakespeare, denn er ist ein wichtiger Ratgeber für Olivia bei ihrer Suche nach dem richtigen Mittel, um ihren Traumprinzen wieder zurück zu bekommen..

Mir hat es jedenfalls sehr viel Spaß gemacht, Olivia auf ihrer Schnitzeljagd durch London zu begleiten. Das Buch sprüht nur so vor witzigen Ideen und Überraschungen, so dass ich es fast nicht mehr aus der Hand legen konnte. Auch wenn das Buch sprachlich und inhaltlich unter die Kategorie „Leichte Unterhaltung“ fällt, für mich war es der originellste Roman, den ich seit langem gelesen haben.

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