Micaela Jary: Der Gutshof im Alten Land

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Micaela Jary: Der Gutshof im Alten Land
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783442485963

Informationen zum Buch

Seiten
412

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Manchmal träumte er vom Alten Land.

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Frühling 1919: Edzard von Voss, der Patriarch eines herrschaftlichen Gutshofs im Alten Land, liegt im Sterben. Seine Söhne sind im Krieg vermisst und wahrscheinlich gefallen, der Erbe wäre nun sein raffgieriger Neffe Roland, den Edzards Tochter Finja aus Familienraison heiraten soll. Unerwartet steht jedoch ein Kamerad des jüngsten Sohnes Lennart vor der Tür, der diesem ähnlich sieht. Edzards Frau beschließt, den angenehmen Fremden als ihren Sohn auszugeben. Der Schwindel gelingt, Finja ist frei – sehr zum Ärger von Roland. Doch dann taucht plötzlich eine junge Frau auf, die behauptet, Lennart sei der Vater ihres kleinen Kindes...

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Eine spannende Geschichte eingebettet in eine wunderbare Landschaft

Finja von Voss, einzige Tochter einer Gutsherrenfamilie, lebt 1920 im so genannten „Alten Land“. Sie liebt das Leben auf dem Land und die Arbeit auf dem Landgut und mit den Tieren, dabei träumt von einem Studium der Tiermedizin. Ihr Vater ist schwer krank, und ihre beide Brüder sind beide verschwunden. Lennart gilt seit der Schlacht an der Somme als verschollen, während Gerrit nach Amerika ging und nie wieder was von sich hören ließ. Um das Landgut halten zu können und um zu verhindern, dass ihre Mutter ihre Heimat verliert, ist Finja gezwungen, den Widerling Roland Lüdersen zu heiraten, der gleichzeitig ihr Cousin ist. Plötzlich taucht Clemens Curtius, ein Mitsoldat und Freund von Lennart, auf und überbringt das Dienstbuch und die Erkennungsmarke ihres Bruders Lennart. Bestechend ist auch seine große Ähnlichkeit mit ihrem Bruder Lennart. Ein Zufall? Oder doch eine Blutsverwandtschaft? Um zu verhindern, dass das Landgut in Rolands Hände fällt, gibt sich Clemens als Lennart aus. Oberflächlich klappt die Täuschung, doch die äußere Ähnlichkeit täuscht nicht darüber weg, dass Clemens und Lennart charakterlich nicht verschiedener sein könnten. Auch „erbt“ Clemens alle von Lennart verursachten Probleme, die vor allem mit Frauen zu tun haben. Am Ende lösen sich einige Probleme und Unklarheiten, da Clemens alias Lennart beschuldigt wird, einen Mord begangen zu haben. Im Zuge des Versuchs, Clemens Unschuld zu beweisen, tauchen Dokumente auf, die das Geheimnis der Ähnlichkeit lösen. Ist Clemens tatsächlich unschuldig? Kann Clemens die geerbten Probleme lösen? Und fliegt die Täuschung auf?
Fazit: Die Autorin versteht es, wunderbar plastisch zu erzählen, dank ihren Erzählungen entsteht im Kopf die Landschaft des „Alten Landes“ und man kann die Geschäftigkeit des Nachkriegshamburg und die Ruhe und Behäbigkeit auf dem Land deutlich spüren. Ihre Figuren sind detailliert ausgearbeitet und es fällt leicht, mit ihnen mitzufiebern und Sympathien bzw. Antipathien aufzubauen. Ihre Figuren sind sauber und genau ausgearbeitet, die Umstände sehr sauber recherchiert, bis hin zum dortigen Dialekt. Absolut empfehlenswert!

