Jessica Brockmole: Ein französischer Sommer

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Jessica Brockmole: Ein französischer Sommer
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
At the Edge of Summer
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783453291812

Informationen zum Buch

Seiten
416

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Erster Satz
Die Farben in Frankreich waren vollkommen verkehrt.

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Handlungsort

Kontinent
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Ein leuchtender Sommer in einer unheilvollen Zeit

1911. Die junge Clare wird nach dem Tod ihres Vaters von Schottland nach Frankreich geschickt. Allein in der Fremde findet sie Trost bei Luc, dem Sohn ihrer Gastgeber. Gemeinsam erleben sie einen unvergesslichen Sommer – bis Clare erneut aus ihrer Welt gerissen wird. Jahre vergehen, bevor sie nach Frankreich zurückkehrt. Doch der Krieg hat Lucs Leben unwiderruflich verändert. Ist die Liebe jenes Sommers stark genug, um wieder zueinanderzufinden?

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Es beginnt in einem herrlichen Sommer ...

Nach dem Tod ihres Vaters gibt es niemanden mehr, der sich zu Hause in Schottland um die fünfzehnjährige Clare kümmern könnte. Darum wird sie nach Frankreich zu einer alten Freundin ihrer Mutter geschickt, wo sie sich zunächst völlig fehl am Platz fühlt, weil dort alles so fremd und anders ist - die Landschaft, die Sprache, das bohèmehafte Leben auf dem alten Château der Crépets, das an allen Ecken und Enden baufällig ist. Die Crépets sind beide Künstler, wie es auch Clares Mutter war, die vor vielen Jahren spurlos verschwand, und auch der 19jährige Luc ist ein begabter Maler. Er ist es schließlich auch, der es schafft, Clare aus ihrem Schneckenhaus hervorzulocken, und entdeckt ihr künstlerisches Talent.

Nur einen Sommer lang bleibt Clare in der Picardie. Ein Briefwechsel verbindet sie weiterhin mit Luc, doch als der erste Weltkrieg ausbricht, wird für beide plötzlich alles anders. Clare wünscht sich nichts mehr, als Luc wiederzusehen, aber die Spurensuche scheint unmöglich, und sie beginnt irgendwann zu bezweifeln, dass er überhaupt noch am Leben ist ...

Hinter dem etwas nichtssagenden Titel verbirgt sich eine packend geschriebene Romanze in bewegten Zeiten. Die eigenwillige Clare und der charmante Luc wachsen dem Leser rasch ans Herz, das Erzähltempo ist flott, die Schauplätze werden atmosphärisch und plastisch geschildert, so dass man sich förmlich in diesen verzauberten Sommer 1911 und später in die Schrecknisse und Entbehrungen des Krieges wie auch in das Paris der Nachkriegszeit hineinversetzt fühlt.

Allerdings wirken einige Entwicklungen doch recht vorhersehbar oder zu glatt, und im Vergleich zu Romanen mit ähnlicher Thematik wie etwa "Was ich dir noch sagen wollte" von Louisa Young, das sich teilweise mit denselben Aspekten des Krieges auseinandersetzt, fehlt es ein wenig an Tiefe. Die Emotionen der jungen Soldaten, die Details auf den Schlachtfeldern und in den Lazaretten, die Ängste der jungen Frauen, die zu Hause um ihren Liebsten bangen und auch die Probleme, auf die die Kriegsheimkehrer beim Versuch, sich wieder in die Zivilgesellschaft einzugliedern, stoßen - all das ist da, wirkt aber nur oberflächlich angerissen und bleibt weitestgehend Staffage für die Liebesgeschichte. (Vielleicht bin ich einfach nicht so ganz die Zielgruppe, ich mag es gerade bei Büchern über Kriege lieber, wenn Autoren tiefer in die Psyche ihrer Figuren eindringen, als das hier der Fall ist.)

Nichtsdestotrotz ist das Buch nette Lektüre für einen heißen Sommernachmittag und regt durchaus dazu an, sich mit den historischen Hintergründen etwas näher zu beschäftigen.

