George Orwell: 1984

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George Orwell: 1984
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
1984
ISBN-13
9783453164215

Informationen zum Buch

Seiten
281

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Handlungsort

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George Orwells 1984 ist längst zu einer scheinbar nicht mehr erklärungsbedürftigen Metapher für totalitäre Verhältnisse geworden. Mit atemberaubender Unerbittlichkeit zeichnet der Autor das erschreckende Bild einer durch und durch totalitären Gesellschaft, die bis ins letzte Detail durchorganisierte Tyrannei einer absolute autoritären Staatsmacht. Seine düstere Vision hat einen beklemmenden Wirklichkeitsbezug, dem sich auch der Leser von heute nur schwer entziehen kann. Im Orwell-Staat wird eine neue Sprache verordnet, das sogenannte "Neusprech". Zusammen mit dem sogenannten "Zwiedenk" soll den Menschen das Denken abgewöhnt werden. Orwell beschriebt eindrucksvoll, wie durch Veränderung der Sprache der Manipulation des Volkes durch die herrschende Klasse Tür und Tor geöffnet werden kann. Besonders deutlich wird das, wenn die unmenschlichsten Züge eines Systems mit wohllautenden Namen besetzt sind. So gibt es zum Beispiel ein "Liebesministerium". Es sorgt nicht etwa für den liebevollen Umgang der Menschen untereinander, sondern "lehrt" den Abtrünnigen und Andersdenkenden mittels grausamster Foltermethoden den "Großen Bruder" zu lieben. Im "Ministerium für Wahrheit" werden Geschichte und Gegenwart dem gegenwärtigen politischen System angepasst. Wahr ist, was der "Große Bruder" als wahr definiert. Dem Volk wird klargemacht, dass alles immer schon so war, wie es jetzt ist. Anderslautendes wird aus Zeitschriften und Büchern und damit aus dem Gedächtnis der Menschen systematisch entfernt. Das "Friedensministerium" hingegen plant "Friedensmissionen", die nichts anderes sind als Kriegseinsätze. Wer wollte sich da noch wundern, dass sich hinter "Lustlagern" Zwangsarbeitslager der übelsten Art verbergen.

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"1984" birgt sehr viele Aspekte, die mich zum Nachdenken gebracht haben, vor allem im ersten Teil, in dem eigentlich nicht viel passiert, sondern hauptsächlich Winstons Gedanken und Gefühle geschildert werden. Erschreckend finde ich die Vorstellung, die ganze Zeit seine Gefühle und Gedanken beherrschen zu müssen, um nicht aufzufallen. Genauso wie die Bemühungen, die Vergangenheit regelmäßig den gegenwärtigen Zielen der Partei entsprechend umzuschreiben. Zuerst konnte ich mir das gar nicht vorstellen, dass sowas möglich sein soll, aber andererseits, wenn es nun wirklich keine schriftlichen Aufzeichnungen der "wirklichen" Vergangenheit geben würde... das Gedächtnis des Menschen ist ja nun nicht immer zuverlässig.

Im zweiten Teil nimmt die Geschichte durch die Beziehung von Julia und Winston an Fahrt auf und dritten Teil.. tja... wird alles wieder umgekrempelt. Ich finde es übrigens nicht besonders schlimm, dass die Hauptcharaktere blass bleiben. Winston ist für mich einfach ein "Jedermann", eine Art Beispiel, das zeigen soll, dass es jeden treffen kann.

Insgesamt muss ich sagen, dass man schon merkt, zu welchem Zeitpunkt George Orwell "1984" verfasst hat; trotzdem empfinde ich seinen Roman als ein wichtiges Mahnmal dafür, was Diktaturen und der Durst nach Macht anrichten und welcher Mittel sie sich bedienen können (ich denke da nicht nur an Folter, sondern auch z.B. an die Einführung des "Neusprechs").

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Obwohl dieser Roman reine Fiktion ist, bleibt nach dem Lesen ein fahler Nachgeschmack. Was, wenn es wirklich eines Tages so sein wird? Kann so etwas wirklich möglich sein?

In George Orwells Roman „1984“ gibt es keine Fiktion, sondern nur Tatsachen.

Die Gattung Mensch mit freiem Willen, freien Gedanken und der Möglichkeit des freien Lebens ist verschwunden und wurde ersetzt durch Kreaturen, die all das nicht mehr besitzen. Sie leben ohne etwas zu hinterfragen, sie lieben was der große Bruder liebt und sie hassen, was die Partei hasst. Sie verraten sich gegenseitig, machen sich über nichts mehr Gedanken und haben sich damit abgefunden – weil es laut der Partei nie anders war.

Die Partei, der lange Arm des großen Bruders, überwacht alles. Sie sehen und hören alles, und wenn ihnen etwas oder jemand nicht passt – wird es ganz einfach geändert.

Die Vergangenheit als solche existiert nicht mehr, denn sie wird jeden Tag aufs Neue verändert, auf dass die Partei immer Recht hat und im Endeffekt nur Gutes für die Menschen getan hat. Auch Menschenleben können einfach ausgelöscht werden – somit hat es sie nie gegeben.

Eine vereinfachte Sprache (Neusprech) in der unbeliebte/unnötige Wörter einfach weggelassen werden (und somit das Nicht-Denken erleichtern) rundet die Horrorvision des Jahres 1984 ab. George Orwell hat somit in seinem Roman eine Welt erschaffen, die schrecklicher und furchterregender nicht sein könnte.

Stellenweise ist der Roman nicht leicht zu lesen oder zu verstehen – im Besonderen meine ich damit die Kapitel, die sich mit dem „Buch“ (die Feindesschrift gegen den großen Bruder und die Partei) befassen.

„1984“ ist ein großartiger Roman, der zum Nachdenken anregt und stellenweise gruseliger als ein richtiger Horrorroman ist. Zu Recht ordne ich diesen Roman in die Kategorie “Klassiker/Weltliteratur” ein.

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Überwachungsstaat - ein Begriff? Big Brother - schon gehört? 1948 setzte George Orwell mit "1984" eine finstere, bedrückende, faszinierende und bedeutungsschwere Dystopie in die Welt, die auf jeden Fall lesenswert ist. Es handelt sich hierbei um ein sehr politisches Buch, ohne einer Ideologie anzuhängen, sondern sich darauf beschränkt, kritisch die ausufernde Gewalt von Staaten zu kritisieren. Wer Idylle und Schönwetter sucht, ist bei 1984 an der falschen Adresse.

Winston Smith, ein Bürger in einem supranationalen Staat beginnt das System zu hinterfragen - eine Suche nach Wahrheit, die letztlich von bitterem Erfolg gekrönt ist und ihm fast den Verstand kostet.

Von mir gibt es 4 Leseratten, weil das Buch zwar ausgezeichnet ist, aber mir ein Silberstrahl oder Lichtblick fehlte.

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1984

Aktueller denn je! Der Autor hat eine Vorstellung, die unserer Welt in vielen Punkten gleicht! Man sollte unter anderem Orwells Vita zusätzlich betrachten. Kleiner Tipp am Rande,denn nur so kann ich das Ende des Buches nachvollziehen.

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