Petra Pfänder: Im Schatten der Bräutigamseiche

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Petra Pfänder: Im Schatten der Bräutigamseiche
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783956495748

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Die junge Frau presste ihr Kind an die Brust und lief schneller.

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Handlungsort

Stadt
Kontinent
Handlungsorte
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Nach dem Tod ihrer Großmutter kehrt Johanna Petersen in ihre Heimatstadt Eutin zurück. Obwohl sie sehr an dem alten Haus ihrer Familie hängt, sieht sie keine andere Möglichkeit, als es zu verkaufen. Kurz vor dem entscheidenden Termin will sie ein letztes Mal Abschied nehmen. Von ihrer Großmutter. Von ihrer Kindheit. Aber auch von ihrer Vergangenheit. Als sie aus dem Astloch der uralten Bräutigamseiche einen geheimnisvollen Brief zieht, scheint es, als würde sich ein Kreis schließen. Plötzlich ist sie einem tragischen Geheimnis auf der Spur, das das Schicksal ihrer Familie damals wie heute bestimmen soll.

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Eine sehr ergreifende Geschichte

Inhaltsangabe:
Nach dem frühen Tod ihrer Eltern wächst Johanna bei ihrer Großmutter in Eutin auf. Durch ein schockierendes Ereignis verläßt sie von heute auf morgen ihre Heimatstadt und hat sich geschworen, nie mehr zurückzukommen. In Hamburg hat sie sich ein neues Leben aufgebaut und ist als sehr erfolgreiche Immobilienmaklerin tätig.
Doch leider ist nun ihre geliebte Großmutter gestorben und Johanna kommt nach 12 Jahren wieder zurück. So schnell wie möglich möchte sie Eutin aber wieder verlassen und beschließt, das Anwesen auf dem sie groß geworden ist zu verkaufen.
Doch dies ist leider in einem sehr schlechten Zustand und muß erst renoviert werden.
Zudem findet sie in der alten Bräutigamseiche einen verwirrenden Brief, der scheinbar mit ihrer Familie zusammenhängt.

Meine Meinung:
Petra Pfänder hat einen sehr schönen, bildhaften und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich von der ersten Zeile an die Geschichte gefesselt hat.
Ich konnte mir das Anwesen, die Landschaft alles sehr gut vorstellen und würde am liebsten meine Koffer packen und nach Eutin ziehen.
Auch die Protagonisten sind alle sehr lebendig und authentisch geschildert, ihre Handlungen sind nachvollziehbar und der Leser hat das Gefühl, selber ein Teil der Geschichte zu sein.
Johanna ist eine sehr interessante Hauptfigur, die ich von Anfang an mochte. Ich konnte ihre Gedanken und Zweifel, ob sie ihre Großmutter überhaupt richtig gekannt hat, alle nachvollziehen.
Die Geschichte wird hauptsächlich in der Gegenwart erzählt. Doch durch kurze Rückblicke in die Vergangenheit lernen wir auch Johannas Urgroßmutter Emilie und deren Schicksal kennen.
Die Handlung beginnt ruhig, wird aber im Laufe der Geschichte immer spannender.
Neben dem Familiengeheimnis werden wir auch mit einer sehr schönen Liebesgeschichte verwöhnt, bei der es sich wieder mal zeigt, wie wichtig es ist, immer miteinander zu reden.
Ich möchte diese rundum gelungene Geschichte sehr gerne weiterempfehlen und vergebe 5 Sterne.

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Schön verpacktes Familiengeheimnis