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(Aktualisiert: 25 August 2016)
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dicke Leseempfehlung

Zum Inhalt:
1911. Die fünfzehnjährige Clare verbringt nach dem Tod ihres Vaters einen Sommer auf dem kleinen Landgut einer befreundeten Familie. Allein und noch voller Trauer reagiert sie sehr empfindsam auf Luc, den Sohn des Hauses, der ihr nach anfänglichem Zögern bald zu einem ehrlichen Freund und Vertrauten wird. Mit ihm erlebt sie ein paar intensive Wochen bis ihr Großvater sie mitnimmt auf eine mehrjährige Reise. Die zart geknüpften Bande versuchen die beiden jungen Leute durch einen intensiven Briefwechsel aufrecht zu erhalten aber ihre Reise und der Ausbruch des ersten Weltkrieges lassen den Kontakt bald abbrechen. Können die beiden nach Kriegsende trotz der unterschiedlichen, teils schrecklichen Erlebnisse, die sie in der Zwischenzeit gemacht haben, wieder zueinander finden und vielleicht sogar ein Liebespaar werden?

Meine Meinung:
Ich habe im Laufe des letzten Jahres insgesamt bereits vier Bücher gelesen, welche thematisch und zeitlich ähnlich gelagert waren. Also Bücher, in denen junge Menschen sich kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges kennen- und lieben lernen und dann durch diesen auseinander gerissen werden und sich später wiedertreffen, verletzt nicht nur an Geist und Seele sondern durchaus auch körperlich. Die Verarbeitung der furchtbaren Erfahrungen und die Frage, ob sie dennoch oder gerade deshalb zueinander finden und wie die physischen und psychischen Wunden zu verarbeiten sind, sind zentrale Fragen.
Es ist mein zweites Buch von Jessica Brockmole. Und auch hier spielen Briefe eine wichtige Rolle aber es ist kein Briefroman, wie ihr Erstling sondern in weiten Teilen ein Prosatext. Ihre Sprache ist dabei einfach aber nicht banal. Vor allem ihre Beschreibungen über die zarten und zerbrechlichen Gefühle der Protagonisten sind treffend und zu Herzen gehend. Die intensiven Gespräche von Luc und Clare waren realistisch und befeuerten mein Kopfkino aufs Beste. Die abwechselnden Perspektiven zwischen den beiden Darstellern gaben Einblicke in beider Gefühlsleben und die Irrungen und Wirrungen waren teilweise sehr überraschend und gerade dem Ende zu macht das Buch noch ein, zwei Volten, die die Spannung noch mal in die Höhe schnellen ließen.
Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Es erinnerte mich vor allem an „Eins wollte ich Dir noch sagen“ von Louisa Young, denn es ging u.a. um die Entstellungen, die die Soldaten im Krieg erlitten und wie man ihnen u.a. auch mit speziell angefertigten Gesichts-Masken helfen konnte. Auch die Malerei und die Kunst allgemein spielen eine große Rolle, da beide Protagonisten aus Künstlerfamilien kommen.
Von mir bekommt das Buch eine dicke Leseempfehlung.

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Nur ein Sommer

Als Clares Vater stirbt, ist sie erst 15 und die Mutter hat die kleine Familie schon verlassen, als sie noch ein kleines Mädchen war. Zum Glück gibt es eine ehemalige Freundin ihrer Mutter, bei der sie nun leben kann, denn der einzige noch Verwandte ist ihr Großvater, der immer in der Welt unterwegs ist und eben nie zu Hause. Diese Freundin ihrer Mutter lebt aber in Frankreich und dazu muss sie Schottland also verlassen. Doch als sie dann in Frankreich ankommt und sieht wie farbenprächtig es dort ist und dann auch noch den Sohn ihrer Gastgeberin kennen lernt, lebt sie sich schnell ein. Luc ist 19 und bald wird der Kontakt zu ihm immer näher, die beiden vertrauen sich auf Anhieb. Sie erlebt dort in Frankreich einen schönen Sommer, bis dann plötzlich ihr Großvater vor der Tür steht und sie mitnehmen möchte.

Ich bin sehr schnell in die Geschichte gekommen und Jessica Brockmole hat wundervolle Charaktere geschaffen, von denen es einige in mein Herz geschafft haben. Man kommt nebenbei der Kunst etwas näher und auch die Landschaften sind toll beschrieben.
Der erste Weltkrieg bringt Luc als Soldat an die Front und macht uns schmerzhaft das ganze Grauen dieser Zeit wieder bewusst.

Manchmal war es mir aber ein bisschen zu ruhig und ich spürte ein paar wenige Längen. In manchen Sätzen war mir auch nach dem dritten mal lesen nicht wirklich klar, wer es jetzt gesagt hat. Dieses Problem liegt aber wahrscheinlich an der Übersetzung. Es waren Sätze die von beiden hätten gewesen sein können.

Ich vergebe 4 Sternchen für ein Buch das mich gut unterhalten konnte und für eine tollen Sommer in Frankreich.

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