Thomas Elbel: Asylon

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Thomas Elbel: Asylon
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783492267922

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Erster Satz
Die Sprache des Todes war ein profanes Klicken unter ihrem Fuß.l

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Asylon ist die letzte Stadt der Erde. Das einzige Bollwerk der Zivilisation, umgeben von endloser Wüste und hungrigen Heerscharen. Das jedenfalls denken ihre Bewohner. Torn ist Mitglied einer Spezialeinheit, die das Gleichgewicht zwischen den herrschenden Clans wahrt. Als dunkle Mächte seine Familie und sein Leben zu vernichten drohen, sieht er sich gezwungen, Asylons tödliche Außengrenze zu durch brechen. Doch das Geheimnis, das sich dahinter verbirgt, wird alles infrage stellen, woran Torn je geglaubt hat.

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Ein letzter Rest der Menschheit hat es geschafft sich nach einer allumfassenden Klimakatastrophe hinter die Mauern einer letzten bizarren Stadt zurückzuziehen. ASYLONs Mauern sollen dann auch sogleich all jene draußen halten, die nur eine Bedrohung der Stadt darstellen können. Inmitten des dort entstandenen Machgefüges zwischen den einzelnen, sich bekriegenden Clans übt der Master-Leveller Torn seine Tätigkeit im Dienste des gesellschaftlichen Gleichgewichtes aus. Doch nachdem eine weibliche Leiche inmitten der hochexplosiven Grenzanlage von ihm gefunden wird, tauchen immer mehr unerklärliche Fragen auf. Wollte diese Frau tatsächlich nach draußen fliehen? Und was hat dieser komische blaue Stein für eine Bedeutung, den Torn bei der Toten findet? Viel Zeit zum Nachdenken bleibt Torn jedoch nicht, da er gleichsam mit diesem Fund in einen Strudel der Geschehnisse hineingezogen wird, die auch er nicht zu stoppen vermag.

Spannend, düster und fesselnd, hat es Thomas Elbel hier mit seinem Debüt-Roman geschafft mich in eine groteske Welt mit Endzeitstimmung zu entführen. Dabei war die düstere Kulisse der Stadt mit all ihren dunklen Gängen und Schächten stets so präsent, dass ich mich beim Lesen sehr leicht auf die bedrückende Stimmung all der armen Menschen in den unzulänglichen Behausungen so gänzlich ohne genügend Sonnenlicht hineinversetzen konnte. Immer wieder habe ich mir dabei vorzustellen versucht, selbst einen Platz in solch einer Gesellschaft behaupten zu müssen. Gänsehaut-Feeling kam aber ganz sicher nicht nur durch die Grundatmosphäre dieser Stadt bei mir an. Dafür sorgten schon auch die bedrohlichen Handlungsstränge um die Protagonisten. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass so manche Szene ganz sicher nicht für zart besaitete Leser geeignet ist. Der Autor geht dabei gleich mehrmals ganz schön zur Sache. Dies wiederum empfand ich aber vor der grausigen Szenerie eher passend als störend. Für mich traf hier ein rasanter Thriller auf eine außergewöhnliche Illustration, wie es eines Tages selbst hier vielleicht einmal geschehen könnte. Diese Kombination des Spekulierens und des gleichzeitigen Mitgerissenwerdens haben mir sehr gut gefallen. Selbst der Schluss hatte dann auch noch eine große Überraschung für mich parat, so dass dieses Buch für mich eine gelungene Abwechslung in meinen sonstigen Lesegewohnheiten darstellte. Für Fans von fesselnden Dystopien ganz sicher ein guter Tipp.

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Das Buch fängt schon gleich mit einem spannenden Prolog an und hat mich seitdem kaum Luft holen lassen. Mit der bis in tiefe Abgründe verschachtelten und mit oft zwielichtigen Bewohnern besetzten Stadt hat der Autor ein düsteres Szenario erschaffen, in dem brutale Bandenkriege und Überlebenskampf an der Tagesordnung scheinen. Selbst das Krankenhaus erzeugte bei mir von der Stimmung her gleich eine Gänsehaut, die nicht unberechtigt war.