Johanna Petersen lebt in Hamburg als erfolgreiche Immobilienmaklerin. Als ihre geliebte Großmutter stirbt, bei der sie aufgewachsen ist, kommt sie für die Beerdigung zurück in ihre Heimatstadt Eutin. 12 Jahre lang ist Johanna diesem Ort ferngeblieben, verbindet sie ihn doch mit einem traurigen Erlebnis aus ihrer Vergangenheit. Nun bindet Johanna nur noch das alte Gut mit dem verbliebenen Land an die Stadt, doch alles ist in ziemlich maroden Zustand, was Johanna ein schlechtes Gewissen beschert, denn sie ahnte nicht, wie wenig ihre Großmutter am Ende zurecht gekommen ist. Johanna möchte alles verkaufen und Eutin möglichst schnell den Rücken kehren, zu viele Erinnerungen holen sie wieder ein, seit sie zurück ist. Auch die alte Bräutigamseiche auf dem Grundstück bringt ihr die Vergangenheit wieder näher. Als sie in der Eiche, die von Liebenden als Briefkasten benutzt wird, einen alten Liebesbrief findet, der sie so anrührt, dass sie dem Geheimnis auf die Spur kommen möchte. Johanna ahnt nicht, wie viel sie dabei über ihre eigene Familienvergangenheit erfahren wird. Wird Johanna ihrer Heimat noch eine Chance geben?
Petra Pfänder hat mit ihrem Buch „Im Schatten der Bräutigamseiche“ einen sehr schönen Roman um ein altes Familiengeheimnis vorgelegt. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, der Leser wird wie ein Schatten an die Seite von Johanna gestellt und begleitet diese bei all ihren Gedanken, Gefühlen und Handlungen. Die Geschichte spielt hauptsächlich in der Gegenwart, wird aber durch einige historische Rückblenden in die Familiengeschichte angereichert, mit denen man so nach und nach dem Geheimnis auf die Spur kommt. Die beiden Handlungsstränge sind so geschickt miteinander verknüpft, dass es am Ende ein rundes Bild ergibt. Die Spannung wird gemächlich aufgebaut und steigert sich innerhalb der Geschichte, obwohl einige Dinge schon zu erahnen sind, wird es nicht langweilig. Dazu tragen auch die Landschaftsbeschreibungen bei. Diese sind wunderschön, so dass man sich gleich wohl fühlt und Lust hat, diese Gegend mal selbst zu besuchen.
Die Charaktere sind sehr liebevoll skizziert, wirken dadurch sehr authentisch und lebensecht, denn sie wirken wir aus dem richtigen Leben. Johanna ist eine recht sympathische Frau, die schon sehr früh zur Waise wurde und bei ihrer geliebten Großmutter aufwuchs, bei der sie sich geborgen und umsorgt fühlte. Der Verlust bei ihrem Tod zwingt Johanna dazu, sich mit ihrer Vergangenheit auseinander zu setzen, denn als Teenager hat sie eine sehr traurige Erfahrung machen müssen, weshalb sie ihrer Heimat in einer Nacht und Nebelaktion den Rücken gekehrt und auch ihre Großmutter verlassen hat. Johanna ist aber auch eine mutige Frau, die sich den Herausforderungen stellt und längst überfällige Entscheidungen trifft, um ihrem Leben eine neue Richtung zu geben, bei der sie sich rundum wohl fühlt. Die Konfrontation mit ihrer Familiengeschichte hilft ihr dabei und versöhnt sie auch mit der Vergangenheit.
„Im Schatten der Bräutigamseiche“ ist ein sehr schöner Liebesroman, der auch ein Familiengeheimnis beinhaltet, dass historisch verpackt wurde. Alle Liebhaber von schönen und tragischen Liebesgeschichten kommen hier auf ihre Kosten. Absolute Leseempfehlung!

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Ein altes Geheimnis

Im Schatten der Bräutigamseiche
Johanna Petersen hat ihre Heimatstadt Eutin vor 12 Jahren aus enttäuschter Liebe verlassen und ist nicht mehr zurückgekommen. Doch nun ist ihre Großmutter Charlotte gestorben und Johanna ist zurückgekehrt, um die Formalitäten zu erledigen. Aber als sie das alte Gutshaus wiedersieht, kommen Erinnerungen und Wehmut hoch. Dann findet sie auch noch einen mysteriösen Brief in der Bräutigamseiche. Sie möchte wissen, was es damit auf sich hat und verschiebt ihre Rückkehr zu ihrem Verlobten Henning nach Hamburg immer wieder.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und die Geschichte liest sich im Nu weg. Obwohl die Handlung zum größten Teil in der Gegenwart spielt, gibt des dazwischen auch immer wieder Rückblenden, so dass wir auch die Geschichte von Johannes Urgroßmutter Emilie kennenlernen. Emilie heiratet den wesentlich älteren Ronald Petersen, der sie zwar vergöttert, aber nicht auf sie eingeht. Der Maler Friedrich Lindner, der für eine Weile das zum Gut gehörende Jägerhaus mietet, sieht sofort, was mit Emilie los ist.
Johanna und Emilie haben einiges gemein, sie versuchen nicht Probleme zu klären, sondern laufen davor weg. Obwohl mir Johanna nicht unsympathisch ist, kann ich ihre Handlungsweise nicht verstehen. Sie hat ein inniges Verhältnis zu ihrer Großmutter und besucht sie doch zwölf lange Jahre nicht. Auch macht sie sich wenig Gedanken darüber, wie es der alten Frau gehen könnte und das alles nur, weil sie enttäuscht und verletzt wurde.
In Hamburg ist Johanna erfolgreich als Immobilienmaklerin und die Hochzeit mit dem aufstrebenden Politiker Henning, der aus einer angesehenen Hamburger Familie stammt, steht kurz bevor. Er zeigt Johanna gegenüber eine ziemlich dominante Art. Er hat kein Verständnis für Johannas Unentschlossenheit bezüglich des Gutes und auch nicht für ihre Nachforschungen bezüglich der Familiengeschichte.
Aber auch die anderen Personen wurden gut und authentisch beschrieben. Besonders gefallen haben mit die kleine Lilli, die genau weiß was sie will, und der alte Störtebeker.
Es hat Spaß gemacht, mit Johanna die wunderschöne Landschaft zu entdecken und es war spannend herauszufinden, welches Familiengeheimnis so lange bewahrt wurde. Obwohl vorhersehbar war, wohin die Geschichte führen wird, wurde ich gut unterhalten.

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