Meredith Jaeger: Die Zeit, in der wir träumten

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Meredith Jaeger: Die Zeit, in der wir träumten
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Dressmaker's Dowry
ET (Original)
2017
ISBN-13
9783746632964

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Der Portier des Palace Hotel führte mich in den Saal des historischen Garden Court, wo der warme Lichtschein die Pailletten auf meinem goldenen Etuikleid zum Funkeln brachte.

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Die Journalistin Sarah Havensworth ist glücklich verheiratet – und nun wünscht sich ihr Mann ein Kind mit ihr. Doch sie trägt schwer an einer Schuld, die sie vor ihm zu vergeben sucht und die alles zu zerstören droht. Dann stößt sie bei einer Recherche auf das Schicksal zweier junger Frauen, die vor langer Zeit in San Francisco ein besseres Leben suchten, in Liebe und in Freiheit. Sarah findet heraus, dass die Mädchen ihren Traum bitter bezahlen mussten – und dass ausgerechnet die Familie ihres Mannes Anteil daran hatte. Aber dann muss auch sie selbst sich ihrer Vergangenheit stellen. 

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Träume in San Francisco - damals und heute

Die Autorin Meredith Jaeger hat aufgrund ihrer eigenen Wurzeln Deutsch gelernt und ist dabei auf die Geschichte für den hier vorliegenden Roman gestoßen. Sie lebt in der 'City by the Bay' - der Stadt an der Westküste der Vereinigten Staaten, in der auch ihr Buch spielt.

Sarah Havensworth ist glücklich mit Hunter verheiratet und lebt mit ihm in San Francisco. Die finanzielle Lage ihres Mannes erlaubt es Sarah, anstelle einer Arbeit einem Studium nachzugehen und an einem Roman zu arbeiten.
Bei der Recherche für ihr Buch fällt ihr ein Zeitungsartikel in die Hände, der von zwei jungen Frauen berichtet, die 1876 spurlos verschwunden sind. Die Geschichte der beiden Näherinnen lässt Sarah nicht mehr los und so macht sie sich auf die Suche nach deren Schicksal.

Hanna und Margaret leben Mitte des 19. Jahrhunderts nahe des berüchtigten Rotlicht-Viertels Barbary Coast. Ihre Familien sind auf der Suche nach einem besseren Leben aus Deutschland und Irland an die kalifornische Küsten gekommen und arbeiten nun hart, um in ärmlichsten Verhältnissen überhaupt zurecht zu kommen. So müssen auch die beiden jungen Frauen als Näherinnen zum Unterhalt ihrer Familien beitragen, als sie bei der Arbeit Lucas und Robert Havensworth kennen. Die beiden Cousins sind das glatte Gegenteil von Hanna und Margaret: aus reichem Hause haben sie keinerlei Ahnung vom Leben der untersten Schichten und der Verantwortung, die schon früh auf den Schultern der Näherinnen lastet. Trotz aller Widrigkeiten verlieben sich Hanna und Lucas, als Margaret urplötzlich verschwindet... Wurde sie womöglich ermordet? Die Gerüchteküche brodelt und Hanna versucht gemeinsam mit Lucas alles Menschenmögliche, um ihre Freundin zu finden.

Sarah ist fasziniert von der Geschichte der verschwundenen Frauen und vertieft sich zunehmend in ihre Suche nach dem Schicksal der beiden. Doch was hat eigentlich die Familie ihres Mannes mit der damaligen Geschichte zu tun? Der Nachname Hunters legt nahe, dass es sich bei Lucas und Robert um seine Vorfahren handelt - eine bereits damals sehr reiche Familie.
Während Sarah mitten in der Recherche steckt, holt sie ihr eigenes Geheimnis ein: Hunters Wunsch nach einem Kind mit ihr, bringt eine alte Schuld an die Oberfläche. Eine Schuld, die Sarah für immer vergessen wollte und die nun droht, ihre glückliche Ehe zu zerstören...

