Tad Williams: Berg aus schwarzem Glas

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Tad Williams: Berg aus schwarzem Glas
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Mountain of black Glass
ISBN-13
9783608934236

Informationen zum Buch

Seiten
825

Serieninfo

Sonstiges

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Handlungsort

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"Finde den legendären Berg aus schwarzem Glas, von dem es heißt, er reiche bis u den Sternen, und dort wirst Du die Antwort finden."

Sie erschien Paul Jonas im Traum. Er kannte sie so gut, ihre merkwürdige geflügelte Gestalt, ihre traurigen Augen. Er kannte diese Frau, die von sich sagte, sie sei ein "gesprungener Spiegel", aber seine Erinnerung an sie, wer sie war, was sie ihm bedeutet hatte, war verloren. Und doch war die geheimnisvolle Nachricht, die sie ihm brachte, seine einzige Hoffnung, dieses labyrinthische virtuelle Netzwerk, das Otherland hieß, zu überleben.

"Du wirst das, was du suchst, bei Sonnenuntergang vor Illions Mauern finden."

So sprach die geheimnisvolle schlafende Frau zu Orlando. Aber was sollte das bedeuten? Und wie sollte ein schwerkranker Junge, der in einem virtuellen Ägypten voller feindseliger, blutrünstiger Götter und mythischer Kreaturen um sein Leben kämpfte, je dieses Ziel finden?

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(Aktualisiert: 24 Februar 2012)
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Otherland 3

Inhalt
Der 3. Teil geht nahtlos da weiter, wo der 2. Teil endete. Die verschiedenen Gruppen bzw. Personen erleben noch immer in diversen virtuellen Welten Abenteuer und müssen dabei nicht selten um ihr Überleben kämpfen.
Doch diesmal bekommen sie Unterstützung durch ein eheimnisvolles weibliches Wesen, das ihnen immer wieder hilft und ihrem Handeln mit nicht immer ganz eindeutigen Anweisungen eine Richtung gibt.
Ihre Aufgabe besteht darin, sich wieder zu vereinigen und den geheimnisvollen schwarzen Berg zu finden, von dem jedoch niemand weiß, wo er zu finden ist.
Zusätzlich macht ihnen noch der brutale Mörder Dread das Leben schwer, denn er verfolgt sie, um sich an ihnen zu rächen.

Meine Meinung
Anfangs brauchte ich ca. 130 Seiten, bis mich die Geschichte wieder gepackt hatte. Doch dann konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Es geht spannend weiter und obwohl es jetzt schon der 3. Band dieser Reihe ist, hat mich Tad Williams immer wieder mit seinem Ideenreichtum überrascht.
Sicher sind die detaillierten Beschreibungen nicht jedermanns Sache, doch gerade durch sie konnte ich mir die verschiedenen virtuellen Welten und die Gefühle der Personen sehr gut vorstellen.

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Tad Williams spielt mit seinen Charakteren, genauso wie er mit dem Leser spielt. Scheinbar wahllos läßt er die Figuren durch Welten in der (Ander)Welt herumirren und der Leser ist zum ungläubigen Zusehen und Staunen verurteilt.

Jedes Kapitel der Bücher beginnt mit einem "Netfeed"-Nachrichten-Ticker, der Neuigkeiten der Bereiche Sport, Unterhaltung, Wirtschaft, Politik etc. bekannt gibt. Geschehnisse der Welt außerhalb von Otherland. Sehr nachdenklich stimmt es mich manchmal, daß Nachrichten dieser Art sehr oft tatsächlich in der realen Welt gesendet werden: Kinder werden getötet, die Mächtigen vergrößern immer mehr ihre Macht und gehen über Leichen, in Talk-Shows wird der Stumpfsinn der Menschheit deutlich, die Genforschung überwindet das Hindernis Moral. Immer mehr werden die Grenzen zwischen Geschmack und Geschmacklos verschoben, so daß sich sogar zwei Personen öffentlich zu einem Selbstmord-Duell herausfordern, das in den Nachrichten übertragen werden soll und dessen Sieger den Preis - selbstverständlich - nicht mehr entgegennehmen kann. Dazu passt eine Meldung, die ich neulich im Radio gehört habe: Ein nordamerikanisches Unternehmen hat das Warnsystem "Dirty Red" entwickelt - es warnt 1 Minute, bevor in der nächsten Umgebung eine Atombombe hochgeht.

Trotz einiger Längen, ist das Buch wie seine Vorgänger sehr lesenswert, spannend und regte mich mal wieder zum Nachdenken an.

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Inhalt:

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Renie, !Xabbu und ihre Begleiter sind immer noch in Otherland gefangen. Immerhin haben sie jetzt eine Möglichkeit gefunden, das nächste Ziel ihrer Reise durch die virtuellen Welten des Netzwerks selbst zu bestimmen. Sie verfolgen den Mörder Dread, der sich unerkannt in ihre Gruppe eingeschmuggelt und zwei ihrer Gefährten ermordet hatte. Leider ist Dread ihnen immer einen Schritt voraus. In der nächsten Simwelt (einem riesigen Haus, das kein Ende zu haben scheint) entführt er die blinde Martine, um von ihr mehr über die Funktion eines seltsamen Artefakts zu erfahren, das er Renie gestohlen hat. Für Martines Freunde beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie ahnen nicht, dass Long Joseph Sulaweyo, Renies Vater, alles noch viel schlimmer macht, indem er sich heimlich zu dem Krankenhaus begibt, in dem sein komatöser Sohn liegt – denn es dauert nicht lang, bis ihm diverse Häscher auf den Fersen sitzen.

