Iona Grey: Als unsere Herzen fliegen lernten

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Iona Grey: Als unsere Herzen fliegen lernten
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
Letters to the Lost
ET (Original)
2015
ISBN-13
9783734101885

Informationen zum Buch

Seiten
608

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Am Morgen erstrahlt das Haus in voller Pracht.

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Handlungsort

Stadt
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1943, London: In der Ruine einer zerbombten Kirche trifft der amerikanische Pilot Dan Rosinski die junge Engländerin Stella Thorne. Es ist der Beginn einer unaufhaltbaren, aber unmöglichen Liebe, denn Stella ist verheiratet, und Dans Chancen, den Krieg zu überleben, sind mehr als gering. In einer Zeit, in der alles ungewiss ist, schreiben sie sich Briefe, um an dem festzuhalten, woran sie glauben: ihre Liebe. Viele Jahrzehnte später rettet sich eine junge Frau in ein leerstehendes Haus in einem Londoner Vorort. Da erreicht sie ein Brief, der sie in die Geschichte einer Liebe hineinzieht, die ein halbes Jahrhundert überlebt hat …

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(Aktualisiert: 30 Mai 2016)
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Eine Liebe, die ein Leben verändert

1943 sucht die junge Stella Thorne in einer zerbombten Londoner Kirche ihre Armbanduhr. Diese hat sie bei einem nächtlichen Ausflug mit ihrer besten Freundin verloren und ist nun äußerst verzweifelt - war die Uhr doch ein Geschenk ihrer nicht sonderlich netten Schwiegereltern. Als junge Waise, die den Großteil ihres Lebens in einem Heim verbracht hat, ist sie nicht gerade die erste Wahl für deren Sohn Charles, einen beliebten, aber auch biederen Reverend in einem Dorf nahe der englischen Hauptstadt.
Bislang dachte Stella, dass sie es nicht besser treffen konnte, als sie einige Monate zuvor ins Pfarrhaus von King's Oak eingeheiratet hat, doch dann begegnet sie - auf ihrer Suche - dem US-Army Soldaten Dan Rosinski...

2011 bricht die junge Jess in ein altes Haus ein - auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Freund. Bei ihrem Streifzug durch die ziemlich abgelebten Zimmer findet sie einen Brief mit einer altmodischen Handschrift, den sie liest. Er wurde von Dan verfasst und richtet sich in eindringlicher Art und Weise an eine gewisse Stella. Als Jess im Schlafzimmer des Hauses eine Kiste mit weiteren Briefen findet, beginnt sie diese Briefe zu lesen. Und ist fasziniert von den Gefühlen, die zwischen den Zeilen zu finden sind. Trotz ihrer verzweifelten Situation nimmt sie sich fest vor, mehr über Dan und Stella zu erfahren...

Iona Grey erzählt ihre Geschichte - das liegt nahe - in zwei Strängen: ab 1943 mit Stella im Fokus und 2011 mit Jess in der Hauptrolle. Anfangs war ich etwas skeptisch, denn die Autorin benötigt rund 100 Seiten, um die Handlung in einen flüssigen Gang zu bekommen. Mich hat die Grundidee so interessiert, dass ich dieses Dahinplätschern gut ertragen konnte, aber auch im Nachhinein denke ich, dass hier weniger etwas mehr gewesen wäre. Zumal ich gestehen muss, dass ich vor allem auf Stella und Dan sehr neugierig war und mich dann doch ziemlich auf die beiden gedulden musste. Aber das war's auch schon an Kritik! Denn was folgt ist eine wunderschöne, emotionale Geschichte, die mich in ihren Bann gezogen hat. Nicht selten habe ich gebangt und hatte einen dicken, fetten Kloß im Hals. Wie viel Glück haben wir heute in Westeuropa, dass wir mit den Ängsten und Nöten der damaligen Jahre nicht leben müssen! Iona Grey hat ein sehr gutes Händchen dafür, die Entbehrungen und Sorgen der Zivilbevölkerung in und um London zu schildern - ebenso wie ihren Lebenshunger, der sich vor allem am Beispiel von Stellas Freundin Nancy nachfühlen lässt. Aber auch die Gefühlswelt von Dan, der als Bomberpilot fünfundzwanzig Kampfeinsätze fliegen muss, ehe er abgezogen wird. Im Wissen, dass es um die Überlebensquote nicht sonderlich gut steht...
Alles in allem handelt es sich bei "Als unsere Herzen fliegen lernten" um einen sehr gut lesbaren, berührenden Liebesroman, der letztlich eindrucksvoll zeigt, was die Liebe aus Menschen machen kann.