Meredith Jaeger hat einen sehr spannenden Roman vorgelegt, der mich auf Anhieb gefesselt hat. Das Schicksal der beiden jungen Frauen, die Geschichte San Franciscos und die gut herausgearbeiteten, extremen Unterschiede der Schichten im 19. Jahrhundert haben mich von Anfang an überzeugt. Dabei ist die Suche Hannas nach ihrer Freundin gut mit der Suche über hundert Jahre später verwoben, was die Spannung zusätzlich gekonnt schürt. Zudem vermittelt die Autorin sehr gut, dass es auch im heutigen San Francisco große soziale Probleme gibt - sie mögen heute anders geartet sein und durch Entwicklungen wie eine verstärkte Gentrifizierung zu Tage treten, aber für die Betroffenen mag das kaum einen Unterschied machen.
Wenn Meredith Jaeger schon mit ihrem Debütroman ein solch gutes Händchen für den Spannungsbogen, die gesellschaftlichen Hintergründe ihrer Geschichte und vor allen Dingen für ihre äußerst geglückten und glaubhaften Figuren beweist, dann kann ich nur sagen, dass ich sehr gespannt auf weitere Romane von ihr bin!

Fazit: Eine spannende wie faszinierende Geschichte, die mich mit ihren Figuren und vor allem auch durch die perfekt parallel laufenden Erzählstränge rundherum überzeugen konnte.

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Eine fesselnde Familiengeschichte


Sarah Havensworth lebt mit ihrem Mann Hunter in San Francisco. Hunter stammt aus einer wohlhabenden Familie und so ist es Sarah möglich, einem Studium nachzugehen statt zu arbeiten. Eigentlich wollte sie als Studienarbeit einen Roman schreiben, doch damit geht es nicht vorwärts. Ein Stadtteil von San Francisco, der nicht den besten Ruf hat, zieht sie viel mehr an und sie möchte mehr über die Historie wissen. Dabei erregt ein Zeitungsartikel über das Verschwinden von zwei jungen Frauen im Jahr 1876 ihre Aufmerksamkeit. Die Journalistin in ihr kommt zum Vorschein und sie hängt sich in diese Geschichte voll hinein. Dabei stößt sie auch auf den Namen Havensworth. Was hat die Familie ihres Mannes damit zu tun? Aber auch Sarah verheimlicht ihrem Mann etwas.

Die Deutsche Hanna und die Irin Margaret leben im 19. Jahrhundert unweit des berüchtigten Rotlicht-Viertels Barbary Coast und sie arbeiten als Näherinnen. Beide haben ein hartes Leben, denn sie müssen für ihre Geschwister die Mutter ersetzen und die Familien ernähren, da die brutalen Väter das Geld mit Alkohol und Glücksspiel verschwenden. Bei ihrer Arbeit lernen sie die Cousins Lucas und Robert Havensworth kennen. Obwohl es nicht sein darf, denn sie stammen aus sehr unterschiedlichen Schichten, verliebt sich Hanna in Lucas. Dann verschwindet Margaret und Hanna macht sich mit Lucas auf die Suche nach ihr.

Diese beiden Handlungsstränge wechseln sich ab. Der Schreibstil des Buches ist sehr packend und hat mich vollkommen gefesselt. Die Charaktere wurde sehr authentisch dargestellt. Obwohl Hanna und Margaret unterschiedlich sind, schweißt sie ihr Schicksal zusammen. Sie müssen einiges ertragen, aber sie sind stark und verantwortungsbewusst. Lucas stammt aus der Oberschicht und erfährt erst durch Hanna, wie hart andere Menschen ums Überleben kämpfen müssen. Auch Hunter hat immer im Wohlstand gelebt. Er liebt Sarah und würde alles für sie tun. Aber Sarah hat in der Vergangenheit etwas erlebt, das sie auch mit Hunter nicht teilen will und das sie doch sehr belastet. Sie wirkt wie eine starke Frau und doch in Wirklichkeit ist sie sehr verunsichert.

Es ist sehr spannend mit Sarah in die Vergangenheit einzutauchen und den Geheimnissen nachzuspüren und das Ende ist wirklich überraschend.

Ein absolute Leseempfehlung für diese fesselnden Familiengeschichte.

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