Sehr gut ist es dem Autor nach meinem Empfinden gelungen, immer mal wieder für plötzliche und unerwartete Schockmomente zu sorgen, die besonders für eine Leserin wie mich, die nicht regelmäßig Horror-Romane liest, grausiges Entsetzen hervorrief. Warnen will ich an dieser Stelle auch gleich davor, dass Thomas Elbel nicht unbedingt zart mit seinen Protagonisten umgeht und deren Überleben nicht unbedingt gewährleistet ist.

Die Protagonisten Torn, Saina und Sooter waren mir sympathisch, auch wenn mir ein bisschen mehr Einblick in die jeweiligen Charaktere noch besser gefallen hätte. So blieben ihre Gedanken und Gefühle doch oft ein bisschen an der Oberfläche und man konnte sich nicht so tief mit ihnen verbinden. Bei dem bösen Gegenpart dagegen, erlaubte der Autor einen längeren Blick in seine Beweggründe, der das Grauen über ihn sehr gut verstärkte. Insgesamt gesehen, störte mich die fehlende Tiefe aber hier nicht, denn es stand hier für mich die Action im Vordergrund und die spannende Handlung ließ mich sehr gut mit den Figuren mitfiebern.

Die Seiten flogen tatsächlich nur so dahin, denn kleine verstreute Andeutungen und häppchenweise Auflösungen über die Stadt sorgten für viele Spekulationen und dazu noch die Angst um die Protagonisten, das ließ für mich keine Längen entstehen. Einziger Wermutstropfen war für mich manchmal ein zur Situation unpassender sprachlicher Ausdruck, der mich beim Lesen stolpern ließ, weil dadurch ein seltsames Bild entstand. So wirkt Gedankenversunkenheit z. B. etwas seltsam, wenn eigentlich aufgrund einer Fluchtsituation, große Aufmerksamkeit gefordert ist, um an einem Beispiel zu verdeutlichen, was ich meine. Aber das sind Kleinigkeiten, die meinen Lesespaß hier insgesamt nicht getrübt haben, dafür war die Handlung viel zu spannend.

Noch ein Wort zum Schluss: Er hat mich sehr überrascht und mir damit richtig gut gefallen!

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Leveller Torn wacht mit seinen Kollegen der Kampftruppe über das Gleichgewicht der Stadt Asylon. Ein einfacher Job ist das nicht, denn hierher hat sich die Zivilisation nach einer Katastrophe zurückgezogen. Auf kleinstem Raum sind unzählige heruntergekommene Wohnungen entstanden, die bis tief in den Untergrund reichen. Kein Sonnenstrahl dringt durch die Außenhülle bis zum Boden. Riesige Schächte trennen die Gebäude und es herrschen Gewalt und Korruption. Doch nicht nur innerhalb der Stadt muss das Chaos unter Kontrolle gehalten werden. Als Torn eines Tages eine Leiche im Minenfeld vor der Grenze entdeckt, gerät sein Weltbild etwas aus den Fugen. Plötzlich ist das dunkelste Loch in Asylon ein Paradies gegen die Verschwörung, in der er bis zum Hals zu stecken scheint.

Dystopie meets Thriller - so könnte man das Debut von Thomas Elbel wohl am besten beschreiben. Es ist kein typischer Endzeitroman voller Einsamkeit und Verzweiflung. Asylon ist reich bevölkert und bietet Platz für eine Menge Schicksale. Der Autor nutzt dieses Potential in einem angenehm lockeren Schreibstil aus und erschafft einen Thriller, der überraschen kann. Leider bleibt bei dem Tempo die Tiefe der Charaktere etwas auf der Strecke. Mehr Emotionen hätten es für mich stellenweise sein dürfen. Doch wer actionreiche Bücher mag, wird durchaus andere Qualitäten des Romans entdecken. Besonders gelungen finde ich die bizarren Horrorelemente, hier ist Gänsehaut vorprogrammiert.

Mit dem Ende fühlte ich mich sehr wohl und ein ansprechendes Nachwort rundet das Buch ab. Insgesamt also ein gelunger Erstling. Ich bin schon sehr gespannt, welche Ideen Thomas Elbel künftig noch zu Papier bringen wird.

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