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Spannend und wunderbar geschrieben


Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Von dieser Autorin hatte ich schon mal was gelesen, wusste also, dass mir der Schreibstil zusagt, dass es keine unnötigen Fragen nach dem Sinn von Worten oder gar ganzen Sätzen geben würde. Ich war sehr gespannt auf dieses Buch und es hat mich nicht enttäuscht. In der Geschichte war ich schnell drinnen. Auch konnte ich mich in die Protagonisten sehr gut hineinversetzen. In Gerrit, der lieber nach Amerika ausgewandert war, weil ihn zum einen sein Bruder Lennart zu sehr verletzt hatte, zum anderen er nicht das tun wollte, was sein Vater ihm vorzuschreiben versuchte. Ich denke, es war eine lehrreiche für Gerrit. Aber auch in den jungen Mann, der Lennart zum Verwechseln ähnlich sah. Und der sich Caroline von Voss‘ Bitte beugte und so einige Zeit auf der Domäne verbrachte. Der Schluss hat mir sehr gut gefallen, denn es gibt zwar kein richtiges Happy End – was wohl dem geschuldet ist, dass es noch Folgebände geben wird – aber auch keinen großen Cliffhanger. Auch wenn ich mich trotzdem auf den Tag freue, an dem der nächste Band erscheint. Mir hat es großen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Daher bekommt dieses Buch von mir eine Lese-/Kaufempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

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Eine Familiensaga spannend und wunderschön geschrieben

Klappentext

Frühling 1919: Edzard von Voss, der Patriarch eines herrschaftlichen Gutshofs im Alten Land, liegt im Sterben. Seine Söhne sind im Krieg vermisst und wahrscheinlich gefallen, der Erbe wäre nun sein raffgieriger Neffe Roland, den Edzards Tochter Finja aus Familienraison heiraten soll. Unerwartet steht jedoch ein Kamerad des jüngsten Sohnes Lennart vor der Tür, der diesem ähnlich sieht. Edzards Frau beschließt, den angenehmen Fremden als ihren Sohn auszugeben. Der Schwindel gelingt, Finja ist frei – sehr zum Ärger von Roland. Doch dann taucht plötzlich eine junge Frau auf, die behauptet, Lennart sei der Vater ihres kleinen Kindes ...



Im Jahr 1919 ist der erste Weltkrieg endlich vorbei. Doch es sind schwere Zeiten, viele Ehemänner und Brüder sind im Krieg gefallen, noch in Kriegsgefangenschaft oder gar verschollen.

Den Frauen in der damaligen Zeit blieb nichts anderes übrig als die Arbeiten der Männer mit zu übernehmen.

Die Familie von Voss hat es auch hart getroffen, den das Familienoberhaupt Edzard von Voss liegt im Sterben. Lennart, der jüngere Sohn ist im Krieg verschollen und der älteste Sohn Gerrit ist nach einem Vorfall vor dem Krieg, der ihn schwer getroffen hat, nach Amerika ausgewandert.

Caroline von Voss wacht Tag und Nacht am Krankenbett ihres Mannes. So bleibt Finja, der jüngsten Tochter, nichts anderes übrig sich um die Belange des Gutshofs zu kümmern.

Es liegt ein großes Schatten über dem Hof. Da Lennart, der rechtmäßige Erbe, als verschollen gilt, würde als nächstes der Neffe Roland das Erbe antreten. Dieser hat jedoch böse Absichten und ist ein durchtriebener Halunke.

Der junge Mann, Clemens Curtius , hat mit Lennart von Voss im Krieg gemeinsam gedient. Lennart hatte Clemens gebeten seiner Familie ein paar Gegenstände zu übergeben, sollte ihm etwas geschehen.

So begibt Clemens sich nach dem Krieg ins alte Land um Lennart seinen Wunsch zu erfüllen.

Caroline, die Mutter von Lennart, ist wie hypnotisiert als sie Clemens gegenüber sitzt. Dieser sieht Lennart unglaublich ähnlich, als wären sie Brüder. Da kommt Caroline von Voss die Idee, dass Clemens Lennart als Erben vertreten könnte. Nur so lange bis der leibliche Sohn wieder auftaucht. Finja steht dem ganzen sehr skeptisch gegenüber und kann im ersten Moment nicht fassen, zu welcher Scharade sich ihre Mutter hinreißen lässt.

