Natasha Solomons: Ein letztes Lied für dich

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Natasha Solomons: Ein letztes Lied für dich
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
The Song Collector
ET (Original)
2015
ISBN-13
9783499290244

Informationen zum Buch

Seiten
464

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Edie sang bei ihrer eigenen Beerdigung.

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Grafschaft Dorset, 1946: Der 18-jährige Fox lebt mit seinen Brüdern und seinem Vater auf Hartgrove Hall. Als sein Bruder Jack ihm seine neueste Flamme vorstellt, die bekannte Sängerin Edie, verliebt Fox sich auf den ersten Blick. Doch wenngleich Edie seine Gefühle zu erwidern scheint, wird sie zweifellos Jack heiraten.

Hartgrove Hall im Jahr 2000: Fox, mittlerweile über 70-jährig, blickt auf eine erfolgreiche Komponisten-Karriere zurück und lebt allein auf dem großen Gut. Seine geliebte Frau ist kürzlich verstorben, und Fox ist voller Trauer. Er möchte eine letzte Symphonie für sie schreiben, doch in seinem Kopf herrscht Stille. Eine Stille, die er nur brechen kann, wenn er noch einmal zurückblickt. Auf ein Leben, in dem Schmerz und Glück so unerträglich nahe beieinander lagen.

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Musikalischer Trost

Die Grafschaft Dorset, im Südwesten Englands. Drei Brüder leben kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wieder mit ihrem Vater auf Hartgrove Hall. Das einstmals prächtige Anwesen ist in die Jahre gekommen und benötigt dringend Renovierungsarbeiten. Obwohl keinerlei finanzielle Mittel mehr zur Verfügung stehen, setzen sich die Brüder in den Kopf, ihr Zuhause zu retten - auch wenn das persönliche Einschränkungen bedeuten könnte.
Der jüngste der Brüder, Harry, der von allen Fox genannt wird, hat nicht nur das absolute Gehör, er ist auch ein Musiker durch und durch. Als er die Sängerin Edie Rose bei einer Feier am Klavier begleitet, ist es längst um ihn geschehen: er verliebt sich in die einige Jahre ältere Frau. Das alleine wäre vermutlich noch kein Problem - wäre die begabte wie schöne Edie nicht die Verlobte von Fox' ältestem Bruder Jack...

Über 50 Jahre später trauert Fox, der eine Karriere als Komponist erlebt hat, um seine geliebte Frau. Er möchte ihr so gerne eine Symphonie widmen, sie dadurch in Ehren halten - doch er scheint den Draht zu seiner großen Leidenschaft verloren zu haben. Seine Töchter sorgen sich inzwischen sehr um ihn, da begreift Fox, dass er sich erinnern muss... Kein leichtes Unterfangen, denn Glück und Unglück, Liebe und Leid liegen manchmal ganz dicht beieinander.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, die ineinander greifen. Der 70jährige Fox kann kaum greifen, wie er ohne seine geliebte Frau weiterleben kann und fürchtet sich davor, dass seine Erinnerungen an die Liebe seines Lebens immer mehr verblassen könnten. Während er begreift, dass er sich seiner eigenen Vergangenheit stellen und öffnen muss, begleiten wir ihn - weit zurück in seine Kindheit, in der Fox auch einiges Tragisches erlebt hat, vor allem da er schon sehr früh seine Mutter verloren hat. Aber wir erfahren nicht nur mehr aus dem Leben der Familie Talbot - nein, Fox findet in Robin, seinem Enkel, einen Weg, mit seinem Schmerz umzugehen: denn die beiden haben etwas gemein - ihr musikalische Begabung.

Natasha Solomons hat einen schönen Roman vorgelegt, der mich vor allem mit seinen Figuren überzeugt hat. Ich konnte Fox' Trauer und seine selbst empfundene Einsamkeit nach seinem großen Verlust gut nachvollziehen. Seine mürrische Art, aber auch sein scharfsinniger Blick und der ab und an aufblitzende trockene Humor, waren für mich durch und durch glaubhaft und sympathisch. Umso tröstlicher empfand ich dann auch den Zugang, den Fox mit Robin gefunden hat - zurück zu einer Aufgabe und zurück zu seiner zweiten großen Liebe, der Musik.

Die Autorin hat eine leichte, anmutige Sprache, die mir gut gefallen hat und mich vor allem mit dem Trost, den Menschen aus ihren künstlerischen Leidenschaften ziehen können, überzeugen konnte. Das hat mich dann auch über minimale Längen hinweggetröstet.

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Eine musikalische Liebesgeschichte

Der Krieg ist zu Ende und die Brüder Jack, George und Harry Fox-Talbot kehren nach Hartgrove Hall in Dorset zurück. Das Haus ist inzwischen heruntergekommen und es fehlen die Mittel, um alles wieder auf Vordermann zu bringen, denn nichts von Wert ist mehr vorhanden. Ihr Vater, der „General“, möchte das Haus abreißen, doch die Brüder wollen versuchen, das Anwesen zu erhalten und die Ländereien zu bewirtschaften. Als Fox, wie die Brüder Harry nennen, der Freundin von Jack begegnet, ist es um ihn geschehen.
Im Jahr 2000 trauert Fox um seine geliebte Edie. Er möchte sie in einer Symphonie am Leben erhalten, doch die Töne, die stets in seinem Kopf waren, sind verschwunden. Seine Töchter Lucy und Clara sorgen sich um ihn.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Harry (Fox) erzählt. Besonders gefallen hat mir der wundervolle Schreibstil.
Die Handlung spielt also auf zwei Zeitebenen. Fox hat Edie immer geliebt und nun ist seine Trauer unermesslich. Wie soll Fox weiterleben ohne Edie? Er fühlt sich, als würde ein Stück von ihm fehlen. Seine Gedanken sind immer wieder in der Vergangenheit und so lernen wir Stück für Stück die Lebensgeschichte der beiden kennen. Dass der Leser von Anfang an weiß, dass Fox Edie zu seiner Frau gemacht hat, die doch mit Jack liiert war, nimmt ein wenig die Spannung. Trotzdem ist es interessant zu erfahren, wie es dann doch zu dieser Ehe gekommen ist.
Als er das musikalische Talent seines kleinen Enkel Robin erkennt, der auch das absolute Gehör hat, geht es wieder aufwärts mit ihm. Doch Robin ist problematisch. Nur am Klavier ist er zu bändigen. Fox begreift bald, dass er seinen Enkel nicht so fördern kann, wie es notwendig wäre.
Die Charaktere sind sehr individuell beschrieben. Jack ist eine imposante Erscheinung, der bei den Frauen ankommt. Sein Bruder George dagegen ist sehr introvertiert. Fox ist musikalisch begabt und Musik bestimmt sein Leben. Edie ist Sängerin und auch für sie ist die Musik sehr wichtig. Brüder Jack, George und Fox sind Brüder, aber eine enge Beziehung haben sie nicht.
Das Leben hat es den Mitglieder der Familie Talbot nicht leicht gemacht. Obwohl es auch erfreuliche Ereignisse gab, überwiegen jedoch die tragischen.
Die Geschichte hat mir gut gefallen, doch am Ende bleiben für mich noch Fragen offen.

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