Philip K. Dick: Blade Runner

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Philip K. Dick: Blade Runner
Verlag
ET (D)
1993
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Do Androids Dream of Electric Sheep?
ET (Original)
1968
ISBN-13
9783453217287

Informationen zum Buch

Seiten
268

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Die automatische Weckvorrichtung der Stimmungsorgel neben seinem Bett weckte Rick Deckard mit einem fröhlichen kleinen Stromstoß.

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Handlungsort

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In nicht allzu ferner Zukunft: Blade Runner, Sondereinheiten der Polizei, jagen in den dunklen Straßenschluchten der Mega-Städte nach entflohenen Androiden. Rick Deckard ist einer dieser speziell ausgebildeten Polizisten. Mit allen Mitteln versucht er, die Menschheit vor der Unterwanderung durch künstliche Wesen zu bewahren. Aber ist Rick Deckard selbst ein Mensch?

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Rick Deckard ist ein zuerst eher mittelmäßiger Androidenjäger, der durch die Verletzung eines Kollegen den Auftrag erhält, entflohene Androiden des Typ Nexus-6 zu finden und zur Strecke zu bringen. Dabei träumt er die ganze Zeit davon, die Prämien in Höhe von 1000 Dollar pro beseitigtem Androiden für ein echtes Tier ausgeben zu können. Denn echte Tiere sind in einem Amerika nach dem Dritten (nuklearen) Weltkrieg nahezu ausgestorben und somit oft unbezahlbar. Auf der Erde gelten nicht mehr Autos sondern Tiere als Statussymbol und mit der Fürsorgebereitschaft für ein solches wird ein Mensch in "gut" oder "schlecht" eingeteilt.

Es ist nicht selten, dass die hochintelligenten, doch nicht humanoiden Androiden, die auf dem Mars als Arbeitssklaven gehalten werden, ihre Herren töten und auf die - inzwischen fast menschenleere - Erde fliehen. Menschenleer insofern, dass der Mars inzwischen bevölkert wurde und nur noch wenige Exemplare des Menschengeschlechts auf der Erde weilen: Nämlich diejenigen, die nicht ausreisen wollten oder durften.

Sehr viele kennen die Ridley Scotts Verfilmung mit Harrison Ford als "Blade Runner" Rick Deckard, doch das Buch hat fast keine Ähnlichkeit mit dem Film - was beides meiner Meinung nach über vielen anderen (verfilmten) Schrott erhebt. Der Film ist eher düster und ehrlich gesagt: man kann ihn nur wirklich verstehen, wenn man das Buch dazu gelesen hat. Zu vieles bleibt unerwähnt, was ihn auf den Platz eines Action-SF-Filmes mit wenig Botschaft verweist. Das Buch erklärt viele Hintergründe: Was hat es mit diesen Flocken auf sich, die ständig durchs Bild schweben? Warum gibt es so viele künstliche Tiere? Warum werden die Androiden überhaupt gejagt?

Interessant sind im Buch auch die Beschreibungen der sog. Stimmungsorgel: Ein Gerät, in dem man sich die für heute gewünschte persönliche Stimmung aussuchen kann. So werden Gefühle künstlich und der Gedanke, der dahinter steht: Was unterscheidet einen Menschen dann überhaupt von einem Androiden? Denn diese Andys werden von den Menschen - ohne Mitgefühl - gejagt und beseitigt, weil ihnen die Emphathie für andere Lebewesen fehlt, sie deshalb eine potentielle Gefahr für die Menschheit darstellen und erbarmungslos gejagt werden (müssen).

Doch es gibt auch noch die Einswerdungsbox. Eine Maschine, die in den angeschlossenen Menschen ein Gefühl der Gemeinschaft weckt - "Mercerismus" genannt, während sie einen alten Mann beobachten, der seinen ewigen Weg einen Berg hinauf geht und der dabei mit Steinen beworfen wird. Ein Messias in einer Welt künstlicher Gefühle.

Die Frage, ob auch Roboter leben oder nur existieren oder ob Menschen oft auch ebenso reagieren wie Maschinen - sie wird nicht beantwortet. Philip K. Dick hält uns den Spiegel vor und weckt Mitgefühl gegenüber Kreaturen, die nicht so sind wie wir. Außenseiter, wie das "Spatzenhirn" J.R. Isidore, aber auch wie die Opersängerin Luba Luft, die eine schönere Stimme hat als jeder Mensch. Sehr angenehm dabei ist, dass uns der Autor nicht mit erhobenem Zeigefinger belehrt, sondern eine Geschichte mit unglaublicher Ironie erzählt, in der jede Figur ihre Licht- und Schattenseiten hat.

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Wie Philip K. Dick diesen Alltagstrott der Zukunft beschreibt, diese Kleinigkeiten, die vom Protagonisten gleichgültig hingenommen werden, wie z.B. das tägliche Einstellen der Stimmungsorgel - heute mal melancholisch, oder doch gut gelaunt? - einfach grandios!

Die ganz normalen Probleme der Zukunft zeigen sich im Kauf eines Haustieres. Nehm ich jetzt ein echtes, oder ein Robotertier?!

Dazu die spannende Geschichte um die Vernichtung der geflohenen Androiden, mitreißend und witzig geschrieben!

Dick versteht es seinen Leser in eine völlig andere Welt zu versetzten.

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