Fazit: Einfühlsame Liebesgeschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt und mit der sich wunderbar die Zeit vertreiben lässt!

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Liebe in schweren Zeiten...

Das hübsche Cover und der Klappentext haben mich magisch angezogen, so dass ich dieses Romandebüt einfach lesen musste, welches mich sehr schnell in den Bann zog.

In der Geschichte geht es um zwei Liebesgeschichten, die unterschiedlicher kaum sein könnten und dennoch miteinander vereint sind. Zum Einen haben wir da beginnend ab dem Jahr 1942 die verheiratete Stella, die sich völlig unerwartet in den amerikanischen Soldaten Dan verguckt. Diese Liebe darf nicht sein und dennoch schreiben sich die beiden Briefe, um sich nah zu sein. In der Gegenwart des Jahres 2011 ist Jess auf der Flucht und findet dabei die Briefe vom Liebespaar der Vergangenheit. Wie werden diese sie in die Arme von Will Holt bringen?

Die Handlung wird uns über einen beobachtenden Erzähler nahe gebracht, der alles genau im Blick hat. Im steten Wechsel befinden wir uns als Leser mal in der Gegenwart und mal in der Vergangenheit. Beide Parts sind für sich fesselnd und spannend.

Für eine leichte Orientierung ist gesorgt, denn die Kapitel sind mit der jeweiligen Jahreszahl, in der man sich aktuell befindet, überschrieben. Die Liebesbriefe sind in einer anderen Schriftart dargestellt, so dass sich hervorstechen.

Gerade die Briefe haben es mir beim Lesen immer wieder angetan, denn sie stecken so voller Gefühl und Leidenschaft, das ist wirklich unglaublich. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass in der heutigen Zeit noch so zauberhafte Post verschickt wird.

Für mich waren beide Handlungsstränge stark und glaubhaft. Ich wurde von ihnen emotional mitgenommen.

Der Autorin gelingt es vor allem den Krieg sehr anschaulich darzustellen. Der Kampf ums Überleben ist hier genauso wichtig wie Liebe und Gefühl.

Fazit: Ein Roman, der mich regelrecht umgehauen hat. Wer besondere Liebesgeschichten mag, die vollends verzaubern ohne vor Kitsch zu triefen, der wird hier seine reinste Freude haben. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Klasse!

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Wunderschöner Debütroman

Was für ein wundervoller Debütroman!
Die Gesichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt.
1942-44: Stella Thorne trifft in einer zerbombten Kirche den amerikanischen Piloten Dan Rosinski.Die beiden verlieben sich unsterblich ineinander obwohl ihre Liebe keine Aussicht auf Bestand hat. Stella ist verheiratet und Dan weiß nicht, ob er seine Kriegseinsätze überleben wird. Dennoch schreiben sie sich viele wunderschöne Briefe, in denen sie sich ihre Liebe und ihre Sehnsucht zueinander gestehen.

2011:
Jess ist auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Freund und rettet sich in ein leerstehendes Haus. Eines Tages erreicht sie ein Brief von Dan Rosinksi und sie fühlt sich ihm sofort verbunden und möchte ihm helfen, Stella wiederzufinden.

Ich finde jetzt bestimmt nicht die richtigen Worte, um meiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen. Ich kann mich auch gar nicht entscheiden, welche Zeitepoche mir besser gefallen hat.
Die Autorin hat wunderbare Charaktere erschaffen, die sich alle in mein Herz geschlichen haben.
Ich war Stella so Nahe und konnte ihre Zweifel spüren, die sie empfand, weil sie ihren Mann betrügt, der ja auch noch in den Krieg gezogen ist. Doch auch Dan ist in großer Gefahr und kann jeden Moment abgeschossen werden. Er ist so ein toller sensibler und einfühlsamer Mann, in den sich wohl jede Frau verliebt hätte. Er drängte Stella zu nichts und nahm nur das, was sie bereit war im zu geben. Auch die vielen Briefe, mit denen wir in dieser Geschichte verwöhnt werden, sind was ganz besonderes.
Stella gilt meine ganze Bewunderung, wie sie ihr Leben gemeistert hat, denn sie hatte es auch später alles andere als einfach. Aber sie hat sich ihre Würde nie verloren.