Nun ist es an Clemens in die Rolle von Lennart zu schlüpfen. Es gibt ein Problem, Clemens und Lennart können vom Charakter her nicht unterschiedlicher sein.

Wird es Clemens gelingen alle im alten Land zu überzeugen?



Meine Meinung

"Der Gutshof im alten Land" von Micaela Jary war mein erster ( bis auf die Vorgeschichte) Roman der Autorin. Es ist ein historischer Roman, in dem der Leser in eine wunderschöne Landschaft entführt wird. Es geht um nicht erfüllte Wünsche und Träume, sowie um Liebe, Hass und Neid. Eine gefährliche Mischung, die die Autorin in eine spannende Geschichte verpackt hat. Der Schreibstil ist oft sehr emotional, dass ich die Gefühle und Gedanken der Protagonisten förmlich miterleben konnte. Hinzu kommt die Spannung, die es einem leicht macht, unbedingt weiter lesen zu wollen. Viele habe ich in mein Herz geschlossen und habe somit mit gefiebert ob alles gut ausgeht.

Das Buch ist in verschiedene Erzählstränge eingeteilt, in denen der Leser erfährt wie es den verschiedenen Protagonisten im hier und jetzt ergeht. Immer wieder fließen auch kleine Rückblenden ein, die erklären wie es zu allem gekommen ist.

Ich habe schon die Vorgeschichte zu " Der Gutshof im alten Land" verschlungen und so war es mir ein leichtes, gleich in die Geschichte abzutauchen.

Eine wundervolle Familiensage mit einer Leseempehlung von mir.

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Familiengeschichten

Die Autorin Micaela Jary führt uns in ihrem Roman in das Jahr 1919 auf den Gutshof der Familie Voss im Alten Land. Edzard von Voss liegt nach einem Schlaganfall im Sterben. Der älteste Sohn hat den Hof verlassen und ist nach Amerika gegangen. Der jüngere Sohn wird als Soldat in Frankreich vermißt. Der Hof wird von der Tochter Finja geführt, aber erben kann sie ihn nicht. Ihr Cousin Roland soll Finja heiraten. Diese kann ihren arroganten, durchtriebenen Cousin aber überhaupt nicht leiden. Da taucht Clemens Curtius auf, der mit dem jüngeren Sohn Lennart im Krieg gedient hat. Er ist Lennart wie aus dem Gesicht geschnitten. Edzards Frau plant, ihn als ihren Sohn auszugeben. Wird es Clemens gelingen, diese Scharade mitzuspielen? Wohin wird es Clemens führen?



Die Autorin versteht es hervorragend, den Leser mit in eine schwierige Zeit zu nehmen, die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, und uns in den Alltag eintauchen zu lassen. Die Protagonisten sind ausführlich beschrieben, so daß man sich gut in ihr Leben hineinversetzen kann. Wenn man den verschiedenen Erzählsträngen folgt, beginnt man das Gesamtbild zu verstehen.



Die Erinnerungen an den Krieg sind allgegenwärtig. So werden Clemens' von Lennarts abweichenden Merkmale den Kriegsgeschehnissen zugeschrieben. Aber irgendwann muß es unweigerlich zu Schwierigkeiten kommen.



Was mir besonders gefallen hat, ist, daß die Frauen in der Zeit beginnen, nach mehr streben. Sie wollen nicht nur Mutter und Hausfrau sein, sondern eigene Träume erfüllen. Das heißt, das alte Rollenbild zerfällt.



Dieser Roman ist nicht nur ein historischer Roman, sondern gleichzeitig auch ein Liebesroman, ein sehr bewegender Roman. Für Spannung ist von Anfang bis Ende gesorgt. Für Liebhaber von historischen Romanen sehr zu empfehlen. Ich hoffe, daß es noch eine Fortsetzung geben wird!



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