Orlando und Fredericks sitzen derweil in der ägyptischen Götterwelt fest, die Felix Jongleur, das Oberhaupt der Gralsbruderschaft, für sich selbst erschaffen hat. Dort begegnen sie einigen Mitgliedern des "Kreises". Diese Gemeinschaft gläubiger Menschen aller Nationen hat es sich zum Ziel gesetzt, die Gralsbrüder aufzuhalten, denn die Machenschaften dieser mächtigen Personen scheinen sich nicht auf das virtuelle Otherland zu beschränken. Orlando und Fredericks interpretieren die Theorien der Leute des Kreises möglicherweise falsch, aber vielleicht haben die Gralsbrüder tatsächlich Gott getötet…

Paul Jonas ist unfreiwillig in die Rolle des griechischen Sagenhelden Odysseus geschlüpft. Glücklicherweise befindet er sich damit aber auch schon in der richtigen Simulation, denn wie Renie, Orlando und alle anderen hat auch er von einer geheimnisvollen Erscheinung, die immer wieder Erinnerungsfragmente aus seiner verlorenen Vergangenheit in ihm wachruft, ein Ziel erhalten. Er muss zu den Mauern Iliums gelangen, wenn er herausfinden will, was es mit Otherland wirklich auf sich hat und warum er sich überhaupt dort befindet. Unterwegs erlebt er einige der aus der Odyssee bekannten Abenteuer, zeitweise wird er von dem geheimnisvollen Roma Azador begleitet, dem auch schon Renie begegnet war. Als Paul die Stadt Ilium erreicht, muss er erkennen, dass dort dummerweise ein Krieg tobt, den man als den trojanischen kennt…

Auch in der wirklichen Welt tut sich einiges. Die Gralsbruderschaft schickt sich an, Otherland seiner eigentlichen Bestimmung zuzuführen und dort unsterblich zu werden, auch wenn das fatale Auswirkungen auf das reale Leben hat. Olga Pirofsky, ehemalige Darstellerin einer Online-Kindersendung, erhält Kontakt mit den Stimmen der in Otherland verschollenen Kinder und wird von ihnen zur gigantischen Turmfestung des Felix Jongleur geführt. Herr Sellars hat sich Christabels Eltern offenbart und um ihre Hilfe gebeten. Calliope Skouros, eine australische Polizistin, ermittelt in einem alten Mordfall, der sie auf die Spur des jungen Johnny Wulgaru führt, den man unter dem Namen Dread kennt. Und Dread selbst vollbringt das Undenkbare: Er bringt den "Anderen" unter Kontrolle, jenes seltsame Wesen, dessen wahre Bedeutung für Otherland noch niemand ahnt.

Kringels Meinung:

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Im dritten Band des Otherland-Vierteilers gewinnt die Story wieder einiges an Spannung, obwohl immer noch kritisch angemerkt werden muss, dass einigen Kapiteln zumindest eine Straffung gut getan hätte – auf einzelne Passagen hätte man sogar ganz verzichten können. Als Gegenargument könnte man natürlich anführen, dass bei Otherland der Weg das Ziel ist. Dass die Hauptpersonen im weiteren Verlauf zusammenfinden, tut dem Roman gut. Ebenso positiv schlägt zu Buche, dass Renie und ihre Freunde nicht mehr planlos durch verschiedene virtuelle Welten stolpern, sondern alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: Nach Troja zu kommen. Nach und nach zeigt sich auch, welche Bedeutung die in Band 2 gestarteten Nebenhandlungen für die Geschichte haben und Stück für Stück werden einige Informationen enthüllt, die den Leser bei der Stange halten und zu weiteren Spekulationen animieren, denn natürlich wird noch lange nicht alles verraten. Im letzten Viertel des Buchs steuert die Handlung endlich erkennbar einem ersten Höhepunkt entgegen, der es wirklich in sich hat und der einige verblüffende Wendungen bringt. Nach diesem Schluss kann man es kaum erwarten, mit dem vierten Band weiterzumachen.

Die große Stärke aller Otherland-Romane liegt in der fantasievollen Beschreibung der immer wieder überraschenden virtuellen Welten, vor allem aber in der Charakterentwicklung. Obwohl man es mit einer recht großen Gruppe von Haupt- und Nebenpersonen zu tun hat, erhält man nie den Eindruck, als wären manche bloße Staffage. Jeder hat seinen eigenen sich entwickelnden Charakter, jeder trägt in der einen oder anderen Weise zur Handlung bei. Die "Helden" wachsen dem Leser ans Herz, man kann mitfiebern und möchte immer weiterlesen, wenn ein Kapitel mit einem Cliffhanger endet (was schon fast die Regel ist). Die "Bösewichte" sind mindestens ebenso stark und selbst die Nebenpersonen sorgen für emotionale Beteiligung. Wenn zum Beispiel Long Joseph mal wieder eine Dummheit macht, möchte man ihn am liebsten packen und ordentlich durchschütteln!

Für die Otherland-Romane muss man sich Zeit nehmen. Man kann nicht ein oder zwei Kapitel lesen und das Buch dann erstmal beiseite legen – man muss dranbleiben, weil man sonst den Überblick verliert und weil sich die volle Wucht der Williams’schen Fabulierkunst sonst nicht richtig entfalten kann. Wer sich aber darauf einlässt, Tad Williams nach Otherland zu folgen, dem bietet sich ein ganzes Universum faszinierender Ideen und der wird bald bemerken, dass er am liebsten gar nicht mehr mit dem lesen aufhören möchte, um die liebgewonnenen Protagonisten nicht verlassen zu müssen – ein Effekt, den ich zuletzt bei "Der Herr der Ringe" erlebt habe. Das ist aber auch schon die einzige Parallele, die meiner Meinung nach zwischen den beiden Epen gezogen werden darf, denn ansonsten gleichen sie sich in keinster Weise, egal was die Werbung euch suggerieren mag.

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