Auch Jess, die es im Leben bis jetzt nicht einfach hatte, hat mir gut gefallen. Wie sie mit allen Mitteln versucht, Stella wiederzufinden, hat mich sehr für sie eingenommen. Mit ihr gemeinsam dürfen wir Dans wunderschöne Briefe lesen. Sie mußte allerdings nicht alleine suchen, denn sie lernt Will kennen und auch die beiden verlieben sich ineinander. Will hatte es ebenfalls nicht einfach, stand immer im Schatten seines Bruders, hatte auch psychische Probleme, doch durch Jess findet er wieder gefallen am Leben.

Die Autorin hat einen sehr einfühlsamen und mitreissenden Schreibstil, der es mir fast unmöglich machte, das Buch aus der Hand zu legen. Sämtliche Gefühle wurden bei mir angesprochen und die 600 Seiten verflogen wie nichts und keine Zeile davon war langatmig. Im Gegenteil, man fiebert richtig bei den Erittlungen mit und auch die beiden Liebesgeschichten waren sehr schön und ohne jeglichen Kitsch zu lesen.

Ich liebe Familiengeheimnisse, ich liebe Briefromane, für mich war es also die perfekte Geschichte, die vom Anfang bis zum Schluß gepaßt hat.

Ich werde die Autorin auf alle Fälle im Auge behalten und freue mich schon sehr auf ein weiteres Werk von ihr.

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Sehr berührend und spannend !!

Klappentext:
"Er versprach, sie ewig zu lieben. Doch selbst die Ewigkeit kennt manchmal ein Ende. 1943, London: In der Ruine einer zerbombten Kirche trifft der amerikanische Pilot Dan Rosinski die junge Engländerin Stella Thorne. Es ist der Beginn einer unaufhaltbaren, aber unmöglichen Liebe, denn Stella ist verheiratet, und Dans Chancen, den Krieg zu überleben, sind mehr als gering. In einer Zeit, in der alles ungewiss ist, schreiben sie sich Briefe, um an dem festzuhalten, woran sie glauben: ihre Liebe. Viele Jahrzehnte später rettet sich eine junge Frau in ein leerstehendes Haus in einem Londoner Vorort. Da erreicht sie ein Brief, der sie in die Geschichte einer Liebe hineinzieht, die ein halbes Jahrhundert überlebt hat …"

Meine Meinung:
Das Cover hat mich gleich angesprochen. Man sieht ein Bündel Briefe, die mit einer Cordel aus Bast zusammengeknotet wurden, sie liegen auf einem Hemd. Auf ihnen liegt ein hübsch blühender Zweig Blumen. Es passt sehr gut zum Inhalt des Buchs.

"Als unsere Herzen fliegen lernten" ist, wenn meine Recherche richtig ist, der Debütroman der Autorin Iona Grey. Ihre Begeisterung für Geschichte und ihr ausgeprägtes Interesse an Schicksalen von Frauen im 20. Jahrhundert, haben sie zu diesem Werk inspiriert. Ich muss sagen, dass ich finde, dass sie in "Als unsere Herzen fliegen lernten" diese beiden Interessen sehr gekonnt miteinander verbunden hat und ich mich wunderbar an ihre Art zu schreiben, gewöhnen könnte. Man spürt beim Lesen, dass sie sich mit der Thematik detailliert auseinander gesetzt hat. Die Liebe steht hier zwar eindeutig im Mittelpunkt, dennoch habe ich auch die Kriegsszenerie und die Darstellung der häuslichen Gewalt als sehr authentisch und glaubwürdig empfunden. Die Charaktere sind allesamt sehr vielseitig gestaltet worden. Ich muss jedoch sagen, dass ich mich Stella mehr verbunden fühlte und mich vor allem in ihre Lage sehr gut hineinversetzen konnte.
Die Handlung setzt sich aus zwei Erzählsträngen zusammen, die eine Geschichte spielt in der Vergangenheit, die andere ereignet sich in der Gegenwart. Sehr gekonnt und schlüssig lässt die Autorin die beiden Handlungsstränge ineinander laufen. Sie wechseln sich regelmäßig ab. Ich konnte den Handlungen jederzeit gut folgen und die oftmals bildliche Beschreibung machte es mir leicht, mich in die Situationen hineinzuversetzen. Sehr einfühlsam und berührend geht die Iona Grey auf die Schicksale der Charaktere ein und wird dabei keinesfalls kitschig. Die Briefe heben sich durch eine andere Schriftart gut von dem eigentlichen Geschehen ab. Sie geben dem Leser einen noch intensiveren Einblick in die Gefühlswelt und das Leben von Stella und Dan.

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Es hat mich richtig tief berührt und auch die Handlung hat mich schlichtweg überzeugt.
Ich gebe fünf von fünf Punkten.

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